Search

Your search for 'dc_creator:( "Herms, Eilert" ) OR dc_contributor:( "Herms, Eilert" )' returned 171 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Teleologie

(3,334 words)

Author(s): Evers, Dirk | Hewlett, Martinez J. | Angehrn, Emil | Herms, Eilert
[English Version] I. Zum Begriff T. ist ein 1728 von Ch. Wolff geprägter Neologismus (Philosophia rationalis sive logica, 1728, § 85), der denjenigen Teil der Naturphilosophie bez., der die Dinge von ihrem Zweck (griech. τε´λος/télos, »Ende, Ziel«) her erklärt, und ist von hier aus in andere Sprachen gewandert. Sachlich hat der Begriff jedoch eine weit zurückreichende Vorgesch. Bei Aristoteles ist die Betrachtung der Erscheinungen gemäß des Worumwillen (ου῾˜ ε῞n̆εκα/hoú héneka, »worumwillen«) eine der vier Formen der Kausalität, vom lat. MA als causa finalis b…

Ordnung

(1,868 words)

Author(s): Kather, Regine | Sieckmann, Jan-R. | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff O. (griech. τα´ξις/ta´xis, κο´σμος/ko´smos; lat. ordo) wird in Naturphilosophie, Erkenntnistheorie und Kulturanthropologie verwendet. Als O. wird ein Gefüge von Elementen bez., die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen und einen größeren Bereich strukturieren. Der Begriff O. hat v.a. in der Kosmologie eine fundamentale Bedeutung: Die Genese des Kosmos vollzieht sich für Hesiod in der »Theogonie« und für Plato im »Timaios« durch den Übergang von e…

Zwang

(291 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] (lat. coercitio) findet statt, wo einer Person gegen ihren erklärten Willen eine bestimmte Verhaltensweise unwiderstehlich aufgenötigt wird. Zwangsmittel sind der Inbegriff der Instrumente, die dafür zur Verfügung stehen. Die Verfügung über derartige Mittel ist für den Staat unverzichtbar, wenn er seine grundlegende Aufgabe der Friedenssicherung erfüllen können soll. Diese verlangt, der Rechtsordnung gerade auch denen gegenüber Nachachtung zu verschaffen, die deren Bestimmungen n…

System

(1,647 words)

Author(s): Angehrn, Emil | Danz, Christian | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch Von S. (griech. συ´στημα/sýstēma, »Zusammenstellung«) als einem strukturierten Ganzen, das aus Teilen zusammengesetzt ist, ist einerseits mit Bezug auf die Wirklichkeit, andererseits mit Bezug auf die Wissenschaft bzw. die Philosophie selbst die Rede. Im objektiven Sinn wird die Idee eines geordneten Zusammenhangs im antiken Denken für unterschiedliche Bereiche (Kosmos [Welt: II.], Organismus, Medizin, Musik, Ethik, Politik) geltend gemacht. Im methodischen Sinn wird…

Selbst

(2,191 words)

Author(s): Wesche, Tilo | Huxel, Kirsten | Herms, Eilert | Ziemer, Jürgen
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff S. (ε῾αυτου˜/heautoú; αυ῾του˜/hautoú) kommt als substantiviertes Adverb vor, häufiger aber als Kompositum in Begriffen wie Selbstbewußtsein, Selbstverhältnis, Selbstbehauptung, Selbstvollzug, Selbstbestimmung, Selbstvergewisserung, Selbstverwirklichung u.a. Seine Grundbedeutung ist die der Selbständigkeit: Das, was selbst sein kann und für sich selbst zu stehen vermag. Bereits der Sprachgebrauch der antiken Philosophie hebt diese Bedeutung hervor: Das, was etwas selbst ist (καϑ᾿ αυ῾τα´/kath' hautá; Arist.metap…

Sport

(680 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . Summarisch können unter S. alle Erscheinungen einer geregelten, agonalen motorischen Interaktion verstanden werden, die unter dem Vorzeichen des Spielerischen (Spiel) steht und als solche der leibhaften Selbsterfahrung (Können, Körperbeherrschung, Leistung [: II.; Wettkampf], Spaß) und dem leibhaften Ausdruck des Selbstgefühls (Selbst) der Beteiligten dient. – Derartige Phänomene finden sich zu allen Zeiten in allen Kulturen, freilich mit schwankender Öffentlichkeitsrelevanz. D…

Zwei-Reiche-Lehre/Zwei-Regimenten-Lehre

(2,439 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] I. Dogmengeschichtlich und dogmatisch Eine Beschäftigung mit der Z., die nicht in die Irre gehen will, muß beachten: 1. Der Ausdruck »Z.« ist – wie z.B. »Rechtfertigungslehre« (Rechtfertigung) auch – ein Reflexionsbegriff zur nachträglichen Bez. von Komplexen theol. Lehre, die schon vor dieser Bez. unverwechselbar sind, weil sie sich mit für jede zusammenhängende Glaubensexplikation unumgänglichen Momenten der Glaubensgewißheit beschäftigen. Der Titel »Z.« stammt jedoch nicht schon aus dem 16.Jh.…

