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Kreidolf, Ernst

(238 words)

Author(s): H. Wendland
* 9. 2. 1863 in Tägerwilen (Thurgau), † 12. 8. 1956 in Bern, Schweiz. Maler, Illustrator und Schriftsteller. Nach einer Lithographenlehre in Konstanz studierte K. 1883 - 1885 in München an der Akademie. 1916 übersiedelte er nach Bern. Schon seit 1896 hat er Kinderbücher ill., zu denen er z.T. auch die Texte schrieb. Blumen und Tiere, insbes. personifizierte Insekten und Schmetterlinge, verkörpern in seinen Kinderbüchern eine romantische Traumwelt. 1898 erschien sein «Blumenmärchen», 1900 Richard…

Drugulin-Presse

(133 words)

Author(s): H. Wendland
gegr. 1937 im Hause der Leipziger Druckerei Haag-Drugulin AG. Ihr Initiator, Ernst H. Kellner, ein Buchgestalter und Typograph aus der Offenbacher Schule Rudolf Kochs, gründete eine kleine Werkstatt, in der Lehrlinge und junge Gehilfen geschult wurden. Er suchte mit vorbildlichen Handpressendruk-ken die Formvorstellungen des neuen (Offenbacher) Buchstils in den gewerblichen Bereich einzufiihren und dort umzusetzen. Kellner gewann Fritz Arnold zur Mitarbeit, mit dem er in Offenbach zusammen geler…

Holzhalb, Johann Rudolf

(126 words)

Author(s): H. Wendland
* 1723 in Zürich, † 1806 ebd., Schweizer Graphiker und Kupferstecher. Für die Buchill. schuf H. Kupferstiche nach Zeichnungen von Samuel Hieronymus Grimm für den Verlag Beat Ludwig Walthard in Bern. Seine Graphiken erschienen in Werken von C. F. Geliert, F. Hagedorn, C. E. v. Kleist und anderen. Auch für J. K. Lavaters «Physiognomische Fragmente» und C. M. Wielands «Musarion» (in der franz. Übers, von 1780) stach er Kupfer. Die Neujahrsblätter der Züricher Musikges. stattete er regelmäßig mit graphischen Beiträgen aus. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 17, S. 418 Rümann, H.:…

Typosignete

(160 words)

Author(s): H. Wendland
ist die Bezeichnung für Firmenzeichen, die aus typographischem Material erstellt wurden. Im Zusammenhang mit der «Elementaren Typographie», die um 1925 insbes. von Jan Tschichold propagiert wurde, sollten auch Firmenzeichen mit Satzmaterial erzeugt werden können. Der Entwurf eines Firmensymbols durch einen Gebrauchsgraphiker wurde damals als zeitaufwendig und zu kostspielig angesehen. Man wollte mit eigenen Mitteln zu ebenso wirksamen Firmenzeichen kommen. Es entstanden mit geometrischen Formen,…

Oeser, Adam Friedrich

(228 words)

Author(s): H. Wendland
* 17. 2. 1717 in Preßburg, 18. 3. 1799 in Leipzig, österr.–dt. Maler, Bildhauer, Zeichner und Illustrator, Schüler der Wiener Akademie. Seit 1739 war O. in Dresden, seit 1759 in Leipzig tätig. Hier wurde er erster Direktor der 1764 gegr. «Zeichnungs–, Mahlerey– und Architectur–Academie». Goethe nahm ab 1766 Privatunterricht bei ihm. Als Maler weniger erfolgreich, hat er vor allem in der Buchill. Bedeutendes geleistet. Er wurde mit Rokoko–111. bekannt, wandte sich aber später klassizistisch geprä…

Hoffmann, Josef

(115 words)

Author(s): H. Wendland
* 15. 12. 1870 in Pirnitz, † 7. 5. 1956 in Wien, österr. Architekt und Designer, führender Künstler der neuen Baubewegung, des Jugendstils und nachfolgender Stilentwicklungen. Schüler von Otto Wagner, seit 1898 Lehrtätigkeit an der Wiener Kunstgewerbeschule. H. gründete mit Koloman Moser die «Wiener Werkstätte», die den Stil des Kunsthandwerks, der Graphik, der Buchkunst in seiner Zeit stark beeinflußt hat. Seit 1920 war H. Oberbaurat der Stadt Wien. Er beeinflußte durch seine funktionelle, klar…

Société des Aquafortistes

(147 words)

Author(s): H. Wendland
(aqua forte = scharfes Wasser, Ätzwasser), eine Ges. radierender Künstler in Paris, die 1862–1867 bestanden hat. Zu den Mitbegründern der S. in Paris gehören neben zahlreichen Künstlern die Kupferdrucker und Verleger August Delâtre und Alfred Cadart. Im Hause A. Cadart et Chevalier wurde am 15. 6. 1862 ein Gründungsstatut von 52 Personen unterzeichnet, darunter zahlreiche noch heute bekannte Künstler: Corot, Courbet, Daubigny, Daumier, Dela-croix, Fantin, Gavarni, E. und J. de Goncourt, Jong-Kin…

Graphikerwappen

(58 words)

Author(s): H. Wendland
Zur Zeit des Historismus, am Ende des 19. Jh.s, ist ein (vermutlich) Phantasiewappen aufgekommen, das dem Berufsstand der Graphiker und Zeichner, ähnlich den Zunftwappen der Maler und Buchdrucker, ein heraldisches Symbol geben sollte. Das G. entspricht mit seinen drei kleinen silbernen Schilden auf rotem Grund dem Wappen der Malerzunft. Graphikerwappen. Ende des 19. Jh.s. H. Wendland

Skizzenbuch

(111 words)

Author(s): H. Wendland
Das S. dient dem Künstler als ein Hilfsmittel, seine Ideen sofort zu Papier zu bringen. Bes. auf Reisen können Eindrücke schnell im S. fixiert werden. Außerdem dient es dazu einen Formen- und Ideenvorrat anzusammeln, aus dem der Künstler jederzeit schöpfen kann. Reises.er sind von Hans Baldung Grien, Albrecht Dürer (Reise in die Niederlande), Raffael, Leonardo da Vinci, Adolph von Menzel u. a. m. bekannt. Bei Sammlern sind S.er beliebt, weil sie oft auch sorgfältig angelegte Zeichnungen und Aqua…

Kininger, Vincenz Georg

(110 words)

Author(s): H. Wendland
* 1767 in Regensburg, f 1851 in Wien, österr. Zeichner, Stecher, Radierer und Lithograph. K. war zunächst Porträtstecher, erwarb sich aber auch als Buch–Illustrator Verdienste. Für den Wiener Verleger F. A. Schrämbl illustrierte K. die 1790 begonnene Slg. der vorzüglichsten Werke dt. Dichter und Prosaisten. Als seine besten Arbeiten gelten die 111. zu Johann von Alxingers Dichtungen, deren Ritterromantik er bes. gut wiederzugeben verstand. Von K. finden sich im Pantheon der Deutschen 1795 und 1800 gleichfalls romantisch–historische Illustrationen. H. Wendland Bibliography Th…

Oriowski, Hans

(258 words)

Author(s): H. Wendland
* 1.3. 1894 in Insterburg (Ostpreußen), f 3. 5. 1967 in Berlin, dt. Maler und Graphiker. Nach Studien in Berlin war O. seit 1920 freischaffender Künstler als Maler und Holzschneider. 1922-1945 hatte O. ein Lehramt an der Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg inne. 1945 erfolgte O.s Berufung an die Hochschule für bildende Künste Berlin, wo er bis zu seinem Tod eine Klasse für Wandmalerei leitete. Das druckgraphische Werk umfaßt über 700 Graphikbl., zumeist Holz- und Linolschnitte, und 20 il…

Miró, Joan

(234 words)

Author(s): H. Wendland
20.4.1893 in Montroig (Tarragona), 25. 12. 1983 in Palma de Mallorca, span. Maler, Plastiker, Graphiker. M. besuchte kurze Zeit die Kunstschule in Barcelona, 1912—1915 die Akademie Gali. 1919/20 kam er nach Paris, lernte dort Picasso kennen, schloß sich 1924 den Surrealisten an und beteiligte sich an Veranstaltungen des Dada. In Paris traf er auch Tristan Tzara, Max Jacob, André Masson, Louis Aragon, André Breton und Paul Eluard. Mit Max Ernst entwarf er Dekorationen für Djaghilews russ. Ballett…

Varin, Pierre Amédée

(53 words)

Author(s): H. Wendland
* 21. 9. 1818 in Chalons-sur-Marne, † 27. 10. 1883 in Crouttes, Maler und Kupferstecher. Reproduzierte meist in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Eugène in einer aus Radierung, Aquatinta und Schabkunst kombinierten Technik für den Verlag Gouphil Gemälde und Vorlagen anderer zeitgenössischer Künstler. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 34, S. 111–112.

