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Your search for 'dc_creator:( "Schneider, Helmuth" ) OR dc_contributor:( "Schneider, Helmuth" )' returned 52 results. Modify search

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Purpur

(548 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] (πορφύρα/ porphýra; lat. purpur) war ein in der Ant. für die Herstellung kostbarer Stoffe und Gewänder verwendeter Farbstoff (Färberei), der aus verschiedenen, im Mittelmeer lebenden Schneckenarten (Schnecke) gewonnen wurde; Aristoteles hat der P.-Schnecke lange Ausführungen gewidmet (Aristot. hist. an. 546b-547b); die wichtigste ant. Beschreibung der P.-Schnecken und der Herstellung des Farbstoffes findet sich bei Plinius (Plin. nat. 9,124-138). Wahrscheinlich ist das Verfahren, aus den Meeresschnecken Farbstoff zu gewinnen, zuerst von…

Sozialpolitik

(801 words)

Author(s): Schneider, Helmuth
[English version] Mod. S. hat in den Industrie-Ges. die Aufgabe, durch Schaffung von Sicherungssystemen die Entstehung von Notlagen zu verhindern und die einzelnen Bürger oder auch soziale Gruppen vor bestimmten Risiken zu schützen. Wesentliches Instrument der S. stellt die Sozialversicherung dar, wie sie im Deutschen Reich zw. 1883 und 1889 geschaffen wurde (Krankenversicherung, Unfallversicherung, Altersversicherung); die Arbeitslosenversicherung folgte während der Weimarer Republik. Seitdem ist…

Triere

(756 words)

Author(s): Tilley, Alec F.; Ü:A.H. | Schneider, Helmuth
(τριήρης; lat. trieris, triremis). [English version] I. Die Geschichte der Triere Die T. der klass. Zeit war von der Schlacht bei Salamis [1] (480 v. Chr.) bis zur hell. Epoche das kampfstärkste Kriegsschiff im östl. Mittelmeerraum; sie stellte eine Fortentwicklung der langgestreckten Boote der archa. Zeit dar, die ein oder zwei Ruderreihen an jeder Bordseite besaßen und im Seekrieg eingesetzt wurden. Ziel der Taktik in der Seeschlacht war es, feindliche Schiffe durch Rammen mit dem Rammsporn zu versenken …

Ernährung

(3,376 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel) | Englund, Robert K. (Berlin)
[English version] I. Allgemein Die E., die allgemein als Aufnahme von Stoffen für die Erhaltung, die Fortpflanzung und das Wachstum von Lebewesen definiert wird, ist im Bereich der menschlichen Geschichte keineswegs nur als physiologischer Vorgang zu begreifen und zu untersuchen, sondern muß in Zusammenhang mit einer Vielzahl von wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und rel. Faktoren gesehen werden. Die Wahl der Nahrungsmittel erfolgt in einer Ges. nicht allein unter Berücksichtigung ihres Nährwe…

Elfenbein

(192 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] (ἐλέφας, lat. ebur) wurde aus den Stoßzähnen afrikan. und indischer Elefanten gewonnen und gehört wie Seide, Bernstein, Weihrauch und Pfeffer zu jenen kostbaren Gütern, die aus Gebieten außerhalb des Imperium Romanum importiert werden mußten; nach Plinius war E. das wertvollste Material, das Landtiere lieferten (Plin. nat. 37,204). Der Preis für E. war im 1.Jh. n.Chr. außerordentlich hoch; dennoch bestand ein Mangel an E., so daß man begann, auch die gewöhnlichen Knochen des Elef…

Hebegeräte

(574 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] Seitdem in Griechenland große Tempel aus Stein errichtet wurden (frühes 6. Jh. v.Chr.), standen die Architekten vor dem Problem, schwere Quadersteine für die Wände oder den Architrav und Säulentrommeln soweit zu heben, wie der Bauplan es notwendig machte. Dabei waren oft Lasten von einem beträchtlichen Gewicht zu bewältigen, denn immerhin wiegt Stein etwa 2,25 t/m3 und Marmor ca. 2,75 t/m3. In archa. Zeit hatten Blöcke für den Architrav ein Gewicht zwischen 10 und 40 t. Die Steine wurden zunächst über eine Rampe an ihren Platz gebrach…

Taberna

(88 words)

Author(s): Schneider, Helmuth | Uggeri, Giovanni; Ü:H.D.
[English version] [1] Gebäudetyp Lat. Begriff für städtische und ländliche Gebäude, die der Lagerhaltung, der handwerklichen Produktion, dem Verkauf, der Bewirtung und als Herberge, aber auch als Wohnraum dienten. Vorratswirtschaft; Werkstatt; Wirtshaus Schneider, Helmuth [English version] [2] T. Frigida Straßenstation in Etruria an der Via Aemilia Scauri zw. Pisae und Luna am Übergang über den Frigidus (h. Frigido), h. S. Leonardo in Frigido. Uggeri, Giovanni; Ü:H.D. Bibliography L. Banti, Luni, 1937, 71  G. De Santis Alvisi, Questioni lunensi, in: Centro Studi Lunen…

