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Dagaeus

(16 words)

Author(s): Red.
irischer Mönch des 6. Jh.s (f 587), einer der frühesten namentlich bekannten Buchbinder. Red.

Syllabarium

(14 words)

Author(s): Red.
(griech.-lat. von Syllabe = Zusammenfas-sung), oft gebraucht im Sinn von ABC-Buch. Red.

Buvard

(29 words)

Author(s): Red.
(franz.), buchähnliche Mappe oder Schreibmappe, früher in der Art von Bucheinbänden künstlerisch verziert; auch alte Einbände, ihres ursprünglichen Inhaltes beraubt, sind für solche Zwecke verwendet worden. Red.

Flechtband

(74 words)

Author(s): Red.
Schmuckform in der Hss.-Illuminierung, bestehend aus ornamental verschlungenen Bändern, die z. T. kreuzförmig oder nach anderen geometrischen Prinzipien angeordnet sind. In der Antike wird das F. als Rahmenmotiv verwendet, im Norden überspinnt es auf Grund altgermanisch-irischer Tradition größere Flächen, sogar ganze Buchseiten; in den frühesten insularen Codices ist es bereits reich ausgebildet, auf dem Festland dagegen bis zum 8. Jh. recht selten, weniger kompliziert, beschränkt in den Motiven: Zopfband, gelegentlich Dreiband. Red.

Printer

(13 words)

Author(s): Red.
ist in der elektronischen Datentechnik gebräuchlicher Fachterminus für den Drucker. Red.

Alexander, William

(119 words)

Author(s): Red.
engl. Aquarellmaler, * 10. 4. 1767 in Maidestone, † dort 23. 7. 1816. Er begleitete als Zeichner Lord Macartney auf dessen Missionsreise nach China in den Jahren 1792–1794. Seine Zeichnungen wurden als 111. zu Sir George Stauntons Bericht dieser Reise gestochen und publiziert. Ferner lieferte er Zeichnungen zu «Vancouvers Voyage to the North Pacific» (1798) und illustrierte Barrows «Travels in China» (1804) und dessen «Cochin-China» (1806). Außerdem zeichnete er Vorlagen für die Stiche der Monum…

Beaumont, Charles François Edouard de

(107 words)

Author(s): Red.
*1821 in Lannion (Côtes-du-Nord), †12. 1. 1888 in Paris. Maler und Lithograph. Als Illustrator zeichnete er für die «Revue pittoresque». Aus der Reihe seiner sonstigen ill. Bücher sind zu nennen: Cazotte: «Le diable amoureux» (1848), Albanès: «Les nains célèbres» (1844), V. Hugo: «Notre Dame de Paris» (1845), EugèneSue: «Lesmystères de Paris» (1841). Sein Stil steht stark unter dem Einfluß von Gavarny, der ihn bei den Pariser Verlegern schwer aufkommen ließ. Mit besonderem Charme hat B. die Pariser Loretten und Grisetten in reizvollen Kostümierungen dargestellt. Red. Bibliograph…

La Moignon, Guillaume de (1617-1677)

(132 words)

Author(s): Red.
erster Präsi-dent im Pariser Parlament, sammelte eine Bibl. von kostbaren Drucken und Hss. und pflegte den schönen Ein-band. Seine Nachkommen Chretien Franyois I. (1644 bis 1709) und besonders Chretien Franyois II. (1735 - 1789) vermehrten die Slg., letzterer durch Aufnahme der von seinem Schwiegervater N. R. Berryer ererbten schönen Bibliothek. Nach dem Tode des Besitzers wurde die Bibl. 1791 durch Payne in London versteigert, mit Ausnahme der zurückbehaltenen franz . juristischen Werke, die 17…

Méjanes, Jean–Baptiste–Marie de Piquet, Marquisde (1729 — 1786)

(57 words)

Author(s): Red.
erster Konsul von Aix und großer Bücherfreund. Seine berühmte, Provence–Lit. umfassende Bibl, vermachte er 1786 dem Lande; sie blieb in Aixen–Provence und bildete den Grundstock der dortigen StB. Red. Bibliography Michaud, L. G.: Biographie universelle. Nouv. éd. Vol. 27 Paris / Leipzig 1854 — 1865, S. 539 — 540.

Duvet, Jean

(62 words)

Author(s): Red.
(1485– nach 1561), als Kupferstecher und Goldschmied in Langres tätig, hat als einer der ersten die Kupferstichtechnik in Frankreich heimisch gemacht. Von ital. Künstlern stilistisch und technisch beeinflußt, schuf er neben zahlreichen Einzelblättern eine wirkungsvolle Folge von 23 Kupferstichen «L'Apocalypse figurée» (Lyon 1561). Red. Bibliography Brun, R.: Le livre illustré en France au XVI siècle. Paris 1930, S. 128 f.

Burton, Robert (1577-1640)

(102 words)

Author(s): Red.
ein bedeutender Bibliophile des 17. Jh.s, ausgezeichneter Mathematiker und Gelehrter von allg. Wissen, der Verf. der Anatomy of Melancholy, von Dibdin unter dem Namen Democritus junior eingeführt und als Bibliomane bezeichnet. Er besaß eine reiche Slg. aus allen Wissenschaftsgebieten, die auch Kostbarkeiten, so das eine der beiden existierenden Exemplare von Shakespeares «Venus und Adonis» von 1602, enthielt. In seinem Testament gab er der UB Oxford die Erlaubnis, aus der Slg. jene Bücher für sich auszuwählen, die sie noch nicht besaß. Red. Bibliography Bogeng, G. A. E.: Die gro…

Praenumeration

(118 words)

Author(s): Red.
heißt Vorausbezahlung. Im Zss.handel des 18. Jh.s verstand man unter P. eine Form der Werbung, durch die der Hrsg, oder Unternehmer einer neuen Zs. die Möglichkeit einer Beihilfe zur Bestreitung der ersten Druckkosten und eine Unterlage für den voraussichtlichen Absatz erhielt. Freunde und Vertrauensleute des Hrsg., sog. Colligenten, warben für das neue Unternehmen in verschiedenen Städten «Praenumeranten», die den Vorteil einer Preisermäßigung gegenüber dem späteren Buchhandelspreis hatten (Sub…

Fechtbücher

(538 words)

