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Your search for 'dc_creator:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Hünemörder, Christian (Hamburg)" )' returned 351 results. Modify search

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Kormoran

(104 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Den zu den Ruderfüßern (Steganopodes) gehörenden gänsegroßen Fischfresser Phalacrocorax carbo (L.) mit dunklem Gefieder erwähnt Aristot. hist. an. 7(8),593b 18-22 als sog. “Raben” (κόραξ) und als Baumbrüter. Den damals auf den Balearen heimischen phalacrocorax (“kahlköpfiger Rabe”) bei Plin. nat. 10,133 deutete man früher als K. [1. 196f.], h. eher als den in Europa ausgestorbenen Waldrapp oder Schopfibis (Comatibis eremita). Als Synonym findet sich bei Plin. nat. 11,130 corvus aquaticus. Das mittelminoische Fresko von Hagia Triada auf Kreta zei…

Menestor

(125 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Μενέστωρ). Dieser Pythagoreer aus Sybaris, ein Zeitgenosse des Empedokles (5. Jh.v.Chr.), soll nach Iambl. v. P. 267 der älteste griech. Botaniker sein. Seine drei Zit. bei Theophr. h. plant. und vier Zit. bei c. plant, [1. 375f.] lassen erkennen, daß er warme Pflanzen, nämlich immergrüne wie Efeu und Lorbeer, und Wasserpflanzen wie Schilf oder Rohr (Kalamos [2]) von den übrigen kalten unterschied und bereits ökologische Faktoren wie verschiedene Standorte, Klima (s. bes. Theophr. c. plant. 1,21,6) und Reifezeiten berücksichtigte. Hünemörder, Christian (…

Argestes

(101 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Ἀργεστής). Der Nordwestwind, z. B. bei Aristot. meteor. 2,6,364a 14, der auf der astronomischen Windrose als mittlerer Wind zwischen dem Nord- und Westwind (ζέφυρος) in den Sonnenuntergangspunkt der Sommersonnenwende gesetzt wird. Er galt als kräftig, kühl, aufheiternd und trocken. Andere Namen: Skiron in Attika, bei den gr. Sizilienfahrern Iapyx und an der ital. Westküste Κερκίας. Bei Plin. nat. 2,119, Vitr. 1,6,1 und Sen. nat. 5,16,5 heißt er Corus. Aristot. Ανέμων θέσεις, 973b 13-15 gibt für den Ἰάπυξ die Lokalnamen Σκυλητῖνος, Φρυγίας und Φαραγγίτης an. Hün…

Falken

(178 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Während die ἱέρακες im allg. die Habichte und die ἰκτῖνοι die Weihen bezeichnen, läßt sich von den F. nur der Turmfalke (Falco tinnunculus) identifizieren. Κερχνῇς nennt ihn Aristophanes (Av. 1181 bei Ail. nat. 12,4), κεγχρίς Aristoteles (hist. an. 6,2,559a 26; cenchris, Plin. nat. 10,143f.). Nach Aristot. hist. an. 6,1,558b 28-30 hat er vier oder mehr rote Eier (ebenso Plin. nat. 10,143f.), einen Kropf (hist. an. 2,17,509a 6) und trinkt relativ viel (8,3,594a 1f.). Plinius behauptet eine Freundschaft des tinnunculus mit den Haustauben, welche er gegen Hab…

Buche

(63 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Im Mittelmeergebiet wachsen die eigentlichen Buchen wie Fagus silvatica und orientalis (φηγός) nur auf höheren Bergen, werden aber oft mit Hainbuchen ( Carpinus) oder sogar Eichen (δρῦς), hauptsächlich mit Quercus aegilops und der Speiseeiche Quercus ilex var. ballota ( aesculus), der angeblichen Nahrungspflanze der Vorzeit, verwechselt. Bäume Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography K. Koch, Die Bäume und Sträucher des Alten Griechenlands, 21884, 55ff.

Hund

(1,352 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] [1] als Tier (κύων, κυνίδιον, κυνίσκος, σκύλαξ, σκυλάκιον, canis, canicula, catellus). Hünemörder, Christian (Hamburg) [English version] A. Rassen Eines der ältesten, wahrscheinlich schon im Mesolithikum, an verschiedenen Stellen der Erde aus h. ausgestorbenen Wildhund-Arten gezüchtetes Haustier. Die Ableitung vom Goldschakal (Canis aureus) [2] ist heute wieder aufgegeben. Aus Knochenresten und Abbildungen können mehrere Frührassen, von denen die heutigen Rassen abzuleiten sind, erschlossen werden: 1. Canis familiaris Putjatini Studer, dingo-ähn…

Gips

(377 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (γύψος, gypsum) ist der Name sowohl für das Mineral Anhydrit als auch für die daraus durch Glühen hergestellte, mit Wasser anrührbare Masse. Der Abbau erfolgte an vielen Stellen, nach Theophrast (De lapidibus 64, [1. 82]), der auch Angaben zu den Eigenschaften des G. macht, u.a. auf Zypern, in Phoinikien und Syrien, in Thurioi, Tymphaia und Perrhaibia, nach Plutarch (mor. 914c) auch auf Zakynthos. Das Glühen beschreiben Theophr. l.c. 69 und Plin. nat. 36,182. G. wurde für das Verputzen von Wänden und Decken und unter Zusatz von Kalk und Sand für das opus albarium, das …