Taktik

(862 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard | Schneider, Helmuth
[English version] I. Griechenland Unter T. ist die Planung und Durchführung mil. Operationen wie Marsch und Schlacht zu verstehen. Vor dem Aufkommen der phálanx ist eine taktische Führung des Heeres nicht erkennbar. Die Kampfformation der phálanx hingegen verlangte die Aufteilung des Heeres in Untereinheiten, eine Marschordnung, die geordnete Aufstellung in Reih und Glied und ein klares Befehlssystem. Ant. Historiker und Militärschriftsteller dokumentieren verschiedene Marschordnungen und mögliche, oft wohl wenig realitätsbezogen…

Überschwemmung

(968 words)

Author(s): Schneider, Helmuth
[English version] ( inundatio: ILS 207; 5797a; Tac. hist. 1,86,2; diluvia: Plin. epist. 8,17,1; aquae ingentes: Liv. 35,9,2; 38;28,4; aquarum magnitudo: Liv. 30,26,5; 30,38,10; proluvies: Cic. ad Q. fr. 3,5,8). Naturkatastrophen sind in der Ant. nur ausnahmsweise Gegenstand der Geschichtsschreibung, dann etwa, wenn Erdbeben berühmte Städte trafen und umfassende Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung ergriffen wurden. Dies trifft gerade auch für Ü. und Flutkatastrophen zu, für die Informationen fast nur im Zusammenhang mit …

Speiseöle

(1,541 words)

Author(s): Schneider, Helmuth
II. Klassische Antike A. Olivenöl [English version] 1. Allgemein Olivenöl (ἔλαιον/ élaion; lat. oleum) gehörte in der Ant. neben Getreide und Wein zu den Grundnahrungsmitteln, zu jener Trias, die für die Ernährung im Mittelmeerraum charakteristisch war; darüber hinaus diente es aber auch der Körperpflege und als Brennstoff für Lampen. Oliven wurden als Zukost gegessen (Plat. rep. 372c); das Öl wurde aus den Früchten des veredelten Ölbaums (ἐλάα/ eláa; olea europaea) gewonnen, den Columella als prima omnium arborum (‘als ersten unter allen Bäumen’) bezeichnet (Colum. 5,8,1). Der…

Entwässerung

(618 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] Angesichts der geringen Produktivität der ant. Landwirtschaft war es notwendig, das für den Getreideanbau, Weinbau und die Anpflanzung von Ölbäumen geeignete Land tatsächlich zu nutzen und zu kultivieren. Durch Terrassierung wurden Hügel und Gebirgshänge in Griechenland für den Anbau erschlossen, und Maßnahmen zur E. hatten die Funktion, Neuland zu gewinnen oder Land nach den winterlichen Regenfällen vor Überschwemmungen zu schützen. Die Voraussetzungen sind dabei in Griechenland…

Pigmentarius

(97 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] Abgeleitet von pigmentum (“Farbstoff”; vgl. Plin. nat. 33,111; 33,115; 33,158; 35,29; 37,81), bezeichnet das lat. Wort p. den Hersteller und Händler von Farben, Salben und Parfums ( unguenta). Vertreter dieser Berufsgruppe sind bei Cicero und auf Inschr. erwähnt (Cic. fam. 15,17,2; ILS 7604; 7605; CIL VI 9795). Werkstatt und Laden eines p. sind vielleicht im Haus der Vettii in Pompeii abgebildet [2. Taf. XV 1]. Der Verkauf von Giften oder Liebeszauber durch die p. stand unter Strafe (Dig. 48,8,3,3; vgl. pharmakeía ). Schneider, Helmuth (Kassel) Bibliography 1 E. …

Fiscus

(379 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] In der Zeit der späten Republik bezeichnete das Wort f. einerseits ein Behältnis für die Aufbewahrung von Geld, andererseits bereits öffentliche Gelder, die einem Promagistrat in der Prov. zur Verfügung gestellt wurden (Cic. Verr. 2,3,197). Ferner verstand man unter f. auch das Privatvermögen eines röm. Bürgers. In der Prinzipatszeit war der f. die Kasse des princeps; da dieser über den f. allein verfügen konnte, besaß er die Möglichkeit, auch mit diesen finanziellen Mitteln einen erheblichen Einfluß auf die Politik zu nehmen. Dies gilt s…

Vexillatio

(216 words)