Achenbach, Oswald

(79 words)

Author(s): H. Wendland
* 2. 2. 1827 in Düsseldorf, t 1. 2. 1905 in Düsseldorf, Bruder des Andreas A., geschätzter Maler der Düsseldorfer Schule: südl. Landschaften, Genre. Als Illustrator Mitwirkung beim Düsseldorfer Künstleralbum 185 I ff., Düsseldorfer Liederalbum 1851, Düsseldorfer Weihnachts album 1854, seit 1855 bei den Düsseldorfer Monatsheften. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker 1, S. 42 - 44 Meyer I, S. 43ff. Kindlers Malerei Lexikon 1, S. 16 Rümann, A.: Das illustrierte Buch des 19. Jh. Leipzig 1930, S. 286.

Tamponierverfahren

(113 words)

Author(s): H. Wendland
ist eine ältere Bezeichnung für die Herstellung mehrfarbiger Kupferstiche und Schabkunstblätter, die von einer einzigen Platte abgezogen werden. Die gestochene oder geätzte Platte wurde vollkommen mit Tampons (dollies oder poupées) in verschiedenen Farben ausgemalt, deshalb waren die Vorarbeiten für jeden Abzug langwierig und kompliziert. Da sich die einzelnen Abzüge oft stark unterschieden, ist das T. im Ergebnis eher der Monotypie vergleichbar, die ebenfalls nur einen Abzug erbringt. Das T. ka…

Meister DS (Monogrammist DS)

(236 words)

Author(s): H. Wendland
oberrheinischer Illustrator, Zeichner für den Holzschnitt und vermutlich Maler. Zwischen etwa 1505 und 1515 ist DS als Künstler, danach als Fürsprech und Prokurator bis 1543 / 1544 in Basel nachweisbar. Elfried Bock hatte 1924 ein Werkverz. der Holzschnitte des Meisters DS veröffendicht. Frank Hieronymus konnte 1984 nachweisen, daß die Signatur auf einigen Holzschnitten mit Daniel Schwegler identisch ist. 1503 hatte Schwegler das Bürgerrecht in Leipzig erworben, war aber um 1505 wieder in Basel.…

Zoan Andrea

(193 words)

Author(s): H. Wendland
eigentlich: Giovanni Antonio di Vavas-sore, auch: Zoan (Zuan) Andrea di Vavassore (Valvassore) genannt, war von 1510 bis 1572 als Holzschneider, Drucker und Verleger in Venedig tätig. Er druckte zuerst eine Holzschnitt-Bildfolge «Arbeiten des Hercules» mit der Angabe «Opera di Giovanni Andrea Valvassori» auf dem Titelblatt. Bei zwei weiteren Büchern erscheinen die Angaben «Sovan Andrea de Vavassori» oder «Jovan Andrea de Vavassori F.». Vavassore druckte auch einige bedeutsame Holzschnitt-Landkar…

Beltrand, Tony

(77 words)

Author(s): H. Wendland
* um 1847 in Lyon, †18. 1. 1904 in Paris. Franz. Zeichner und Holzschneider. Die Motive seiner Holzschnitte wählte er bevorzugt aus der Welt der Kinder. Außerdem zeichnete er Straßenbilder der Bretagne, der Normandie und aus Alt-Paris. Mit Lepère gab er die «Estampe originate» heraus. Er war auch künstle-rischer Leiter der Zeitschrift «L'Image», in der er quali-tätvolle Musiker- und Ktinstlerportrats veroffentlichte. Seine Signatur war T. B. H. Wendland Bibliography Thieme Becker Bd. 3, S. 281.

Beham, Barthel

(159 words)

Author(s): H. Wendland
*um 1502 in Nürnberg, †1540 in Bologna. Jüngerer Bruder Sebald Behams. Deutscher Maler und Kupferstecher. Gehörte zu den sog. Nürnberger Kleinmeistern und mit seinem Bruder und Georg Pencz zu den 1525 aus Nürnberg ausgewiesenen «gottlosen Malern». B. trat vor allem als Maler hervor, sein graphisches Werk umfaßt 132 Arbeiten, häufig in kleinen Formaten. Themen seiner Kupferstiche sind Kaiserbildnisse, Landsknechte, Bauern, Akte sowie zeitkritische Bildsatiren. Röttinger hat ihm auch einige Buchil…

Walther, Friedrich

(334 words)

Author(s): H. Wendland
*vor 1440 in Dinkelsbühl (?), † nach 1494 in Konstanz (?), Maler und Zeichner für den Holzschnitt. W. wurde 1460 Bürger in Nördlingen und war dort bis 1472 nachweisbar. Als Maler arbeitete er mit dem Nürnberger Bildschnitzer Friedrich Bilgerin zusammen. Seit 1474 war W. im Dienst des Grafen Ulrich von Württemberg in Cannstatt (Stuttgart). 1482 erhielt W. in Konstanz das Bürgerrecht geschenkt, 1494 wurde er dort zuletzt erwähnt. 1470 brachte W. (als Zeichner) mit Hans Hurning (als Formschneider) …

Bellangè, Hippolyte

(136 words)

Author(s): H. Wendland
*17. 1. 1800 in Paris, †10. 4. 1860 in Paris. Franz. Maler und Zeichner, dessen künstlerische Fähigkeiten in Zeichnungen und Buchill. vorteilhafter zur Geltung kommen als in der Malerei. Er gait vornehmlich als Schlachtenmaler, Schüler von Gros, verherrlichte die Napoleonzeit und das Militär. U. a. illustrierte er die «Histoire de Napolèon» von Norvin (10 Auflagen). Zur «Histoire de Napolèon» von Laurand de l'Ardèche schuf B. die Vorzeichnungen für 44 Holzschnitte. 1844 ließ der Verleger Duboche…

Zeichnung

(715 words)

Author(s): H. Wendland
Handzeichnung ist ein Bild, das in vereinfachender Weise ein Motiv mit wenigen Strichen und Linien, teils auch mit schraffierter Schattierung darstellt. Unter dem Oberbegriff Z. werden viele Arten zusammengefaßt, die im künstlerischen, kunsthandwerklichen und technischen Bereich als Vorstufe zur endgültigen Ausführung einer Arbeit dienen. Beginnend mit einer flüchtigen Ideenskizze über Entwurfszeichnungen bis zur endgültigen Vorlagenzeichnung wird ein Kunstwerk oder ein kunsthandwerkliches Arbei…

Toepffer, Rodolphe

(392 words)

Author(s): H. Wendland
* 31. 1. 1799 in Genf, † 8. 6. 1848 in ebd., schweizer Schriftsteller und Karikaturist. Als Schüler seines Vaters Adam T., mußte er wegen eines Augenleidens die Malerei aufgeben. T. wurde Lehrer an einem selbst begründeten Pensionat, 1832 Lehrer für Rhetorik und Schöne Lit. an der Genfer Akademie. T. zeichnete die Ill. zu den eigenen Novellen und lustigen Romanen: u. a. «Nouvelles genévoises», Paris 1845 (dt. Ausg. «Genfer Novellen», Leipzig 1847); die «Voyages en zig-zag, ou excursions d’un pen…

Wright, John Massey

(75 words)

Author(s): H. Wendland
* 14. 10. 1777 in London, † 13. 5. 1866 ebenda, engl. Maler und Illustrator, Autodidakt. Als Figurenmaler arbeitete W. mit den Panoramen-Malern Robert und Th. E. Barker sowie dem Bühnenmaler Zara zusammen. Seit 1820 arbeitete er fast nur noch in Aquarelltechnik. Es entstanden Bildfolgen und Illustrationen zu Shakespeare, Cervantes und Goldsmith’s «Vicar of Wakefield». John Buckland Wright. Kupferstich zu «Hero and Leander». 1949. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 36, S. 281.

Cranach, Lucas, d. Ä.