Author(s): Red.
Die ritterliche Kunst des Fechtens mit dem Schwert, dem Säbel, dem Degen und dem Dolch wird seit dem Beginn des 16. Jh.s der adeligen Jugend neben praktischem Unterricht auch durch F., die bildliche Darstellung mit beschreibendem Text vereinigen, übermittelt. Zu den ältesten Büchern dieser Art, die auch für die Sittengesch. und Trachtenkunde von Bedeutung sind, gehört die «Ergrundung Ritterlicher Kunst der Fechterey», die Andre Paurnfeyndt mit einer Widmung an den Bischof Mattheus zu Gurck 1516 …

Epreuves de remarque

(63 words)

Author(s): Red.
nennt man Kupferstiche oder Radierungen, denen der Künstler auf dem Plattenrand einen Einfall (remarque), d. h. ein kleines Bild oder einen Kopf beigefügt hat, um einen besonderen Plattenzustand (état) kenntlich zu machen. Zuerst von Chodowiecki mit Vorliebe angewendet, auch noch im 19. Jh. häufig in Gebrauch. Red. Bibliography Singer, H. W.: Die Fachausdrücke der Graphik. Leipzig 1933, S. 33, 121

Fountaine, Andrew

(77 words)

Author(s): Red.
(1676–1753), engl. Bibliophile, sammelte auf seinen Reisen in Frankreich und Italien (1714–1718) Bücher und Kunstwerke aus der Zeit der Renaissance. Die Bücher tragen einen Lederzettel mit dem Elefanten des Familienwappens; jene, die von Andrew Fountaine (†1873) nachgekauft wurden, haben den Elefanten auf dem Einbd. eingepreßt. Die Bibl, blieb zu Narford in Norfolk, bis sie 1902 verauktioniert wurde. Red. Bibliography Ricci, S. de: Engl. Collectors of Books and Mss. Cambridge 1930 (ND Bloomington 1960), S. 42.

Footline

(16 words)

Author(s): Red.
Zeile am Ende der ersten Seite jedes Bogens, unter der die Signatur steht. Red.

Deroy (Isidore) Laurent

(55 words)

Author(s): Red.
* 14. 4. 1797 in Paris, † 25. 11. 1886 ebd., Lithograph und Aquarellmaler. Es erschien: «Erinnerungen an die Rheingegenden» (mit A. Bichebois, Frankfurt 1826). D. lieferte zahlreiche Blätter für die «Antiquités de l'Alsace», für das «Musée de l'amateur», die «Voyages pittoresques» und andere Reisewerke. Red. Bibliography Thieme-Becker Bd. 9, S. 99.

Filigranstil

(51 words)

Author(s): Red.
auf Bucheinbänden. Außer reinen Filigranarbeiten auf Goldschmiedeeinbänden des MA kommen auch in der Handvergoldung mit kleinen Einzelstempeln Filigranmuster vor, so vor allem in dem an Filigranarbeiten erinnernden Pointille-Stil und auf den reichgeschmückten Rücken franz. Einbände zu Beginn des 19. ]h.s. Auch die orientalischen Einbandschmuckarten brachten filigran artige Verzierungen. Red.

Duflos, Pierre

(68 words)

Author(s): Red.
(1742–1816), Pariser Kupferstecher. Hauptwerke «Recueils d'estampes représentant les grades, les rangs et les dignités suivant le costume de toutes les nations existantes» Paris 1780, «Nouveau recueil de costumes militaires», «Abrégé de l'histoire universelle» 1785–1790, Fréron «Les deux matrones» 1776, Pope «Œuvres» 1779, Gessner «Œuvres», Rousseau «Œuvres», Voltaire «La pucelle d'Orléans» 1777, Abbé Duflos «Education de Henri IV», Dorât «Fables». Red. Bibliography Thieme-Becker Bd. 10, S. 88.

Caldecott, Randolph

(143 words)

Author(s): Red.
* 22. 3. 1846 in Chester, ✝ 12. 2. 1886 in St. Augustine/Florida, Ill. Zeichner, Maler und Modelleur. Seit 1868 war C. als Illustrator für die «London Society» (hrsg. v. H. Blackburn) tätig; 1875 111. zu Washington Irving's Sketch-Book unter dem Titel «Old Christmas»; 1876 zu Irvings «Bracebridge Hall»; 1877 zu Comyns Carr's j«North Italian Folk». 1878 begann er mit den Ill. zu den Kinderbüchern « John Gilpin» und «The House that Jack built», Elegy on the Death of a mad Dog» und «Babies in the W…

Buchdruckerzeitschriften

(53 words)

Author(s): Red.
zumeist von Innungen oder ähnlichen Organisationen herausgegeben, dienen vornehmlich der Information über technische, wirtschaftliche und berufsständische Fragen des Druckereibetriebes. Im Gegensatz zu den Buchbinderzss. behandeln die der Drucker nur selten historische oder künstlerische Themen des Druckwesens; diese sind mehr den buchgeschichtlichen und bibliophilen Zss. vorbehalten. S. a. die einzelnen Zss.-Titel. Red.

TIFF (TIF-Format)

(68 words)

Author(s): Red.
Kurzbezeichnung für Tag Image File Format (engl. = Datenformat), das von Aldus, Microsoft und Microtek entwickelt wurde; es gilt als Standard in der Bilddatenübernahme und Bildverarbeitung. Es läßt ausgezeichnete Editiermöglichkeiten zu, beschleunigt die Ausgabe und sorgt für eine optimale Kompatibilität mit Programm wie z. B. Page Maker, auch auf unterschiedlichen Systemen. Die elektronische Bildverarbeitung in DTP-Systemen hat durch diesen Standard einen entscheidenden Impuls erhalten. Red.

Nachschnitt

(47 words)

Author(s): Red.
Bewährte und viel gefragte Bleischriften wurden früher von anderen Schriftgießereien nachgeschnitten, wenn man nicht gar zur Ersparnis des eigenen Stempelschnittes die fertigen Typen irgendwie erwarb und nachgalvanisierte. Bei der Renaissance der klassischen Schriften Didots, Bodonis u.a.m. haben die Schriftgießereien die alten Vorlagen oft nachgeschnitten. Red.

