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Your search for 'dc_creator:( "Markschies, Christoph" ) OR dc_contributor:( "Markschies, Christoph" )' returned 13 results. Modify search

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Nestorianismus

(870 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] . Der Begriff N. kann in zweifacher Weise verwendet werden: Erstens bez. er die Theol. (und gelegentlich auch die Kirchenorganisation) der heutigen »Hl. Apostolischen und Kath. Ass. Kirche des Ostens«, deren Glieder auch »Nestorianer« (oder »Ostsyrer« bzw. »Chaldäer«; Apostolische Kirche des Ostens) genannt werden, weil sie 484/486 n.Chr. in bewußtem Gegensatz zur röm. Reichskirche die Christologie des Nestorius annahmen, die auf dem Konzil von Ephesus 431 verurteilt worden war (Nestoriani…

Ptolemaios

(382 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (Ptolemaeus), Gnostiker. P. lebte als freier christl. Lehrer um die Mitte des 2.Jh. in Rom und war in der »Schule« des röm. Lehrers Valentinus tätig (Iren.haer. I prol. 2), möglicherweise deswegen, weil er dessen persönlicher Schüler war. Nur noch ein einziger Text kann P. mit Sicherheit zugeschrieben werden: der bei Epiphanius von Salamis überlieferte Lehrbrief an die röm. Matrone Flora über Bibelauslegung, das atl. Gesetz und die Prinzipientheorie (Epiph.haer. 33,3–7). Ein Re…

Traditio Apostolica

(246 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (sog. Kirchenordnung des Hippolyt, TradAp). 1910 bzw. 1916 entdeckten E. Schwartz und Richard Hugh Connolly, daß sich einige spätantike Kirchenordnungen als Bearb. bzw. Übers. einer (verlorenen) Grundschrift stemmatisch zuordnen lassen. Beide Forscher nahmen an, daß diese den Titel TradAp ( ᾿Αποστολικη` παρα´δοσις/apostolikē´ parádosis, »apostolische Überlieferung«) getragen habe und von Hippolyt vf. wurde. Diese doppelte Hypothese wird heute nur noch von einer Minderheit als zutreffend angenommen. Bestätigt hat sich dagegen die Annahme eines…

Suger

(178 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version]   von St. Denis (um 1081 Argenteuil – 1151 St. Denis). S. stammte aus einer wohlhabenden Familie und wurde um 1091 Oblate im fränkischen Königskloster St. Denis vor den Toren von Paris. 1101 legte er die Profeß ab und verteidigte 1107 vor Papst Paschalis II. die Exemtion des Klosters. Nach verschiedenen polit. und kirchl. Aufgaben wurde er 1122 zum Abt gewählt. Er reformierte nicht nur sein Kloster, sondern amtierte auch als Regent von Frankreich (1137–1140 sowie 1147–1149). Berüh…

Origenes

(2,751 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (ca.185/186 Alexandrien – ca.253/254) I. Leben Für die Rekonstruktion der Biogr. des O. ist man auf Angaben bei seinem Enkelschüler Eusebius von Caesarea (h.e. VI 1–39) angewiesen, die einschlägigen Partien der »Apologie für O.« des Pamphilus von Caesarea (CPG 1, 1715) wurden durch Rufinus von Aquileia nicht ins Lat. übers. und sind mit dem griech. Original verloren; möglicherweise gehen aber einzelne Nachrichten bei Hieronymus, Rufinus und Photius von Konstantinopel (bibl. codex 118)…

Satornil

(156 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] (Saturninus). Unter den frühen Gnostikern (Gnosis/Gnostizismus: III.,2.), die auf Simon Magus folgen, nennt Irenaeus von Lyon einen Saturninus aus Antiochien (haer. I 24, 1f.), der im frühen 2.Jh. gelebt haben dürfte. Er schreibt ihm die Lehre zu, daß Welt und Mensch von sieben bestimmten Engeln geschaffen wurden, der Mensch nach dem Bild »der höchsten Macht«, die dem Gebilde auch den »Lebensfunken« gab. Die Engel wiederum sind nach S. Geschöpfe des obersten unbekannten Vaters, d…

Paulus

(200 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] von Bēth Ukkāme (= Paulus, der Schwarze, oder Paulos Melanos; um 500 Alexandrien – 584 Konstantinopel). Der in Alexandrien aufgewachsene Archimandrit P. wurde 564 von Jakob Baradaeus zum antichalcedonensischen (jakobitischen) Patriarch von Antiochien geweiht (Monophysiten/Monophysitismus) und amtierte bis 577. Seine Amtszeit war durch schwere kirchenpolit. Auseinandersetzungen gekennzeichnet: Einer vorübergehenden Annäherung des Patriarchen an das Bekenntnis des Reichskonzils Cha…

Neunicaenismus

(481 words)