(336 words)

Author(s): H. Wendland
* Oktober 1472 in Kronach, † 16. 10. 1553 in Weimar, dt. Maler, Zeichner für den Holzschnitt, Kupferstecher. Einer der bedeutendsten dt. Renaissance-Maler, der das künstlerische Erscheinungsbild der Reformation geprägt hat und starken Einfluß auf die Kunst Sachsens und Norddeutschlands ausübte. Hauptmeister der Zeit neben Dürer, Altdorfer und Baldung Grien. Nach Aufenthalten in Wien und in Bayern wurde C. 1505 als Hofmaler des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen nach Wittenberg berufen. …

Kunstdruck. M

(43 words)

Author(s): H. Wendland
it diesem Begriff bezeichnete man früher Ein – und Mehrfarbendrucke, die mit großer Sorgfalt Abb. in guter Qualität wiedergeben sollten. Dazu war ein gutes, geglättetes oder gestrichenes Kunstdruckpapier erforderlich, das es erlaubte, mit bes. feinem Raster zu drucken. H. Wendland

Sowerby, James

(116 words)

Author(s): H. Wendland
* 21. 3. 1757 in London, † 25. 10. 1822 in Lambeth, engl. Maler und Zeichner für den Kupferstich. S. wurde vor allem bekannt durch seine zahlreichen Zeichnungen zu naturwiss., insbes. botanischen und mineralogischen Werken, zu John Lightfoot, «Flora scotica» (1777), zu Héritier «Stirpes novae aut minus cognitae» (1780), zu E. Smith «Icones pictae plantarum rariorum» (1790), zu E. Smith «Specimens of the Botany of New Holland» (1793), «Flora Graeca» (1793). Eigene Veröff. waren: «The Florist’s de…

Avril, Jean-Jacques

(61 words)

Author(s): H. Wendland
*16. 12. 1744 in Paris, †26. 11. 1831 ebd., franz. Kupferstecher, Schüler von J. G. Wille. Schuf Ornamentstiche, Dekorationen, Chinoiserien. Mitarbeit an den Werken von Pillement «Oeuvres de fleurs» etc. 1771–1773; Sonnerat «Voyage aux Indes Orientales» 1782; «Musée Royal» 1803–1809. Der Sohn, Jean Jacques A. (1771–1835) arbeitete auf dem gleichen Gebiet. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 2, S. 284.

Eisen, Charles

(148 words)

Author(s): H. Wendland
* 17. 8. 1720 in Valenciennes, † 4. 1. 1778 in Brüssel. Schüler seines Vaters Francois E., eines aus Brüssel stammenden Malers, seit 1742 von J. P. Le Bas in Paris, wo er «dessinateur du roi» und Zeichenlehrer der Marquise de Pompadour wurde. E. war hauptsächlich als Buchillustrator und Ornamentzeichner tätig und gilt als einer der bedeutendsten 111. und Vignettenzeichner des Rokoko. Zu seinen Hauptwerken gehören: Boileaus Gesamtausgabe, 1747; Ovids «Metamorphosen», 1767; La Fontaine «Nouveaux C…

Norblin (de la Gourdaine), Jean-Pierre

(125 words)

Author(s): H. Wendland
* 15. 7. 1745 in Misy-Faut-Yonne, 23. 2. 1830 in Paris, franz. Maler und Radierer. In seiner Malerei schloß er sich zunächst den Bildern Watteaus an mit seinen beliebten «fetes galantes». Später malte er turbulente Schlachtenszenen, huldigte auch der Kunst Rembrandts, um sich danach bes. auf Studien der Sitten, von Trachten und Kleidern zu spezialisieren. 1774 ging er nach Polen, wo er bis 1804 lebte. Von dort kehrte er nach Frankreich zurück und gab in Paris in zwei T., 1817 und 1838—1841, ein großes Mappenwerk «Poln. Kostüme» mit farbigen Aquatintablättern heraus. H. Wendland Bibliogr…

Hofmann, Ludwig von

(164 words)

Author(s): H. Wendland
* 17. 8. 1861 in Darmstadt, † 23. 8. 1945 in Pillnitz, dt. Maler, Graphiker und Buchgestalter. Er studierte an den Akademien in Dresden, Karlsruhe und München 1883–1889, danach ging H. nach Paris an die Académie Julien und empfing wichtige Anregungen von Albert Besnard und Puvis de Chavannes. Ab 1900 lehrte er in Darmstadt und wurde 1903 an die Kunstschule Weimar und 1916 an die Dresdener Akademie berufen. Neben gebrauchsgraphischen Arbeiten illustrierte H. viele Bücher und gestaltete Einbände, …

Bracquemond, Félix

(118 words)

Author(s): H. Wendland
(Joseph Auguste), * 22. 5. 1833 in Paris, † 27. 10. 1914 ebd., franz. Radierer, Lithograph, Maler und Kunsthandwerker, der sich die graphischen Techniken weitgehend autodidaktisch aneignete und später als bester franz. Radierer seiner Zeit galt. Corot, Th. Rousseau und Manet erlernten bei ihm die Ätzkunst. Tierstücke und Porträts waren bevorzugte Motive eigener Arbeiten. Er reproduzierte Werke von Corot, Ingres, Delacroix, Rubens, Holbein u. a. Buchill. entstanden zu Baudelaires «Les fleurs du mal». 1855 veröffentlichte er eine Abhandlung «Über Zeichnung und Farbe». H. Wendla…

Schäufelein (Schäuffelein, Scheufelein, Scheufelin u. a.), Hans

(417 words)

Author(s): H. Wendland
* 1480–1485 in Nürnberg (?), † um 1539 in Nördlingen, dt. Maler und Zeichner für den Holzschnitt. S.s früheste Arbeiten lassen erkennen, daß er in Nürnberg in Albrecht Dürers Werkstatt mit Hans Baldung Grien und Hans Suess von Kulmbach seine Ausbil-dung als Maler und Zeichner erhalten und mitgearbeitet hat. 1505 ersch. in Nürnberg Ulrich Pinders «Beschlossen Gart des Rosenkranzes Mariae» mit 1008 Holzschnitten der Dürer-Werkstatt, davon schuf S. 337. Während Dürers Italienreise 1507 wurde ihm di…

Cissarz, johann vincenz

(251 words)

Author(s): H. Wendland
*22.1.in Danzig 23. 12. 1942' in Frankfurt/Main, dt. Grafiker und Designer. Akademie–Studium in Dresden, Schüler des Historienmalers F. W. Pauwels. C. entwarf in Dresden hauptsächlich Buchschmuck und Plakate. 1903 wurde erin die Künstlerkolonie Darmstadt berufen und war dortauch für andere Gebiete tätig: Textilien, Möbel, Zimmereinrichtungen, Innenausstattungen. 1906 Lehrauftrag, 1909 Professur für Buchausstattungen in Stuttgart. 1916—1940 Leiter der Meisterklasse für Malerei an der Kunstgewerbe…

Ramberg, Arthur Georg Freiherr von

(62 words)

Author(s): H. Wendland
* 4. 9. 1819 in Wien 5. 2. 1875 in München, Maler, Lithograph und Zeichner für den Kupferstich und Holzschnitt. R. illustrierte mit Friedrich Pecht zusammen eine «Schiller–Galerie (1859), eine «Goethe – Galerie» (1864), Goethes «Hermann und Dorothea» (1871), Auerbachs «Gevattersmann» (1847—1848) und Kobells «Oberbayerische Lieder» (1860). H. Wendland Bibliography Thieme – Becker Bd. 27, S. 587.

Luyken, Jan

(206 words)

Author(s): H. Wendland
* 16. 4. 1649 in Amsterdam, ✝ 5. 4. 1712 ebd., niederl. Zeichner, Kupferstecher, Radierer und Dichter. L. gilt neben Romeyn de Hooghe als einer der fruchtbarsten niederl. Buchillustratoren. Er illustrierte biblische Themen, historische Werke und Reisebeschreibungen. Als beste Arbeit gilt sein 1694 veröff. Werk mit 100 Radierungen «Het Menselijk Bedrijf», das die Handwerker, Gewerbetreibenden, Kaufleute und Künstler bei ihrer täglichen Arbeit zeigt und damit auch wichtige kulturhistorische Inform…

Watts, William

(119 words)

Author(s): H. Wendland
* 1752 bei Moorfields, † 7. 12. 1851 in Cobham / Surrey, engl. Landschaftsmaler, Zeichner und Kupferstecher. Schüler von Paul Sandby und Edward Rooker, dessen «Copper Plate Magazine» W. fortsetzte. 1774 veröff. er «A Collection of Landscapes drawn by P. Sandby, and engr. by Mr. M. Rooker a. Mr. W.». Von 1779 bis 1786 arbeitete W. an «The Seats of the Nobility and Gentry». 1792 stach er die Platten zu «Select Views in Italy», 1800 «Select Views of London» und von 1801 bis 1805 ersch. eine Folge v…

Vinkeles, Reinier

(209 words)

Author(s): H. Wendland
* 1741 in Amsterdam, † 30. 1. 1816 ebd., Zeichner, Illustrator, Kupferstecher. Schüler des Kupferstechers Jan Punt, seit 1762 Sekretär der Akademie. V. werden etwa 2.500 graphische Arbeiten zugeschrieben, von denen etwa 1.500 nach eigenen Vorzeichnungen entstanden, darunter Buchill. biblischen und profanen Inhalts, Bildnisse, Vignetten. Zu den wichtigen von V. ill. Werken gehören: «De ouderdom, in zes zangen door Rhijnvis Feith», Amsterdam 1802; Petrus Camper, «Dissertation physique ... sur les …

Achenbach, Andreas

(83 words)

Author(s): H. Wendland
* 29· 9· 1815 in Kassel, t 1. 4. 1910 in Düsseldorf, beliebter Maler der Düsseldorfer Schule, bekannt durch dramatische Landschaften, war auch Radierer u. Lithograph. A. illustrierte mit Böhmer Tegners «Frithjofsage», 1842. Am bekanntesten sind seine Ill. fur die 1847 gegr. «Düsseldorfer Monatshefte». H. Wendland Bibliography Thieme-Becker I, S. 42-44; MEYER I, S. 43 ff. Kindlers Malerei- Lexikon I, S. 14 Rümann, A.: Das illustrierte Buch des 19. Jh. Leipzig 1930, S. 236, 286-287 AKL I, S. 220 - 22l.