Bleibücher

(98 words)

Author(s): Red.
treten in der Buchgeschichte nur als Seltenheit auf. Das offenbar einzig erhaltene im Museo Nazionale Romano stammt aus dem Museo Kircheriano: sechs beiderseits mit Bildern und Texten versehene Bleiblätter in Bleideckeln, die zwei weibliche und männliche Porträtköpfe tragen. Die Texte sind nur in wenigen Worten verständlich, Schrift griech. (mit unerklärten Zeichen). Die Zeichnungen geben sog. gnostische Szenen wieder. Zwei sehr ähnliche Exemplare scheinen im 17. und 18. Jh. bestanden zu haben. Red. Bibliography Cabrol, F.: Diction, d'archéol. chrétienne. Vol. 2,1. Pa…

Colombier

(15 words)

Author(s): Red.
(wörtlich = Taubenschlag) ist ein franz. Papierformat von 62 X 90 cm. Red.

Essling, Duc de Rivoli, François-Victor

(163 words)

Author(s): Red.
(1799 bis 1863), Sohn des franz. Marschalls André Massena (1756 bis 1817), begeisterter Bibliophile. Er sammelte in Paris Drucke des 15. und 16. Jh.s, Livres d'Heures und alte Ritterromane; die Slg. wurde 1845 von J. Techener gekauft und 1847 versteigert. Sein Sohn Victor (1836 bis 1910, Paris) verlegte sich auf die Renaissance — Buchkunst; er wurde durch seine Bibliographie der Venetianerdrucke («Les livres à figures vénitiens de la fin du XVe siècle et du commencement du XVI e siècle». 3 Bde. 1907 – 1914) bekannt. Red. Bibliography Cat. de la bibl. du Duc de R. Paris 1830 Cat. de livres r…

Mearne , Charles

(35 words)

Author(s): Red.
vor 1697, engl. Buchbinder, Sohn von Samuel Mearne und dessen Nachfolger als Hofbuchbinder für Karl II. und Jacob II. in London. Stilistisch gleichen die ihm zugeschriebenen Einbde. denen des Vaters. Red.

Bernard, Francis

(75 words)

Author(s): Red.
(1627–1698), Leibarzt des engl. Königs Jakob II., besaß eine prächtige Slg. von medizinischen, philologischen und alten engl. Büchern, darunter 16 Caxtondrucke. Auf das Äußere der Bücher legte er geringen Wert. 1698, nach seinem Tode, wurde die Slg. versteigert. Red. Bibliography Bogeng, G. A. E.: Die großen Bibliophilen. Bd. 1. Leipzig 1922 (ND Hildesheim 1984), S. 406 Ricci, S. de: Engl. Collectors of Books & Mss. Cambridge 1930 (ND Bloomington 1960), S. 29, 32.

Biblioklast

(25 words)

Author(s): Red.
Bücherzerstörer, einer, der Bücher aus Sammlervergnügen zerstört, wertvolle Bücher zerschneidet, um einzelne Blätter (Bilder, Initialen) anderen Büchern beizulegen oder gesondert zu sammeln. Red.

Descendian

(13 words)

Author(s): Red.
alter Name (holländischer Herkunft) für einen Schriftgrad von 11 Punkten. Red.

Peau

(53 words)

Author(s): Red.
(franz.) = Tierhaut, Leder (dafür meist cuir), bei Einbdn. nur mit näherer Bezeichnung gebraucht, wie P. de chamois = Gamsleder; P. de truie = Schweinsleder; P de vélin = Pergament, im Gegensatz zu dem vélin gen. Papier. Abweichend: P. de tampe =Moleskin; P. de chagrin = genarbtes Leder oder Papier. Red.

Elefantenrüssel

(11 words)

Author(s): Red.
heißen die gewundenen Anschwünge der Frakturversalien ( usw.). Red.

Zinkographie

(200 words)

Author(s): Red.
Datiert man das Aufkommen der geätzten Buchdruck-Klischees (Strichätzungen) in die Jahre zwischen 1840 und 1850, dann wurde dafür gut vierzig Jahre lang ausschließlich Zink verwendet . Daher dieser Name. Mit Einführung fotografi scher Übertragungsmethoden kamen auch die Namen «Photozinkographie» und «Photozinkotypie» auf. Aber auch im Flachdruckverfahren (Lithographie, Offsetdruck) spricht man von «Zinkographie»; in diesen Fällen ist der Druckträger keine Steinplatte, sondern eine Zinkplatte. Nac…

Clique

(21 words)

Author(s): Red.
The London, engl. Fachblatt für den Antiquariatsbuchhandel, gegr. 1890 von Frank Murray. Erscheint heute in Cheltenham / Gloucestershire. Red.

Dubosc, Claude

(94 words)

Author(s): Red.
in Frankreich geborener Kupferstecher, der 1712 nach England auswanderte und dort vielfach für den Buchhandel tätig war. Er stach nach den Vorlagen von Chéron Ill. zu Racine's Œuvres (London 1723) und fur eine Don Quijote-Ausg. von 1738, nach Grison Ill. zu einer Gulliver-Ausg. Später gründete er einen Verlag und gab eine engl. Übersetzung von Picarts Werk über die religiösen Zeremonien der Völker heraus (1733), zu der er einen Teil der Ill. stach. Red. Bibliography Thieme-Becker Bd. 10, S. 2 Cohen, H.: Les livres à gravures du XVIII° siècle. 6. éd. Paris 1912.

Eau forte

(10 words)

Author(s): Red.
franz. für Ätzwasser, auch für Radierung. Red.

Dicta

(101 words)

Author(s): Red.
Plural von dictum = Spruch, Ausspruch, gern als Titel von Slg. von Aussprüchen oder Schriftstellen benutzt, z.B. «Dicta de arbore vitae» (Eßlingen, Fyner), H 6150, «Dicta philosophorum», GW 8319 – 8323, oder «Sacrae scripturae dicta primaria ...» (Gottingae, 1677). Besonders berühmt wurden die «Dicta Catonis», eine in mehreren Fassungen überlieferte Slg. moralischer Sentenzen, die dem Cato Censorius zugeschrieben werden, in je zwei Hexametern. Ihr Grundstock muß schon um das Jahr 200 n. Chr. vor…

Biblio-Ikonophilie

(26 words)

Author(s): Red.
ist die Liebe zum ill. Buch, dem livre ä figures, die das Bild als Erklärer des Textes oder als Kunstschöpfung für sich betrachtet. Red.

