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Your search for 'dc_creator:( "Cancik, Hubert" ) OR dc_contributor:( "Cancik, Hubert" )' returned 21 results. Modify search

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Urgeschichte

(2,260 words)

Author(s): Feldtkeller, Andreas | Arneth, Martin | Cancik, Hubert | Strutwolf, Holger
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Das Konzept einer U., wie es im wiss. Diskurs verwendet wird, ist am bibl. Text Gen 1–11 ausgerichtet, läßt sich aber auch auf andere Zusammenhänge der Religionsgesch. übertragen. Sinnvoll ist dies jedoch nur, wo identitätsstiftende Erzählungen in ihren Zeitvorstellungen (Zeit) grundsätzlich geschic…

Welt

(6,774 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Figal, Günter | Herms, Eilert | Worthing, Mark
[English Version] I. Religionsgeschichtlich 1.Kosmos a) In der griech. und lat. Sprache wird »W.« wiedergegeben: allg. mit dem polaren Ausdruck »Himmel und Erde« (z.B. Diodorus Siculus 1,7,7); als die »von Menschen bewohnte W.« mit »Oikouménē« (οι᾿κουμε´n̆η, ergänze: γη˜/gē´, »Erde«; z.B. Diodorus Siculus 1,1,3; vgl. lat. orbis terrarum, »Erdkreis«; ge…

Reinigung

(2,202 words)

Author(s): Stausberg, Michael | Cancik, Hubert | Seidl, Theodor | Kollmann, Bernd | Schneider-Ludorff, Gury | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichWie bei vielen anderen Tierarten (Tier) ist R. ein elementarer Bereich menschlichen Verhaltens. Gegenseitiges Reinigen impliziert und generiert Erwartungen, Vertrauen, Solidarität und Hierarchie. Rel. Handlungen (z.B. das Reinigen von Götterstatuen und -bildern) rekurrieren auf identische Strukturen.Reinigen ist ein Grundbestandteil ritueller Handlungssequenzen: Gereinigt werden Requisiten, aber nicht zuletzt die Akteure selbst. Der Prozeß ist dabei oft selbstreferentiell: Gereinigt wird nicht von etwas Unreinem, sondern für das Ritual. Reinigungsriten sind in der Regel Bestandteile von Übergangsritualen (Initiationen, Hochzeiten, Bestattungen; Rites de passage). Als zentrales Medium der R. dient fast überall Wasser – es sei denn, daß, wie im Zoroastrismus (Zarathustra), die Reinheit des Wassers selbst ein zu schützendes Gut darstellt, weshalb eine vorgängige R. durch (geweihten) Rinderurin erforderlich ist. Neben Wasser ist Feuer (auch in Form von Räucherungen) der am weitesten verbreitete Reinigungsagent. Des weiteren werden spezielle Substanzen kombiniert (z.B. Weihrauch) bzw. zubereitet. Fasten, das Anlegen neuer Kleider und Enthaltsamkeit (Askese) sind weitere Beispiele aus dem breiten Arsenal von Purifikationstechniken (syst.: Preston). Durch ihre Verbindung mit Sprache, wobei sprachlichen Akten oft eine stärkere Wirkung zugeschrieben wird als den nonverbalen Vorgängen, erhalten R. eine weitere semantische Dimension. Damit einher geht der Anspruch einer inneren (moralisch, spirituellen) Transformation, wie er etwa in Buße, Beichte, Bekenntnis, Reue, oder – in einer Extremform – Konversion (Bekehrung) zum Ausdruck kommt. Auf nonverbaler Ebene kann innere R. auch durch das Einvernehmen bzw. Inhalieren von Substanzen praktiziert werden. Körperliche Verstümmelungen – das Abschneiden von Haaren, Zähnen oder Hautpartien (Klit…

Theologia

(1,438 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] I. Wort und Begriff 1.Der Erstbeleg. Das Wort ϑεολογ-/theolog- (mit Ableitungen) erscheint spät und zunächst selten in der Gesch. der griech. Sprache. Das früheste Zeugnis kommt aus spätklassischer Zeit und belegt das Nomen ϑεολογι´α/theología. Plato kritisiert die Erziehung der Kinder mit fiktiven, lügnerischen, unmoralischen Mythen. Er nennt Homer, Hesiod und die anderen Dichter, die Theogonien, Theomachien, Gigantenkämpfe erzählen. Die Philosophen müssen Richtlinien (»Typen«, Rahmen, Grundzüge) bzgl. dessen…

Romidee

(816 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Wallraff, Martin | Schimmelpfennig, Bernhard
[English Version] I. Griechisch-römische Antike 1.

