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Medische Mauer

(323 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] Die Medische Mauer (Μηδίας τεῖχος, Mēdías teíchos) wird unter diesem Namen nur von Xenophon in der Anábasis erwähnt, zunächst beiläufig in Zusammenhang mit einem auf Befehl von Artaxerxes [2] II. angelegten Sperrgraben am Euphrat (Xen. an. 1,7,15); ausführlich beschreibt Xenophon die Mauer in dem Bericht über die Ereignisse nach der Schlacht bei Kunaxa 401 v.Chr. (an. 2,4,12): Sie soll 20 Fuß (ca. 6 m) breit, 100 Fuß (ca. 30 m) hoch und 20 Parasangen (ca. 80 km) lang und aus in Asphalt eingelegt…

Ailianos

(741 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Bowie, Ewen (Oxford) | Baltes, Matthias (Münster) | Lakmann, Marie-Luise (Münster)
[English version] [1] griech. Militärschriftsteller Griech. Militärschriftsteller, verfaßte die τακτικά Αἰλιανοῦ, ein an Traian adressiertes Lehrbuch, in dem Taktik und Aufbau der griech. und bes. maked. Heere der klass. und hell. Zeit erklärt werden. A. war ein Theoretiker ohne praktische Erfahrung, sein Werk wirkt daher schematisch. Er zog laut eigener Aussage (1,2) viele ältere Autoren (Aineias Taktikos, Pyrrhos von Epirus, Poseidonios) zu Rate, hauptsächlich offenbar Polybios. Seine Schrift wurde…

Rhomphaia

(91 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (ῥομφαία). Ein hellebardenähnliches großes, zweischneidiges Schwert aus Eisen mit langem Holzgriff, das über der rechten Schulter getragen wurde. Sie war in hell. Zeit die charakteristische Waffe der Thraker (Plut. Aemilius 18,3; Liv. 31,39,11: rumpia); Phylarchos FGrH 81 F 57; Arr. FGrH 156 F 103; Gell. 10,25,4; Val. Fl. 6,98). In der jüd.-christl. Lit. bedeutet R. allg. ein großes zweischneidiges Schwert (LXX Gn 3,24; 1 Sam 17,51 (Goliaths Schwert); Lk 2,35; Ios. ant. Iud. 6,190). Burckhardt, Leonhard (Basel) Bibliography H. O. Fiebiger, s. v. ῥομφαία, RE …

Reiterei

(2,374 words)

Author(s): Starke, Frank (Tübingen) | Burckhardt, Leonhard (Basel) | Campbell, J. Brian (Belfast)
I. Alter Orient [English version] A. Entwicklungsgeschichte Mit der Entwicklung der Fahrkunst in der 1. H. des 2. Jt. v. Chr. waren auch die methodischen Grundlagen für das Reiten gegeben (Pferd III., Reitkunst). Obwohl der Einsatz berittener Kuriere und Späher bereits ab dem 14./13. Jh. v. Chr. sicher bezeugt ist (Akkadogramm LÚPETḪALLUM “Reiter” in hethit. Texten; äg. Bildzeugnisse [10]), bildete sich die R. als Waffengattung erst im Verlauf des 9./8. Jh. heraus. Ausschlaggebend hierfür war die Schwierigkeit, reitend zu kämpfen. Denn im Unt…

Idiotes

(72 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (ἰδιώτης). Als i. wurde ein Privatmann bezeichnet, der kein Amt ausübte und nicht am polit. Leben teilnahm; im mil. Bereich war i. bei den Historikern ein gebräuchlicher Begriff für den einfachen Soldaten im Gegensatz zu den Inhabern der Befehlsgewalt (Xen. an. 1,3,11; 3,2,32; Pol. 5,60,3; Diod. 19,4,3). In Mannschaftslisten der Armee des ptolem. Äg. wird der einfache Soldat als i. bezeichnet (z.B. Pap. Hib. 1,30,21). Burckhardt, Leonhard (Basel)