Lederspiegel

(71 words)

Author(s): Red.
heiBen diejenigen Buchdeckelinnenseiten, die mit Leder bezogen sind; bei Ganzlederbanden seit dem 17. Jh. vorkommend, viel friiher und besonders kunstvoll verziert bei den orientalischen Einbanden per- sisch – türkischer Art. Die Verzierung des L.s ist oft ähnlich oder noch reicher als die der Außenseite; moderne L. werden auch in Lederintarsia ausgeführt, sogar mit entsprechendem fliegenden (Vorsatz – )Blatt. Red. Bibliography Helwig, H.: Einführung in die Einbandkunde. Stuttgart 1970, S. 19.

Schriftsetzer

(39 words)

Author(s): Red.
Der S. war für Texterfassung, -bearbeitung und -gestaltung zuständig, die er im Bleisatz oder im Fotosatz vornahm. Seit 1998 wird er gemeinsam mit dem Reprographen (Bilderfassung) in drei Jahren zum «Mediengestalter für Digital- und Printmedien» ausgebildet. Red.

Lengfeld'sche Buchhandlung, M.

(66 words)

Author(s): Red.
A. Gantz Nachf., 1842 von Moritz Lengfeld in Köln gegründet. Schwerpunkte waren bis zur Kriegszerstörung 1943 Belletristik, Kunst-, Musik- und Kunstantiquariat, ferner eine bedeutende Leihbibl. (als Bücherleihinstitut und Novitäten-Le-sezirkel gegr.) mit Fernausleihe. Hauptarbeitsgebiete nach 1945 sind Schöne Lit. (mit dem Hobby Kriminalromane), Kunst, Gesch. und Politik. Einen beträchtlichen Teil des Geschäftsumfangs nimmt der Versand an auswärtige Institute, Firmen und Bibl.en ein. Red.

Gunst, Pieter Stevens van und Philipp van

(141 words)

Author(s): Red.
niederl. Kupferstecher und Radierer. Der bedeutendere war Pieter (* 1659 in Amsterdam, † 1724). Seine Arbeiten sind nicht mit Sicherheit von denen Philipps zu trennen. Beide zusammen arbeiteten für die «Anatomia humanis corporis» von G. Bidloo (Amsterdam 1685). Philipp allein lieferte Blätter für A. Baniers Ausg. von Ovids Metamorphosen (Amsterdam 1732). Pieter hat zahlreiche Bildnisse nach A. v. d. Werff gestochen, für J. de Larreys Histoire d'Angleterre, (Rotterdam 1707 f.). Stiche der van G. …

Elzeviromanie

(38 words)

Author(s): Red.
die früher eifrig gepflegte, jetzt nicht mehr übliche Verehrung der Drucke der Firma Elzevier, besonders ihrer Ausg. von griech. und lat. Klassikern und der sog. «Republiken». Sie bildeten lange Zeit einen beliebten Gegenstand der Sammlertätigkeit. Red.

Dérain, André

(152 words)

Author(s): Red.
(1880–1954), franz. Maler und Graphiker, gehörte zu den Pionieren des Kubismus in Frankreich. Als Graphiker und Illustrator arbeitete er mit Holzschnitt, Lithographie und Radierung. Auch hier tritt wie bei den Gemälden das Gegenständliche hinter dem rhythmischen Aufbau der Bildkomposition zurück. In der Buchill. brachte er dadurch eine ganz neue Auffassung. Er illustrierte die Titel in G. Appolinaire «L'enchanteur pourissant» (1909), M. Jakob «Les ævres burlesques et mystiques de frère Matorel» …

Contre-épreuve

(49 words)

Author(s): Red.
Gegenabdruck, zum Ausmalen bestimmter Abdruck, wird mit einem Papier von der erweichten Druckfarbe des Originalkupfers abgenommen oder durch Anpressen eines befeuchteten Papiers auf den Stich erzeugt. Kopisten und Fälscher stellen solche Abdrucke her, um anschließend die Umrisse nachzuziehen und so ein Doppel des Originals zu erhalten. Red.

Flammen

(16 words)

Author(s): Red.
heißen die rautenförmigen Teile der Frakturversalien, z. B. der obere Strich beim . Red.

Zíbrt, Čenėk

(202 words)

Author(s): Red.
tschechischer Bibliograph und Bibliothekar, * 12. 10. 1864 in Kostelec, † 14. 2. 1932 in Prag. 1884 nahm er das Studium der klassischen Philologie an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag auf. Prof. für Kulturgeschichte. Seit 1904 Direktor der Bibl. des Prager Nationalmuseums. Das monumentale Werk «Bibliografi e Āeské historie» (Bibliographie der tschechischen Geschichte), 5 Bände, Prag 1900 – 1912, ist seine wiss. Hauptleistung. Bd. I enthält Bibliographie, Buchwesen und Hil…

Calendarium

(5 words)

Author(s): Red.
Siehe Kalender Red.

Schreibkalender

(46 words)

Author(s): Red.
Eine um 1500 aufkommende Bezeichnung für Kalender in Buchform im Unterschied zu den bis dahin verbreiteten Einblatt- oder Wandkalendern. Bei ihnen wurde die Rektoseite für persönliche Notizen freigelassen. Red. Bibliography Lex. der Buchkunst und Bibliophilie. Hrsg. von K. K. Walther. Mnchen usw. 1988, S. 236

Haupt, Paul, AG, B

(122 words)

Author(s): Red.
uchhandlung, Verlag und Druckerei, gegr. am 1. 10. 1906 in Bern von Max Drechsel(1878 – 1918) als «Akademische Buchhandlung für Medizin und Naturwissenschaften». Paul Haupt (1889–1978), Mitarbeiter seit Beginn, übernahm 1918 nach dem Tod Drechsels die Buchhandlung und führte sie unter seinem Namen weiter. Erweiterung des Angebots auch auf andere Wissensgebiete, erste Verlagstätigkeit 1908. 1919 erschien Hedwig und Karl Annelers Werk «Lötschen, dieLandeskunde des Lötschentals». 1920 begegnete H. …

Weißstein, Gotthilf

(71 words)

Author(s): Red.
(1852–1907) dt. Bibliophile, dessen Bibl. vorzugsweise Berliner Literatur, Werke über die Mark Brandenburg und Theatergeschichte, Ballettexte, Theatergesellschaften, Hanswurst, Puppen- und Schattenspiele, eine große Zahl Theaterzettel usw. enthielt. Fedor von Zobeltitz gab 1913 den Kat. (Gotthilf Weiß-stein. Weimar, Ges. der Bibliophilen) heraus, 1923 kam die Slg. (11.076 Bde.) als Leihgabe an die Preuß. SB in Berlin. Red. Bibliography H. Lindau in: Zs. für Bücherfreunde. Neue Folge. XV, 1923, S. 32.