Author(s): Markschies, Christoph
[English Version] . Mit dem neuzeitlichen Begriff N. (bzw. den inhaltlich parallelen Ausdrücken »Jungnicaenismus« oder »Neonicaenismus«), der vermutlich auf F. Loofs zurückgeht, wird eine bestimmte trinitätstheol. Position des späteren 4.Jh. bez. (Arius/Arianismus), die allein schon durch ihre Normierung 381 auf dem zweiten Reichskonzil von Konstantinopel (: IV., 1.) und in anderen Bekenntnistexten (Symbolum Quicumque) zum identitätsbildenden traditionellen Lehrbestand der meisten christl. Kirchen und Glaubensgemeinschaften gehört. Freilich hat sich in den l…

Platonismus

(4,347 words)

Author(s): Halfwassen, Jens | Markschies, Christoph
[English Version] I. Philosophisch 1.Allgemeiner Charakter Platos Denken war von beispielloser, von keinem anderen Philosophen je erreichter Wirkungsmacht. Plato war der erste Philosoph, der (um 385 v.Chr.) mit der Akademie (: I.) im institutionellen Sinne eine Schule gegründet und damit bewußt eine philos. Tradition gestiftet hat. Aus seiner Schriftkritik ergibt sich zudem, daß Plato der mündlichen Tradierung seines Denkens durch seine Schüler Vorrang einräumte vor seinen Dialogen, die v.a. Werbesc…

Pelagius/Pelagianer/Semipelagianer

(2,025 words)

Author(s): Löhr, Winrich | Markschies, Christoph | Holmes, Stephen R.
[English Version] I. Kirchengeschichtlich Pelagius (P.) war ein aus Britannien stammender Asket und theol. Autor, der vor 410 in Rom lehrte und sich 411/12 anläßlich der Einnahme Roms durch die Goten nach kurzem Aufenthalt in Nordafrika nach Palästina begab. Seine Lehre, nach der die Möglichkeit zur Sündlosigkeit unverfügbar zum Wesen des Menschen gehört, provozierte die Kritik von Augustin und Hieronymus. Kontext dieser Lehre ist die Seelsorge an Angehörigen der röm. Elite: Wenn man den Klienten i…

Willensfreiheit

(6,754 words)

Author(s): Markschies, Christoph | Loos, Fritz | Herms, Eilert | Fraenkel, Carlos | Nagel, Tilman
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich Der klassischen Antike fehlt ein Begriff für W. Dieser wird erst durch die Christen in der Spätantike popularisiert. Aristoteles diskutiert die Problematik unter der Leitfrage, in welchem Sinn Handlungen »bei uns« (ε᾿ϕ᾿ η῾μι˜n̆/eph' hēmín) liegen (Arist.e.N. III 1 1110 a 1–3). Die Stoa nennt den Begriff το` αυ᾿τεξου´σιοn̆/to autexoúsion (»Selbstverfügung«; vgl. Chrysipp [SVF 2, 975/990]), lat. mit »liberum arbitrium« übers. Noch Augustin verknüpft das Problem mit dem Begriff προαι´ρεσις/prohaíresis (De libero arbitrio …

Wille

(3,258 words)

Author(s): Markschies, Christoph | Loos, Fritz | Herms, Eilert | Hühn, Lore
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich Entwicklung und Verbreitung des Begriffs sind eng mit der Gesch. der christl. Theol. verbunden. Die klassische griech. Antike kannte noch keinen einheitlichen und distinkten Begriff des W. zur Bez. eines eigenständigen geistigen Vermögens. Die voluntative Dimension war in den Bez. für rationale Überlegung, Entscheidung, Bereitschaft sowie nicht-rationales Begehren enthalten. Für Aristoteles ist βουλη´/boulē´ ein Streben, das sich nach einer Überlegung und also auf der Basis von Wissen vernunftgeleitet einst…

Sukzession, apostolische

(2,752 words)

Author(s): Markschies, Christoph | Wohlmuth, Josef | Felmy, Karl Christian | Campenhausen, Axel Frhr. v. | Neuner, Peter
[English Version] I. Zum Begriff V.a. in der ökum. Diskussion (Ökumene) wird gern vorausgesetzt, daß mit dem Stichwort a.S. ein urspr. und klar definiertes Merkmal des kirchl. Amtes bez. würde. Allerdings kommt die Vorstellung, daß zu den Kennzeichen der Kirche eine lückenlos bis auf die Apostel zurückgehende Kette von Amtsträgern gehört, die jeweils durch Handauflegung eines anderen legitimen Amtsträgers in ihr Amt gekommen sind, erst relativ spät auf und ist auch nicht die urspr. Bedeutung des zugrundeliegenden griech. und lat. Begriffsfeldes. Die Termini griech. διαδοχη´/di…