Lützelburger, Hans

(245 words)

Author(s): H. Wendland
gen. Hans Franck, f 1526 in Basel, Entwerfer für den Holzschnitt und Formschneider, vermutlich zuerst in Augsburg und Mainz tätig. Aus dieser Zeit (vor 1522) stammt auch ein Probedruckbl. (in Berlin) mit zwei zierlichen Alphabet–Holzschnitten sowie eine Kampfszene nackter Männer, die von L. signiert sind. Seit 1522 arbeitete L. in Basel, vornehmlich für Hans Holbein d.J., aber auch für andere Künstler. Durch seine Schnitt–Technik, die man auch als Holzstich bezeichnen kann, hat L. eine Präzision…

Kokoschka, Oskar

(208 words)

Author(s): H. Wendland
*1. 3. 1886 in Pöchlarn, 22. 2. 1980 in Villeneuve am Genfer See, österr. Maler, Graphiker, Illustrator und Schriftsteller. Hauptmeister des Expressionismus, arbeitete K. in den Wiener Werkstätten. Er schloß sich 1910 dem Kreis um die Zs. Der Sturm in Berlin an, ließ sich nach Kriegsverletzung 1917 in Dresden nieder. 1911 hatte er sein erstes Theaterstück Mörder - Hoffnung der Frauen» veröffentlicht. 1931 kam K. wieder nach Wien, übersiedelte 1934 nach Prag; 1938 emigrierte er nach England. Sein…

Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm

(226 words)

Author(s): H. Wendland
* 15. 2. 1751 in Haina, † 26. 6. 1829 in Eutin, Maler, Radierer, Alter-tumsforscher, Kunstsammler. Schüler seines Onkels Johann Heinrich T. d. Ä., seit 1766 seines Onkels Jacob in Hamburg. Nach Lehr- und Wanderjahre, die ihn in die Niederlande und 1779 nach Italien (Venedig, Florenz, Rom) führten, studierte er bes. die Werke Raffaels und Michelangelos. 1773 reiste er zum zweiten Mal nach Rom, wo er im November 1786 die erste Begegnung mit Goethe hatte. 1787 entstand das berühmte Bildnis «Goethe …

Kilian

(419 words)

Author(s): H. Wendland
upferstecherfamilie in Augsburg, 15. —18. Jh. Bartholomäus K., f 1588 in Augsburg, Stammvater der Familie, Goldschmied aus Schlesien, Heß sich um 1575 in Augsburg nieder. Nach seinem Tod vermählte sich die Witwe mit dem Augsburger Kupferstecher und Verleger Dominicus Custos, der in Augsburg den Kupferstich eingeführt hatte. Die Söhne Lukas K. und Wolfgang K. traten nach ihrer Lehrzeit in die Firma ihres Stiefvaters ein, ehe sie sich selbständig machten H. Wendland Lukas K., 1579 in Augsburg, 1637 ebd., dt. Zeichner und Kupferstecher, Sohn des Bartholomäus K., gilt …

Illustration

(248 words)

Author(s): H. Wendland
Der von lat. «illustrare» = erhellen, erleuchten abgeleitete Begriff stammt vermutlich aus Frankreich und kam im 19. Jh. auf. Er hat später unterschiedlichste Ausdeutung gefunden. Im strengeren Sinne sind damit jene Bilder im Buch gemeint, die einen lit. Text begleiten, dem Leser Inhalt und Handlung verdeutlichen, seine Aussagekraft verstärken und die Wirkung vertiefen sollen. Porträts, Sachzeichnungen, Städteansichten, technische Darstellungen, Pflanzenbilder usw. sind dagegen als Abb. zu bezei…

Straßburg, Jacob von

(185 words)

Author(s): H. Wendland
auch Iacobus Argentoratensis genannt, in Urkunden des Stadtarchivs Straßburg zwischen 1494 und 1530 mehrfach erwähnt. Vermutlich wurde S. in der Werkstatt des Druckerverlegers Johann Grüninger in Straßburg ausgebildet. In Venedig scheint er durch seinen Stil, die Schraffuren und Schattierungen des Kupferstichs in den Holzschnitt zu übertragen, grö-ßeren Einfluß ausgeübt zu haben. Manche seiner in Venedig entstandenen Arbeiten sind von Andrea Mantegna und dessen Schule beeinflußt worden. 12 Bl. z…

Polyglottenbibel

(590 words)

Author(s): H. Wendland
(vielsprachige Bibel) werden mehrsprachige Bibelausg. gen., in denen neben die hebräischen, aramäischen und griech. Urtexte andere Übers, gestellt sind. P. entstanden aus dem Bemühen der Quellenforscher und Humanisten, die Heilige Schrift wieder in ihrer Urgestalt ans Licht zu bringen. P.n sind aus heutiger Sicht auch typographische Denkmäler, weil dort eigens entwickelte Typen nichtlat. Schriften in großem Umfang eingesetzt wurden und Layoutformen gefunden wurden, die den Textvergleich in parallelen Kolumnen ermöglichen. Am Beginn der Entwicklung steht eine im 3.…

Neudörffer d.Ä., Johann

(196 words)

Author(s): H. Wendland
*1497 in Nürnberg, 12. 11. 1563 ebd., dt. Schreibmeister und Medailleur, Sohn eines Nürnberger Kürschners. N. war zunächst Schüler des Rechenmeisters und Schreibers Caspar Schmidt, später auch des Kanzlisten Paulus Vischer. Mit 25 Jahren war er bereits Schreibmeister. Er gestaltete die Schrifttafeln zur Ehrenpforte Kaiser Maximilians und lieferte Zeichnungen zu Dürers theoretischen Schriften. Vermutlich stammen die längeren Texte auf Dürers Gemälden von ihm. Mit Schriftvorlagen in Holzschnitt un…

Kandinsky, Wassily

(267 words)

Author(s): H. Wendland
*4. 12. 1866 in Moskau, f 13. 12. 1944 in Neuilly-sur-Seine bei Paris. Russ. Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker, der als Mitbegründer der abstrakten Kunst gilt. Nach Studien in Moskau (Jura und Nationalökonomie) gab K. 1896 das Studium auf und wurde Künstler. 1896 zog er nach München und studierte mit Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin an der Schule von Anton Azbe, später bei Franz von Stuck an der Akademie. K. experimentierte mit verschiedenen druckgraphischen Techniken, bevorzugt…

Reznicek, Ferdinand Freiherr von

(135 words)

Author(s): H. Wendland
*16.6. 1868 in Sievering bei Wien, fn. 5. 1909 in München, Zeichner und Illustrator. Der aus Österreich stammende ehemalige Kavallerieoffizier wurde in München Mitarbeiter der Zss. «Simplicissimus», «Fliegende Blätter» und «Jugend«, in denen er mit seinen oft frivolen Zeichnungen Kritiker der galanten Oberschicht und bohèmehaften Lebewelt wurde. Die besten seiner den Jugendstil mitprägenden Zeichnungen gab Albert Langen 1902 — 1909 als Simplicissimus – Alben heraus, u.a. «Galante Welt», «Der Tan…

Braun, Kaspar

(160 words)

Author(s): H. Wendland
*13. 8. 1807 in Aschaffenburg, † 22. 10. 1877 in München, dt. Maler und Graphiker. Studierte in München, widmete sich der Malerei, Radierung und der Lithographie. Grandvilles Illustrationen zu Lafontaines Fabeln regten ihn an, 1838 bei Henri Breviere in Paris die Technik des Holzstichs (Xylographie) zu erlernen. 1839 gründete er mit Hofrat von Dessauer in München die «Xylographische Anstalt», aus der zahlreiche ill. Prachtwerke hervorgingen: Nibelungenlied mit Ill. von Schnorr v. Carolsfeld und …

Tuscher, Carl Marcus

(214 words)