Author(s): Schneider, Helmuth
[English version] Zur Verstärkung röm. Truppen auf einem Kriegsschauplatz wurden seit dem späten 1. Jh. n. Chr. nicht ganze Legionen ( legio ), sondern meist kleinere, zu diesem Zweck gebildete Einheiten, deren Soldaten aus einzelnen Legionen oder Auxiliareinheiten ( auxilia ) abgezogen worden waren, in das Kriegsgebiet verlegt. So stellten während des Jüdischen Krieges die in Äg. stationierten Legionen 2000 und die Grenztruppen am Euphrates 3000 Soldaten für die Belagerung Jerusalems (Ios. bell. Iud. 5,43 f.). Solche als v. bezeichnete Einheiten hatten normalerweise e…

Technikgeschichte

(3,960 words)

Author(s): Schneider, Helmuth
Schneider, Helmuth [English version] A. Die Technik der Antike als Forschungsgebiet (RWG) Die Technik der Ant. wurde von den Klass. Altertumswiss. erst spät als Gegenstand einer eigenständigen Spezialdisziplin anerkannt; bis etwa 1980 haben Althistoriker, Archäologen und Klass. Philologen vergleichsweise selten Probleme der ant. T. untersucht und diesem Themenbereich insgesamt nur wenige Aufsätze oder Monographien gewidmet; es existierten weder wiss. Standards genügende Gesamtdarstellungen der ant. Technik…

Opera

(232 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] Mit dem lat. Begriff o. wurde die Arbeitsleistung bezeichnet, die von einem arbeitenden Menschen - über dessen Rechtsstatus damit keine Aussage gemacht wird (er konnte Freier, Freigelassener oder Sklave sein) - an einem Tag zu erbringen war (Cic. off. 1,41; vgl. auch die Definition bei Paulus, Dig. 38,1,1: operae sunt diurnum officium). Die röm. Agrarschriftsteller verwenden o., um genau festzulegen, in welcher Zeit bestimmte Arbeiten zu verrichten waren; auf diese Weise war es möglich, über die Arbeitszeit hinaus die Arbeitsgeschwind…

Sklavenaufstände

(1,214 words)

Author(s): Schneider, Helmuth
[English version] Die großen S. der röm. Ant. ereigneten sich in einem relativ begrenzten Zeitraum, im 2. und frühen 1. Jh. v. Chr., und hatten ihr Zentrum auf Sizilien und in Süd-It. Die Bandenbildung flüchtiger Sklaven (=Sk.) in früherer und späterer Zeit hat das Ausmaß dieser großen S. nie erreicht und ist mit diesen nicht vergleichbar (Chios: Athen. 6,265d-266e; Bulla Felix in It.: Cass. Dio. 77,10). Obgleich die Aufstandsbewegungen der Unfreien als Reaktion auf ihre Ausbeutung in der Landwirt…

Gynaikokratie

(486 words)

Author(s): Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] (γυναικοκρατία). Der Begriff G. (“Frauenherrschaft”, von griech. γυνή/ gynḗ, “Frau” und κρατεῖν/ krateín, “herrschen”; vgl. gynaikokrateísthai, “von Frauen beherrscht werden”) ist zuerst in philos. Texten des 4. Jh.v.Chr. belegt. Die Verwendung erfolgt fast immer polemisch. Bei Aristoteles wird die G. im Kontext der Kritik an der politeía (Verfassung) der Spartaner thematisiert und als Voraussetzung von Habgier und einer extrem ungleichen Verteilung des Bodens gesehen (Aristot. pol. 1269b 12-1270a 31; vgl. auch Plut. Lykurg…

Bodenschätze

(1,527 words)

Author(s): Tichy, Franz (Erlangen) | Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] I. Geographie Die Festländer und Inseln des Mittelmeerraumes sind im Vergleich zu Gesamteuropa und zu anderen Kontinenten arm an wertvollen B.; außerdem sind die Lagerstätten von Edelmetallen oder von Marmor auf wenige Regionen begrenzt. Viele Lagerstätten sind schon während der Ant. und im Mittelalter ausgebeutet worden, vor allem dort, wo sie nahe der Küsten leicht erreichbar waren. So kam es schon in der Bronzezeit zu den Fahrten der Phönizier, um Zinnerz aus Iberien zu beschaff…

Jagd

(1,254 words)

Author(s): Galter, Hannes D. (Graz) | Schneider, Helmuth (Kassel)
[English version] I. Alter Orient Arch. Funde belegen Treib-J. mit Fallen in Vorderasien seit dem 7. Jt. v.Chr. Andererseits finden sich nur wenige keilschriftl. Hinweise auf den Beruf des Jägers, wie z.B. im Gilgamesch-Epos (TUAT 3. 676, I iii 9ff.). Gejagt wurden Wildrinder, Wildziegen, Wildesel, Gazellen, Löwen, Elefanten u.v.m. Als J.-Waffen verwendete man neben Fallen, Netzen und Schlingen auch Pfeil und Bogen, Wurfhölzer, Lanzen, Schwerter und Dolche, als J.-Hunde Doggen und Windhunde. Bildlich…
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