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Celluloseacetat

(102 words)

Author(s): H. Bansa
Acetylcellulose, mit Essigsäure ver-esterte, d.h. an den OH-(Hydroxyl-) Gruppen chemisch veränderte Cellulose, die dadurch die Eigenschaften eines thermoplastischen Kunststoffs annimmt. Hochver-estertes C. (an allen drei Hydroxylgruppen: Triacetat) begegnet im Bereich Buch und Bibliothek als Trägermaterial von Filmen: Acetatfilm, Sicherheitsfilm im Gegensatz zu dem älteren, sehr feuergefährlichen Cellulosenitrat; die Verwendung von C. für diesen Zweck geht heute zurück zugunsten von Polyester. F…

Papiervolumen

(110 words)

Author(s): H. Bansa
ein Ausdruck für das Verhältnis zwischen Dicke und Gewicht eines Papierblattes. Das «spezifische P.» (oder einfach das Volumen) wird berechnet als Division von Dicke (Papierdicke) in µm durch Flächengewicht in g / m 2 . Das Ergebnis ist, je nach Porosität, mehr oder weniger harter Kalandrierung, Füllstoffgehalt usw. in der Regel eine Zahl gleich oder größer als 1. In ersterem Fall spricht man von einfachem, in letzteren von xfachem (anderthalbfachem, doppeltem usw.) P. Je höher die Zahl für das P., desto stärker trägt das Papier — bei gleichem Gewicht — auf. H. Bansa Bibliography Handb. …

Kaliumpermanganat

(113 words)

Author(s): H. Bansa
übermangansaures Kalium (KMnO4 ). Ein verbreitetes Oxydationsmittel, das — früher häufig, heute seltener — zur Desinfektion und zur Beseitigung übler Gerüche verwendet wird. Unter den Mitteln zum restauratorischen Bleichen von Papier durch Oxydation ist K. zwar das wirksamste und stärkste; es ist jedoch fast unmöglich, die Wirkung des Vorgangs so zu steuern, daß die Patina eines alten Papiers durch eine Behandlung mit K. hindurch bewahrt und daß nicht die Cellulose (Celluloseacetat) des Papiers …

Verfilzung

(97 words)

Author(s): H. Bansa
Im allg. Sprachgebrauch die Herstellung oder Entstehung eines räumlichen, mehr oder weniger festen Gebildes aus Fasern durch deren unregelmäßiges, wirres in- und umeinander Verschlingen und Verhaken. In der Papierherstellung der entsprechende Vorgang bei der Blattbildung auf dem Sieb. Der wesentliche Faktor dabei ist die Ausbildung von Wasserstoffbrückenverbindungen zwischen den Fasern und Fibrillen, die vorher durch Mahlen im Holländer oder Refiner (modern) oder durch Stampfen (historisch in Eu…

Wässern

(332 words)

Author(s): H. Bansa
der statt «Waschen», was eine aktive Maß-nahme suggeriert, eingebürgerter Fachausdruck der Buch- bzw. Papier- Restaurierung. Der Zweck ist das Ausschwemmen von Verschmutzungen, wie sie durch einen Wassereinbruch in das Buch kommen können, und von sauren chromophoren Abbauprodukten im Papier (Vergilbung), die im Laufe seiner Alterung entstehen. Die von Staub und anderen Verschmutzungen trokken – durch Abkehren oder auch vorsichtiges Radieren bis befreiten Blätter werden in Wasser geeigneter Zusam…

Buchenholz

(67 words)

Author(s): H. Bansa
Die im späteren MA und in der Frühneuzeit, der klassischen Epoche des Holzdeckeleinbands, in Mittel- und Westeuropa für diesen Zweck meistgebrauchte Holzart. B. ist (und war) ein billiges Holz; es läßt sich auch leicht bearbeiten. Als Buchmaterial ist es deshalb eigentlich nicht geeignet, weil es leicht vom Holzwurm befallen wird. H. Bansa Bibliography Jäckel, K.: Alte Techniken 3: Holzdeckel. In: Bibliotheksforum Bayern 5. 1977, S. 122–130.

Benzin

(112 words)

Author(s): H. Bansa
Sammelbegriff für verschiedene Produkte der Erdöldestillation, nicht vollst. definierbar. Alle B.e sind wasserhelle, leicht flüchtige und leicht brennbare Flüssigkeiten, Gemische aus verschiedenen überwiegend aliphatischen, d. h. aus kettenförmigen Molekülen bestehenden Kohlenwasserstoffen. Die B.-Arten Petroläther, Wund.-B., Test-B. unterscheiden sich nur in der verschiedenen Verdunstungstemperatur. B. ist ein sehr gutes Lösungsmittel fur Fette, Wachse und Harze und wird wegen dieser Eigenschaf…

Kunststoff-Folie

(261 words)

Author(s): H. Bansa
Unter K. versteht man im fachbezogenen Sprachgebrauch ein ebenes, flächen – bzw. bogenförmiges Gebilde aus Kunststoff, das im Falle, daß es aus weichem Material besteht, nicht dicker ist als ca. 1 mm, sowie im Falle, daß es aus hartem Material besteht, nicht dicker ist als ca. 0,5 mm. Im Buchwesen werden fast ausschließlich klarsichtige, thermoplastische K.n verwendet, und zwar zur Herstellung von Einbänden, zur Umhüllung zu deren Schutz, als Schutzhüllen für einzelne BL, als Schmelzkleber zur restauratorischen Festigung von brüchigen Bl.n bz…

Aluminiumsulfat

(53 words)

Author(s): H. Bansa
im Sprachgebrauch des Papiermachers Alaun. Aluminiumsalz der Schwefelsäure, das sich mit stark saurer Reaktion in Wasser löst. Der pH-Wert der I%igen Lösung beträgt 3,4. Seit Erfindung der Harzleimung gilt Alaun als unentbehrlicher Hilfsstoff bei der Papierproduktion. Auf seinen Einsatz gehen in erster Linie die sauren pH-Werte moderner Papiere zurück. H. Bansa

Pauscht

(86 words)

Author(s): H. Bansa
im Fachjargon des untergegangenen Papiermacherhandwerks Bezeichnung für den Stapel des unmittelbar nach dem Schöpfen abwechselnd mit Filzen zum kurzen Pressen aufeinandergelegten Papiers. Ein P. bestand in der Regel aus 180 Papierbögen und 181 Filzen. Der Ausdruck lebt in der Wickelpappenherstellung fort und wird auch in der Redensart «in Bausch und Bogen» allg. gebraucht. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. Hrsg, von J. Sandig. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1397 Walenski, W.: Wb. Druck + Papier. Frankfurt a. M. 1994, S. 236.

