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Prophet/Prophetin/Prophetie

(7,901 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, Bärbel | Jeremias, Jörg | Gray, Rebecca | Hayoun, Maurice-Ruben | Aune, David E. | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich 1.Der BegriffProphetie übersteigt in der den Ereignissen zugewiesenen Bedeutung Individualerfahrungen in Mystik, Ekstase oder bei Inspiration sowie situationsbezogene Aktivitäten etablierter Funktionsträger, etwa von Priestern (Priestertum), Schamanen oder Wahrsagern (Divination/Mantik). Von Propheten (P.) auf die jeweilige Gottheit zurückgeführte Offenbarungen haben wegweisenden ethischen Charakter für eine Gemeinschaft.Der Begriff προϕη´της/prophē´tēs entstammt der griech. Religionsgesch., wo…

Rache

(1,223 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, Bärbel | Zenger, Erich | Volkmann, Stefan
[English Version] I. Zum Begriff R. ist als eine Form der Kompensation ein soziales Verhaltensmuster. In Rel. erfährt es Deutungen und wird auf Verhältnisse zw. Menschen und Göttern sowie Lebenden und Toten ausgeweitet. Rel. bewerten R. unterschiedlich: Sie kann eine legitime Form des Rechts sein (Talion in tribalen Gesellschaften, Vergeltungsgedanke im AT, u.a. Gen 4,23f.) oder als eine ethisch zu überwindende Verhaltensweise gelten (Buddhismus; Mt 6,12). Meist ist R. ein Randaspekt von Rel. und Theol. und so auch in der reli…

Talion

(2,579 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, Bärbel | Otto, Eckart | Reeg, Gottfried | Krawietz, Birgit | Ogris, Werner
[English Version] I. Zum BegriffT. ist abzuleiten vom röm. lex talionis und meinte dort einen geregelten Vergeltungsakt (Vergeltung) gemäß einer Rechtsnorm, die als solche Selbstjustiz eindämmen sollte. Dies steht im Widerspruch zum allg. Verständnis von T. als »Gleiches mit Gleichem vergelten«, auch im Sinne von Selbstjustiz. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man daher auch speziell die Blutrache oder Vendetta als T. Diese wird somit zugespitzt auf eine unmittelbare Rache im Gegensatz zur entwic…

Urmensch

(948 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, Bärbel
[English Version] Urmensch, religionswissenschaftlich. I. Religionen berichten über einen U. als Element ätiologischer Mythen in ihrer Kosmogonie (Schöpfung), Anthropogonie oder Anthropologie: Ein Urwesen nimmt durch seinen anthropomorphen Körper Konstanten des kosmischen und irdischen Geschehens vorweg oder begründet sie; oder der U. entspricht dem ersten Menschen. II. Diese Mythen erfüllen unterschiedliche Funktionen: 1. Sie begründen soziale Normen: Aus den Körperteilen des vedischen Puruṣa, sanskrit »Mensch«, wird in mikro-/makrokosmische…

Übernatürliche Geburt

(388 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, Bärbel
[English Version] Übernatürliche Geburt, religionsgeschichtlich. Das Motiv zeichnet in Mythen und Legenden übernatürlich zeugende, gebärende und geborene Götter und Heilsgestalten aus: Zeus' Potenz ist Zeichen seiner Göttlichkeit und bringt weitere Gottheiten hervor. Göttinnen gebären zuweilen ohne Zeugung wie Hera Hephaistos oder Parvati Gaṇeśa; als Paradoxon bez. Jungfräulichkeit (Jungfrauengeburt) Göttinnen mit Fruchtbarkeitsaspekt (Ischtar, Venus). Götter eignen sich die Gebärfunktion an: Athen…