Author(s): H. Wendland
* 1. 6. 1705 (Taufdatum) in Nürnberg, † 6. 1. 1751 in Kopenhagen, Kupferstecher, Zeichner, Illustrator, Maler, Architekt. Nach Lehre bei dem Kupferstecher J. D. Preissler in Nürnberg, reiste er 1728 mit Unterstützung seiner Vaterstadt nach Rom, wo er bei dem Kunstsammler P. v. Stosch erste Aufträge erhielt. Nach längeren Aufenthalten in Cortona, Livorno und Neapel reiste T. 1741 über Paris, die Niederlande nach London. Dort traf er den dän. Seeoffizier F.L. Norden, der im Auftrag des dän. Königs…

Vogel, Hermann

(137 words)

Author(s): H. Wendland
*16. 10. 1854 in Plauen / Vogtland, † 22. 2. 1921 in Krebes / Vogtland, Maler und Illustrator. Der Sohn eines Baumeisters, studierte 1874 /1875 an der Dresdner Kunstakademie bei Ludwig Richter. V. ließ sich danach in Loschwitz bei Dresden nieder. Er arbeitete vor allem als Illustrator für die «Fliegenden Blätter», für Spamers «Weltgeschichte», für Schwabs «Volksbücher», Schalks «Dt. Heldensagen», Pfeils «Dt. Sagen». 1881 ersch. seine Ill. zu den «Auserwählten Märchen» von H. C. Andersen. Bei Bra…

Totentanz

(2,173 words)

Author(s): H. Wendland
Die Ursprünge des T.es, auch Todestanz oder Danse macabre gen., sind in lit. Quellen zu suchen. Seit dem 13. Jh. sind die in Frankreich entstandenen Bearbeitungen eines «Vado-mori-Gedichts» (in 34 Disti-chen) bekannt, in denen Angehörige einzelner Stände ihr Schicksal beklagen, daß sie sterben müssen. Solche Texte gaben die Anregungen für T.-Verse, die ein unbekannter Würzburger Dominikaner unter dem Eindruck der Pest-epidemien in den Jahren zwischen 1350 und 1370 zuerst lat., später dt. verfaßt…

Debrie, Gabriel François Louis

(106 words)

Author(s): H. Wendland
niederl. Zeichner und Kupferstecher in der ersten Hälfte des 18. Jh.s, Schüler von Bernard Picart. D. scheint einige Zeit in Paris gearbeitet zu haben. Er soll auch einen gleichnamigen Sohn gehabt haben, dessen Arbeiten von denen des Vaters nicht zu unterscheiden seien. Arbeiten von D. enthalten Marots Werke von 1729, die Gedichte von Sylvius (Den Haag 1729), Johann Baptist Rousseaus Werke (1729), Fénélons Télémaque (Amsterdam 1734), die von Emmanuel de Campos herausgegebene Geometrie des Euklid…

Cranach, Lucas, d. J.

(151 words)

Author(s): H. Wendland
*4. 10. 1515 in Wittenberg, † 25. 1. 1586 ebd. Sohn von Lucas C. d. Ä. und Werkstattmitarbeiter, nach dem Tod des Vaters Fortführung der Werkstatt unter seiner Leitung. Die Unterscheidung der Hände zur Zeit der gemeinsamen Arbeit ist schwer. Zu den gesicherten Buchkunst-Arbeiten gehören die 87 Holzschnitte zu Fabian von Auerwalds «Ringer-Kunst», 1539, das Titelbl. zur Luther-Bibel letzter Hand (Motiv:Sündenfall und Erlösung) sowie verschiedene Holzschnitt-Porträts der Reformatoren und sächsischen Fürsten. Lucas Cranach d.J. Holzschnitt-Titelumrandung aus: Biblia. …

Speckter, Otto

(237 words)

Author(s): H. Wendland
* 9. 11. 1807 in Hamburg, † 29. 4. 1871 in Hamburg, Maler, Lithograph und Illustrator. S. arbeitete in der lithographischen Anstalt seines Vaters Johann Michael Speckter mit, die er 1834 übernahm. Seit 1847 war er Schüler von Gerdt Hardorff und John William Bottomley. S. hat weit über 1000 Porträts lithographiert. Seine Neigung gehörte der Buchill. und dort bes. der Tierdarstellung. Mit seinen Ill. zu Wilhelm Heys «Fabeln» (Hamburg 1837) und dem «Gestiefelten Kater» (Leipzig 1843) hat S. die bei…

Kohlezeichnung

(81 words)

Author(s): H. Wendland
ist schon seit der Vorgesch. bekannt. Weiden-, Birken- oder Lindenholzstäbchen werden in einem luftdicht verschlossenen Behälter in ein Feuer gegeben und verkohlt. Man benutzt die in einem Halter befestigten Kohlestäbchen für die Vorzeichnungen bei Fresken oder Gemälden. Die K. auf Papier hat sich über ihren Studien- oder skizzenhaften Charakter hinaus zu einer eigenständigen Kunstform entwickelt. Da sich K.en leicht verwischen lassen, ist eine schattierende Modellierung möglich, andererseits bedarf sie einer Fixierung, um nicht unabsichtlich verwischt zu werden. H. Wend…

Ravilious, Eric William

(146 words)

Author(s): H. Wendland
* Juli 1903 in London, f September 1942 im Atlantik, engl. Maler, Holzschneider, Lithograph und Illustrator. Nach Studium an den Zeichenschulen in Eastbourne und des Royal College of Art in London schuf R. Innendekorationen, Möbelentwürfe sowie Keramiken für Wedgwood. Zwischen 1926 und 1942 entstanden zahlreiche Holzschnittzyklen, die in Büchern der Golden Cockerel Press, der Nonesuch Press und bei anderen Verlagen erschienen. R. fand in seinen Buchill. zu feingliedrigen, dekorativen Formen, die…

Hansen-Bahia, Karl Heinz

(204 words)

Author(s): H. Wendland
* 19. 4. 1915 in Hamburg, † 14. 6. 1978 in Sao Paulo, dt. Graphiker, der sich insbes. dem Holzschnitt widmete. H. erlernte zuerst das Malerhandwerk und eignete sich seit 1948 autodidaktisch die Technik des Holzschnitts an. 1949 wanderte er nach Brasilien aus und lebte 1955–1959 in Salvador/Bahia. 1959 kam H. für drei Jahre nach Deutschland zurück, leitete danach 1963–1966 eine Holzschnittklasse an der Kunstakademie in Addis Abeba und ging 1967 endgültig nach Bahia zurück. Die Verbindungen nach D…

Pastellzeichnung

(247 words)

Author(s): H. Wendland
eigentlich Pastellmalerei. Diese wird mit Stiften ausgeführt, die aus Schlämmkreide, Tonerde oder Kreide, mit Farbstoffen gemischt und Gummi arabicum als Bindemittel, bestehen. Malgrund sind Papier, Pappe, Pergament oder Leinwand mit rauher Oberfläche, damit der Farbstaub gut haftet. Da die Farben willkürlich vermischt werden können, sollte das Pastell als eine Maltechnik bezeichnet werden. Das Pastell bedarf einer dauerhaften Fixierung, da sich die Farbpigmente wieder leicht vom Malgrund lösen können. Die Pastelltechnik kam im 16. Jh. in Italien auf, wurde durc…

Bry, de

(448 words)

Author(s): H. Wendland
flämisch-deutsche Künstlerfamilie in Frankfurt am Main. B., Theodor, * 1528 in Lüttich, † 1598 in Frankfurt am Main; B., Johann Theodor, * 1561 in Lüttich, † 1623 in Frankfurt am Main; B., Johann Israel, * vor 1570 in Lüttich, † 1611 in Frankfurt am Main. Weil er wegen seines reformierten Glaubens die katholischen Niederlande verlassen mußte, ließ sich Theodor B. 1570 in Frankfurt am Main nieder und gründete dort eine Buch- und Kupferstichhandlung, an der sich beide Söhne bald beteiligten. Er gilt als bedeutender Ornamentstecher und als tü…

Beham, Sebald

(337 words)

Author(s): H. Wendland
*um 1500 in Nürnberg, †22. 11. 1550 in Frankfurt/Main; älterer Bruder von Barthel Beham. Deutscher Maler und Graphiker, gehörte zu den Nürnberger Kleinmeistern im Umkreis Dürers. Der Vorname «Hans» ist nicht wissenschaftlich gesichert, obwohl die Signatur HSP bzw. HSB vorkommt. Mit seinem Bruder und Georg Pencz wurde B. 1525 aus politischen Gründen aus Nürnberg ausgewiesen, durfte aber bald zurückkehren. 1528 erneuter Konflikt mit dem Rat, Rückkehr 1529. 1530–1531 arbeitete er für Kardinal Albre…

Rössler, Michael

(138 words)