Papierspaltverfahren

(234 words)

Author(s): H. Bansa
ein Verfahren zum Festigen sehr brüchigen und beidseitig beschriebenen oder bedruckten Papiers, bei dem das bei starker Brüchigkeit immer notwendige zweite blattförmige Gebilde innen hinein, zwischen die vorher in zwei Hälften gespaltenen beiden Blattoberflächen gebracht wird (nicht wie beim Einbetten oder Laminieren außen auf das Objekt). Auf die beiden Oberflächen wird zunächst mit einem leicht wasserlöslichen Klebstoff (Gelatine einer bestimmten Viskosität) je ein Trägerpapier geklebt. Der Kl…

Barytpapier

(50 words)

Author(s): H. Bansa
Fotopapier, das unter der Emulsion einen absolut glatten Strich mit Bariumsulfat als Streichpigment hat. Er bildet einen vollen und scharfen Kontrast zum schwarzen Silber der (entwickelten) Photographie. B. ohne Fotoemulsion wird im Offset- und im Tief-druck wegen dieser seiner Kontrastbildung für Vorlagen zur Druckformherstellung eingesetzt, (Barytpapierabzug). H. Bansa

Bindemittel

(203 words)

Author(s): H. Bansa
derjenige Teil der Pigment-Farbmittel (Farbe) und der Streichmittel, der vor der Verarbeitung tung flüssig ist und unmittelbar nach ihr fest wird, sei es durch Verdunsten eines Lösungsmittels im B., durch Erstarren, Verharzen oder Vernetzen. B. haben die Funktion, die Pigmentteilchen untereinander und mit dem Untergrund (Papier) zu verbinden. Für die Malerei gilt tendenziell, daß B. die Farbwirkung der Pigmente beeinträchtigen, ihre Lichtechtheit und Abriebfestigkeit aber erhöhen. Die Restaurier…

Ausstattungspapier

(26 words)

Author(s): H. Bansa
und Ausstattungskarton. Ein an der Oberflache zum Erzielen einer asthetischen Wirkung gestaltetes holzfreies Schreibpapier, meist mit Prägung oder Pressung: Leinen, Hammerschlag usw. H. Bansa

Agar-Agar

(54 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Extrakt aus bestimmten Seetangen, bestehend aus verschiedenen, im einzelnen nicht definierbaren Polysacchariden, von denen einige. im Gegensatz zu der chemisch verwandten Stärke, nicht beständig sind. A. wurde seit dem 16. Jh. verschiedentlich als Leimung für Papier gebraucht. Es fördert seine Alterung und bewirkt eine starke, manchmal tiefbraune Vergilbung. H. Bansa

Sulfitzellstoff

(172 words)

Author(s): H. Bansa
der durch Kochen unter Druck in sauren Lösungen von Sulfiten oder Bisulfiten (Calcium-. Magnesium-, Natrium-, Ammonium-) hergestellte pflanzliche Faserrohstoff für Papier. Die Funktion des Sulfits ist dabei die Überführung des Lignins und der anderen Stoffe, die neben der Cellulose die Pflanzenmasse (Holz, auch Stroh) ausmachen, in lösliche Formen, die mit der Sulfitablauge ab- und anderer Verwendung (Sulfitsprit, Brennmaterial u. ä.) zugeführt werden. Das Cellulosemolekül bleibt von diesem scha…

Schleifer

(49 words)

Author(s): H. Bansa
Im Kontext der Papierherstellung besser Holzschleifer. Maschinen-Anlage zum Herstellen von Holzschliff aus zugeschnittenen und entrindeten Baumstämmen. Die Entwicklung geeigneter S. ist der Beitrag von Heinrich Voelter zur Erfindung von F. G. Keller. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 1. Niederwalluf 1971, S. 773–777

Vertikalsortierer

(75 words)

Author(s): H. Bansa
in der Papierindustrie eine Anlage zum Entfernen von Unregelmäßigkeiten und Verunreinigungen aus dem im Refiner (Holländer) aufbereiteten «Stoff», d. h. der dort fibrillierten (= gespaltenen) und gekürzten Fasern. V., die in der modernen maschinellen Papierherstellung die Aufgabe des früher üblichen Knotenfängers übernommen haben, sind Bestandteil von geschlossenen Systemen zur Aufbereitung der Fasersuspension vor ihrem Aufbringen auf das Papiersieb. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1991.

Viskosität

(124 words)

Author(s): H. Bansa
Die mehr oder weniger zähe Fließfähigkeit von Flüssigkeiten wird in der Chemie zur Bestimmung von deren und von daraus abgeleiteten Eigenschaften gemessen (Viskosimetrie). In der Cellulosechemie bzw. der Forschung zur Papierkonservierung dient sie zur Bestim-mung des Polymerisationsgrades, d. h. der Größe der Makromoleküle. Die Cellulose wird in bestimmten Substanzen aufgelöst, und es wird die Zeit gemessen, mit der die Lösung durch eine dünne Röhre (Kapillare) fließt oder mit der ein definierte…

Alfa-Papier

(22 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Papier mit hohem Anteil von Alfa-Zellstoff, das sich vor allem durch Maßhaltigkeit, Weichheit und Elastizität auszeichnet. H. Bansa

Buchrestaurierung

(473 words)

Author(s): H. Bansa
Gesamtheit der Arbeiten, die durchgeführt werden, um einem Buch die verlorengegangene materielle Festigkeit und Funktion wiederzugeben, unter Annäherung an den materiellen Habitus, den es aufwies, bevor es in einzelnen seiner Teile Festigkeit und Funktion verloren hat. Dieses Ziel wird erreicht durch die Wiederverwendung aller Materie, die noch vorhanden ist, durch die Verwendung artgleicher und optisch, taktil usw. angepaßter neuer Materie im Verbund mit der alten und durch die Anwendung der Te…

Blatt

(38 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN («Deutsche Industrie Norm») 6730 die Bezeichnung für Papier und Karton (Pergament, Papyrus usw.) im ungefalzten Zustand und kleiner als DIN A3 (297 X 420 mm). Beide Kriterien unterscheiden das B. vom Bogen. H. Bansa

Alfa-Zellstoff

(39 words)

Author(s): H. Bansa
Hochwertiger Halbstoff aus verschiedenen im westlichen Mittelmeerraum heimischen schilfähnlichen Steppengräsern: Alfa bzw. Haifa (algerisch), Esparto (spanisch). A. gehört zu den Stroh- Zellstoffen. Die Fasern zeichnen sich durch feine und gleichmäßige Struktur aus. Verwendung im Alfa-Papier. H. Bansa

Papiermasse

(127 words)

Author(s): H. Bansa
Im Bastelwesen oder auch im Kunstgewerbe kann man einen breiartigen, plastisch verformbaren und beim Trocknen fest werdenden Werkstoff aus Fasern, wie sie zur Papierherstellung verwendet werden können, mit oder ohne Beimengung eines Klebstoffes (Kleister, Methylcellulose) als P. bezeichnen, in Unterscheidung vom Papiermaché, das aus zerkleinertem Papier hergestellt wird. In der Papierherstellung kennt man zwar die Formulierung «in der Masse» und auch Zusammensetzungen mit «Masse» (Z.B. Masseleim…

Neutralisieren

(270 words)

Author(s): H. Bansa
Unter N. versteht man in Zusammenhang mit dem Buchwesen bzw. der Papierrestaurierung das Zuführen eines alkalischen Stoffes zum Zerstören von Säure, die im Papier vorhanden ist, und zum Schaffen eines Puffers gegen Säure, die dort im Laufe der Alterung oder infolge der Umweltverschmutzung entsteht, damit diese fürderhin die Hydrolyse, einen der Faktoren der Alterung von Papier, nicht mehr katalytisch fördern kann. Als bestgeeignete und vielleicht – abgesehen vom Umschlagen mancher Farbstoffe bei…

Negativpapier

(37 words)

Author(s): H. Bansa
war in der Reproduktionstechnik vor deren Revolutionierung durch die Elektronik ein Papier, das wie Planfilme und Photoplatten mit einer silbersalzimprägnierten Gelatineschicht versehen war und das aus Kostengründen an deren Stelle verwendet werden konnte. H. Bansa

Streichmittel

(45 words)

Author(s): H. Bansa
oder Streichmasse zur Herstellung gestrichener Papiere; es besteht aus einem Bindemittel (früher Kasein, heute Kunststoffdispersion, auch Stärke, Leim, Cellulosederivate) und einem Pigment (Kreide, Kaolin u. a., auch farbige). H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 1. Niederwalluf 1971, S. 596–599.

