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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 785 results. Modify search

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Ente

(490 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Von der weltweit verbreiteten Familie der Anatidae waren im Mittelmeergebiet nach dem Zeugnis des Athenaios (9,395D-E, nach Alexandros aus Myndos, Περὶ ὀρνίθων, “Über Vögel”) mehrere Arten vorhanden, nämlich 1) die häufige vorkommende Stock-E. ( Anas platyrhynchos), νῆττα, anas (Deminutivformen νηττάριον, aneticula); 2) die kleinere βοσκάς, vielleicht der Zugvogel Knäk-E. ( Anas querquedula), nach Gossen [1. 418] aber die Kolben-E. ( Netta rufina); 3) die Krick-E. ( Anas crecca), φασκάς; 4) das unbestimmbare γλαύκιον, eine kleine Art mit bläuli…

Paionia

(135 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (παιωνία, lat. paeonia oder glycyside, vgl. Isid. orig. 17,9,48, Paeonia officinalis Rtz.). Die rot oder weiß blühende Pfingstrose wurde nicht wegen ihrer schönen Blüte angepflanzt, sondern wegen ihrer angeblichen Heilwirkung. Nach Dioskurides (3,140 Wellmann = 3,147 Berendes) hieß die Pflanze u.a. γλυκυσίδη ( glykysídē), die Wurzel aber p., vielleicht nach dem Heilgott Apollon Paionios (vgl. [1. 100]). Die Wurzel wird zur Beförderung der Menstruation und Reinigung nach der Geburt gegessen, sie hilft angeblich, in Wein getrun…

Nachtigall

(714 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Der Name ἡ ἀηδών/ aēdṓn (“Sängerin”, weitere Ableitungen ἀηδονίς/ aēdonís, ἀηδονιδεύς/ aēdonideús u.ä.) bzw. lat. luscinia, luscinius oder lusciniola bei Varro rust. 3,5,14 (vielleicht “Dämmerungssängerin” [1. 1,838]), oder poet. aedon, aedonius und philomela bezeichnet im allgemeinen die N. (Luscinia megarhynchos Brehm) aus der Unterfamilie der Drosseln, die um das Mittelmeer herum sehr verbreitet ist. Der unscheinbare und versteckt lebende grau-braune Vogel wird nicht näher beschrieben. Nur bezeichnet Aristo…

Erve

(200 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( ervum, Colum. 2,10,34 u.ö., Plin. nat. 18,57; 18, 139 u.ö.; ervilia, Plin. nat. 18,58 u.ö.; Colum. 2,13,1; ὄροβος, verwandt mit ἐρέβινθος “Erbsen”). Sammelname für kleinsamige Hülsenfrüchte. Diese gehören folgenden Gattungen an: a) Vicia mit der Untergattung Ervum L. (darunter V. ervilia (L.) Willd., die Linsenwicke, vgl. Colum. 8,8,6); b) Lens, Linse ( lens, Cato agr. 35,1; 116; 132,2; 158,1; Colum. 2,10,15 u.ö.; Plin. nat. 18,57 u.ö.; lenticula, Plin. nat. 18,123; Colum. 2,7,1; 11,10; 8,8,6; φακός, hebr. aḏāšah); c) Lathyrus, Platterbse (λάθυρος, κλύμε…

Mispel

(179 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (μεσπίλη/ mespílē, μέσπιλον/ méspilon, ἀρωνία/ arōnía: Dioskurides; lat. mespilus oder -a, die Frucht mespilum). Der wahrscheinlich in Südeuropa heimische Baum oder Strauch Mespilus germanica L. (Fam. Rosaceae) wurde als Wildapfelbaum wegen seiner kleinen, dreikernigen süßen Früchte in Griechenland mindestens seit der Zeit um 370 v.Chr. (Mittlere Komödie, Eubulos [2] bei Athen. 14,640c) angebaut. Theophrast (h. plant. 3,12,5f. = Plin. nat. 15,84) beschreibt unter dem Namen drei verschiedene Dornengewächse, von denen nur die Form μεσπίλη ἡ σατάνειος/ mesp…

