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Hecate

(1,055 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] (Ἑκάτη; Hekátē). Into the modern age, the goddess H. has been known as the mistress of ghosts, as the demonic mediator par excellence between above and below. In this function, she is closely associated with  magic in which the ‘use’ of the spirits of the dead plays an important role (Eur. Med. 397; Hor. Sat. 1,8,33). H. probably stems from Caria and came to Greece around the archaic age, from where her worship spread to the entire Graeco-Roman world. Her cult in Caria (above all in Lagina) and other p…

Megaira

(119 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Μέγαιρα, “die Neidische”; lat. Megaera). Name einer der Erinyen (Erinys; Apollod. 1,3f.; Cornutus 10; Verg. Aen. 12,845-847; Lucan. 1,572-577, 6,730; Stat. Theb. 1,712; weiteres in [1. 123]), vielleicht auch ein Name für die zerstörerische Macht des personifizierten Neids im allg. sowie des bösen Blicks im bes. (Orph. Lithika 224f., vgl. Orph. Lithika kerygmata 2,4). Ein Altar aus dem 3. Jh.n.Chr. mit einer Weihinschr. für M. ist in Pergamon gefunden worden; Weihegaben wurden vielleicht mit der Absicht dargebracht, Neid abzuwenden [2]. Johnston, Sarah Ile…

Iphigeneia

(881 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
(Ἰφιγένεια). [English version] A. Mythos Tochter von Agamemnon und Klytaimestra (Prokl. Cypriorum enarratio, 55-62 EpGF S.32; Aischyl. Ag.; vgl. aber Stesich. fr. 191 PMGF und Nikandros fr. 58 = Antoninus Liberalis 27, wo Theseus und Helena ihre Eltern sind und I. lediglich von Klytaimestra adoptiert wird), Schwester von Orestes, Chrysothemis [2] und Elektra [4]. Obwohl sie dem Achilleus [1] zur Ehe versprochen ist, wird sie von Agamemnon auf Rat des Kalchas der Artemis geopfert, um die durch eine unnatürliche Windstille verzögerte Abfahrt der Griechen nach Troia zu ermöglichen. Al…

Oracula Chaldaica

(444 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] Mit dem Begriff O.Ch. werden griech. Gedichte in daktylischen Hexametern bezeichnet, welche angeblich von Hekate und vielleicht auch anderen Gottheiten entweder direkt zu einer unter dem Namen Iulianos [4] der Chaldäer bekannten Figur gesprochen werden, der sie angerufen hatte, oder über ein von Iulianos eingesetztes göttlich besessenes Medium. Die Gedichte sind in archaisierender Sprache verfaßt, die sowohl Homer als auch ältere Orakel nachahmt. Obwohl sie aus dem späten 2. oder…

Orphicae Lamellae

(407 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (orphische Goldblättchen). Eine Reihe von griech. Texten auf dünner Goldfolie aus Gräberfunden; der lat. Ausdruck hat sich seit [1] eingebürgert. Eine kritische Ed. der meisten bis 1997 bekannten Texte (18 Stück) findet sich in [2]. Die Texte geben Anweisungen und Informationen, welche die Seele des Toten auf ihrem Weg durch die Unterwelt leiten und sicherstellen sollen, daß sie von den Unterweltsgöttern bevorzugt behandelt wird. “Orphisch” heißen sie, weil die frühere Forsch. au…

Erinys

(670 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Ἐρινύς). Etym. unsicher (Chantraine 2,371, vgl. [1; 2. 83-4]). E. wird schon in Linear B erwähnt (KN 200 = Fp 1, 208 = V 52, vgl. Fs 390; [1]), im Zusammenhang mit anderen Gottheiten wie Zeus, Athene, Paion und Poseidon. Später erscheint der Name sowohl im Sg. als auch im Pl. (“Erinyen”). Meist sind die Erinyen Töchter der Nacht (Aischyl. Eum. 69; 322 et passim) oder sie entstanden aus Blutstropfen bei Uranos' Kastration (Hes. theog. 185), was ihre Verbindung mit Familienverbr…