Warensendung

(27 words)

Author(s): Red.
ist eine verbilligte Versandart der Deutschen Post, die allerdings bestimmten Bedingungen hinsichtlich Inhalt und Verpackung unterliegt. Eine Unterart der W. ist die a Büchersendung. Red.

Ikonograph

(39 words)

Author(s): Red.
ein Übertragungsgerät des Lithographen, das ähnlich wie der Storchschnabel (Pantograph) dazu dient, Vorlagen maßstabsgerecht zu übertragen. Von einem Führstift, der über die Vorlage bewegt wird, steuert sich ein Zeichenstift, der auf den Stein die Zeichnung aufbringt. Red.

Brief

(129 words)

Author(s): Red.
ein im Anfang des Zss.wesens auftretendes Titelwort, dessen Weiterbildungen «Brieftasche» und «Brief-wechsel» sind. Die Gepflogenheit, ein Journal in Briefform zu veröffentlichen, geht auf die Anfange des Nachrichtendienstes zurfick, als die Berichterstattung von politischen und gelehrten Neuigkeiten durch brieflichen Austausch mittels Boten erfolgte. In der 2. Hälfte des 18. Jh.s dtirfte das BewuBtsein dieses ursprfünglichen Zusammenhanges mit dem Zss.wesen erloschen gewesen sein. Die damals in…

Thulden, Theodor van

(98 words)

Author(s): Red.
* 9. 8. 1606 in Hertogen-bosch, † 1676 ebd., Maler, Kupferstecher und Radierer, Schüler von P. P. Rubens. Als sein Hauptwerk gelten die ausgezeichneten Stiche nach Zeichnungen von Rubens für den feierlichen Einzug Ferdinands von Öster-reich in Antwerpen 1635 (C. Gevartius: Pompa introitus Ferdinandi Antverpiae, 1641 oder 1642). Red. Bibliography Wurzbach, C. von: Niederl. Künstler-Lexikon. Bd. 2. Wien / Leipzig 1906, S. 710–711 Funck, M.: Le livre belge à gravures. Paris / Bruxelles 1925, S. 257, 317–318 Wort und Bild. Buchkunst und Druckgraphik in den Niederlanden im 16…

Zeilensatz

(45 words)

Author(s): Red.
bezeichnet den maschinellen Bleisatz auf der Zeilensetz- und Gießmaschine, bei dem eine in einem Stück gegossene Zeile entsteht (z. B. Linotype). Dane-ben gibt es den maschinellen Bleisatz auf der Einzelzeichen-Setz- und Gießmaschine, bei dem Zeilen aus einzelnen Lettern entstehen (z. B. Monotype). Red.

Bocksaffian

(25 words)

Author(s): Red.
das (im Gegensatz zum Bockleder) zu Bucheinbänden gut zu verwendende Leder von ostindischen Ziegen. Die Haltbarkeit kann durch nachträgliche Sumachgerbung erhöht werden. Red.

Aubert, Michel

(86 words)

Author(s): Red.
französ. Kupferstecher, *1700 (oder 1704), †29. 4. 1757 in Paris, stach Porträts und Vignetten. Er war als Stecher beteiligt u. a. an den Werken von Cervantes: Don Quichote 1723–1724, Argenville: Peintres 1745, Lafontaine: Fables 1746, Prévost: Histoire générale des Voyages 1746ff., Lebrun: Galerie de Versailles. Red. Bibliography Portalis, R. / Béraldi, H. : Les graveurs du dix-huitième siècle. T. 1. Paris 1880, ND New York 1970, S. 38 Thieme-Becker II, S. 227 Courboin, F.: Histoire ill. de la gravure. 2. Paris 1923128, S. 79.

Refutatio

(43 words)

Author(s): Red.
(lat. = Widerlegung), im 16. und 17. Jh. nicht seltener Titel von Widerlegungsschriften, bes. in religiösen, aber auch in rechtlichen und politischen Streitsachen, z.B. «Solida Refutatio compilationis Cinglianae et Calvinianae» von Jakob Andreae d.Ä. Tübingen 1584. (VD 16 A 2702). Red.

Coppenrath & Boeser, Universitäts-Buchhandlung

(55 words)

Author(s): Red.
GmbH & Co. in Münster. Angeregt durch den kurfürstlichen Hoffourier Friedrich Coppenrath gegr. vom Hofbuchhändler Perennon 1768, 1790 von Joseph Heinrich Coppenrath übernommen. Früher mit Schwerpunkt auf Belletristik, heute (1987) Universitäts-Buchhandlung mit den Schwerpunkten Jura, Wirtschaft, Medizin und Naturwissenschaften. 1985 umbenannt von Universitäts-Buchhandlung Coppenrath in Universitäts-Buchhandlung Coppenrath & Boeser. Red.

Corbould, Richard

(74 words)

Author(s): Red.
* 18. 4. 1757 in London, † 26. 7. 1831 ebd., erfreute sich in Hof- und Adelskreisen als Porträtmaler größter Beliebtheit. Er zeichnete Ill. zu den «Pocket Editions of the English Classics» (1795 ff.), zu «Pamela» von Richardson, zu «Specimens of Polyautography» (1803) und zu «Elegiac Sonnets» von Charlotte Smith (1895). Ferner lieferte er Beiträge zu «Proverbial Philosophy» von Tupper (ersch. 1854). Red. Bibliography Thieme-Becker Bd. 7, S. 396 Rümann S. 108.