Befestigungswesen

(2,623 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Miller, Martin (Berlin) | Blech, Michael (Madrid) | Pingel, Volker (Bochum) | Baatz, Dietwulf (Bad Homburg)
[English version] I. Griechenland Nach Aufgabe der massiven myk. Palastburgen dauerte es mehrere Jh., bis in Griechenland wieder größere Befestigungen errichtet wurden. Während der geom. Zeit blieb der Festungsbau im Mutterland bescheiden. Man baute einfache Anlagen, von denen kaum Überreste vorhanden sind, oder es genügten die Ruinen der myk. Burgen für das Schutzbedürfnis der Menschen. Auf den Inseln der Ägäis und in Ionien wurden dagegen zum Schutz vor Seeräubern (Thuk. 1,5) bzw. gegen den Druck aus dem Landesinnern …

Lytron

(240 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (λύτρον, meist im Plur. lýtra verwendet). Als l. wurde im Griech. das Lösegeld für Kriegsgefangene bezeichnet (ähnlich: ἄποινα/ ápoina); der Ausdruck wurde auch für den Freikauf von Opfern der Piraterie (Seeraub) gebraucht. Freikauf von Gefangenen war neben Gefangenenaustausch, Versklavung oder Tötung gängige Praxis im griech. Kriegswesen seit der Zeit Homers (Hom. Il. 6,425ff.; 11,106) bis zum Hell. Nach Ducrey [1] war Verkauf in die Sklaverei freilich häufiger als ein Freikauf, dessen Modalitäte…

Machimoi

(94 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] Der Ausdruck m. (μάχιμοι, “die Streitbaren”; kampffähige Truppen) wurde von griech. Autoren vor allem für nichtgriech. Heere gebraucht. Herodotos unterscheidet die m. vom Troß des persischen Heeres (Hdt. 7,186,1) und bezeichnet mit diesem Wort den Stand der Berufskrieger im alten Äg. (2,164f.). In der ptolem. Armee waren M. die einheimischen Soldaten, die etwa bis Ende des 3. Jh.v.Chr. die Aufgaben von Hilfs-, Garde- und Polizeieinheiten wahrnahmen, danach aber, spätestens seit der Schlacht von Raphi…

Phalanx

(669 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
(φάλαγξ). [English version] I. Die Hoplitenphalanx Das Wort ph. bezeichnet bereits bei Homer die Schlachtreihe oder formierte Heeresabteilung (vgl. etwa Hom. Il. 11,214f.; 13,126f., vgl. 16,215-217). Ph. wird ähnlich wie στίξ ( stix, “(Schlacht-)Reihe”) fast nur im Pl., phálanges, gebraucht; nach Homer verwendet erst Xenophon wieder den Ausdruck (Xen. an. 1,8,17; 6,5,27; Xen. Kyr. 1,6,43; Xen. hell. 4,3,18; 6,5,18). Es ist h. anerkannt, daß der Massenkampf bereits in homer. Zeit (8. Jh.v.Chr.) entscheidend war; die ph. als einheitlich ausgerüstete und zentral geführte…

Aineias

(1,503 words)

Author(s): Heckel, Hartwig (Bochum) | Burckhardt, Leonhard (Basel) | Hadot, Pierre (Limours)
[English version] [1] Mythos Sohn des Anchises und der Venus, sagenhafter Stammvater Roms (Αἰνείας, Αἰνέας; lat. Aeneas). Thrako-illyr. Name [17. 311 f.]. Heckel, Hartwig (Bochum) [English version] A. Stammbaum und Mythos Sohn des Anchises und der Aphrodite (Hom. h. Veneris; Hes. theog. 1008-1010). Vollständige Genealogie in der Rede des A. an Achilleus (Hom. Il. 20,200-258, bes. 215-240); Stammbaum [1. 509]. Troia: In der Ilias ist A. neben den Söhnen Antenors Anführer der Dardaner (Hom. Il. 2,819-823), tapferer Kämpfer (de…