Gello

(146 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Γελλώ) bezeichnet den Geist eines ledig gestorbenen Mädchens, der unverheiratete oder schwangere Frauen und Kleinkinder tötet; erstmals wird sie bei Sappho genannt (fr. 178 L.P. = 168 V.) [1]; G. ist ebenfalls Name einer myth. Gestalt mit diesen Zügen (Suda s.v.). Sie wurde noch in byz. Zeit gefürchtet (Johannes Damaskenos Perí Stryngṓn, PG 94, 1904 C; Psellos Dihḗgesis perí Gellṓs [2]), was im ländlichen Griechenland bis heute überdauert [3]. G. wurde oft mit Lamia und Mormo, zwei ähnlichen Geistern, und der Strix in Zusammenhang gebra…

Ahoros

(477 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (ἄωρος). “Unzeitig”, als Adj. und Subst. gebraucht, bekannt aus den magischen Papyri als Bezeichnung einer Seele, die vor ihrer Zeit (ἄωρος) gestorben ist. A. taucht in dieser Verwendung auch in lit. Texten auf (Aischyl. Eum. 956; Eur. Or. 1030); A. oder Syn. (πρόμοιρος, ἀωρόμορος) finden sich auch auf Grabinschr. aller Perioden [1. 14; 2]. Im Allg. ist mit A. der Tod vor Pubertät, Heirat oder Geburt gemeint ([1. 47-83]; vgl. Od. 11,36-41; Verg. Aen. 6,426-29; Plat. rep. 615c; PG…

Mormo

(155 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Μορμώ). Ein weiblicher Geist, der vornehmlich als Kinderschreck fungierte (Theokr. 15,40 mit schol.; Plat. Phaid. 77e; Strab. 1,2,8; schol. Aristeides p. 41 Dindorf = 1,5), in dieser Rolle oft mit Gello, Lamia [1] und strix (Nachtvogel, der Kindern das Blut aussaugte) verwechselt. Ihr anderer Name, Mormolýkē oder Mormolykía, legt nahe, daß sie als Wolf vorgestellt wurde, obwohl Theokr. 15,40 (mit schol. z.St.) sie mit einem Pferd assoziiert und Erinna 26f. impliziert, daß sie ihre Gestalt wechseln konnte. Nach dem Mythos ist M. eine Frau aus Korinth, die…

Hekate

(982 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Ἑκάτη). Bis in die Neuzeit ist die Göttin H. als Gespensterherrin, als dämonische Mittlerin par excellence zwischen Unten und Oben bekannt. In dieser Funktion ist sie eng mit der Magie verbunden, in der die “Benutzung” von Totengeistern eine wichtige Rolle spielt (Eur. Med. 397; Hor. sat. 1,8,33). H. stammt wohl aus Karien und kam etwa in archa. Zeit nach Griechenland, von wo aus sich ihre Verehrung in der ganzen griech.-röm. Welt ausbreitete. Ihr Kult in Karien (vor allem Lagin…

Nekydaimon

(322 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Νεκυδαίμων). N. wird in den Zauberpapyri und defixiones als t.t. zur Bezeichnung des Geistes ( daímōn; Dämonen) eines Verstorbenen (griech. nékys) verwendet, der den Lebenden Dienste erweist. Vor allem den Geistern von Menschen, die keine rituelle Bestattung erhalten hatten ( átaphoi), die gewaltsam ( biaiothánatoi) oder vorzeitig ( áhōros ) gestorben waren, drohte das Schicksal, zum Dienst als n. gezwungen zu werden (PGM V 304-369; [1. 46-63, 71-81, 100-123; 3. 273]). Das Wort n. findet sich außerhalb von Papyri und defixiones nicht, doch spielen rituell…

Iphinoe

(94 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (Ἰφινόη). Name verschiedener Heroinen in Mythos und Kult: zum einen eine Tochter des megarischen Königs Alkathoos [1], an dessen Grab Mädchen vor ihrer Hochzeit Trankopfer und Haarlocken opferten (Paus. 1,43,3f.); zum anderen die Tochter des Königs Proitos (Apollod. 2,29), die bei einem Versuch des Melampus, sie und ihre Schwestern vom Wahnsinn zu heilen, stirbt. Vielleicht wurde sie mit Riten während der argiv. Agrigonia geehrt (Hesych. s.v. Agrania). Johnston, Sarah Iles (Princeton) Bibliography W. Burkert, Homo Necans, 1972, 189-200  K. Dowden, Death and…