Fliege

(479 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Unter der von Aristoteles zu den Zweiflüglern (δίπτερα) gerechneten μυῖα (μῦα, musca) wurde nicht nur die Stuben-F., sondern auch die Bremse oder Blinde F. (auch κυνόμυια) und die Schmeiß-F. verstanden. Bei Aristoteles, Plinius und Lukianos ( Muscae Encomium = ‘Lob der F.) ist meistens die Stuben-F. gemeint, aber auch der Stachel der Bremse (Aristot. hist. an. 1,5,490a 20; 4,7,532a 21; Plin. nat. 11,100; Lukian. Muscae Encomium 6) sowie das Summen im Flug (Aristot. hist. an. 4,9,535 b 9-11; Plin. nat. 11,266) werden…

Africus ventus

(131 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Lat. Bezeichnung für den Wind Λίψ oder νότος, der von SW aus Afrika (Libyen) nach Südeuropa weht. Bei Plin. nat. 2,119 wird der von Sen. nat. 5,16,5 und Hor. carm. 1,3,12; 3,29,57; epod. 16,22 und Verg. Aen. 1,85 f. als wild und stürmisch charakterisierte A. auf der astronomischen Strichrose (vgl. Vitr. 1,6,10 bzw. 12) mit insgesamt 15 Winden als Westsüdwest zwischen dem Westwind Favonius und der Südsüdwest Austroafricus (Λιβόνοτος) angesetzt. Bei Hor. carm. 3,23,5 heißt er pestilens. Nach Isid. nat. 37,4 bringt er Regen und Gewitter. Auf Denkmälern röm.…

Mullus

(398 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die als Speise beliebten Arten Streifen- (Mullus surmuletus) und Meerbarbe (Rotbart, M. barbatus) hießen τρίγλη/ tríglē bzw. lat. m. (nach einem Seefisch μύλλος/ mýllos: [1]). Erwähnt werden die rote Färbung (Sen. nat. 3,18; Opp. hal. 1,130; Athen. 4,135b und 7,325e), die Bartfäden an der Unterlippe (Plin. nat. 9,64; Cic. parad. 5,38: barbatulus; Cic. Att. 2,1,7; Varro rust. 3,17,7: barbatus) sowie die sogar vor Wasserleichen (Ail. nat. 2,41; Opp. hal. 3,432-442) nicht zurückschreckende Gefräßigkeit (Aristot. hist. an. 7(8), 2,591a 12f.…

Eppich

(171 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Damit wurden Doldenpflanzen mit großen, glänzenden und zum Kranzbinden geeigneten Blättern aus der Familie der Araliaceae, nämlich der dem Dionysos/Bacchus heilige Efeu (κισσός, ἕλιξ, hedera), und mehrere Umbelliferen bezeichnet. Gemeint sind v.a. folgende Gewürzkräuter: 1) Sellerie ( apium graveolens L.), als σέλινον ( sélinon) schon bei Hom. Il. 2,776 und Od. 5,72 erwähnt; als Garten-Sellerie, σέλινον κηπαῖον ( sélinon kḗpaíon), wird E. bei Dioskurides mit kühlender, schmerzlindernder und entzündungshemmender Wirkung angeführt (3,64 [1…

Flamingo

(153 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Phoenicopterus ruber L., φοινικόπτερος, phoenicopterus). Nach seinen z.T. scharlachroten Flügeln benannter Schreitvogel, unverwechselbarer, scheuer Brutvogel in Nordafrika und Südasien, heute auch in der Camargue (Südfrankreich). Als seltener Import wurde er zuerst von Aristophanes (Av. 270ff.) und auch von Kratinos (fr. 114 Kock = 108 Edmonds) erwähnt. Die Beobachtung gewaltiger Flüge durch den Alexanderhistoriker Kleitarchos (FGrH 137 F 21) findet sich als Reflex (ohne den F. expl…