Dekas

(87 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (δεκάς). Von der homer. bis in die hell. Zeit Grundeinheit in griech. und maked. Fuß- und Reiterheeren (Hom. Il. 2,126; Hdt. 3,25,6; Xen. hell. 7,2,6; hipp. 4,9; Arr. an. 7,23,3; Anaximenes FGrH 72 F4; P. Cairo Zen. 1,7-11; 2,22-24; Frontin. strat. 4,1,6), die von einem Dekadarchen (Xen. hipp. 2,2-6) kommandiert wurde. Sie umfaßte im Normalfall zehn Mann mit einer möglichen Unterteilung in Gruppen à fünf; Abweichungen kamen vor. Burckhardt, Leonhard (Basel) Bibliography 1 Kromayer/Veith 90f. 2 M. Launey, Recherches sur les armées hellénistiques, 1949, 560.

Katalogos

(166 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (κατάλογος). Der k. war in Athen wohl ein Verzeichnis aller Hopliten (allerdings von Hansen bestritten), aufgrund dessen die Strategen das Aufgebot für einen Feldzug erließen (Thuk. 6,43; 7,16,1; 8,24,2; Aristot. Ath. pol. 26,1; Xen. mem. 3,4,1). Mannschaftslisten wurden auch für einzelne Feldzüge geführt (Thuk. 6,31,2). Erfaßt wurden, spätestens seit Mitte des 4. Jh. v.Chr. vermutlich jahrgangsweise (Aristot. Ath. pol. 53,4), die 18- bis 60jährigen Bürger; die Ausgemusterten wurden ὑπὲρ τὸν κατάλογον ( hypér ton katálogon) genannt (Demosth. or. 13,4)…

Mora

(857 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Schiemann, Gottfried (Tübingen)
(μόρα). [English version] [1] Abteilung im spartanischen Heer Im spartanischen Heer war m. spätestens seit 403 bis 371 v.Chr. die gebräuchliche Bezeichnung für die sechs größten Abteilungen der Fuß- und beigeordneten Reitertruppen (Xen. Lak. pol. 11,4; Xen. hell. 2,4,31; 4,5,3-19; Diod. 15,32,1); die m. wurde jeweils von einem polémarchos kommandiert (Xen. hell. 4,4,7; 5,4,51), hatte eine Sollstärke von über 1000 Mann und war in Lochen ( lóchos ) gegliedert. Burckhardt, Leonhard (Basel) Bibliography 1 J.F. Lazenby, The Spartan Army, 1985, 5ff. [English version] [2] der Verzug…

Asklepiodotos

(365 words)

Author(s): Ameling, Walter (Jena) | Burckhardt, Leonhard (Basel) | Hadot, Pierre (Limours)
(Ἀσκληπιόδοτος). [English version] [1] Ptolemäischer Statthalter Kariens (nach 305 v.Chr.) Nach 305 v.Chr. ptolemaischer Gouverneur (?) Kariens. Ameling, Walter (Jena) Bibliography R. Bagnall, The administration of the Ptolemaic posessions outside Egypt, 1976, 90f. [English version] [2] Militärtheoretiker (1. Jh. v. Chr.) Verf. einer militärtheoretischen Schrift in 12 Kapiteln (Ἀσκληπιοδότου φιλοσόφου τακτικὰ κεφάλαια; tradiert im cod. Laur. LV-4 (F) und 11 weiteren, davon abhängigen Hss.) und wird mit einem von Seneca erwähnten Hörer …

Hippegos

(80 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (ἱππηγός, ἱππαγωγός, lat. hippago, hippagogus). Spezielles Pferdetransportschiff ant. Kriegsflotten (Persien: Hdt. 6,48; 6,95,1; Tyros: Arr. an. 2,19,1; Demetrios Poliorketes: Diod. 20,83,1; Pergamon: Liv. 44,28,7; Rom: Pol. 1,27,9). In Athen wurden ausgediente Trieren zu H. umgebaut (z.B. Thuk. 2,56,2; IG II2 1628,466; 471); sie faßten 30 Pferde (Thuk. 6,43,2). Zu Unrecht schreibt Plinius (nat. 7,209) die Erfindung der H. Samos oder Athen zu (vgl. Hdt. 6,48; 6,95,1). Flottenwesen Burckhardt, Leonhard (Basel) Bibliography O. Höckmann, Antike Seefahrt…