Kleiduchos

(144 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[English version] (κλειδοῦχος, “Schlüsselhalter/-in”) bezeichnete die Person, welche über die Hausschlüssel (Eur. Tro. 492), oder den Priester bzw. die Priesterin, welche über die Tempelschlüssel verfügte (Aischyl. Suppl. 291); in einigen Kulten hatte dies neben der prakt. auch eine symbol. Bed. (zu karischen Hekatekulten [1; 2]). Manchmal war K. auch Epiklese einer Gottheit, vor allem von Hekate in ihrer soteriologischen Rolle im spätant. Mystizismus (etwa Prokl. In Platonis rem publicam Bd. 2, 212,7 Kroll; Orph. h. 1,7; mehr bei [2]). K. war auch die Bezeichnung, die die…

Nekydaimon

(367 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] (Νεκυδαίμων; Nekydaímōn). Nekydaímōn is used in magic papyri and defixiones as a technical term to describe the spirit ( daímōn; Demons) of a dead person (Greek  nékys) providing services to the living. It was primarily the spirits of people who had not received a ritual burial ( átaphoi), or who had died violently ( biaiothánatoi) or prematurely ( áhōros ) that were threatened with the fate of being forced into service as a n ekydaímōn.  (PGM V 304-369; [1. 46-63, 71-81, 100-123; 3. 273]). The word nekydaímon is not found other than in papyri and defixiones, but they are…

Ahoros

(502 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] (ἄωρος; áōros). ‘Untimely’, used as adjective and noun, known in the magical papyri as a designation of a soul that died before its time (ἄωρος). Ahoros in this usage also appears in literary texts (Aesch. Eum. 956; Eur. Or. 1030); ahoros or synonyms (πρόμοιρος, ἀωρόμορος) are also found in grave inscriptions of all periods [1. 14; 2]. In general ahoros relates to death before puberty, marriage or childbirth ([1. 47-83]; cf. Od. 11,36-41; Verg. Aen. 6,426-29; Pl. Resp. 615c; PGM IV 2732-5). Living people could command the ahoros to carry out various tasks, includi…

Oracula Chaldaica

(463 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] The term Oracula Chaldaica describes those Greek poems in dactylic hexameters which were allegedly uttered by Hecate and possibly also other deities, either directly to a man known by the name of Julian [4] the Chaldean, who had invoked them, or via a divinely possessed medium acting for Julian. The poems were written in archaizing style which imitated both Homer and other older oracles. Although they date from the late 2nd or early 3rd cent. AD, the name Oracula Chaldaica was not…

Theurgy

(934 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] (θεουργία/ t heourgía), from Greek 'divine' ( theîos) and 'work' ( érgon): 'divinely oriented actions'. During the first few cents. AD, there arose a number of religious movements that combined elements of Platonic philosophy, practices drawn from traditional cult, and newer doctrines that adherents claimed were revealed to them directly by the gods. One of the most influential of these movements was Theurgie, which emphasized worshipping the gods through ritual. Theurgie was said to have been founded by a certain Julian, who came to be known as 't…

Orphicae Lamellae

(428 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] (Orphic gold leafs). A number of Greek texts on thin gold foil from grave finds; the Latin expression has become established since [1]. A critical edition of most of the texts known until 1997 (18 in total) can be found in [2]. The texts contain instructions and information to guide the soul of the dead on its way through the underworld and to guarantee its preferential treatment by the gods of the same place. They are called 'Orphic' because early scholarship, knowing significant…

Gello

(160 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] (Γελλώ; Gellṓ) designates the spirit of a girl who died single, which kills unmarried or pregnant women and small children; it is first mentioned in Sappho (fr. 178 L.P. = 168 V.) [1]; G. is also the name of a mythological creature with these characteristics (Suda s.v.). It was still feared in the Byzantine period (Johannes Damascenus Perì Stryngôn, PG 94, 1904 C; Psellos Dihḗgesis perì Gellṓs [2]), something that has survived to the present day in rural Greece [3]. G. has often been associated with  Lamia and  Mormo, two similar spirits, and the strix. Rites to fend off G…

Gate, deities associated with

(314 words)

Author(s): Johnston, Sarah Iles (Princeton)
[German version] The three most important Greek deities associated with gates (for Rome see  Ianus,  Carna) were  Hecate (and  Artemis, who was closely associated with her),  Hermes and  Hercules. Hecataea (small statues or shrines to Hecate) were to be found in front of the gates of private houses and in front of city gates (Aeschyl. TrGF 388; Aristoph. Vesp. 804, Hsch. s. v. προπύλαια). Corresponding with this is the association between Hecate and additional liminal places, particularly road-forks ( tríhodoi), which is in turn connected with her role as protector from t…
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