Leucrocota

(155 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Möglichweise ist dieses Mischwesen (Größe eines Esels, Beine eines Hirsches, Dachskopf mit einer bis zu den Ohren aufgesperrten Schnauze und einem durchgängigen Knochen an Stelle der Zähne, Löwenähnlichkeit an Hals, Brust und Schwanz, zweigeteilten Hufen, Imitationsfähigkeit der menschlichen Stimme) in Äthiopien bei Plin. nat. 8,72f. und Solin. 52,34 als Schabrackenhyäne (Hyaena brunnea) [1. 154] zu deuten. Wahrscheinlich ist es aber doch ein Fabeltier, das durch die gen. Quellen und Honorius Augustodunensis 1,12 ( Ceucocrota) [2. 54] und Jakob von V…

Melone

(225 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Pflanze aus der Familie der Gurkengewächse (Cucurbitaceae) mit zwei Arten, der länglichen goldgelben Honig-M. (Cucumis melo L.) und der rundlichen Wasser-M. (Citrullus vulgaris Schrad.) mit rötlichem Fruchtfleisch. Ihre frühe Kultur in Ägypten und Griechenland steht fest. Die griech. Zeugnisse bieten jedoch, abgesehen von den eher beiläufigen Beschreibungen, wechselnde Namen (πέπων/ pépōn, σίκυος πέπων/ síkyos pépōn, σικύα/ sikýa). Nach Plinius (nat. 19,67) soll die von ihm als Gurke bezeichnete goldgelbe ( aureus) Honig-M. melopepo zuerst in Campani…

Argestes

(101 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Ἀργεστής). Der Nordwestwind, z. B. bei Aristot. meteor. 2,6,364a 14, der auf der astronomischen Windrose als mittlerer Wind zwischen dem Nord- und Westwind (ζέφυρος) in den Sonnenuntergangspunkt der Sommersonnenwende gesetzt wird. Er galt als kräftig, kühl, aufheiternd und trocken. Andere Namen: Skiron in Attika, bei den gr. Sizilienfahrern Iapyx und an der ital. Westküste Κερκίας. Bei Plin. nat. 2,119, Vitr. 1,6,1 und Sen. nat. 5,16,5 heißt er Corus. Aristot. Ανέμων θέσεις, 973b 13-15 gibt für den Ἰάπυξ die Lokalnamen Σκυλητῖνος, Φρυγίας und Φαραγγίτης an. Hün…

Disteln

(139 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Mit Stacheln versehene Kräuter der Compositen-Abteilung Cynareae mit etwa 70 Arten in 15 Gattungen. Verschiedene Arten werden von Theophr. h. plant. 6,4,3-11 (= Plin. nat. 21,94-97) unter Namen wie ἄκανθα oder κάκτος (lat. carduus bzw. cactus) behandelt, darunter die Artischocke ( Cynara). Dioskurides 3,12 ([1. 19f.] bzw. [2. 270f.]) empfiehlt die Wurzel einer weißen D. u.a. zu Einnahme gegen Blutspucken und Leibschmerzen. Auch z.T. ähnliche Pflanzen anderer Familien wie Umbelliferen ( Eryngium u.a.), Acanthaceen (Akanthos) und Dipsaceen zählen da…

Ahorn

(106 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( acer). Die meisten europ. Namen der je nach Artbegrenzung 100-200 Arten umfassenden Laubholzgattung Acer L., wozu u. a. griech. ἄκαστος, lat. acer und ornus gehören, gehen auf einen idg. Baumnamen mit a, nicht auf adjekt. acer mit ā zurück. Außer den mitteleurop. Acer pseudoplatanus L. (Berg-A.), platanoides L. (Spitz-A.) und campestre L. (Feld-A., Maßholder) gibt es in Südeuropa u. a. Acer opalus Mill., monspessulanum L. und orientale L. Da man zu den A. auch Laubbäume anderer Familien gerechnet hat, bleibt unklar, worauf sich griech. ἄκαστος …