Kraftpapier

(49 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 das aus Kraftzellstoff, u. U. unter Zuschlag von Kraftaltstoff hergestellte Papier. Es gibt verschiedene Sorten K.: Kraftkaschierpapier, Kraftkreppapier, Kraftpackpapier, Kraftsackpapier, Kraftseidenpapier u.a.m. Kraftpackpapier wird in der Hand–, Sortiments– bzw. Bibl.buchbinderei zum Zusammenhängen von Deckelpappen und Rückeneinlage, für Hülsen, zum Gegenkaschieren usw. gebraucht. H. Bansa

Japanpapier

(283 words)

Author(s): H. Bansa
Sammelbezeichnung für Papiere, die in Japan (oder in Nachbarländern, z. B. Taiwan und Korea für japanische Händler) ganz, überwiegend oder z. T. aus bestimmten, dort heimischen Rohstoffen hergestellt sind. Charakteristisch für J. sind die langen Fasern (bisweilen einige em), die zu außerordentlich festen bzw., wenn diese Eigenschaft angestrebt wird, außerordentlich dünnen (0,02 mm), deshalb transparenten und trotzdem relativ festen Papieren führen. Diese Fasern stammen aus dem Bast bestimmter St…

Yield Prinzip

(38 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein in der Papierindustrie bisweilen gebrauchter Ausdruck für das Streben nach einer möglichst günstigen Relation zwischen eingesetztem gewachsenem Rohstoff, d. h. Holz verschiedener Herkunft, und papierfähigem Faserstoff, d. h. Holzstoff oder Zellstoff. H. Bansa

Zeichenpapier

(96 words)

Author(s): H. Bansa
ist die Sammelbezeichnung für Papiersorten, die in Rohstoffauswahl und Oberflächengestaltung für künstlerische oder technisch-darstellende Zwecke bestimmt sind. Sie bestehen in der Regel aus hochwertigem Faserstoff (kein Holzstoff) und sind nicht nur masse-, sondern auch oberflächengeleimt (Leimung) und dadurch erhöht radierfest oder sogar abwaschbar (Aquarellpapier). Die Oberfläche kann, je nach intendierter künstlerisch-zeichnerischer Technik, besonders glatt, aber nicht glänzend, oder gekörnt sein. Ihr Flächengewicht liegt über 80 g/m2. Im weiteren Sinn we…

Chemische Papiere

(46 words)

Author(s): H. Bansa
bisweilen gebrauchter, aber in DIN 6730 (Papier und Pappe - Begriffe) nicht enthaltener Ausdruck für Papiere, die als Träger für die bequeme Anwendung von Chemikalien dienen, mit denen sie bestrichen, imprägniert oder getränkt sind: Bakterizide, Fungizide, Insektizide («Nexalotte»: Mottenpapier), Indikatoren (Lackmuspapier). H. Bansa

Binden

(93 words)

Author(s): H. Bansa
Die Arbeit des Buchbinders, d. h. die Gesamtheit der Arbeitsvorgänge, die nötig sind, um aus Blatt oder Bogen ein Buch zu machen. Die nach dem Kollationieren geordnet liegenden Einheiten (Bogen in gefalztem Zustand, d. h. als Lagen) werden zunächst durch Heften oder Klebebinden miteinander und mit dem Vorsatz zum Buchblock verbunden. Nach Beschneiden, Schnittverzieren, Kapitalen, Hülsen wird dieser in die separat hergestellte Decke eingehängt (Deckenband), oder der Einband wird in seinen Einzelt…

Kunstdruckpapier

(203 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 eine spezielle Sorte der gestrichenen Papiere, nämlich eines Papiers, dessen Strich auf jeder der beiden Seiten ein Gewicht von mindestens 20 g/m 2 hat und zur Erzielung einer bes. guten Qualität zumindest in der letzten Stufe in eigenen Streichmaschinen, nicht in der Streicheinheit der Papiermaschine hergestellt wurde. K.e haben meist einen mehrfachen Strich. Das Pigment der Streichmasse von K. ist Kreide (Calciumcarbonat) und/oder feinstkörniges Kaolin (Clay); das Bindemittel ist…

Dünndruckpapier

(62 words)

Author(s): H. Bansa
ein Papier, das mit dem Ziel hoher Opazität bei geringem Flächengewicht (bis 30 g) gearbeitet ist. Wegen der angestrebten Opazität, die notwendig ist, damit der Druck auf der einen Seite nicht zur anderen durchscheint, hat D. einen hohen Gehalt an Füllstoff; zum Ausgleich der dadurch bedingten geringeren Festigkeit muß zu seiner Herstellung hochwertiger Halbstoff, z.B. Alfa-Zellstoff verwendet werden. H. Bansa

Cambricpapier

(38 words)

Author(s): H. Bansa
ein einseitig an der Oberfläche gefärbtes (farbig gestrichen, beschichtet), also ein (industrielles) Buntpapier mit zusätzlicher Prägung, ursprünglich in Gewebemuster (cambric engl. Batist, nach Cambrai, dem für England wichtigsten Herkunftsort), später häufiger in Ledernarbung (Lederpapier). H. Bansa

Streichpapier

(55 words)

Author(s): H. Bansa
ist erstens eine andere, weniger gebräuchliche Bezeichnung für gestrichenes Papier und zwei-tens eine andere Bezeichnung für Streichrohpapier, d. h. das zur Aufnahme eines Streichmittels bestimmte und speziell daraufhin hergestellte, dann den inneren Teil des gestrichenen Papiers bildende Material. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 2 Niederwalluf 1971, S. 1836.9.

Tapeten

(84 words)

Author(s): H. Bansa
sind eine Wandverkleidung in erster Linie aus Papier, aus Leder und auch aus Gewebe. Manche T. aus Papier, sowohl historische als auch moderne, und zwar solche, welche die spezifischen Papiereigenschaften wie Dicke, Flexibilität, Oberflächenstruktur bewahren, können als Buntpapiere verstanden werden, die für den genannten speziellen Zweck bestimmt sind, aber auch für andere, z. B. als Bezugs- oder Vorsatzpapier für den Bucheinband verwendet werden. H. Bansa Bibliography Die Tapete. Hrsg. von F. Teynac usw. München 1982 Hoskins, L.: Then papered wall. New York 1994.