Fucus

(180 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (φῦκος, φυκίον, φῦκος θαλάσσιος) bezeichnete urspr. zum Rotfärben von Kleidern und als Schminke (lat. Verb fucare) verwendete Rotalgen: etwa Rytiphloea tinctoria (Clem.) Ag., nicht aber die Gattung Fucus L. Das Lehnwort phycos (als Strauch frutex, Plin. nat. 13,135) meint nicht die krautigen algae, wird aber auf Grünalgen wie den Meersalat (Ulva lactuca) ausgedehnt. Plinius unterscheidet (nat. 13,136) drei Arten, nämlich 1. die Orseille- oder Lakmusflechte (Roccella tinctoria L.), 2. vielleicht einige Rotalgen (= Dioskur…

Erdbeere

(88 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Plinius (nat. 15,98) hält irrtümlich das fragum, d.h. die Rosacee Fragaria L. mit ihren drei Arten vesca, viridis collina und moschata, für verwandt mit dem Erdbeerbaum. Nach Vergil (ecl. 3,92) wächst die E. auf der Erde. Bei Ovid (met. 1,104) bietet ihre köstliche Frucht im Goldenen Zeitalter spontan wachsende Nahrung (vgl. Plin. nat. 21,86). Der Name fragaria soll zuerst bei Matthaeus Silvaticus (um 1344; Lyon 1541) [1] vorkommen. Griech. heißt sie τρίφυλλον μοροφερές ( tríphyllon moropherés). Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 Matthaeus Silvat…

Agrostis

(122 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἄγρωστις, lat. gramen). Bereits bei Homer für Futtergräser belegt, aber nicht mit der über 100 Arten umfassenden gleichnamigen Gattung der Rispengräser identisch. Gemeint sind nach den botanischen Beschreibungen (Dioskurides 4,29 [1. 2,192] = 4,30 [2. 381], Apuleius u. a.) Ährengräser wie Quecke ( Agropyron = Triticum repens L. nach Sprengel [bei 2. 381]) oder Wucherndes Fingerkraut ( Cynodon Dactylon, Panicum Dactylum L.), nach Fraas [2. 381] das Hippagrostis der Kräuterbücher des 16. und 17. Jh., lästige Wildkräuter in Süd- und Mitte…

Fliegenfänger

(201 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Diese Singvogelfamilie ist im Mittelmeerraum nur durch zwei Arten vertreten: (a) den Grau- (Muscicapa striata Pall.) und (b) den Trauerschnäpper (M. albicollis Temminck). Beide werden in der Ant. nicht unterschieden, ihre Identifizierung ist daher weder in zoologischen Angaben noch in den ant. Abbildungen (etwa auf Mosaiken [1. Bd. 2, 119]) möglich. Der ant. Name συκαλλίς/ sykallís, ficedula leitet sich von der bereits von Aristoteles (hist. an. 8(9),3,592b 21f. und 28f.) indirekt widerlegten Ansicht ab, er fresse Feigen. Aristoteles'…

Ammoniacum

(88 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ἀμμωνιακόν). Nach Dioskurides 3,84 [1.2.100 ff.] = 3,88 [2.322 f.] Bezeichnung für ein pflanzliches Gummiharz (vgl. Plin. nat. 12,107) von dem Doldengewächs Ferula tingitana L. aus Libyen, das erwärmende, krampflösende und sogar abtreibende Kraft haben soll. Bei anderen Autoren ist es auch ein Steinsalz aus gleicher Gegend mit adstringierender und reinigender Wirkung. Hünemörder, Christian (Hamburg) Bibliography 1 M. Wellmann (Hrsg.), Pedanii Dioscuridis de materia medica Bd. 2, 1906 Ndr. 1958 2 J. Berendes (Hrsg.), Des Pedanios Dioskurides Arzneim…

Dohle

(282 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Die kleinste Krähenart. Plinius (nat. 10,77) erwähnt den Schwarmvogel Oberitaliens mit charakteristischer sprichwörtlicher Vorliebe für glänzende Gegenstände wie Gold und Münzen als monedula ( Coloeus monedula, wohl identisch mit κολοιός, belegt seit Hom. Il. 16,583 und 17,755; untypische Angaben über den Vogel bei Aristoteles (hist. an. 2,12,504a 19; 2,17,509a 1; 9(8),9,614b 5 und 9(8),24,b 16); nicht selten bei Aristophanes [1. 155; 2. 2. 109ff.]). Daneben kennt Plinius den graculus, wahrscheinlich die Alpendohle ( pyrrhocorax alpinus, κορακίας be…