Weite Schlagwörter

(53 words)

Author(s): Red.
stellen eine Schrift nicht unter deren eigentliches Schlagwort, sondern unter dessen übergeordneten Begriff, also z. B. ein Buch über «Trakehner» unter «Pferde». Sie sammeln auf diese Weise unter einzelnen Schlagwörtern größere Lit.mengen an, die sie meist in Untergruppen zerlegen, so daß hier ein Übergang zur systematischen Ordnung vorhanden ist. Red.

Dathe, V.

(49 words)

Author(s): Red.
auf Grund falscher Lesung der Inschrift «VDMIE» (Verbum dei manet in eternum) auf den Ottheinrich-Einbänden irrtümlich vermuteter Heidelberger Buchbinder. Red. Bibliography Sillib, R.: Ein Prachteinbd. des Kurfürsten Ottheinrich v. d. Pfalz und sein angeblicher Meister. In: Collectanea variae doctrinae. Festschrift für Olschki. München 1921, S. 223 ff.

Bouquineur

(8 words)

Author(s): Red.
Sammler von alten Büchern, Bücherwurm. Red.

Carnet

(20 words)

Author(s): Red.
franz., wahrscheinlich von lat. quaternetum quaternus (Quatern), Notizbuch, Reisebuch, Taschenbuch, in der Kaufmannsprache besonders Tag und Schuldregister. Red.

Abriß

(16 words)

Author(s): Red.
Entwurf, Bild, ursprünglich zeichnerisch, dann auch schriftstellerisch; schon im 17. Jh. so gebraucht. Red.

Confer

(16 words)

Author(s): Red.
abgekiirzt cf., cfr., conf. = vergleiche; vor-nehmlich verwendet in wiss. Arbeiten fur Belegstellen. Red.

Eschatokoll

(28 words)

Author(s): Red.
griech. ἐσχατόϰολλον, das Letztgeklebte, d. h. das letzte (Schluß-)Bl. der Papyrusrolle. Es hat nur geringe Bedeutung als Gegenstück zum Protokoll; enthält bei Aktenstücken die Unterschriften. Red.

Kompilation

(33 words)

Author(s): Red.
von lat. compilare — ausplündern, eine Zusammenstellung von Texten oder Textausschnitten aus anderen Schriften, i.d.R. für lit. Werke angewendet, in denen Stoffe aus älteren Quellen wiss. unverarbeitet vermittelt werden. Exzerpt Red.

Zocchi, Giuseppe

(224 words)

Author(s): Red.
* um 1711 in Florenz, † 1767 eben-da, ital. Maler und Zeichner. Von Andrea Gerini gefördert schuf er Fresken, Ölbilder, Zeichnungen und Kupferstiche. Dazu gehören sechs Darstellungen aus dem Alten Testament, der allegorische Titel zu «Pitture del Salone Imperiale», Florenz 1766, Folgen zu den Tageszeiten und Mona ten, Landschaftsdarstellungen u. a. Am bekanntes ten sind seine in Kupfer gestochenen Ansichten von Florenz und der Toscana. Diese wurden von Z. in zwei Serien gedruckt. Die eine enthäl…

Engleheart, Francis

(91 words)

Author(s): Red.
* 1775 in London, † 15. 2. 1849 ebd., engl. Kupferstecher, Schüler von Josef Collyer und James Heath. E. arbeitete meist in Linienstichtechnik, in der er nach Vorlagen von Richard Cook Ill. zu Homer, Shakespeare und Walter Scott stach. Nach Zeichnungen von Robert Smirke führte er für den Verlag Cadell und Davis zahlreiche Ill. aus, so 30 Blätter zu deren Don-Quijote-Ausg. Nach Thurston, West u. a. stach er Bildnisse für Walker «Effigies Poeticae» (1820ff.), schließlich stach er auch Ill. zu verschiedenen Almanachen. Red. Bibliography Thieme-Becker Bd. 10, S. 551.

Pinsellithographie

(145 words)

Author(s): Red.
(auch Lithotintverfahren oder Pinsel-Tuschlavierung) ist eine Art des lithographischen Umdrucks, die sich durch ihre Variationsvielfalt auszeichnet. Die Fett–Tusche wird dabei auf einen besonders glatt geschliffenen Stein aufgetragen und dringt in dessen Poren ein; die Fettsäuremoleküle haften fest auf der alkalischen Steinschicht. Aus der Verbindung von Fett-Tusche und kohlensaurem Calciumcarbonat entsteht Calciumnitrat, das fettanziehend und wasserabweisend wirkt. Das Verfahren geht auf Charle…

Weishaupt, Franz

(35 words)

Author(s): Red.
wandte 1828 in München für den Druck naturgeschichtlicher Bilder zum ersten Mal die Chromolithographie an. Red. Bibliography Weber, W.: Gesch. der Lithographie. Bd.1: Von den Anfängen bis 1900. München 1961, S. 91 ff.

Brokatpapier

(30 words)

Author(s): Red.
ist ein Buntpapier, das Brokatgewebe nachahmt, also farbige mit Gold durchwirkte Muster zeigt, und häufig auch Prägung aufweist. Erstes Massendruckerzeugnis des neu erfundenen Trocken-Prägedrucks im 18. Jh. Red.

Camphausen, Wilhelm

(84 words)

Author(s): Red.
* 8. 2. 1818 in Düsseldorf, 18. 6. 1885 ebd., Militär– und Schlachtenmaler. 111. zeichnete er zu «Morgenrot» von Hauff und «Prinz Eugenius» im 2. Bd. der «Lieder und Bilder» (Düsseldorf 1843). Weitere 111. finden sich in Halms «Friedrich der Große», in den Schriften von Washington Irving und der Prachtausg. von Uhlands Gedichten (1865 — 1866). Auch zu den «Dt. Volksbüchern» von Gustav Schwab (Stuttgart 1859) lieferte er Beitrage. Red. Bibliography Rümann S. 273, 276, 278, 286 Thieme–Becker Bd. 5, S. 464.

Roxburghe Binding

(81 words)

Author(s): Red.
eine auch als Dauereinbd. verwendbare Form des Interimseinbds., zuerst bei den Veröff. des Roxburghe Clubs gebraucht und danach benannt. Beim R. wurde der unbeschnittene Buchblock auf Bänder geheftet, die in die Buchdecke eingeklebt wurden. Der R. hat glatten Lederrücken, den Titel in Gold nahe am Kopf, die Deckel mit Leder oder Papier bezogen, die Blätter nicht beschnitten, jedoch mit Kopfgoldschnitt. Red. Bibliography Helwig, H.: Einführung in die Einbandkunde. Stuttgart 1970, S. 43 Mazal, O.: Einbandkunde. Wiesbaden 1997, S. 25.