Buchtrocknungsverfahren

(254 words)

Author(s): H. Bansa
Bücher, die bei einer Katastrophe (Überschwemmung, Löschwasser, Wasserrohrbruch) durchnäßt wurden, müssen so rasch wie möglich einem B. unterworfen werden, da sonst auf ihnen Schimmelwachstum beginnt, bei warmen Temperaturen u. U. innerhalb von wenigen Tagen. Von den in Betracht kommenden Verfahren (Dielektrizität, Mikrowellen, IR-Lampen, Vakuum, Gebläse, Wasserverdrängungsbad), die im Labor und in der Praxis erprobt wurden, hat sich das Gefriertrocknen (Sublimation des Wassers) als qualitativ d…

Wasserflecken

(69 words)

Author(s): H. Bansa
entstehen, wenn gealtertes, d. h. chromophore Abbauprodukte (Vergilbung) enthaltendes Pa-pier in Teilen mit flüssigem Wasser in Kontakt kommt. Sie bestehen aus diesen Abbauprodukten, die von dem Wasser gelöst und an den Rand des durchnäßten Bereichs geschwemmt wurden. Sie können in der Regel durch Wässern entfernt werden. Nur bei älteren Wasserflekken, in denen die Abbauprodukte in eine unlösliche Form übergegangen sind, wäre ein Bleichen zu erwägen. H. Bansa

Bariumsulfat

(72 words)

Author(s): H. Bansa
Schwerspat, Baryt, Blanc fixe. BaSO4. Füllstoff und Streichpigment für Papier. Das gemahlene Mineral wird nur (selten) als Füllstoff eingesetzt. Seine Hauptfunktion ist die Erhöhung des Flächengewichts (Dichte 4,5). Wichtiger ist das gefällte B., als Pigment in Malerfarben «Permanentweiß» (Blanc fixe) genannt, weil es im Gegensatz zum Bleiweiß nicht nachdunkelt. In der Papierindustrie als Füllstoff zur Erhöhung des Weißgrads und vor allem als Streichpigment für photographische Papiere( Barytpapier) verwendet. H. Bansa

Buchpflege

(110 words)

Author(s): H. Bansa
im weiteren Sinn alles, was zur Erhaltung eines Buches beiträgt, von der Sorgfalt beim Hantieren und der Aufbewahrung in sauberen, ! klimagünstigen Räumen auf geeigneten Regalen über das Reinigen und Reparieren bis zum Neubinden und zum Restaurieren. Im engeren Sinn wird das Wort B. für das Behandeln von Ledereinbänden mit Wasser und einer fettenden Substanz (öl, Fett, Wachs) gebraucht, die, verbunden mit einer Reinigung, nacheinander oder miteinander als Emulsion in das Leder gebracht werden, um seine Geschmeidigkeit und Griffigkeit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Restaurierung H.…

Siebseite

(125 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 diejenige Seite des Papiers, die während der Herstellung mit dem Sieb, auf dem sich das Papier gebildet hat, in Berührung war. Die Gegenseite ist die Ober- oder die Filzseite, da hier der erste Berührungspartner des frisch gebildeten Blattes der Abgautschfilz war. Bei historischen handgefertigten Papieren ist die S. an der Siebmarkierung, d. h. der mehr oder we-niger plastischen Einprägung der Siebstruktur (und des Wasserzeichens) in die Papieroberfläche erkennbar. Sorgfältige Druc…

Alterung von Papier

(220 words)

Author(s): H. Bansa
Gesamtheit der chemischen Vorgänge, welche die Eigenschaften von Papier, vor allem seine Festigkeit und seine Farbe (Vergilben) im Laufe der Zeit verändern. Der Ablauf der A. ist kompliziert und im einzelnen nicht aufgeklärt. Die wichtigsten Einzelvorgänge, die sich gegenseitig überlagern und beeinflussen, sind Oxidation, Hydrolyse und Vernetzung, wobei erstere am Anfang steht und in gewissem Sinn und Maß Voraussetzung für die letzteren ist. Wesentlich für die A. ist die Zusammensetzung des Papi…

Zaponlack

(183 words)

Author(s): H. Bansa
d. h. gelöstes Celluloid (Nitrocellulose), trocknet nach dem Verdunsten des Lösemittels (Amyl-, Ethylacetat) zu einem farblosen und durchsichtigen Film. Er wird eingesetzt u. a. als Korrosionsschutz für Buntmetalle und Holz. In den 1880er Jahren wurde er vom Militär im damaligen Deutschen Reich auch zur wasserfesten Imprägnierung von Generalstabskarten eingesetzt, was dazu führte, ihn auf den Konferenzen von St. Gallen 1898 und 1899 von Dresden für die Festigung von Tintenfraß geschädigtem Papie…

Bast

(78 words)

Author(s): H. Bansa
Bei Pflanzen die in einem Stamm, einem Stengel, einer Blattrippe unter der äußeren Rinde liegende Schicht, überwiegend aus festen, miteinander verwobenen Cellulosefasern bestehend. B. bestimmter Bäume wurde (und wird als Souvenir für Touristen) nach entsprechender Bearbeitung durch Waschen, Kochen und Schlagen als Beschreibstoff benutzt (Tapa in der Südsee, Amatl in Mittelamerika). Für die Textil- und nachfolgend für die Papierherstellung sind die aus B. gewonnenen Fasern ein wertvoller Rohstoff: Flachs, Hanf, Jute, Ramie, Manila. Hadern H. Bansa

Eisengallustinte

(498 words)

Author(s): H. Bansa
Aus einer Gerbsäure (einem Tannin) und einem Eisensalz (zweiwertiges Eisensulfat: Eisenvitriol) hergestellte Schreibflüssigkeit. Chemisch gehört E. vermutlich zu den Metallkomplexen, das sind erbindungen, in denen Kohlenstoffatome organischer Stoffe (bei E.: Tannin) mit einem Metallatom (Eisen) direkt verbunden sind. Wahrscheinlich ist an der Bildung des gefärbten E.-Komplexes auch der organische Stoff beteiligt, der das Schreibmaterial (Papier, Pergament) ausmacht; dadurch ist die E. auf diesem…

Biuret-Reaktion

(61 words)

Author(s): H. Bansa
einfacher, auch vom Nichtchemiker, also vom Restaurator durchführbarer qualitativer Test auf Peptide, d. h. auf tierische (Oberflächen-)Leimung von Papier. Ein Tropfen Kupfersulfatlösung 2% wird an unauffälliger Stelle für einige Minuten auf das Papier gegeben, dann mit Filtrierpapier abgesaugt. Beim Auftupfen von Natriumhydroxidlösung 5% zeigt entstehende violette Farbe tierischen Leim, sich verstärkende blaue vom Kupfersulfat seine Abwesenheit an. H. Bansa

Stärke

(90 words)

Author(s): H. Bansa
Naturstoff von gleicher Summenformel wie die Zellulose (Csub:6Hsub:10Osub:5)sub:n, von der sie sich in der Molekularstruktur hauptsächlich durch die andere Stellung der Seitenkette R-CHsub:2OH unterscheidet, was freilich gewaltige Auswirkungen auf die physikalischen und die Gebrauchseigenschaften hat. Die enge Verbindung ist die Grundlage für die hervorragende Verträglichkeit von S. mit Zellulose bzw. dem daraus bestehenden Papier. Als Kleister ist S. der bestgeeignete Klebstoff in der Papier- und allg. in der Buchre…

Verpflocken

(57 words)

Author(s): H. Bansa
in der buchbinderischen Fachsprache die Befestigung der (echten, meist doppelten) Bünde in den Deckeln des Holzdeckel(ein)bands. Die Schnur wird durch Löcher im Deckel, die mit einer klebenden Substanz (Kleister, Leim) eingestrichen sind, gezogen und dort mit kleinen hölzernen Keilen oder Stiften, eben den Pflöcken, klemmend befestigt. Das überstehende Holz des Pflocks wird abgeschnitten. H. Bansa

Chromopapier

(46 words)

