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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 351 results. Modify search

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Kamille

(72 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀνθεμίς, lat. anthemis, Plin., später chamomilla, davon der dt. Name abgeleitet) ist wohl die heutige Kompositen-Gattung Matricaria L. Dioskurides 3,137 Wellmann = 3,144 Berendes (vgl. Plin. nat. 22,53f.) kennt drei Arten mit unterschiedlicher Blütenfarbe und erwärmender sowie verdünnender Kraft. Die K. wurde schon in der Ant. als Blütenaufguß äußerlich und innerlich als entzündungshemmendes und krampflösendes Mittel verwendet. Anthemis Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography P. Wagler, s.v. Anthemis (2), RE 1,2364f.

Birnbaum

(148 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die Kernobstgattung Pyrus L. (Birnen, lat. pirus, pirum) besteht aus etwa 20 Wildarten (ἀχράς, ἄχερδος), die im Bereich des Schwarzen Meeres und des Mittelmeeres vorkommen, und vielen Kultursorten (ὄγχνη, bei Homer ἄπιος), die aus Kreuzungen seit dem Neolithikum hervorgegangen sind. Meist aus Vorderasien nach Griechenland importiert, wurden sie bes. auf der deswegen Ἀπία benannten Peloponnes (Athen. 14,63,650bc) zur Herstellung von Most angebaut. Birnen waren der Hera, Aphrodite, Venus …

Pirol

(118 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Das prächtig gelb-schwarz gezeichnete Männchen von Oriolus oriolus L. mit dem melodischen Ruf ist wohl mit dem χλωρίων/ chlōríōn bei Aristot. hist. an. 8(9),22,617a 28 und chlorion bei Plin. nat. 10,87 gemeint. Dafür spricht außer der Färbung ( chlōrós = grünlich gelb) das späte Erscheinen dieses Zugvogels mit der Sommersonnenwende und das Verschwinden im Winter. Syn. Bezeichnungen scheinen icterus und galgulus bei Plin. nat. 30,94 für einen zur Heilung von Gelbsucht benutzten Vogel sowie virio (Plin. nat. 18,292) zu sein [1. 85f.]. Das kunstvoll an Zw…

Biene

(504 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] A. Zoologie In der Ant. haben nach unseren Quellen zur Verwendung des Honigs zuerst Griechen und Römer Bienen gezüchtet (Bienenzucht). Sie bezeichneten die Honig- oder Arbeitsbiene als δάρδα, μέλισσα, apis, die männliche Drohne als ἀνθρήνη, κηφήν, θρώναξ, fucus und die Königin als βασιλεύς, ἡγεμῶν, rex, dux oder imperator. In Griechenland galt dies für die dunkelbraun einfarbige Apis cecropia, in Italien hauptsächlich für die A. ligustica mit zwei gelbroten Hinterleibsringen. Zoologische Angaben über sie sind oft falsch. Nach Plinius (nat. 1…

Ranunculus

(136 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (βατράχιον/ batráchion = σέλινον ἄγριον/ sélinon ágrion bei Dioskurides), Hahnenfuß. Zu der weit verbreiteten Familie der Ranunculaceae gehören in Griechenland und It. über 100 Arten. Der Name der Pflanze scheint wegen ihrer Vorliebe für feuchte Standorte von “Frosch” (βάτραχος/ bátrachos, lat. rana) abgeleitet zu sein. Dioskurides (2,175 Wellmann = 2,206 Berendes) und Plinius (nat. 25,172 f.) beschreiben das Aussehen von vier h. kaum bestimmbaren Arten. Aufgelegte Blätter und Stengel sollen eine ätzende Wirkung haben und daher Aussatz ( lépra), Krätze ( psṓr…

Gramineen

(206 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Unter den Kräutern ( herbae, ποιώδη) stellen die Gramineae oder Poaceae die Familie der Gräser (Glumifloren, πόαι bei Theophr. h. plant. 7,8,3) dar, von denen man in der Ant. aber Sauergräser der Cyperaceae und Juncaceae (Binsen; Byblos) nicht unterschied. Zu den echten G. gehören neben den das eigentliche Gras bildenden Wiesengräsern (ἄγρωστις, z.B. Theophr. h. plant. 1,6,7 u.ö.) und dem Getreide ( frumenta) 1. der Rohrkolben Arundo (δόναξ, κάλαμος u.a. bei Theophr. h. plant. 4,11,11 u.a.), bes. das Pfahlrohr Arundo donax L., welches seit …

Argemone

(113 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀργεμώνη), bei Dioskurides 2,177 [1. 1.245 f.] = 2,208 [2.253], die nach der Verwendung ihres Milchsaftes (ὀπός) u. a. gegen Leukom (ἄργεμα) heißen soll, wird ebenso wie μήκων ῥοιάς bei Dioskurides 4,63 [1.2.217 f.] = 4,64 [2.397] und wie argemonia bei Plin. nat. 25,102 (medizinische Verwendung z. B. gegen Angina bei Plin. nat. 26,23) mit dem Keulenmohn Papaver argemone L. identifiziert, von anderen mit dem ähnlich blühenden Herbst-Adonis ( Adonis autumnalis L.; vgl. adonium Plin. nat. 21,60). Mohn Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 M. Wellmann (Hrs…