Memento mori

(106 words)

Author(s): Red.
(lat.gedenke des Todes) werden Schriften, Flugblätter und volkstümliche Andachtsbilder genannt, die in oft drastischen Worten und Bildern an die Unvermeidlichkeit des Sterbens erinnern (vgl. auch Ars moriendi und Totentanz). Das Wort M. m.selbst scheint vor dem 13. Jh. nicht belegt zu sein; aber bereits in der hs. Überlieferung davor tauchen häufig Illustrationen auf, die in Blockbüchern und Einblattdrucken zum M.–m.–Thema dominierende Bedeutung gewinnen. Sie wirken bis in die M.–m.–Klappbriefe fort, die in Mitteleuropanoch im 20. Jh. anzutreffen waren. Memento mori. Flu…

Dreiviertelfett

(18 words)

Author(s): Red.
heißt diejenige Druckschrift-Variante, deren Strichstärke zwischen dem halbfetten und dem fetten Schnitt einer Schriftfamilie liegt. Red.

Teigdrucke

(189 words)

Author(s): Red.
(franz.: Empreintes en pâte, engl: paste-prints) sind zwar nur selten direkt zur Buchill. benutzt worden, doch haben sich noch keine von ihnen anders als in Bucheinbänden aus der Zeit 1458–1523 vorgefunden. Obschon bereits früher bekannt war, daß die rund 200 Bilder, die wir unter dieser Bezeichnung zusammenfassen, keineswegs in gleicher Technik ausgeführt sind, so ergaben jüngere Untersuchungen, daß die Unterschiede weit zahlreicher sind, als man bisher annahm. Die weit überwiegende Mehrzahl is…

Bockleder

(9 words)

Author(s): Red.
auch Bockschafleder, ist ostindisches Schafleder. Bastardleder Red.

Chamois

(15 words)

Author(s): Red.
Gemsleder, vor allem zum weichen Ausfättern der Buchfutterale für kostbare Bücher verwendet. Red.

Cock, Hieronymus

(138 words)

Author(s): Red.
*um 1510 in Antwerpen, 1570 ebd., Maler und Kupferstecher. C. hielt sich vermutlich zwischen 1546 und 1548 in Rom auf und begründete nach seiner Rückkehr den Kupferstichverlag Aux quatre vents, der die Ausbreitung des Kupferstichs in den Niederlanden außerordentlich gefordert hat. Neben der Pflege einheimischer Künstler wie P. Bruegel, dessen Zeichnungen C. stechen ließ, widmete er sich vornehmlich dem Reproduktionsstich nach röm. Vorlagen und wurde der Mittelpunkt eines Kreises von Reproduktion…

Pegamoid

(14 words)

Author(s): Red.
(dafür manchmal fälschlich: Pergamoid) ist Markenbezeichnung für eine engl. Sorte Kunstleder. Red.

Zeune, Johann August

(394 words)

Author(s): Red.
* 12. 5. 1778 in Wittenberg, † 14. 11. 1853 in Berlin, Blinden-Pädagoge, Geograph, Germanist, Sohn des Wittenberger Philologen Johann Karl Z. (1736 - 1788). Z. begann 1798 das Studium an der Wittenberger Universität, hier wurde er auch mit dem Thema «De historia geographiae» promoviert. Seit 1803 lebte und wirkte er in Berlin. Von 1803 bis 1805 war er Lehrer am Gymnasium zum Grauen Kloster. Am 11. 9. 1806 wurde er von König Friedrich Wilhelm III. beauftragt, nach dem Vorbild des Pariser Valentin…

Bordes, Adolphe

(56 words)

Author(s): Red.
* 1803, † 1867, franz. Bibliophile in Bordeaux, Schatzmeister der Bibliophiles du livre con-temporain, erwarb eine schone Bibl., die besonders durch Kaufe auf der Aukt. Guyot de Villeneuve 1900 bis 1901 ausgebaut wurde. Red. Bibliography Furstenberg, H.: Das franz. Buch im 18. Jh. Weimar 1929, S. 269 Diet, biogr. fran?. T. 6, Sp. 1079.

Opalographie

(93 words)

Author(s): Red.
ist ein einfach anzuwendendes Flachdruckverfahren (Patent von Hurwitz, Berlin 1910) auf der Grundlage einer Opalglasplatte, d. h. einer mit Opalmineral gemischten Glasplatte von rein weißem Aussehen. Auf einen dünn aufgetragenen Grund von Traubenzuk-ker, Alaun und Magnesiumchlorid wird die mit einer bes. Tinte geschriebene oder gezeichnete Vorlage aufgequetscht. Nach dem Abnehmen der Vorlage und dem Behandeln mit einer borsäurehaltigen Glyzerinlösung ist die Zeichnung farbannehniend; es kann nach jedesmaligem Überwalzen mit Farbe mittels Handwalze gedruckt werden. Red…

Donum

(17 words)

Author(s): Red.
Geschenk, hier vor allem Büchergeschenke von Privatleuten an öffentliche Einrichtungen (Bibl.en oder Museen). Donator Red.

Daniell, William

(153 words)

Author(s): Red.
* 1769, † 16. 8. 1837 in New Camden Town, engl. Landschaftsmaler und Aquatintastecher. Er begleitete seinen Onkel, den Landschaftsmaler Thomas Daniell, nach Indien. In dem die Zeichnungen und Skizzen dieser Reise enthaltenden sechsbändigen Werk «Oriental Scenery» (1808) hat D. in fünf Bdn. die Aquatintastiche ausgeführt oder deren Ausführung unterstützt. Er selbst zeichnete und stach: «A picturesque Voyage to India», «Zoography», «Animated Nature» (1807), «Views of London» (1812). Auch führte er…

Bannatyne Club

(45 words)

Author(s): Red.
schottische Bibliophilen-Vereini-gung, von W. Scott 1822 als schottisches Gegenstfick zum Roxburghe-Club gegrfindet. Er hatte wie dieser die Herausgabe seltener Schriften durch die Mitglieder zum Ziele. Red. Bibliography Bogeng, D. A. E.: Die groBen Bibliophilen. Bd. 1. Leipzig 1922 (ND Hildesheim 1984), S. 443.