Vernunft

(3,528 words)

Author(s): Steinmann, Michael | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch In der traditionellen Erkenntnislehre (Erkenntnistheorie) wird die V. vorwiegend als ein diskursives Vermögen gedacht (griech. δια´n̆οια/diánoia; λο´γος/lógos; lat. ratio), teilweise in Abgrenzung zum Verstand als intuitivem Vermögen. Mit dieser Unterscheidung wird zugleich eine Rangfolge indiziert: Das diskursive Vermögen geht entweder als syllogistisch verfahrende »Demonstration« (α᾿πο´δειξις/apódeixis) von letzten Prinzipien aus, die ihrerseits nicht durch Schlußfolgerung gefunden werden können (Arist.e.…

Tun-Ergehens-Zusammenhang

(1,757 words)

Author(s): Grund, Alexandra | Herms, Eilert
[English Version] I. Biblisch 1. Als T. wird die bes. in der atl. und ao. Weisheitsliteratur, aber auch noch im NT wahrnehmbare Vorstellung von einer Entsprechung zw. dem (guten/bösen) Handeln und dem jeweiligen Ergehen des Handelnden bez. Umstritten ist die Art und Weise, auf die nach atl. Verständnis der T. zustandekommt. Nach Vorarbeiten von Karl-Hjalmar Fahlgren (1932) und J. Pedersen (1934) wurde die bis zur Mitte des 20.Jh. vorherrschende Annahme eines vermeintlich das AT durchziehenden Verge…

Public Choice

(428 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] bez. das Themaproblem einer sozialethischen, genau: die Ethik des staatl. Handelns betreffende, Debatte, die sich seit den späten 50er Jahren in den USA entwickelte und seitdem auch Europa erreicht hat: Nach welchen ethisch begründeten Verfassungsprinzipien haben sich Umfang und Art der governementalen (rechtsförmigen und rechtswirksamen) Entscheidungen von Gerechtigkeitsfragen zu bemessen? Einen rein negativen Grundsatz empfiehlt Nozick: Grundsätzlich haben sich governementale E…

Weltanschauung

(2,093 words)

Author(s): Herms, Eilert | Thiede, Werner
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich Schon das erste Auftreten von »W.« bei I. Kant (Kritik der Urteilskraft, § 26) markiert die Differenz zw. der erfahrungswiss. Erkenntnis von Einzelphänomenen in der Welt bzw. einer Zusammenstellung solcher Phänomene und einer dieser Erkenntnis prinzipiell übersteigenden Auffassung der Welt als Totalität. Für den Inbegriff der ersteren hat sich überwiegend der Ausdruck »Weltbild« durchgesetzt, für letztere hingegen »W.« (aber gelegentlich begegnet auch »Weltbild« im Sinne von W.: R.H. L…

Wille

(3,258 words)

Author(s): Markschies, Christoph | Loos, Fritz | Herms, Eilert | Hühn, Lore
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich Entwicklung und Verbreitung des Begriffs sind eng mit der Gesch. der christl. Theol. verbunden. Die klassische griech. Antike kannte noch keinen einheitlichen und distinkten Begriff des W. zur Bez. eines eigenständigen geistigen Vermögens. Die voluntative Dimension war in den Bez. für rationale Überlegung, Entscheidung, Bereitschaft sowie nicht-rationales Begehren enthalten. Für Aristoteles ist βουλη´/boulē´ ein Streben, das sich nach einer Überlegung und also auf der Basis von Wissen vernunftgeleitet einst…

Restriktion

(306 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . Als »R.« bez. man diejenigen dauernden und/oder momentanen Bedingungen des menschlichen Handelns, die der jeweiligen Handlung so vorgegeben sind, daß sie von ihr bei ihrer Ziel- und Verhaltenswahl nicht übersprungen werden können, sondern von jeder »rationalen Wahl« (rational choice) in Rechnung gestellt werden müssen. – Die dauernden Bedingungen bestehen in dem gesamten Relationengefüge des Personseins in der Welt (d.h. in der Einheit des Verhältnisses eines Handlungsurhebers …

Sozialgeschichte

(4,188 words)