Person

(4,890 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Schütt, Hans-Peter | Grube, Andreas | Herms, Eilert | Schmidt, Heinz
[English Version] I. Zum Begriff 1. Die Herkunft des lat. Wortes persona – »Maske, Rolle, Status« – ist unbekannt, evtl. etruskisch. Der Philologe Gavius Bassus (1.Jh. v.Chr.) führte den »Ursprung« des Wortes auf die Funktion der antiken Theatermaske als Schalltrichter zurück, der die Stimme konzentriert und sie klangvoller »hindurchtönen« läßt (per-sonare; bei Gellius, Noctes Atticae 5,7). Griech. entspricht ihm das Wort προ´σωποn̆/pro´sōpon, »Angesicht, Maske, Vorderseite«. Das Wort persona wird in Grammatik, Rhetorik, Recht und Philos. gebraucht; wa…

Orient und Okzident

(877 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] I. Die Formel 1. Der Ausdruck Orient (Or.)/Okzident (Ok.; »die auf-/untergehende Sonne«; lat. ortus/occasus; griech. α᾿n̆ατολη´/anatolē´/ δυ´σις/dy´sis) bez. a) ein immer relatives Morgenland (vgl. Mt 2,1: »Magier vom Or.«; vgl. Anatolien/Türkei) oder Abendland (vgl. Hesperien) und b) eine Raumfiktion, ein Konstrukt der »mythischen Geographie«, ein weltanschauliches Stereotyp. Klarer ist die röm. Verwaltungssprache. Nach der Neugliederung des Imperium Romanum durch Diokletian verwaltete der p…

Verfall

(735 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] I. Allgemein V. (vgl. Dekadenz, Degeneration; inclinatio; engl. decline) bez. einen Prozeß allmählicher Verschlechterung, der in einer plötzlichen Katastrophe (griech. καταστροϕη´), in Zerstörung, Zersetzung, langsamem Erlöschen, Ruin endet (griech. ϕϑορα´/phthorá), falls er nicht durch Reformen oder Renaissance abgewendet wird. V. ist das Pendant zu Fortschritt, ein – oft polemisch gebrauchtes – Bild für die Beschreibung, Gliederung (Epoc…

Paradoxographie

(384 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] . P. ist ein nachantiker Name für antike Texte, die Wunderbares (griech. ϑαυ´ματα/thau´mata; lat. mirabilia) aus Natur und Gesch. erzählen, unerhörte Dinge, was unglaublich und gegen alle Erwartung (Paradox) ist. P. ist ein Teil von Naturkunde (naturalis historia) und Geschichtsschreibung. Ihre Stoffe sind prinzipiell empirisch, hist., selten, versteckt an den Rändern dieser Welt, aber keine Mythen aus früher Zeit. So werden in den »Parallela minora« (Ps.-Plutarch) »paradoxe« Mythen durch an…

Rohde

(156 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Rohde, Erwin (9.10.1845 Hamburg – 11.1.1898 Heidelberg), lehrte klassische Philol. in Kiel, Jena, Tübingen (1878–1886), Leipzig und Heidelberg (Prorektor 1894/95). Im Anschluß an Romane und Romanpoetik der Moderne untersuchte R., durchaus ein feinsinniger Antimodernist, die Gesch. des antiken Romans. Das religionsgesch. Hauptwerk »Psyche« (1890–1894, 9/101925) stellt umfassend die »Entwicklung« der Vorstellungen der Griechen von der »Seele«, ihrer Unsterblichkeit, ja Göttlichkeit dar. Die anhaltende und bre…

Ritualbücher

(557 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] (libri rituales). I. R. sind Sammlungen von verschrifteten Ritualen (Ritus/Ritual), von präskriptiven und deskriptiven Texten zum Gebrauch für den Kult, ggf. während des Kultaktes. Sie schreiben vor, »mit welchen Schlachttieren, an welchen Tagen, bei welchen Tempeln Heiliges gemacht werden soll, und woher für diese Aufwendungen Geld angefordert werden könnte« (Liv. I 19, 5; Opfer: II., 3.). Die R. belehren über das Verhä…

Renaissance

(7,676 words)

Author(s): Köpf, Ulrich | Cancik, Hubert | Buttler, Karen | Imorde, Joseph | Mohr, Hubert
[English Version] I. Zum Begriff Der franz., auch ins Dt. und Engl. übernommene Begriff R. gehört zur großen Gruppe der organischen Metaphern für gesch. Vorgänge. Seit dem 19.Jh. lange Zeit allein auf tierisch-menschliches Leben bezogen und als »Wiedergeburt« verstanden, wird er in der neueren Forschung (seit Jost Trier) angemessener dem pflanzlichen Bereich zugeordnet und als »Wiederwuchs«, d.h. als Wiederausschlagen von Trieben aus abgehauenen Bäumen und Sträuchern, …