Bibliophile Zeitschriften

(100 words)

Author(s): Red.
Von ihnen gibt es verschiedene Gattungen: 1. die von den zahlreichen bibliophilen Ges. hrsg. Mitteilungen und periodischen Veröff. (z. B. Philobiblon, Wandelhall, der Bücherfreunde), 2. die von Antiquariaten veröff. Hauszss. (z. B. L. Baers Frankfurter Bücherfreund), 3. die mehr wissenschaftlichen Periodica, die vornehmlich Themen der Buchgesch. und der Gesch. der Bibliophilie behandeln (z. B. The Book Collector, Bulletin du bibliophile, Zeitschrift für Bücherfreunde), 4. die bibliophil aufgemac…

Carpentras

(229 words)

Author(s): Red.
das antike Carpentoracte. 1. Buchdruck. C. erhielt um 1690 die erste Druckerei durch Claude Touzet. Sein Hauptwerk ist die Bulla dismembrationis, das er 1698 für die Stadt ausführte. Er starb 1708; seine Witwe und dann sein Schwiegersohn Dominiqui Eysséric führten die Werkstätte bis 1726 fort. Die Witwe Eysséric nahm als Teilhaber den Drucker Gaspard Quenin auf, der nach ihrem Tode 1732 die Druckerei übernahm und bis 1759 leitete; in den Händen seines Sohnes war sie bis 1809. Pellechet, M.Notes sur les imprimeurs du Comtat Venaissin. Paris 1887, S. 98 ff. 2. Bibliotheken. Bibliothèque …

Bibliothekszeitschriften

(135 words)

Author(s): Red.
Ihre Zahl ist sehr groß. Fast jedes Land mit größeren Bibl.en hat ein solches Organ. Es gibt verschiedene Kategorien: 1. die von bibliothekarischen Verbänden hrsg. Zss. (z. B. IFLA Journal, Library Association Record), 2. die für die bibliothekarische Praxis bestimmten Organe (z.B. Library Journal, Journal of Library Automation, Jahrbuch der deutschen Bibl.en), 3. die Zeitschriften zur Bibl.theorie (z. B. Zeitschrift für Bibl, wesen und Bibliographie, Library Quarterly), 4. die mehr historisch a…

Bulthaupt, Heinrich Alfred

(74 words)

Author(s): Red.
*26. 10. 1849 in Bremen, †20. 8. 1905 ebd., Bibliothekar, Dichter und Dramaturg, studierte Rechtswissenschaft und ließ sich 1875 in seiner Vaterstadt als Anwalt nieder. 1878—1905 war er Bibliothekar an der dortigen StB: 1896 wurde unter ihm der Neubau bezogen. Er ist bekannt als Verfasser zahlreicher Dramen und seiner Dramaturgie der Klassiker (1881 u.ö.). Red. Bibliography Biographisches Jb. 12. 1909, S. 293 ff.; Bremische Biographie des 19.jh.s. Bremen 1912, S. 79ff.

Reliefklischee

(151 words)

Author(s): Red.
ist die Bezeichnung für die Klischees, die die Zurichtung im Druckstock selbst tragen. Bereits die alten Holzschneider haben ihre Druckstöcke reliefartig ausgearbeitet, um das Drucken zu erleichtern. In neuerer Zeit hat Eugen Albert 1899 reliefartige Klischees paten tieren lassen und auch andere haben sich auf diesem Gebiete betätigt. Später ist das R. wieder in Gebrauch gekommen für den Druck von enggerasterten Autotypien auf maschinenglattem Papier, der unter verschiedenen Namen von zahlreiche…

Sc.

(20 words)

Author(s): Red.
= sculpsit (lat. = hat gestochen), eine unter Kupfersti-chen häufig verwendete Abk. vor dem Namen des Stechers. Red.

Cul-de-lampe

(48 words)

Author(s): Red.
Zierleiste als Buchschmuck am Ende eines Buches oder Kapitels, in Holzschnitt, dann auch in Kupferstich und anderen Verfahren, meist in Dreieckform mit nach unten gerichteter Spitze. Wie alle Zierstücke zur Unterscheidung von Originalausgabe und Nachdruck wichtig. Cul-de-lampe aus: G. Schönborner: Politicorvm Libri VII. Leipzig 1614. Red.

Roscoe, William

(227 words)

Author(s): Red.
*8.3.1753 in Mount Pleasant, Liverpool, †30· 6. 1831 in Liverpool, britischer Politiker, Bankier, Schriftsteller und Gelehrter, seit 1781 auch Bibliophile. Er verfaßte neben Gedichten Werke auf unterschiedlichen Fachgebieten, z.B. zur Gesch. der Renaissance in Italien («The life and the pontificate of Leo X». 4 Bde. 1805 — 1806 u.ö.; «The Life of Lorenzo de' Medici». 2 Bde. 1795 u.ö.), der Geistesgesch. («On the origine and vicissitudes of literature, Science and art». 1818 u. ö.), der Rechtswis…

Einpressen

(57 words)

Author(s): Red.
ist das zu den meisten Arbeiten am Buchblock während des Bindens nötige Zusammenpressen der Lagen zu einem festen Block, bes. das Pressen der zum Heften vorgerichteten Lagen, um alle Falzbrüche niederzudrücken, was nach dem Heften nicht mehr möglich ist. Zum E. dienen hölzerne Handpressen, die mit dem Preßbengel zugedreht werden, oder eiserne (Stock-) Pressen. Red.

Boîte

(28 words)

Author(s): Red.
Buchkasten, sowohl als Behältnis für ein Buch (in einfacherer Form Etui genannt), als auch ein in Buchform, evt. unter Verwendung eines alten Einbandes, gestalteter Kasten Red.

Delineatio

(33 words)

Author(s): Red.
(lat. = Umrißzeichnung, Entwurf, Grundriß), benutzt als Titel für lit. Grundrisse, besonders für Deduktionen und andere Schriften in rechtlichen, politischen oder religiösen Streitsachen, z. B. «Juris Cameralis delineatio brevis», 1714. Red.
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