Geier

(525 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (γύψ; voltur bzw. vultur, voltur[i]us, abgeleitet von vellere, rupfen, bzw. etr. Ursprungs). Aristoteles kennt nur den kleinen, hellen Schmutz-G. (Neophron percnopterus) und den bedeutend größeren, eher aschgrauen Mönchs-G. (Aegypius monachus) (hist. an. 7(8),3,592b 6-8). Αἰγυπιός ( aigypiós) bezeichnet bei ihm jedoch den in der Verwandtschaft zw. Adler und G. stehenden (Ail. nat. 2,46) Lämmer-G. (Aristot. hist. an. 8(9),1,610a 1). Der perknópteros (hist. an. 8(9),32,618b 31-619a 3) könnte mit seinem Spitznamen oreipélargos (schwarz-weißes Gefieder…

Möhre

(183 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Das in Europa wildwachsende zweijährige Gemüse Daucus carota L. aus der Familie der Umbelliferen nannte man σταφυλῖνος ( staphylínos), καρωτόν ( karōtón), δαῦκον ( daúkon: Theophr. h. plant. 9,15,5), lat. pastinaca, daucus. Durch Kultivierung wurde die urspr. trockene und holzige Wurzel wohlschmeckend, nahrhaft und süß. Dioskurides (3,52,1 Wellmann und Berendes) beschreibt die eine purpurfarbene Schmuckblüte der staphylínos ágrios in der Mitte der sonst weißen Blütendolde und empfiehlt (vgl. Plin. nat. 20,30f.) den Samen getrunken zur …

Nelke

(171 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Da wir keinen ant. Namen kennen, ist nicht zu klären, ob die N. im Alt. vorkam. Möglicherweise ist sie mit der Bezeichnung Διὸς ἄνθος/ Diós ánthos, “Zeusblume” lat. Iovis flos gemeint, von der sich auch der mod. Gattungsname Dianthus ableitet. Immerhin gelten von den 65 in Griechenland wachsenden Vertretern der 120 wilden europ. N.-Arten 20 als endemisch [1. 81]. Archäologen erblicken in der strauchartigen kretischen N. Dianthus arboreus das Vorbild für Waldmalereien im Palast von Knosos. Da Zeus auf Kreta g…

Bolbos

(178 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (βολβός, bulbus). Name für unterirdische Speicherwurzeln wie Zwiebeln und Knollen verschiedener Pflanzen, vor allem der Allium-Arten (vgl. Dioskurides 2,214ff. = 2,178-182 [2. 232-235]) (Lauch, πράσον), nämlich Allium cepa (Küchenzwiebel, κρόμμυον), Allium scorodoprasum (Knoblauch, σκόροδον) und Allium schoenoprasum (Schnittlauch, σχοινόπρασον). Das Zauberkraut μῶλυ der Odyssee, dessen Blätter Theophr. h. plant. 9,15,7 mit der σκίλλα (Meerzwiebel, Urginea maritima) vergleicht, gehört zu den breitblättrigen Allium-Arten, ebenso wie d…

Granit

(132 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Dieses weitverbreitete Urgestein aus dem Erdinnern erhielt seinen Namen erst in der Moderne durch die Ableitung von ital. “granito” (von lat. granum, “Korn”). Die Griechen bildeten ihre Bezeichnung lithotomíai Thēbaikṓn nach der Herkunft aus Steinbrüchen im ägypt. Theben (Theophr. lap. 6 [1. 58]; nach Plin. nat. 36,63 für die Herstellung von kleinen Handmörsern, coticulae, geeignet). Nach Hdt. 2,127 besteht die unterste Schicht der Chefren-Pyramide aus G. Damit konkurrierten wegen der Buntheit des G. πυρροποίκιλος ( pyrrhopoecilos, Plin. nat. 36,63), σ…
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