Byssos

(98 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (βύσσος). Pflanzliche und tierische Fasern, die zu weitgehend durchsichtigen Gewändern (βύσσινος, βύσσινον πέπλωμα) verarbeitet wurden. Dies sind vor allem wohl linum (λίνον, Lein, Flachs), später (offenbar schon bei Hdt. 2,86) Samenhaare der Baumwolle, vielleicht der aus Afrika eingeführten Asclepiadacee Gomphocarpus fruticosus, aber auch Fasern von Pilzen und Flechten. Auch die heute noch als B. bezeichneten Haftfasern im Meeresboden festsitzender Muscheln wie der großen mittelmeerischen Pinna nobilis waren Lieferanten für 3-8 cm lange Faser…

Equisetum

(125 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Vier verschiedene blattlose oder kleinblättige Pflanzengattungen tragen nach ihrer Wuchsform seit der Ant. die Bezeichnung equisetum, equisaeta, cauda equina bzw. caballina, ἱπποχαίτη oder ἵππουρις, Roß- oder Katzenschwanz. Dies gilt für Equisetum L. mit Hippochaete Milde, Schachtelhalm, Schaftheu oder Zinnkraut, für Ephedra L., ἔφεδρον oder ἵππουρις, den Rutenstrauch mit seinen nacktsamigen, z.T. kletternden Vertretern, ferner bei den Wasserpflanzen für die Armleuchteralge Chara, von C. Bauhin noch im 16. Jh. als E. foetidum bezeichnet, und schlie…

Far

(345 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Urspr. wohl “Korn” im Sinne von Getreide [1]. In gesch. Zeit zielte der Name aber speziell auf Speltweizen im Gegensatz zu Dreschweizen ( triticum). Synonyme sind ador und alicastrum, offenbar eine Abkürzung für f. adoreum. Plin. nat. 18,82 behauptet, daß sich die Anbaugebiete von far (Emmer) und ζειά/ zeiá (ζέα/ zéa) ausschließen. Nach Dion. Hal. ant. 2,25,2 sind jedoch beide Getreidearten ebenso wie die in Gallien, It. und anderswo angebaute arinca (ὄλυρα) identisch. Vom gegen Kälte sehr widerstandsfähigen (Plin. nat. 18,83, vgl. Colum. 2, 8,5) f. (= semen adoreu…

Alausa

(68 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Vom wahrscheinlich kelt. Baumnamen alausa, aliza oder alisa sind roman. und german. Namen für 2 Rosaceengattungen abgeleitet, nämlich die Mehl- und Elsbeere ( Sorbus aria und torminalis) und die Traubenkirsche oder Aletschbeere ( Prunus padus = Padus racemosa). Ob dazu auch ἄλιζα (Hesychios) gehört, das auch alnus (Erle) und populus (Pappel) bedeuten soll, ist fraglich. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography Bertoldi, in: Zschr. für Celtische Philol. 17, 1927.

Hund

(1,352 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] [1] als Tier (κύων, κυνίδιον, κυνίσκος, σκύλαξ, σκυλάκιον, canis, canicula, catellus). Hünemörder, Christian (Hamburg) [English version] A. Rassen Eines der ältesten, wahrscheinlich schon im Mesolithikum, an verschiedenen Stellen der Erde aus h. ausgestorbenen Wildhund-Arten gezüchtetes Haustier. Die Ableitung vom Goldschakal (Canis aureus) [2] ist heute wieder aufgegeben. Aus Knochenresten und Abbildungen können mehrere Frührassen, von denen die heutigen Rassen abzuleiten sind, erschlossen werden: 1. Canis familiaris Putjatini Studer, dingo-ähn…

Alaun

(156 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (στυπτηρία, alumen). Bezeichnung für eine Gruppe von bereits den Babyloniern [1.76 f.] bekannten Erdsalzen ( salsugo terrae, Plin. nat. 35,183), nämlich den Salzen der Schwefelsäure, die in sogen. A.werken (μέταλλα τῆς στυπτηρίας) nach Dioskurides 5,106 [2.3.75] = 5,122 [3.532] in Ägypten, Makedonien und u. a. auf gr. Inseln gefördert wurden und wegen ihrer Seltenheit und starken Nachfrage nach A. gewinnträchtig waren (vgl. Diod. 5,10; Strab. 6,2,10). Anwendung des A. z. B. als imprägnierende un…