Author(s): H. Bansa
-karton ist nach DIN 6730 der Fachausdruck für einseitig mit einem Strich versehenes Material, das sich (farbig) bedrucken, bronzieren, lackieren, kaschieren laBt. C. wird, im Gegensatz zum beidseitig gestrichenen Papier für den Druck, für Verpackungen, Bezüge, Etiketten usw., Chromokarton für Feinkartonagen verwendet. H. Bansa

Massenkonservierung

(61 words)

Author(s): H. Bansa
in allg. Sinn jede Maßnahme, welche eine große Anzahl von Büchern und Archivalien, am besten den ganzen Bestand, in einen Zustand versetzt bzw. einem Zustand hält, der eine Benutzung auch in ferner Zukunft ermöglicht. Im engeren Sinn die Techniken zur Neutralisation des Papiers von ganzen, d. h. nicht zerlegten Büchern, ggf. einschließlich seiner Festigung. Konservierung von BüchernMassenentsäuerung H. Bansa

Ungeleimtes Papier

(47 words)

Author(s): H. Bansa
Papier, bei dem die natürliche Saugfähigkeit seines a Faserstoffes nicht durch einen Zusatz (Harzmilch, Alkylketendimer, synthetischer Leimungsstoff) oder durch eine Oberflächenbehandlung (mit tierischem Leim, Stärke, Cellulosederivat) eingeschränkt ist. In der Regel handelt es sich dabei um a Technische Papiere (Filtrier-, Isolier-, Hygienepapier). H. Bansa

Bogen

(62 words)

Author(s): H. Bansa
Bezeichnung für Papier und Karton, wenn es im ungefalzten Zustand größer ist als DIN A3 sowie für alle Formate im gefalzten Zustand. Im Normalfall der industriellen Buchherstellung wird der B. dreimal zu einer Lage gefalzt, die aus vier Doppelblättern besteht. Das Wort Viertel-B. wird deshalb auch im Sinne von Doppelblatt gebraucht, auch bei 2⁰ , 4⁰ , usw. H. Bansa

Papier

(508 words)

Author(s): H. Bansa
Nach DIN 6730 (Papier und Pappe: Begriffe) ein «flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird». Im Kontext des Informationswesens ist P. nach wie vor der wichtigste und weitest verbreitete Datenträger, nachdem es jahrhundertelang fast der einzige war. An der gesamten Produktion von P. haben die als Datenträger benutzten Sorten, d. h. die graphischen P.e, heute jedoch nur ein…

Spritzpapier

(40 words)

Author(s): H. Bansa
Als S. kann man ein Buntpapier bezeichnen, dessen Farbe im wesentlichen Umfang aufgespritzt statt aufgestrichen, aufgedruckt, aufgesaugt usw. wurde, sei es von Hand oder mit Hilfe eines Spritzwerkes. H. Bansa Bibliography Grünbaum, G.: Buntpapier. Gesch., Herstellung, Verwendung. Köln 1984

Saugpostpapier

(58 words)

Author(s): H. Bansa
auch Abzugpapier gen., nach DIN 6730 ein voluminöses, d. h. aus rösch gemahlenem Faserrohstoff bestehendes, schwach geleimtes und geglättetes Papier, das sich zum Herstellen von Kopien von einer Druckform eignet, die nach Feuchtung Druckfarbe abgibt (Hektographie, Schablonenvervielfältigung). H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. Hrsg. von J. Sändig. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1597

Oxicellulose

(64 words)

Author(s): H. Bansa
ist der zusammenfassende Begriff für Stoffe, die (überwiegend) durch Oxidation von Cellulose entstanden sind. Als O. werden einmal die entsprechenden Abbauprodukte bezeichnet, seien sie beim Produktionsprozeß (Bleichen) oder durch die langfristige Lagerung (Alterungsbeständigkeit) entstanden. Sodann bezeichnet O. auch bestimmte Cellulosederivate, bei deren Herstellung oxidative Vorgänge eingesetzt werden. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier– und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1298.

Vernetzung

(132 words)

Author(s): H. Bansa
in der chemischen Fachsprache die Bil-dung von chemischen Bindungen zwischen Kettenmolekülen als ein Faktor der Polymerisation, d. h. des Zusammenschlusses zahlreicher kleiner Moleküle zu einem Makromolekül. Im Kontext des Buchwesens, z. B. bei der Alterung von Papier, versteht man unter V. speziell die Ausbildung von chemischen Bindungen zwischen kurzkettigen, durch Hydrolyse gebildeten Teilen des urspr. langkettigen Cellulosemoleküls. Durch die Hydrolyse vermindert sich die Festigkeit, durch d…

Spuckstoff

(80 words)

Author(s): H. Bansa
Als S. bezeichnet der Papiermacher die Masse, die von den Sortier- oder Reinigungsanlagen ausgesondert wird, durch welche der «Stoff», d. h. die Faser-suspension mit Füll- und Zusatzstoffen vor dem Aufbringen auf das Sieb in der Papiermaschine getrieben wird. S. besteht aus Verklumpungen, Verspinnungen o. a., welche die Gleichmäßigkeit der Papierbahn stören würden. Er kann einer erneuten Aufbereitung zugeführt oder für Objekte verwendet werden, bei denen es auf Gleichmä-ßigkeit nicht ankommt (z. B. grobe Pappen für Eierschachteln). H. Bansa

Normalpapier

(157 words)

Author(s): H. Bansa
Im allg. Sprachgebrauch bezeichnet N. ein jedes Papier, das sich dadurch auszeichnet, daß es eine bestimmte, vom jeweiligen Kontext abhängige bes. Eigenschaft nicht hat. DIN 6730 (Fassung vom Mai 1976) reserviert den Terminus fiir Papiere, die in einer bes. Norm (DIN 6731) beschrieben werden sollen bzw. in einer Norm (frühere Fassung von DIN 827) beschrieben wurden, die bestimmte Kriterien der Stoffzusammenset-zung (Hadern, Zellstoff, Holzschliffanteil) erfüllen und die das Wort «Normal» sowie d…

Abhäsivpapier

(33 words)

Author(s): H. Bansa
Mit Öl, Wachs, Paraffin und heute meist mit Silicon beschichtetes Papier, auf dem Klebstoff nicht fest haftet, das aber, im Gegensatz zu Kunststoff-Folien, aufnahmefähig und durchlässig für Wasser ist. H. Bansa

Schutzblatt

(81 words)

Author(s): H. Bansa
im allg. Sinn ein jedes Blatt, das den Zweck hat, ein Objekt (Buchblock, Abbildung) vor Beschädigung beim Benutzen und / oder bei der Aufbewahrung zu schützen, also etwa ein abhäsives Zwischenlagenpapier vor einer abrieb- oder abklatschgefährdeten Abbildung. Im engeren Sinn der buchbinderischen Fachsprache: ein interimistisch eingesetztes Blatt, das ein in Bearbeitung befindliches Objekt vor negativen Nebeneffekten eines Arbeitsganges (Anreiben, Ableimen) oder vor Beschädigung, Verschmutzung usw…

Thermoplast

(108 words)