Author(s): H. Wendland
* 1705 in Nürnberg, f 21 . 10 . 1777 in Kopenhagen, dt. Kupferstecher. Mit seinem Sohn, dem Maler Martin Rößler, ging er 1755 nach Kopenhagen, wo er die Stiche für Georg Christian v. Oeders «Abb. der Pflanzen, die in Dänemark und Norwegen wild wachsen» zum Teil nach den Zeichnungen seines Sohnes anfertigte, ferner stach er einige Bl. zur «Insecten-Belustigung»von A. J. Rösel von Rosenhof. R. führte in seiner Nürnberger Zeit eine beträchtliche Zahl Porträtkupferstiche aus und illustrierte die «Be…

Randzeichnungen

(339 words)

Author(s): H. Wendland
kommen zuerst in persönlich gewidmeten Büchern vor. In der Tradition der Buchmalerei wurden auf den Rändern um den Satzspiegel herum Ranken und Blumen angeordnet, in welche auch Figuren oder Szenen eingearbeitet sind. Ursprünglich nur als besondere Verzierung gedacht, die nicht zum Text gehört, z.B. bei der um 1391 bis 1395 entstandenen Wenzelsbibel wurden R. später auch mit Bezug auf den Inhalt zu einer besonderen Form der Illustration. Im 16. Jh. schufen Künstler wie Albrecht Dürer, Lukas Cran…

Weitbrecht-Buchenau, Oda

(229 words)

Author(s): H. Wendland
*21. 11. 1900 in Hamburg, † 31. 12. 1988 ebd., Buchherstellerin, Pressendrukkerin, Verlegerin. Nach ihrer Ausbildung im Gustav Kiepenheuer Verlag in Potsdam gründete W. 1924 in Potsdam ihre eigene «Presse Oda Weitbrecht». Sie war die erste Frau in Deutschland als Pressendruckerin und Verlegerin. Ihre ersten Drucke ersch. in Potsdam, 1926 verlegte sie ihre Werkstatt nach Hamburg in das Geschäftshaus ihres Vaters, des Buchhändlers Andreas Weitbrecht. Seitdem ersch. alle weiteren Drucke in Hamburg.…

Thönert, Martin Medardus

(174 words)

Author(s): H. Wendland
* 17. 8. 1754 in Leipzig, † 21. 3. 1814 ebd., dt. Kupferstecher. 1770 an der Univ. Leipzig inskribiert, gleichzeitig Studium an der Akademie unter der Leitung Oesers, wurde T. Schüler Bauses und Geysers, bei denen er 1773–1776 Porträts, Landschaften und Architektur nach Arbeiten von Oeser, Bossi, J. G. Wagner, Weirotter, de la Fosse radierte. Er begann die eigene Tätigkeit mit Landschaftskupfern zu den drei Bdn. von C. C. L. Hirschfelds «Theorie der Gartenkunst». 1780 folgten Ill. zu Musäus’ Vol…

Nisle, Julius

(136 words)

Author(s): H. Wendland
* 8. 4. 1812 in Stuttgart, ca. 1855 ebd., dt. Illustrator und Modelleur. N. besuchte zunächst die Stuttgarter Akademie und entfaltete dann von etwa 1837 an eine umfangreiche Tätigkeit als Illustrator, bei der er sich vor allem der Umrißzeichnung bediente. Zus. mit A. Mauch betrieb N. eine xylographische Anstalt, in der u.a. 1848 — 1853 das Volks–, Witz– und Caricaturenblatt «Eulenspiegel» ersch., an dem N. selbst mitarbeitete. 1837 erschienen 37 Umrisse zu J. P. Hebels Alemannischen Gedichten, 1…

Volpato, Giovanni

(196 words)

Author(s): H. Wendland
* 1733 in Bassano, † 1803 in Rom, ital. Kupferstecher und Radierer. 1759 begann er eine Ausbildung in der Calcografia des Verlegers Giov. Battista Remondini in Bassano. 1762 ging er nach Venedig zu dem Reproduktionsstecher F. Bartolozzi, wo er seine Stecherkunst bis 1764 vervollkommnete. Danach traf er den aus Süddeutschland stammenden Verleger Joseph Wagner und fertigte für diesen zahlreiche Reproduktionsstiche nach Gemälden von Piazetta, Zuccarelli, Zais, Ricci, Fedeli. 1770 ging V. nach Rom. …

Kurfürstenbibel

(97 words)

Author(s): H. Wendland
oder «Weimarer» oder «Ernestinische» Bibel wird eine von Herzog Enst von SachsenWeimar (dem Frommen) in Auftrag gegebene Luther–Bibel genannt, die mit elf Kupferstich–Porträts sächsischer Kurfürsten, einem Luther–Porträt und weiteren Kupferstichen ausgestattet ist. Sie erschien zuerst 1641 in Nürnberg bei Wolfgang Endter. Die übrigen Textill, zeigen biblische Szenen in Sammelbildern, Landkarten und Sachdarstellungen. Der Text nach der Ausg. letzter Hand 1545 wurde von dem Jenaer Theologen Johann…

Kulmbach, Hans Suess von

(122 words)

Author(s): H. Wendland
* um1480 in Kulmbach, zwischen 29. 11. und 3. 12. 1522 in Nürnberg, dt. Maler und Zeichner. K. war Schüler von Albrecht Dürer und Jacopo de Barbari in Nürnberg und lebte 1514 — 1516 in Krakau, sonst in Nürnberg, schuf Altarwerke, Porträts, Entwürfe für Glasgemälde und Holzschnitte. Er beteiligte sich an einigen in Nürnberg gedr. Büchern mit Holzschnitt – Ill., so an «Wunderbaerliche geschichten von gaystlichen Weybspersonen» 1501, Opera Hrosvitae 1501, Conrad Celtis, «Quatuor libri amorum» 1502, Ulrich Pinder, «Speculum passionis domini nostri Ihesu Christi» 1507. H. Wendland Bibli…

Pudlich, Robert

(211 words)

Author(s): H. Wendland
25.1.1905 in Dortmund, 24. 10. 1962 in Düsseldorf, dt. Maler, Graphiker und Bühnenbildner. Nach Akademie- und Universitätsstudium war er seit 1928 Zeichner und Maler in Düsseldorf. Erste Ill. schuf er um 1940. Ab 1947 entwickelte P. eine fruchtbare Tätigkeit als Bühnen– und Kostümbildner bei Gustaf Gründgens und war seit 1955 Professor an der Düsseldorfer Akademie für bildende Künste. Das Verz. seiner Werke weist 17 ill. Bücher nach. Etwa 15 Illustrationsfolgen blieben unveröffentlicht. Das grap…

Avril, Paul

(82 words)

Author(s): H. Wendland
Pseudonym für: Avril, Edouard-Henri (genannt Paul Avril), *21. 3. (j.) 1849 in Algier, † 1928 in Raincy. Franz. Zeichner, Radierer, Illustrator. Werke: «Contes de Moncrif» 1882; «Contes du baron de Besenval» 1882; «Contes de la Fontaine»; Th. Gautier «Fort-unio»; Fromaget: Erzählungen; Oct. Uzanne «Ornements de la femme». Gemeinsam mit François Courboin stach er nach Rochegrosse die 111. zu Richepin «Les Débuts de César Borgia». Zeichnungen für Fächer, Exlibris. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd.2, S. 284 Bénézit Bd. 1, S. 337–338.

Nivardus van Gent

(119 words)

Author(s): H. Wendland
(Magister Nivardus), von dt. Abstammung, in Gent im 12. Jh., flämischer Dichter, verfaßte um 1152 ein handschriftlich überliefertes lateinisches Tierepos «Ysengrimus», das zum Vorbild für die Tierepen «Van den Vos Reinarde» und «De isengrimo et Rainarde» wurde. Nivardus' Fassung ist ein satirisches Tierepos in sieben Büchern und vereint Gelehrsamkeit mit volkstümlicher Tradition. In diesem Text erfolgt erstmalig eine typisierende Kennzeichnung der Tiere durch Namen. H. Wendland Bibliography Wilpert, G. von: Lexikon der Weltliteratur. 2. Aufl. Stuttgart 1975) S. 1186 Menke,…

Thompson, John

(142 words)

Author(s): H. Wendland
* 25. 5. 1785 in Manchester, † 20. 2. 1866 in Kensington (London), engl. Holzschnei-der. Als Schüler von Brasson Isidor Branston, beeinflußt von John Thurston, arbeitete er als Illustrator und Holzstecher. Er wußte vor allem die Zeichnungen anderer Künstler technisch perfekt umzusetzen und sich an deren unterschiedlichen Stil anzupassen. Für über 900 Zeichnungen von Thurston fertigte er Holzstiche an, so für Dibdins «London Theatre» (1814–1818), Fairfax’ «Tasso» (1817), «Puckle’s Club» (1817), B…

Scharff, Edwin

(171 words)