Elster

(202 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Da im Griech. der gleiche Name (κίσσα oder κίττα) für die E. ( Pica pica) gilt wie für den Eichelhäher und diese beiden Rabenvögel zum Sprechen abgerichtet werden können, muß, wie bei Plin. nat. 10,78 mit der Erwähnung des langen Schwanzes, der jeweilige Kontext die Bestimmung sichern. Plin. nat. 10,98 berichtet über das Fortschaffen der Eier als Reaktion auf störende Beobachtung durch Menschen. Tatsächlich bauen E. zu ihrem Schutz mehrere Nester. Das beschriebene Anhängen von je zwei an einen…

Plantago

(123 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die von ihrem Aussehen abgeleiteten Namen ἀρνόγλωσσον/ arnóglōsson, κυνόγλωσσον/ kynóglōsson, ἑπτάπλευρον/ heptápleuron, πολύπλευρον/ polýpleuron, προβάτειον/ probáteion, ψύλλιον/ psýllion und lat. plantago bezeichnen alle den gut bekannten und deshalb von Plinius in seiner Wuchsform mit vielen anderen Pflanzen verglichenen Wegerich (Plantago) mit mehreren Arten. Plin. nat. 25,80 rühmt unter Berufung auf seinen Zeitgenossen Themison zwei Arten als hervorragend geeignet zur Austrocknung und Verdichtu…

Nardos

(213 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἡ νάρδος oder τὸ νάρδον, lat. nardus, -i f. und nardum, abgeleitet von hebr. nērd aus sanskrit nalada(m) [1. 657]). N. bezeichnete im Alt. nicht nur die echte indische Narde (Nardostachys jatamansi), sondern auch (nach Plin. nat. 13,16 und 12,45-47) bis zu neun andere Pflanzen (vgl. Aufstellung [2. 209f.]), darunter die beiden aromatischen Gräserarten aus Vorderasien, nämlich die syr. oder assyr. Narde, die Baldrianarten kelt. Narde und Bergnarde, die Haselwurz, das Zyperngras u.a. Von der echten …

Rauke

(163 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (εὔζωμον/ eúzōmon, lat. eruca), aus der Familie der Cruciferae mit wenigen Arten, v. a. der im Mittelmeergebiet angebauten Öl- oder Senfrauke (Eruca sativa) mit verholztem Stengel (Theophr. h. plant. 7,2,8). Nach Plin. nat. 19,117 gehen die Samen bereits nach drei Tagen auf (vgl. Theophr. h. plant. 7,1,3). Ihre Beliebtheit als Würzpflanze von Speisen trug der R. nach Plin. nat. 20,126 ihren griech. Namen ein (wörtlich “gut für die Suppe”). Roh und mit Zwiebeln genossen, galt sie als ein - nur vom gleichzeitig verzehrten Lattich ( lactuca [1], P…

Libs

(171 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Λίψ/ Lips). Der auf der zwölfstrichigen Windrose des Aristoteles vom Untergangspunkt der Sonne zur Wintersonnenwende her wehende WSW-Wind (Aristot. meteor. 2,6,363b 19f.; [1. 2347, Fig. 11]), den Aristoteles (de ventis 973b 11f.) und die Römer etym. mit Libyen in Verbindung brachten und daher Africus nannten (Plin. nat. 2,119f. und 18,336). Er galt als feucht und dem Aquilo entgegengesetzt (Plin. nat. 2,125f.), brachte Regen und Sturm und vernichtete durch seine Gluthitze die Triebe des Weinstocks [2]. Auf der Rose des Timosthenes befindet sich zw. dem L.-Afri…

Frosch

(702 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
(βάτραχος, ion. βάθρακος, βρόταχος; rana) ist der Sammelname für die F.-Lurche (βατράχων γένος, Aristot. hist. an. 7(8),2,589a 28f.), der die echten F.-Arten sowie die Krötenarten umfaßt. [English version] A. Die echten Froscharten Zu den echten F.-Arten gehören der grüne Wasser-F. (Rana esculenta), der braune Gras-F. (Rana temporaria L.; beide zuerst von Theophr. fr. 174,1 unterschieden; vgl. dioptes Plin. nat. 32,70 und 139) und der Laub-F. (Hyla arborea), den Plinius (nat. 32,75; 92; 122) als calamites präzise genug beschreibt (vgl. Ps.-Theophr. De signis tempestat…

Brombeerstrauch

(158 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Von der artenreichen und zur Bastardierung neigenden Gattung Rubus (Brombeere, βάτος, vgl. Dioskurides 4,37 [1. 196f.; 2. 384f.], μόρον, μορέα) sind im Mittelmeergebet Rubus ulmifolius und tomentosus am häufigsten. Die Himbeere Rubus idaeus ist nur bis zu den Bergen Makedoniens und Thessaliens verbreitet; sie wächst nicht auf dem Ida. Die Früchte ähneln den Maulbeeren, vor allem der um 400 v.Chr. aus dem Kaukasus nach Griechenland eingeführten Morus nigra (μορέα, μορέη), deren Farbe nach Ovid (met. 4,126f.) von dem Blut des Pyramus herrühren s…
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