Author(s): H. Bansa
halb- oder vollsynthetischer Kunststoff, der in Lösemitteln löslich ist und der bei erhöhter Temperatur schmilzt. Gegensatz: Duroplast, Elastomer. T. besteht aus Kettenmolekülen, die, im Gegensatz zum Duroplast (und Elastomer), nicht vernetzt, sondern durch zwischenmolekulare Kräfte miteinander verbunden sind. Die im Kontext des Buches (Einband, Schutz, Restaurierung) eingesetzten Kunststoffe sind ausschließlich Thermoplaste. Ein in diesem Bereich wichtiger Faktor ist die Weichmachung. Sog. äuße…

Diazoverfahren

(145 words)

Author(s): H. Bansa
ein fotografisches Verfahren, das zur Herstellung von Duplikaten von Mikrofilmen und Mikrofiches sowie zum Lichtpausen verwendet wird. Der Bildträger, d.h. das Filmmaterial oder das Lichtpauspapier, ist mit einem farblosen Stoff beschichtet, der Diazo-Gruppen, d.h. N-N-(= Stickstoff-)Mehrfachbindungen enthält. Diese Gruppen haben die Eigenschaft, sich bei Hinzufügen einer Kupplungskomponente, in der Regel Ammoniak, zu farbigen (dunkelblauen, schwarzen) Azo-Farbstoffen zu verbinden. Diese Kupp-lu…

Kappa-Zahl

(132 words)

Author(s): H. Bansa
ebenso wie die Kupferzahl eine Kennzahl für die Qualität von Zellstoff. Beide beschreiben die Anwesenheit von reaktionsfähigen, genauer von reduzierenden Atomgruppen in den Molekülen der Cellulose und ihrer Begleitstoffe. In der Cellulose werden solche Gruppen durch Oxydation und durch Hydrolyse gebildet; in den BegleitstofFen (Inkrusten) sind sie von Natur aus vorhanden. Bei neuer Cellulose beschreiben K. und Kupferzahl also in nicht differenzierbarer Weise das Maß von noch vorhandenen und durc…

Recyclingpapier

(284 words)

Author(s): H. Bansa
Papier, das aus Sekundärfaserstoff hergestellt ist, d. h. aus solchem, der schon einmal zu Papier verarbeitet war, und das auch in seinem Äußeren (graue Farbe, Wolkigkeit, Zweiseitigkeit) den Eindruck eines nicht auf sinnlich wahrnehmbare Qualität zielenden Produktes macht. Die Verwendung von R. gilt seit den späten 1980er Jahren als ein Positivum, weil dies die Ressourcen der Erde schone, was aber nur bei differenzierender Betrachtungsweise als richtig anzusehen ist. Die Papierindustrie reagierte auf die Propaganda für «Recycling» …

Klarsichtfolie

(160 words)

Author(s): H. Bansa
eine Folie, d. h. eine dünne, ebene, flexible Bahn aus einem transparenten, meist thermoplastischen Kunststoff, bisweilen selbstklebend beschichtet. K. wird zum Schutz von Einbänden gegen Abrieb und Verschmutzung und in der Form von Hüllen, d.h. in sinnvoller, am einzulegenden Objekt orientierter Größe doppelt liegend und an zwei oder drei Seiten geschlossen (versiegelt) zum Schutz von Einzelblättern verwendet. Zum Langzeitschutz wertvoller Stücke sind alle Selbstklebe alle aufzusiegelnden Mater…

Veredeltes Papier

(72 words)

Author(s): H. Bansa
sind Papiere, denen nach der Blattbildung in eigenen Arbeitsgängen bestimmte Stoffe zugeführt werden, um ihnen bes. Gebrauchseigenschaften zu verleihen. Für den graphischen Anwendungsbereich ist die Oberflächenveredelung durch Streichen von Bedeutung (gestrichenes Papier). Durch Beschichten (beschichtetes Papier) oder Imprägnieren wird Papier vor allem für technische Anwendungen veredelt. Vere Dignum. Präfationsbild aus Cod. Ottobon. 313 der Vaticana. H. Bansa Bibliography Kotte, H.: Welches Papier ist das? Bde. 1–3. 3. Aufl. Heusen-stamm 1982.

Inkrusten

(56 words)

Author(s): H. Bansa
Sammelbezeichnung für die in die pflanzlichen Rohstoffe zur Papier- und Zellstoffherstellung inkrustierten Nichtzellulose-Stoffe wie Harze, Lignine, Kieselsäure u.a. Bei der Zellstoffherstellung werden sie entweder im Zellstoffkocher vernichtet oder zur anderweitigen Verwendung herausgelöst, z. B. mit dem von der Technocell AG entwickelten Organosolv-Verfahren. H. Bansa Bibliography Sandermann, W.: Kulturgeschichte des Papiers. Berlin 1988, S. 131 ff.

Walzenpresse

(84 words)

Author(s): H. Bansa
eine Einheit im Kalander zur Herstel-lung von satiniertem Papier, bestehend aus Walzen, die mit einer Folie oder einem Vlies bezogen sind und die elastisch auf das durch den Walzenspalt laufende Pa-pier reagieren. Der Zweck dieser Technik ist der Ausgleich von Unebenheiten in der Papieroberfläche, auf daß alle Bereiche derselben mit den Walzen in Kontakt kommen und durch den Walzendruck ausgeglichen werden können. H. Bansa Bibliography Papier-Lexikon. Hrsg. von L. Göttsching / C. Katz. Gernsbach 1999, Bd. 1, S. 348, Bd. 3, S. 357.

Satiniertes Papier

(128 words)

Author(s): H. Bansa
ein Papier, dem durch Behandlung in besonderen, aus Walzen bestehenden Glättmaschinen (Kalander und in Übernahme des engl. Begriffes auch Superkalander) beidseitig höherer Glanz und Glätte gegeben wurde als im Glättwerk der Papiermaschine (engl. calander) erreicht werden kann, u. a. um einen feineren Bilddruck zu ermöglichen. S. im engeren Sinne ist nicht gestrichen (Gestrichenes Papier), doch wird der Begriff auch für letzteres gebraucht, wenn es im Kalander behandelt wurden. Grad und Art der S…

Manilapapier

(37 words)

Author(s): H. Bansa
ist die heute nur noch selten gebrauchte Bezeichnung für ein sehr festes, urspr. aus Manilahanf, d.h. aus den Blattfasern bestimmter, hauptsächlich auf den Philippinen angebauter und über Manila ausgeführter Bananenpflanzen (Musaceen) bestehendes Tauenpapier. H. Bansa

Ammoniak

(33 words)

Author(s): H. Bansa
stark alkalisches, in Wasser lösliches Gas von unangenehm stechendem Geruch. A. wird in der Restaurierung zum Fleckenentfernen, Patinieren, ph-Wert-Einstellen usw. und in der Reprographie als Kupplungselement beim Diazoverfahren verwandt. H. Bansa

Yankeemaschine

(99 words)

Author(s): H. Bansa
im Kontext der Papierherstellung eine Variante der Langsiebmaschine. Ihr Charakteristikum ist ein großer (bis 6 m Ø) dampfbeheizter Trocknungszylinder mit glatter Oberfläche statt der üblichen Folge mehrerer kleiner. Die Papierbahn bzw. das im Stoffauflauf gebildete, teilweise entwässerte Faservlies wird durch eine Filzbahn an den Yankee-Zylinder gepreßt und erhält dadurch auf dieser Seite eine glatte Oberfläche. Die Y. dient vorwiegend zur Herstellung von Tissue, Hygiene- und anderen einseitig glatten, leichten Papieren (18–30 g/m2). Yankeemaschine mit Vakuum-Bahn…

Papierherstellung

(763 words)