Author(s): H. Wendland
* 21. 3. 1887 in Neu-Ulm, † 18. 5. 1955 in Hamburg, dt. Maler, Graphiker und Bildhauer. S. studierte an der Münchner Akademie, war anfangs als Maler und Graphiker tätig, seit 1912 in Paris unter dem Einfluß von Rodin als Bildhauer. Seit 1922 hatte er eine Professur in Berlin, 1933 Beurlaubung und 1934 Verset-zung nach Düsseldorf, 1937 endgültiges Arbeitsverbot, seit 1946 Professur in Hamburg. Zwischen 1920 und 1930 entstanden buchgraphische Arbeiten, die deutlich vom Expressionismus beeinflußt s…

Steinhausen, Wilhelm August Theodor

(112 words)

Author(s): H. Wendland
* 2. 2. 1846 in Sorau, † 5. 1. 1924 in Frankfurt a. M., Maler, Zeichner und Lithograph. Studium 1863–1866 an der Akademie in Berlin, 1866–1869 in Karlsruhe. Seit 1870 in Berlin tätig, seit 1887 in Frankfurt a. M. ansässig. Historienmaler, der dem religiösen Geschichtsbild eine ideale Form geben wollte. Von ihm sind zahlreiche Gemälde, Fresken und bauplastische Entwürfe sowie u. a. Buchill. zu «Die Gesch. von der Geburt unseres Herrn» (1869–1872), zu «Ausgewählte Gedichte von Clemens Brentano» (1…

Sichowsky, Richard von

(312 words)

Author(s): H. Wendland
* 28. 5. 1911 in Hamburg, † 28. 1. 1975 ebd., Typograph und Buchgestalter, Hochschullehrer. Nach einer Schriftsetzerlehre in Hamburg, arbeitete S. in Böhmen, Österreich, Italien. Nach Studium an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München bei Hermannn Virl, Josef Käufer und Georg Trump war er seit 1937 in Hamburg in der neugegründeten Werkstatt des Verlages Heinrich Ellermann als Typograph und Buchgestalter tätig. 1946 wurde S. als Lehrer für Typographie und Buchgestaltung an die L…

Goez, Joseph Franz Freiherr von

(85 words)

Author(s): H. Wendland
*1754 in Hermannstadt, † 1815 in Regensburg, österr. Zeichner und Illustrator, als Radierer eigener Zeichnungen Autodidakt. In seinen Zeichnungen zu «Die heutige sichtbare Körperwelt oder hundert Charakterzüge» (Augsburg o.J., um 1783 – 1785) stellte sich G. als Karikaturist vor. Um den leidenschaftlichen Ausdruck seiner Ill. zu dem Melodram «Leonardo und Blandine» (nach G. A. Bürger) zu erreichen, sah er sich gezwungen, selbst Kupferstecher (Radierer) seiner Zeichnungen zu werden. H. Wendland Bibliography Bild und Buch. Bremen 1979, S. 116, Nr. 101.

Preetorius, Emil

(316 words)

Author(s): H. Wendland
* 21. 6. 1883 in Mainz, 27. 1. 1973 in München, dt. Graphiker, Buchkünstler und Bühnenbildner. Studierter Jurist war P. als Künstler Autodidakt. Der dem Jugendstil verpflichtete Künstler gründete 1909 mit Paul Renner die Münchner Schule für 111. und Buchgewerbe. 1910 wurde er Direktor der Münchner Lehrwerkstätten, 1926 Lehrer einer Klasse für 111. und einer weiteren für Bühnenbildkunst an der Münchner Akademie, seit 1928 war er Professor an der Hochschule für bildende Künste in München. 1932 wur…

Düringer, Daniel

(80 words)

Author(s): H. Wendland
* 1720 in Steckborn, † 1786 in Reichenau, Schweiz. Maler und Radierer. Er gilt als Illustrator zu Ludwig Meyer von Knonau «Neue Fabeln» Zürich 1757, die er mit 58 Kupfern ausgestattet hat. In ihnen mischt sich die Lust an barocker Dekoration mit scharfer Naturbeobachtung. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 10, S. 75 Rümann, A.: Das dt. ill. Buch des l8.Jh.s. Straßburg 1931, S. 103 Katalog: Fabula docet. Ill. Fabelbücher aus sechs Jh.en. Wolfenbüttel 1983, S. 195–196, Nr. 127.

Kollage

(137 words)

Author(s): H. Wendland
(auch: Collage) = Klebebild. Als K.n bezeichnet man Bilder, die ganz oder teilweise aus aufgeklebten, meist flachen Materialien, z.B. verschiedenfarbigem Papier, Karton, Folie, Stoff usw. bestehen. Diese werden z.T. auch durch Übermalen verändert, so daß sich der einstige Bestimmungszweck verwischt. Aus den Farben und Strukturen der verschiedenen Kollage-Elemente wird die neue Komposition gebildet. Den gestalterischen Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Eine Weiterentwicklung sind Matcrialb…

Tuschzeichnung

(149 words)

Author(s): H. Wendland
auch Pinselzeichnung, wird eine mit Pinsel und schwarzer oder brauner Tusche hergestellte Zeichnung gen., die in aquarellartiger Manier erzeugte Halbtöne zur Schattierung enthält. Die allein mit der Feder (Rohrfeder oder Federkiel) hergestellte Federzeichnung oder Strichzeichnung enthält dagegen keine Halbtöne. Wenn Feder und Pinsel kombiniert angewendet werden, entsteht eine lavierte Federzeichnung. Die aus Ruß gewonnene chinesische Tusche ergibt deckende schwarze Linien. Der rötlich- bis gelbl…

Kaulbach, Wilhelm v.

(194 words)

Author(s): H. Wendland
15. 10. 1805 in Arolsen, 7. 4. 1874 in München, dt. Maler und Illustrator. K. war als Schüler von Peter v. Cornelius ein Hauptvertreter der Historienmalerei der Düsseldorfer Schule. Seit 1826 in München, wurde er 1849 Direktor der Akademie. K. schuf große historisch–symbolische Wand– und Deckenfresken, die mehr als Ideenmalerei zu werten sind, während die künstlerische Form oft vernachlässigt ist. Von seinen Buchill. ist heute noch am bekanntesten die Folge der Kreidezeichnungen zu Goethes Reine…

Eule im Buchschmuck

(250 words)

Author(s): H. Wendland
Der Nachtvogel hat im Laufe der Zeit für sehr unterschiedliche Eigenschaften als Symbol gedient. Als ägyptische Hieroglyphe verkörperte die Eule «Tod, Nacht, Passivität». Als Attribut der Pallas Athene (Minerva), der Göttin der Weisheit und Wissenschaft, erhielt die Eule jene Symbolkraft, die seit Mitte des 16. Jh.s bis in die Gegenwart gültig blieb: Symbol der Weisheit und Wissenschaft. Ehe in der Renaissance diese antike Bedeutung wiederbelebt wurde, galt die Eule mehr als ein von den anderen …

Graphische Kunst

(96 words)

Author(s): H. Wendland
Zs. für Graphikfreunde, im Mai 1973 von dem Verleger, Publizisten und Sammler Curt Visel in Memmingen gegründet. Sie erscheint seitdem zweimal j. mit Beilagen originaler Druckgraphik. Die anspruchsvoll gestaltete, sorgfältig gedruckte und reich mit Abb. versehene Kunstzs. stellt vornehmlich solche Künstler vor, deren Arbeiten häufig abseits vom offiziellen oder kommerziellen Kunstbetrieb entstehen. Die bemerkenswerten Arbeiten der zumeist gegenständlich arbeitenden Graphiker der Gegenwart sollen…

Unger, Johann Friedrich Gottlieb

(628 words)

Author(s): H. Wendland
* (getauft) 26. 8. 1753 in Berlin, † 26. 12. 1804 in ebd., Holzschneider, Buchdrucker, Verleger, Schriftsteller. Sohn des Johann Georg a Unger. Den Buchdruck hatte U. als Setzer und Drucker in der Deckerschen Hofbuchdruckerei in Berlin erlernt. Seine Fachkenntnisse erweiterte er durch die Fertigkeiten des Stempelschneiders und Schriftgießers. 1780 gründete er eine eigene Druckerei. 1790 Mitglied der Akademie der Künste und seit 1800 Professor für Holzschneidekunst. 1791 gliederte U. seiner Druck…

Hoffmann, Felix

(249 words)

Author(s): H. Wendland
* 18. 4. 1911 in Aarau, † 16. 6. 1975 ebd., Schweizer Maler, Graphiker, Glasmaler und Sgraffito-Künstler. Seit 1931 studierte H. an der Landeskunstschule Karlsruhe bei Ernst Würtemberger (Holzschnitt und Ill.) und August Babberger, 1934 bei Hans Meid in Berlin (Radierung). Seit 1935 war er als Zeichenlehrer sowie als freier Maler und Graphiker in Aarau tätig. H. gehört zu den wichtigsten Schweizer Buchillustratoren, er arbeitete mit bedeutenden Buchkünstlern wie Jan Tschichold, Gotthard de Beauc…