Varro

(623 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Varro, Marcus Terentius (116–27 v.Chr.). Leben und Werk: Röm. Beamter (Praetor 6…

Religionskritik

(1,900 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Krötke, Wolf
[English Version] I. Griechisch-römische Antike 1.Typen, Topik, Argumentationsmuster. a) Gottesvorstellungen, Mythen (Mythos/Mythologie), Kultpraxis (Kult/Kultus) waren in der griech.-röm. Kultur von Anfang an Gegenstand von Reflexion, Analyse und Kritik (Homer, Hesiod). Dabei sind zu unterscheiden ersten…

Tod

(10,553 words)

Author(s): Heller, Birgit | Cancik, Hubert | Liess, Kathrin | Necker, Gerold | Goldberg, Sylvie-Anne | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich und religions- geschichtlich 1.AllgemeinNeuzeitliche Religionskritik betrachtet Rel. als Kompensation für die Angst des Menschen vor dem T. Obwohl die Auseinandersetzung mit dem T. einen wesentlichen Anteil an der Entstehung menschlicher Kultur hat, rücken die Zeugnisse der frühen Religionsgesch. großteils das irdische Leben in den Vordergrund. Die einzelnen rel. Traditionen gewichten T. und Weiterleben unterschiedlich. Allerdings erweist sich der T. fas…

Vergil

(638 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Vergil, Publius Vergilius (später auch Virgilius) Maro (15.10.70 v.Chr. bei Mantua – 21.9.19 in Brundisium, begraben in Neapel). Leben und Werk: V., gelehrter Dichter aus bescheidenen Verhältnissen, kränklich, von Asinius Pollio, Maecenas, und Augustus gefördert, Freund des Horaz (carm. 1,3). – Das Buch der Eclogae (vf. 39–37) enthält zehn bukolische (»lyrische«) Gedichte von klassischer Vollkommenheit in Sprache, Komposition, Thematik und Metrik. Gegen die akute Bedrohung im Untergang der röm. Republik schaffen sich Hirten, …

Sonne

(2,413 words)

Author(s): Mohn, Jürgen | Hartenstein, Friedhelm | Cancik, Hubert | Schroer, Silvia | Wallraff, Martin | Et al.
[English Version] I. Religionswissenschaftlich Die S. markiert und akzentuiert aufgrund ihrer Omnipräsenz in der Wahrnehmungswelt die zeitlichen und räumlichen Verlaufsformen der natürlichen und kulturellen Lebenswelt des Menschen. Die hiermit einhergehenden möglichen Ordnungsstrukturen, Deutungspotentiale, aber auch Ambivalenzen (he…

Tacitus

(574 words)

Author(s): Cancik, Hubert
[English Version] Tacitus, Publius (Caius ?) Cornelius (ca.55 – nach 116 n.Chr.). Leben und Werk: T. war Praetor (88) und Quindecimvir (?), Consul suffectus (97), Proconsul der Provinz Asia (112/13). Die Biogr. seines Schwiegervaters Cnaeus Iulius Agricola (gest.93) verbindet die laudatio funebris (Totenkult: III.) mit einer Ethnographie Britanniens. Die Ethnographie des freien, d.h. (noch) nicht röm. Germaniens (vf. um 100) zeichnet typisierend und idealisierend das Bild eines unverbildeten »Naturvolkes« u…

Würde des Menschen

(1,735 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Herms, Eilert
[English Version] I. Begriffsgeschichtlich (Antike) 1. Wichtige Begriffe neuzeitlicher Rechtskultur sind in der Antike ausgebildet worden: Naturrecht, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit u.a. Einige stehen in der Antike jedoch in einem anderen Zusammenhang, sind weniger zentral …

Rom

(9,709 words)

Author(s): Koch, Guntram | Cancik, Hubert | Veltri, Giuseppe | Wallraff, Martin | Schimmelpfennig, Bernhard | Et al.
[English Version] I. Geschichtlich und archäologisch 1.Geschichtlich-archäologisch An einer günstigen Stelle, nämlich der Straße von Etrurien nach Latium und Campanien, einer Furt durch den Tiber, etwa 30 km von der Mündung des Tibers entfernt, weiterhin an der Straße von der Küste Richtung Apennin sowie an fruchtbaren Gegenden am Fluß, gab es zumindest seit dem 14.Jh. v.Chr. kleine Siedlungen (v.a. auf dem Capitol). Der Sage nach wurde R. dann 753 v.Chr. gegründet, und zwar von Romulus, der auch erster König wurde. Andere Sagen machen Aeneas, den Sohn des…
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