Pez(h)etairoi

(155 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (πεζέταιροι). Die p., “Gefährten zu Fuß”, sind erstmals bei Demosthenes (Demosth. or. 2,17) erwähnt. In der maked. Armee bezeichnete der Begriff p. die mit der saríssa und kleinem Schild, aber nicht mit Brustpanzer ausgerüstete schwere Infanterie, die die wichtigste Waffengattung des Heeres war. Zwar wurden nach Theopompos (FGrH 115 F 348) unter Philippos [4] II. nur die Elitetruppen der königlichen Garde so genannt, Alexandros [4] d.Gr. gab dann aber der gesamten Phalanx diesen Ehrentitel, wenn Anaximenes (FGrH 72 F 4), der die Schaffung der p. unspezifisch e…

Hippotoxotai

(99 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] (ἱπποτοξόται). H. waren berittene Bogenschützen. Als H. kämpften Skythen und Geten (Hdt. 4,46,3; Thuk. 2,96,1; Arr. an. 3,8,3). H. sind belegt für pers., athenische, maked. und hell. Heere (Hdt. 9,49,2; Arr. an. 4,24,1; 5,12,2; 6,6,1; Diod. 20,113,4). Während des Peloponnesischen Krieges hatte Athen eine Truppe von 200 H. (Thuk. 2,13,8); davon dienten auf Melos 20, auf Sizilien 30 (Thuk. 5,84,1; 6,94,4), wohl als Plänkler (Xen. mem. 3,3,1). H. waren Bürger und evtl. Söldner, ihr Ansehen war nach Lysias (15,6) nicht hoch. Reiterei Burckhardt, Leonhard (Basel) Bibl…

Bewaffnung

(2,167 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel) | Le Bohec, Yann (Lyon)
[English version] I. Griechenland Die Bewaffnung griech. Heere in geom. Zeit ist lit. vor allem in der Ilias dokumentiert, arch. durch vornehmlich aus Gräbern stammenden Waffenfunde und Vasendarstellungen. Diese Quellengattungen sind nicht immer in Übereinstimmung zu bringen, da Homer einige seiner Helden Waffen aus myk. Zeit benutzen läßt, die arch. nicht mehr belegt sind (z.B. Eberzahnhelm, Il. 10,261-265; Lang- oder Turmschild, Il. 7,219-223; Streitwagen, die auf geom. Vasen oft dargestellt sind …

Optimates

(1,050 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] Der nur im Plural verwendete lat. Begriff o., abgeleitet von optimus, bedeutet “die Besten”; bei Cicero, von dem die weitaus meisten Belege stammen, aber auch bei anderen Autoren wie Livius (3,35,4; 3,39,9; 6,39,6) bezeichnet o. die röm. Führungsschicht; bes. in solchen Textstellen, an denen der Gegensatz zw. senatores und plebs oder zw. o. und populares betont wird. In der Rede für Sestius gibt Cicero dem Begriff eine umfassende moralische und polit. Bed. und zählt unabhängig von der sozialen Herkunft alle diejen…

Chiliarchos

(82 words)

Author(s): Burckhardt, Leonhard (Basel)
[English version] Befehlshaber einer 1000 Mann starken Einheit im maked. und ptolemäischen Heer (z.B. Arr. an. 1,22,7). Gleichzeitig dient der Begriff als griech. Übers. für den Befehlshaber der königlichen Garde in Persien, den 1000 μηλοφόροι (Aischyl. Pers. 304). Der Ausdruck wurde nach der Eroberung Persiens auf das wichtigste Amt der neuen Reichsordnung nach Alexanders Tod übertragen (Diod. 18,48,4). Seine mil. und polit. Kompetenzen sind unklar. Mit der Entstehung der Diadochenreiche wurde der Begriff in dieser Bed. obsolet. Burckhardt, Leonhard (Basel)
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