Bargheer, Eduar

(100 words)

Author(s): H. Wendland
* 25. 12. 1901 in Hamburg-Finkenwerder, †1. 7. 1979 in Hamburg. Deutscher Maler und Graphiker. Weitgehend Autodidakt, kurze Unterweisung durch F. Ahlers-Hestermann. 1963–1965 Lehrtätigkeit in Berlin. B. lebte zumeist in Forio d'Ischia u. Hamburg. Schuf zahlreiche Ölgemälde, Aquarelle, Lithographien u. Radierungen. Er illustrierte Collodis «Pinoccio» (1946), Albert Camus' «Der Gast» (1965) und Sophokles' «Antigone» (1966). B. schätzte in seinen freien Arbeiten besonders die südliche Landschaft, die er in großen Variationen bis zur Abstraktion führte. H. Wendland Bibliogr…

Varin, Eugène Napoleon

(49 words)

Author(s): H. Wendland
* 15. 2. 1831 in Epernay, † 12. 4. 1911 in Crouttes, Kupferstecher und Radierer. Bruder von Pierre Adolphe V. und Pierre Amédée Varin, die ihn ausbildeten und später mit ihm bei Buchill. zusammenarbeiteten. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 34, S. 111–112 Müller-Singer 4, S. 482.

Pechstein, (Hermann) Max

(221 words)

Author(s): H. Wendland
* 31. 12. 1881 in Zwickau, † 29. 6. 1955 in Berlin, dt. Maler und Graphiker, Haupt- Vertreter des dt. Expressionismus. Schüler der Dresdener Akademie, wurde er dort 1906 Mitglied der Künstlergruppe «Die Brücke» und 1910 Mitbegründer der «Neuen Sezession» in Berlin. P unternahm 1914 eine für seine Kunst wichtige Südsee-Reise. 1919 übersiedelte er nach Berlin und wurde 1922 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. 1936 erhielt P. von den nationalsozialistischen Machthabern Malverbot. Er zog s…

Liebe, Gottlob August

(70 words)

Author(s): H. Wendland
*1746 in Halle, 1819 in Halle, dt. Kupferstecher, der zahlreiche Vignetten und Porträts zur zeitgenössischen Literatur stach, so z. B. für das Theater-Journal für Deutschland 1777—1782. H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 23, S. 196 Rümann, A.: Das deutsche ill. Buch des 18. Jh.s. Straßburg 1931 Lanckoronska, M. / Oehler. R.: Die Buchill. des 18. Jh.s in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bd. 2. Leipzig 1933, S. 43—44

Tomkins, Peltro William

(81 words)

Author(s): H. Wendland
* 1760 in London, † 22. 4. 1840 ebd., engl. Reproduktionsstecher, Schüler von a Bartolozzi. 1793 wurde T. «Historical engraver to Her Majesty». Er beteiligte sich mit Stichen an «Original Designs of the most celebrated Masters of the Bolognese, Roman, Florentine and Venetian Schools» (1812), «Tres-hams British Galery of Pictures» (1814) sowie an «Engravings of the ... Marquis of Stafford’s Collection of Pictures» (1818) und «Ill. of Modern Scripture» (1832). H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 33, S. 268.

Vollbild

(73 words)

Author(s): H. Wendland
wird eine Abb. im Buch genannt, die den gesamten Satzspiegel einer Seite einnimmt. Diese Seite wird bei der Paginierung mitgezählt. Als Tafel wird dagegen eine ganzseitige Abb. bezeichnet, deren Rückseite unbedruckt bleibt und die in der Paginierung unberücksichtigt bleibt. Oft werden Tafeln gesondert gezählt. In älteren Werken wurden die Tafeln dem Buchblock beim Zusammentragen beigefügt, weil sie häufig in einem anderen Druckverfahren auf stärkerem Papier oder Karton hergestellt wurden. H. Wendland

Verlagssignet

(648 words)

Author(s): H. Wendland
ist Firmenzeichen, Schutzmarke, Warenzeichen und Erkennungssymbol eines Verlages. Es ging aus der Tradition der Druckermarken hervor. Die Druckerverleger bevorzugten zuerst religiöse Darstellungen, Wappen oder Hausmarken, später auch mythologische und allegorische Motive für ihre Signete. In den dt.sprachigen Gebieten vollzog sich die Trennung zwischen Druckerei und Verlag allmählich, ohne daß diese in den Signeten erkennbar wurde. In Frankreich wurde die Trennung von Druckerei und Verlag im 16.…

Originalstein

(65 words)

Author(s): H. Wendland
nennt man den Lithographiestein, auf den der Lithograph seine Zeichnung aufbringt und diese ausarbeitet. Für den Auflagendruck verwendete man häufig auch einen Maschinenstein, der über einen Umdruckabzug vom Originalstein gewonnen wurde. Der Originalstein wurde aufbewahrt, während die Maschinensteine nach der Aufl. zur Wiederverwendung abgeschliffen wurden. H. Wendland Bibliography Unger, A. W.: Die Herstellung von Büchern, Illustrationen, Akzidenzen u.a. 3. Aufl. Halle 1923, S. 238.

Verheyden, Prosper

(106 words)

Author(s): H. Wendland
* 1873 in Mecheln, 1948 in Antwerpen, belgischer Kultur- und Kunsthistoriker, Einbandforscher. Als Kulturhistoriker widmete sich V. dem Carillon oder Glockenspiel, insbes. in Antwerpen, wo er seit 1904 zur Restaurierung und Wiedernutzung überkommener Carillons sorgte. Zu gleicher Zeit beschäftigte er sich mit der flämischen und niederl. Einbandkunst und veröff. seit 1906 seine Erkenntnisse über die kostbaren Einbände des Museums Plantin-Moretus in Antwerpen. In anderen Bibl.en Belgiens suchte V. kostbare Einbände und beschrieb diese ausführlich. H. Wendland Bibliography…

Druckermarke

(535 words)

Author(s): H. Wendland
oder Druckersignet.Ähnlich wie Hausmarken, Handelszeichen oder Beschaumarken haben einige der ersten Drucker ihren Werken Druckerzeichen beigefügt, die als Urhebernachweis, Rechtssymbol und Qualitätskennzeichen eine Art Schutzfunktion ausüben sollten. Das erste Druckersignet verwendeten Johann Fust und Peter Schöffer d. Ä. in Mainz in der Biblia latina von 1462. Die beiden, an einem Ast hängenden Schilde (Abb. Bd. 1, S. 66) wurden fur andere Drucker ebenso Vorbild für ihre Signete wie besonders …

Boulanger, Louis

(69 words)

Author(s): H. Wendland
11. 3. 1807 in Vercelli (Oberitalien), † 7. 3. 1867 in Dijon, franz. Maler und Lithograph, Schüler von Guillon-Lethière und A. Dévéria. Schuf romantische Bilder, Bildnisse (die beiden Dumas) sowie Ill. zu den Werken von Victor Hugo u.a.; lithographische Blätter, z. B. «Sarah la baigneuse», «Le Feu du ciel», «La Ronde du Sabbat». H. Wendland Bibliography Thieme-Becker Bd. 4, S. 446 Reclams Künstler Lexikon.Stuttgart 1979, S. 95.

Originalzeichnung

(136 words)

Author(s): H. Wendland
wird vor allem eine als autonomes Kunstwerk konzipierte Handzeichnung auf Papier oder Pergament bezeichnet, die mit Silberstift, Bleistift, Kohle, Kreide, Pastell- oder Ölkreiden, in Tusche oder Bister, mit der Feder oder dem Pinsel ausgefiihrt wurde (Originalgraphik). Handzeichnungen entstanden im 14. und 15. Jh. nur als Entwurfszeichnungen. Seit Albrecht Dürer entwickelte sich die Zeichnung zum eigenständigen Kunstwerk. Daneben blieben bis in die Gegenwart Entwurfszeichnungen und Skizzen für v…

Felixmüller, Conrad

(162 words)

Author(s): H. Wendland
* 21. 5. 1897 in Dresden, † 24. 3. 1977 in Berlin, dt. Maler und Graphiker des Expressionismus, später des Realismus. 1911–1912 Zeichenunterricht an der Kunstgewerbeschule Dresden, danach Besuch der Kunstakademie bis 1915. Seit 1934 in Berlin, 1937/1938 wurden 151 Werke aus öffentlichem Besitz beschlagnahmt. Lebte seit 1945 in Thüringen, ab 1961 wieder in Berlin (Ost), seit 1967 in Berlin (West). Die graphischen Techniken eignete sich F. autodidaktisch an. Außer seinem Œuvre als Maler und Bildhauer umfaßt sein graphisches Werk rund 700 Radierungen, Lithog…
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