Author(s): H. Bansa
ist die Gesamtheit der Vorgänge, die notwendig und üblich sind, um aus Rohstoffen, d. h. aus Fasern, Leimung, Füll- und Hilfsstoffen, den Werkstoff Z Papier zu machen. Vor der P. steht die Herstellung dieser Rohstoffe; auf sie folgt die Papierverarbeitung. Beides geschieht überwiegend, aber nicht ausschließlich in getrennten Industriebereichen; die Herstellung von Z Holzstoff und das Zuschneiden von Bögen ist oft in die P. integriert. Zur Manufakturzeit war die Aufbereitung der Hadern wesentlich…

Bleichen

(203 words)

Author(s): H. Bansa
in vollständiger Definition jeder Vorgang, der zum Entfärben eines Stoffes führt, im engeren Sinn und im Kontext des Buchwesens die Zerstörung färbender Substanzen durch die chemischen Vorgänge der Oxidation und der Reduktion. In der Papierindustrie spielt das B. der Halbstoffe eine wichtige Rolle; die Fasern für graphische Papiere unterliegen ausnahmslos diesem Vorgang. In der Papierrestaurierung wird B. vor allem gegen die Verfärbungen des Schimmels und gegen Stockflecke angewandt. Als schonendstes (oxidatives) Bleichmittel gilt Natriumchlorit NaClOsub:2 bzw. das da…

Mitsumata

(33 words)

Author(s): H. Bansa
ist der japanische Name einer der dort zur Gewinnung von Fasern für die Papierherstellung (Japanpapier) kultivierten Pflanze, und zwar für die Faser selbst sowie für das daraus hergestellte Papier. H. Bansa

Borax

(48 words)

Author(s): H. Bansa
Dinatriumtetraborat, Nasub:2 Bsub:4 0sub:7 . 10 Hsub:20. Natürliches, in Wasser mit schwach alkalischer Reaktion lösliches Mineral, das von manchen Papierrestauratoren zum Neutralisieren gebraucht wird. Alle Neutralisierungsmethoden, die im Endeffekt nicht zum Deponieren von Erdalkalicarbonat im Papier führen, sind umstritten, also auch die mit B. H. Bansa

Schmierige Mahlung

(125 words)

Author(s): H. Bansa
eine mechanische Bearbeitung des Faserrohstoffes für die Papierherstellung in der Mahlmaschine (Holländer, Refiner etc.), bei der durch primär quetschende Kraftausübung bei hoher Stoffdichte und mit stumpfen Messern oder mit Steinwerk mehr eine Spaltung der Fasern (Fibrillierung) als eine Kürzung und damit ein hoher Mahlgrad (50SR und höher) erreicht wird. Die S. führt zu dichtem Papier mit geringer Saugfähigkeit, Opazität und Durchlässigkeit (für Luft, Wasser, Fett). Wegen der hohen Oberfläche …

Berstwiderstand

(60 words)

Author(s): H. Bansa
Nach DIN 6730 der Widerstand, den eine (Papier-)Probe einem einseitigen, gleichmäßig verteilten Luftdruck bis zum Bersten entgegensetzt, zu mes- sen in speziellen Geräten nach DIN 53113 (Papier bis 225 g/cm2 Flächengewicht) oder DIN 53141 (Pappe). Der B. wird in kPa (Kilopascal, 0,01 bar, ca. 0,01 at) angegeben. Er spielt eine Rolle bei der Qualitätsdefinition von Verpackungsmaterial. H. Bansa

Dextrin

(87 words)

Author(s): H. Bansa
eine Gruppe von technischen wasserloslichen Klebstoffen, bestehend aus verschieden stark abgebauten Starken. D. wird aus Starke mit Hilfe von Hitze und Saure oder mit Hilfe von Enzymen hergestellt. D. hat ein geringeres Wasserrückhaltevermogen als Kleister und ist in Wasser leichter loslich; ein aufgetrockneter Film wird beim Anfeuchten rasch wieder klebrig und trocknet auch rasch wieder an, weshalb D. zur Gummierung von Briefmarken, Etiketten usw. eingesetzt wird sowie immer dann, wenn es auf r…

Durchschlagen

(58 words)

Author(s): H. Bansa
das Durchdringen der Farbe (meist der Schwärze) von Schrift und Bild, die auf der einen Seite eines Papiers aufgebracht wurden, auf dessen andere. D. ist eine Folge entweder zu wenig geleimten oder aus anderen Gründen, z. B. wegen des Füllstoffs zu stark saugfähigen Papiers oder zu stark binde- bzw. lösungsmittelhaltiger oder sonstwie ungeeigneter Druckfarbe. H. Bansa

Batist

(57 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein feines, dichtes und festes, aber doch dünnes Gewebe, ursprünglich aus Leinen. In der Bibliotheks-bzw. der bibliophilen Buchbinderei und in der Buchrestaurierung als Material zur Falzverstärkung und vor allem für den Flügel benutzt, der um die äußersten Lagen geklebt, dort mitgeheftet und dann zusammen mit den Bünden in den Deckeln befestigt wird. H. Bansa

Blutlaugensalz

(68 words)

Author(s): H. Bansa
Gelbes B., Kaliumhexacyanoferrat (II), Ferrocyankalium, K 4 [Fe(CN) 6 ] ist ein einfach zu handhabendes Reagenz auf Eisen, d. h. zur Erkennung von Eisengallustinte. An winziger, unauffälliger Stelle wird mit einer Nadelspitze ein Tröpfchen Salpetersäure 6% auf die Tinte gebracht, nach ca. einminütiger Einwirkungszeit ebensoviel B.-Lösung 5%. Entstehende blaue Farbe (Berliner Blau) zeigt Eisen an. Tinte und Papier sind an der Nachweisstelle bleibend beschädigt. H. Bansa

Altpapier

(41 words)

Author(s): H. Bansa
gebrauchtes oder als Abfall bei der Verarbeitung, auch beim Schneiden bereits in der Papierfabrik, erneut zur Herstellung zurückgeführtes Papier bzw. Pappe. Wichtiger Faser-Rohstoff für Graupappe und Packpapier, in neuerer Zeit auch für Schreib- und Druckpapier (Recycling-Papier, De-inking). H. Bansa

Wasserdichtes Papier

(94 words)

Author(s): H. Bansa
Graphische Papiere sind durch ihre bei der Herstellung eingebrachte Leimung in je nach intendiertem Verwendungszweck unterschiedlichem, jedoch stets eher geringem Grade wasserfest. Für technische Zwecke kann das Verhalten gegenüber Wasser durch Imprägnieren, Beschichten oder Kaschieren mit geeigneten Substanzen (Kunststoff, Silikon, Paraffin) modifiziert werden: eingeschränkt und nur bei längerem Kontakt wasserdurchlässig bis voll wasserdicht und wasserabweisend. Im Kontext des Buchwesens findet…

Zweiseitigkeit von Papier

(99 words)

Author(s): H. Bansa
Die beiden Seiten eines Papierblattes unterscheiden sich herstellungsbedingt in Aussehen und Struktur. Die Filz- (Oberseite) und die Siebseite weisen jeweils die Markierung dieser beiden Herstellungseinheiten auf; letztere ist zudem reicher an Fein- und Füllstoff. Die Z. macht sich nicht nur optisch, sondern u. U. auch bei der Weiterverarbeitung bemerkbar. Sie kann durch Kalandrieren (Kalander) weitgehend beseitigt werden. In modernen Langsiebmaschinen, in denen die Entwässerung der Stoffsuspens…