Ahorn

(106 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( acer). Die meisten europ. Namen der je nach Artbegrenzung 100-200 Arten umfassenden Laubholzgattung Acer L., wozu u. a. griech. ἄκαστος, lat. acer und ornus gehören, gehen auf einen idg. Baumnamen mit a, nicht auf adjekt. acer mit ā zurück. Außer den mitteleurop. Acer pseudoplatanus L. (Berg-A.), platanoides L. (Spitz-A.) und campestre L. (Feld-A., Maßholder) gibt es in Südeuropa u. a. Acer opalus Mill., monspessulanum L. und orientale L. Da man zu den A. auch Laubbäume anderer Familien gerechnet hat, bleibt unklar, worauf sich griech. ἄκαστος …

Origanon

(103 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (ὀρίγανον oder ὀρείγανον, auch ὁ/ἡ ὀρίγανος, neugriech. ρίγανη, lat. origanum) bezeichnete eine nicht sicher bestimmbare Art der Labiaten-Gattung Origanum oder Dost. Der Same war ein (wie auch h. noch) beliebtes Speisegewürz, das auch wegen der erwärmenden und zerteilenden Wirkung unter Zusatz von Wein als Abkochung medizinisch verwendet wurde. Es diente (Dioskurides 3,27 Wellmann = 3,29 Berendes, vgl. Plin. nat. 20,175 und 177) v.a. als Mittel gegen Vergiftungen durch Skorpionsstich, Sch…

Hummer

(157 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] Diese edle Krebsart (Homarus vulgaris) gehörte nach Aristoteles (hist. an. 1,6,490b 12) unter dem Namen ἀστακός/ astakós (nach Frisk “mit Knochen versehen”) zu den Weichschalern (μαλακόστρακα), nach Ailianos (nat. 9,6) aber zu den Schaltieren (ὀστρακόδερμα). Seine präzise Beschreibung (schwarze Sprenkelung auf weißem Grunde, acht Füße, große Scheren mit Zähnen darauf, aus verschiedenen Teilen zusammengesetzter Schwanz) bei Aristot. hist. an. 4,2,526a 11-b 18 ermöglicht die Bestimmung. Man findet…

Meise

(139 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (αἰγίθαλ(λ)ος/ aigíthal(l)os, αἰγιθάλος/ aigithálos; lat. vitiparra). Die Singvogelfamilie der Paridae, von der Aristot. hist. an. 7(8),3,592b 17-21 drei würmerfressende (σκωληκοφάγα/ skōlēkophága) Arten mit vielen Eiern (8(9),15,616b 2f.) als Feinde der Bienen (8(9),40,626a 8; Ail. nat. 1,58) unterscheidet: 1. die Kohl-M. (Parus maior) von Finkengröße (σπιζίτης/ spizítēs), 2. eine mittelgroße M. mit langem Schwanz (ὀρεινός/ oreinós), vielleicht die Schwanz-M. (Aegithalos caudatus), und 3. eine unbestimmbare kleine ohne bes. Namen, …

Fenchel

(182 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] ( feniculum zuerst bei Plaut. Pseud. 814, mlat. feniculum oder fenuclum, μάραθ(ρ)ον). Ein Doldengewächs (Umbelliferae), das aus dem östl. Mittelmeergebiet eingeführt wurde. Vom nahe verwandten Dill ( anethum ) unterscheidet er sich bes. durch seine Größe und die Mehrjährigkeit. Als Gemüse und als stark und scharf riechendes Gewürz (vgl. u.a. Plin. nat. 19,186) wurde er bes. auch in Weinbaugebieten Deutschlands angebaut [1. 26] (Aussaat in It. nach Pall. agr. 3,24,9 im Februar). Der bekann…

Flamingo

(153 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Phoenicopterus ruber L., φοινικόπτερος, phoenicopterus). Nach seinen z.T. scharlachroten Flügeln benannter Schreitvogel, unverwechselbarer, scheuer Brutvogel in Nordafrika und Südasien, heute auch in der Camargue (Südfrankreich). Als seltener Import wurde er zuerst von Aristophanes (Av. 270ff.) und auch von Kratinos (fr. 114 Kock = 108 Edmonds) erwähnt. Die Beobachtung gewaltiger Flüge durch den Alexanderhistoriker Kleitarchos (FGrH 137 F 21) findet sich als Reflex (ohne den F. expl…

Frankolin-Huhn

(148 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg)
[English version] (Francolinus francolinus, ἀτταγήν/ attagḗn, att. ἀτταγᾶς). Dieses heute noch in Kleinasien und Afrika verbreitete steinhuhnähnliche Wildhuhn trägt lat. oft (wie bei Plin. nat. 10,133) den Beinamen Ionius. Nach Plinius hat es sich bes. in Gallien und Spanien vermehrt. Aristoph. Ach. 875 erwähnt F. in Böotien. Mit dem in den Alpen gefangenen attagḗn war wohl das Haselhuhn gemeint. Hor. epod. 2,53 und Mart. 13,61 preisen den vorzüglichen Geschmack. Alexandros von Myndos bei Athen. 9,387f bietet eine gute Beschreibung: Es sei größer …
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