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Your search for 'dc_creator:( "Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt)" ) OR dc_contributor:( "Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt)" )' returned 7 results. Modify search

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Ehebruch

(575 words)

Author(s): Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt)
[English version] I. Griechenland E. gehörte im ant. Griechenland neben Vergewaltigung zu den als μοιχεία ( moicheía) geahndeten sexuellen Vergehen, die als Angriff auf das eheliche Bindungsverhältnis (φιλία, philía) verstanden wurden. Nach Xenophon (Hier. 3,3) erlaubten deshalb die meisten griech. Gemeinwesen die Tötung des Ehebrechers. In att. Gerichtsreden wird E. im Zusammenhang mit Bürgerrechtsfragen und Tötungsdelikten erwähnt. In der Verteidigungsrede für Euphiletos, der den Verführer seiner Frau getötet hatte und sich dafür vor Ger…

Eheverträge

(636 words)

Author(s): Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt)
[English version] Unter den griech. Papyrusurkunden aus dem ptolemaiischen und röm. Ägypten befindet sich eine Anzahl von E., die sowohl moralische Verpflichtungen der Ehepartner als auch das eheliche Güterrecht regelten. Sie stammen aus der Zeit zwischen dem 4. Jh.v. Chr. und dem 6. Jh.n. Chr. und sind (anders als die mündlichen Absprachen über die Mitgift, die für das klass. Athen belegt sind) nicht als Abkommen zwischen zwei Familien - vertreten vom Brautvater und dem Bräutigam -, sondern als V…

Geschlechterrollen

(2,665 words)

Author(s): Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt) | Stahlmann, Ines (Berlin) | King, Helen (Reading)
I. Gesellschaft [English version] A. Griechenland Kennzeichnend für die griech. Ges. ist eine strikte Trennung der Sphären der Geschlechter, die kaum mit der mod. Unterscheidung zw. einem privaten, häuslichen und einem öffentlichen, polit. Bereich übereinstimmt. Weder ist das Haus ( oíkos ) als ein rein privater Bereich zu verstehen, noch lassen sich die G. nur auf jeweils einen Bereich fixieren. Grenzlinien bestanden sowohl innerhalb des Hauses als auch innerhalb der Öffentlichkeit ant. Städte. Komplementarität, aber auch Abgrenzung zeichnen den ant. Diskurs über die G. aus. Wa…

Geschenke

(2,185 words)

Author(s): Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt) | Weeber, Karl-Wilhelm (Witten)
I. Griechenland [English version] A. Forschungsgeschichte Das Griech. und Lat. kennen eine Vielzahl von Begriffen für G. und Gaben. Das Geben von G. war ein in hohem Maß ritualisierter Akt und von Konvention und Tradition bestimmt. G. hatten nur selten einen freiwilligen Charakter und transportierten in der Regel den Anspruch auf Gegenleistungen. Dies galt sowohl für G. zw. sozial Gleichgestellten, zw. Verwandten, Nachbarn und Freunden, zw. Männern und Frauen, als auch für solche zw. ranghohen und sta…

Gastfreundschaft

(1,759 words)

Author(s): Felber, Heinz (Leipzig) | Wiesehöfer, Josef (Kiel) | Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt)
[English version] I. Alter Orient und Ägypten In Äg. und in Mesopotamien wird G. nicht als eigener Wert behandelt, doch wird Freigebigkeit gegen Bedürftige im Sinne einer kommunikativen und vertikalen Solidarität [1; 2] in beiden Kulturen als verpflichtende Norm gesehen. Nach ägypt. Quellen verhält man sich Fremden gegenüber zurückhaltend, und späte Lehren (Anch-Scheschonqi 21,24f.) sprechen von der Einsamkeit des Menschen in der fremden Stadt, in der er keine Verwandten hat. Selten enthalten Briefe Ermahnungen, einen angekündigten Ga…

Ehe

(2,665 words)

Author(s): Westbrook, Raymond (Baltimore) | Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt) | Treggiari, Susan (Stanford) | Ego, Beate (Osnabrück)
[English version] I. Alter Orient Potentiell war die E. im Alten Orient immer polygam, im Normalfall aber monogam: Nur Könige hatten mehr als zwei Frauen. Die E. mit Angehörigen niedriger Sozialgruppen war ebenso gültig wie die E. zw. ihnen. Grundsätzlich war die E. zw. engen Verwandten verboten, außer zw. Halbbrüdern und -schwestern väterlicherseits. Die E.-Schließung konnte auf vier Arten geschehen: 1) durch Vertrag zw. Bräutigam oder seinen Eltern und den Eltern der Braut; 2) durch Gewährung von B…

Frau

(4,768 words)

Author(s): Renger, Johannes (Berlin) | Feucht, Erika (Heidelberg) | Brosius, Maria (Oxford) | Macuch, Maria (Berlin) | Wagner-Hasel, Beate (Darmstadt) | Et al.
I. Alter Orient, Ägypten und Iran [English version] A. Einführung Die Kenntnis über den Status von F. beruht weitgehend auf Texten juristischer Natur (Rechtsurkunden, Rechtsbücher, königliche Erlasse). Dementsprechend betont die bisherige Forschung v.a. die rechtlichen Aspekte der Stellung von F. in Familie und Gesellschaft. Nichtjuristiche Texte unterschiedlicher Genres enthalten Nachrichten über das Wirken von F. aus den Familien der Eliten, insbes. denen der königlichen Clans. So nimmt die hethit. Köni…