Internationale Arbeitsgemeinschaft der Archiv-, Bibliotheks- und Graphikrest auratoren (IADA)

(137 words)

Author(s): H. Bansa
ein Zusammenschluß der Restauratoren, die im Bereich «Buch» und «Papier» einschl. «Kunst auf Papier» sowie verwandten und zugehörigen Materialien (Pergament, Papyrus, Fotografien; Siegel; Leder am Bucheinband) tätig sind. Die I. hat ihr Zentrum im dt. Sprachraum. Sie ging 1957 als ADA (Arbeitsgemeinschaft der Archivrestauratoren) aus der Archivtechnischen Woche der Archivschule in Marburg hervor. Ihre Ziele sind die Pflege des kollegialen Zusammenhalts, der Wissens- und Erfahrungsaustausch, die …

Volumen

(140 words)

Author(s): H. Bansa
1. lat. für «Band», abgekürzt «vol.», ursprünglich, d. h. in der Antike, als Papyrus das allg. übliche Material für Bücher, für (Buch)rolle (lat. volvere = rollen), im Unterschied zum Codex. 2. In der Fachsprache der Papiermacher ist das spezifische V. das Verhältnis zwischen dem Rauminhalt, d. h. dem V. in allg. Bedeutung und dem Gewicht des Papiers. Es wird errechnet als Quotient von Papierdicke in μm und Flächengewicht, d. h. dem Gewicht in g von 1 m2 Papier. Beispiele: Papierdicke 0,10 mm = 100 μm, Flächengewicht 100 g, Quotient 1: einfaches Volumen; Papierdicke 0,1…

Elfenbeinkarton

(31 words)

Author(s): H. Bansa
von Herstellung und Handel in werbender Absicht gebrauchter Begriff für bestimmte Qualitätskartons. Folgende Eigenschaften sind mit ihm assoziiert: gelblich-weiße Farbe (namengebend), gute Leimung, glatte und gleichmäßige Oberfläche. H. Bansa

Insektenfraß

(174 words)

Author(s): H. Bansa
Spuren der Wirkung der Kauwerkzeuge von Schadinsekten auf Buchmaterialien. I. hat meist das charakteristische Bild von zahlreichen Hohlgängen, deren Hauptrichtung mehr oder weniger schräg der Buch-bzw. der Deckeldicke folgt. Im Deckel bzw. in einem einzelnen Blatt macht sich das als Gruppe von Löchern bemerkbar. I. von Silberfischchen zeigt sich gleichsam als Rasur an der — stärkegeleimten — Papieroberfläche. I. von Schaben kann auf dunklem, stärkeimprägniertem Einbandgewebe als Gruppen von Flec…

Vernetzung

(132 words)

Author(s): H. Bansa
in der chemischen Fachsprache die Bil-dung von chemischen Bindungen zwischen Kettenmolekülen als ein Faktor der Polymerisation, d. h. des Zusammenschlusses zahlreicher kleiner Moleküle zu einem Makromolekül. Im Kontext des Buchwesens, z. B. bei der Alterung von Papier, versteht man unter V. speziell die Ausbildung von chemischen Bindungen zwischen kurzkettigen, durch Hydrolyse gebildeten Teilen des urspr. langkettigen Cellulosemoleküls. Durch die Hydrolyse vermindert sich die Festigkeit, durch d…

Beta-Radiographie

(124 words)

Author(s): H. Bansa
eine Methode zum Photographieren von Wasserzeichen, die — vereinfacht gesagt — darauf beruht, daB die Strahlungsintensitat von Elektronen (Beta-Teilchen) und damit ihre Fähigkeit, die photographische Platte zu schwarzen, durch die Dicke des durchstrahlten Papiers, nicht aber wie bei den Lichtstrahlen durch Schrift oder Druck beeinflußt wird, die sich auf dem Papier befinden. Dunne Stellen im Papier, d. h. die Formen eines Wasserzeichens, Sieblinien und Stege werden auf dem photographischen Negativ als weiße Zeichnung sichtbar. H. Bansa Bibliography Ziesche, E. / Schnitger D…

Kupferzahl

(52 words)

Author(s): H. Bansa
Die K. wird nach Merkblatt IV/8/70 des Vereins der Zellstoff– und Papier–Chemiker und Ingenieure (Zellcheming) Deutschlands bestimmt. Gemessen wird die Menge des schwachen Oxydationsmittels «Fehlingsche Lösung», einer Verbindung von Weinsäure und zweiwertigem Kupfer, die von einer bestimmten Menge des zu prüfenden Zellstoffs zu einwertigem Kupferoxyd reduziert wird. Kappa-Zahl H. Bansa

Kattunpapier

(29 words)

Author(s): H. Bansa
eine spezielle Art des Buntpapiers. Von eigentlichen Sinne zu unterscheiden ist das Kattun(druck)papier, bedrucktes, meist abwaschbares Papier zum Auskleiden von Kartonagen, Auslegen von Schrankfächern usw. H. Bansa

Beschichtetes Papier

(52 words)

Author(s): H. Bansa
ein ein- oder beidseitig an der Oberfläche mit einem Kunststoff, mit Wachs, Paraffin, Silikon, mit Metall usw. versehenes Papier für technische Zwecke. B. P. ist zu unterscheiden vom gestrichenen Papier einem graphischen Papier mit einer Oberflächenveredlung aus Pigment und Bindemittel, welche die Bedruckbarkeit in gezielter Weise verändert. H. Bansa

Papiersorten

(222 words)

Author(s): H. Bansa
Für die diversen Einteilungssysteme und Sortenlisten in der Fachlit. zur Papierherstellung und – Weiterverarbeitung werden Kriterien der Herkunft (Japanpapier), der Herstellung (Maschinen-, Handbüttenpapier), des Stoffeinsatzes (Recycling –, Hadern –, holzhaltiges Papier), der Verwendung (Zeitungs – , Schreib- Druck –, Packpapier) und viele andere zur Einteilung herangezogen. Manche Bezeichnungen für P. sind mehr Handelsnamen als Fachausdrücke. Es kann Vorkommen, daß sie von ersterem zu letztere…

Saugpapier

(52 words)

Author(s): H. Bansa
unspezifischer Sammelbegriff für Papiere, die Wasser, Tinte oder andere Flüssigkeiten in kurzer Zeit und großer Menge aufnehmen. Solche S.e bestehen aus rösch gemahlenem Faserrohstoff und sind nicht oder nur schwach geleimt. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. Hrsg. von J. Sändig. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1596–1597

Zerfasern

(77 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Teilbereich der Stoffaufbereitung bei der Papierherstellung. Der trockene Halbstoff (Halbzeug) bzw. das Altpapier wird unter reichlich Wasserzugabe zugabe starken Reibungs- und Scherkräften ausgesetzt, um ihn zu einer pumpfähigen Masse umzuwandeln und auch schon teilweise zu fibrillieren. Die folgenden Schritte der Stoffaufbereitung zum schöpf- bzw. auflauffähigen Ganzzeug sind Reinigung, Knotenfang (Knotenfänger), Mahlung und andere Vorgänge, je nach eingesetztem Halbstoff und Stoffaufbereitungssystem. H. Bansa Bibliography Göttsching, L./Katz, C.: Pap…
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