Author(s): Kaiser, Jochen-Christoph | Schaper, Joachim | Hezser, Catherine | Leutzsch, Martin | Herrmann, Ulrich | Et al.
[English Version] I. Zum Begriff; Theorieprobleme Alle Geschichtsschreibung zielt in ihrer wiss. Erforschung der Vergangenheit auf Synthese im Sinne einer gültigen Gesamtschau des Gewesenen. Doch kann ihr dies höchstens paradigmatisch und idealtypisch gelingen, weil jede Rekonstruktion einer histoire totale zum Scheitern verurteilt ist. Gleichwohl darf Historiographie nicht auf das Wagnis verzichten, Geschichte als Ganzes in den Blick zu nehmen, weil ihr angesichts unüberschaubarer Details sonst jede…

Schaden

(393 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] bez. den Inbegriff aller Effekte von natürlichen oder sozialen Ereignissen, die im Gegensatz zum Nutzen menschliche Lebensmöglichkeiten nicht erhalten oder steigern, sondern mindern. Gegenstand der ethischen Betrachtung können nicht von der Natur (: IV.) verursachte Sch., sondern nur Sch. als Folgen von menschlichem Handeln sein. Die vorsätzliche Herbeiführung von Sch. durch Handeln ist grundsätzlich zu verwerfen, die leichtfertige zu tadeln. Aber kein Handeln ist völlig dagegen …

Servum arbitrium

(1,019 words)

Author(s): | Herms, Eilert
[English Version] I. Dogmatisch Die Einsicht in das s.a. bildet das Zentrum von M. Luthers reformatorischer Ontologie des geschaffenen Personseins (Person). Ihr Kerngehalt ist die Erkenntnis der radikal passiven Konstitution der Bedingungen, die es für den Menschen möglich und notwendig (unvermeidlich) machen, selbstbewußt-frei (Freiheit: VII.), also vernünftig und verantwortlich, zu wollen und entsprechend zu handeln. Diese Bedingungen sind: a) das Affiziertsein des appetitus der Person (ihres Aus…

Versuchung

(1,762 words)

Author(s): Frenschkowski, Marco | Arneth, Martin | Feldmeier, Reinhard | Herms, Eilert
[English Version] I. ReligionsgeschichtlichV. ist ein Theologumenon der jüd., christl. und isl., aber auch anderer Rel. Sie entsteht, wenn in einer Situation der Willensfreiheit das Böse als faszinierende, verlockende Überredung u. ä. auftritt (häufig als »Einflüsterung«). Zu unterscheiden sind die V. durch Menschen, durch die Gottheit, durch Dämonen, V. in einem nichttheistischen Kontext sowie der Gottheit durch Menschen. Oft wird V. als Werk einer dämonischen Macht interpretiert, die symbolische…

Pränatale Diagnostik

(457 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . P. ist wie Präimplantationsdiagnostik (PID) ein Inbegriff von Diagnoseverfahren zur Feststellung von Krankheiten (Krankheit und Heilung) vor der Geburt von Menschen, die sich jedoch im Unterschied zur PID nur auf eingenistete Embryonen (Föten) erstrecken. Sie umfassen: Ultraschalluntersuchungen, Amniozentese, Chorionzottendiagnostik: gelegentlich auch Nabelschnurpunktation, Embryo- bzw. Fetoskopie, Leberbiopsie oder Hautbiopsie am Fetus. Das zuerst genannte Verfahren gehört inz…

Rechtswissenschaft

(3,267 words)

Author(s): Starck, Christian | Herms, Eilert
[English Version] I. Zum Begriff R. bedeutet wiss. Beschäftigung mit dem Recht und ist Schöpfung der dt. hist. Rechtsschule der 1. Hälfte des 19.Jh. Mit ihm sollte die Wissenschaftlichkeit der Rechtsgelehrtheit betont werden; R. (iuris scientia) sollte Jurisprudenz (Rechtsklugheit) ersetzen. Scientia und prudentia sind lat. Ausdrücke für die aristotelische Unterscheidung von ε᾿πιστη´μη/epistē´mē und ϕρο´n̆ησις/phrónēsis; letzterer ordnete Aristoteles die Gesetzgebung, Rechtsprechung und Rechtsberatung zu. Jurisprudenz und R. werden heute in Deutschland zu…

Verbindlichkeit

(648 words)

Author(s): Brandt, Reinhard | Herms, Eilert
[English Version] I. Dogmatisch V. kommt nach ev. Verständnis nur dem Wort Gottes (: VI.) zu, das in seiner selbst erschließenden Kraft auch zu tieferen Einsichten und »neuen Dekalogen« (Luther) führen kann; zu prüfen sind diese von der Kirche als Gemeinschaft in Bindung an den Kanon. Die Bekenntnisschriften beanspruchen V., sofern sie auf die Schrift als »einig Regel und Richtschnur« (BSLK 767,15) hinweisen; ferner abgeleitet, sofern in ihnen eine Verständigung über die sachgerechte Auslegung der Schrift erzielt wird, die aber ihrerseits stets an der Schrift zu überprüfen ist. U…
▲   Back to top   ▲