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Your search for 'dc_creator:( "Figal, Günter" ) OR dc_contributor:( "Figal, Günter" )' returned 16 results. Modify search

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Selbstbewußtsein

(2,123 words)

Author(s): Figal, Günter | Korsch, Dietrich
[English Version] I. Philosophisch S. ist die Kenntnis eigener Zustände, Wünsche und Absichten sowie die Schätzung der eigenen Person (: II.) im Zusammenhang mit anderen. Zum S. gehört wesentlich Reflexion, d.h. die Fähigkeit, sich auf eigene Zustände, Wünsche und Absichten, auf die Eingebundenheit des eigenen Lebens in Situationen sowie auf den Verlauf des eigenen Lebens zu beziehen. So ist das S. weder ein unmittelbares Wissen noch ein Sonderfall des Bewußtseins (: III.) von in der Welt begegnend…

Spontaneität

(195 words)

Author(s): Figal, Günter
[English Version] Spontaneität, von neulat. spontaneitas, gebildet von lat. spons, »Antrieb, Wille«, bez. im Anschluß an den Ablativ sponte, »von selbst«, die Selbsttätigkeit. Spontan ist eine Bewegung, für die es weder in der Natur des Sichbewegenden noch in einem anderen eine Ursache gibt. In diesem Sinne hatte schon Aristoteles eine Bewegung von selbst (α᾿πο` ταυτομα´του/apó tautomátou, metaph. VII 7, 1032a 13) von der natürlichen und der durch Kunst (τε´χn̆η/téchnē) bewirkten Bewegung unterschieden. Prominent wird der Gedanke aber erst in der neuzeitlichen …

Name

(4,894 words)

Author(s): Udolph, Jürgen | Figal, Günter | Hutter, Manfred | Assel, Heinrich | Rüterswörden, Udo | Et al.
[English Version] I. SprachwissenschaftlichAus sprachwiss. Sicht werden Eigennamen (nomen proprium) und Gattungsnamen (nomen appellativum) unterschieden, die beide der Funktion nach zu den Substantiven gehören. Eigennamen dienen der Benennung (d.h. der Identifizierung) von individuellen Personen, Örtlichkeiten, Sachverhalten oder als individuell gedachten Kollektiven und weisen einem Bezeichneten zunächst keine allg. Eigenschaften zu. Mit dem N. »Lena« ist außerhalb eines konkreten Kontextes keine…

Weltbild

(9,960 words)

Author(s): Figal, Günter | Ahn, Gregor | Janowski, Bernd | D. Furley, William | Sellin, Gerhard | Et al.
[English Version] I. PhilosophischDas Wort »W.«, das schon im frühma. Deutsch nachweisbar ist, bez. i. allg. ein »vorstellungsmäsziges bild der welt, wie es sich aus der gesamtheit der welteindrücke und weltanschaulichen vorstellungen ergibt« (DWb 28 [= 14,1,1], 1955, 1553). So ist die Bedeutung des Wortes mit der von »Weltanschauung« verwandt und kommt in der Philos. auch meist zus. mit diesem vor. Dabei wird das W. sowohl als Voraussetzung wie als Resultat der Weltanschauung verstanden. W. Dilth…

Wein

(1,924 words)

Author(s): Staubli, Thomas | Janowski, Bernd | Figal, Günter | Jüngel, Eberhard
[English Version] I. Archäologisch und religionsgeschichtlichDie wilden Vorläufer der Kulturpflanze (Vitis vinifera L. ssp. vinifera) finden sich bes. im nordöstlichen Mittelmeerraum und im Schwarzmeerraum. Früheste Belege für Weintraubensammlung, vermutlich von wilden Stöcken, sind 9000 Jahre alt (Çayönü, Tell Aswad und Jericho). Früheste Hinweise auf Weinkulturen stammen vom Ende des 4.Jt. v.Chr. in Ägypten (Omari, Abydos, Saqqara). Trauben wurden gegessen, meistens aber zu W., in Südmesopotamien …

Weisheit

(1,321 words)

Author(s): Figal, Günter | Hailer, Martin | Wahl, Heribert
[English Version] I. Philosophisch W. ist das von der Philosophie angestrebte Wissen. Dem verdankt die Philos. im Griech. ihren Namen, der aus dem Verb ϕιλε´ω/philéō, »lieben«, »erstreben«, und σοϕι´α/sophía gebildet ist. Dabei hat σοϕι´α zunächst gar keine spezifisch philos. Bedeutung. Das Wort bez. die ausgebildete Fähigkeit, ein Handwerk oder eine Kunst auszuüben. Noch Aristoteles, der für die Ausarbeitung der spezifisch philos. Bedeutung maßgeblich ist, führt die σοϕι´α ein, indem er sie »die Vollkommenheit der Kunst« nennt (α᾿ρετη` τε´χn̆ης/aretē´ téchnēs; e.N. 114…

Sein

(1,742 words)

Author(s): Figal, Günter
[English Version] als substantivierter Infinitiv bez. in der Philos. die Bedeutung des Ausdrucks »sein«, und zwar auch in seinen flektierten Formen. Wer nach dem S. fragt, möchte wissen, was es heißt, daß etwas ist – sei es überhaupt, sei es dieses Bestimmte. Das derart erfragte S. wird in der die Problemstellung vorgebenden griech. Philos. außer mit dem Infinitiv, dem ein bestimmter Artikel vorangestellt ist (το` ει᾿˜n̆αι/tó eínai), auch mit dem Partizip το` ο῎n̆/tó ón bez., das in diesem Fall eher mit »das Seiend« als mit »das Seiende« zu übers. wäre. Seit Plato i…

Sokrates

(1,008 words)

Author(s): Figal, Günter
[English Version] (470 oder 469 Athen – 399 ebd.) ist die maßgebliche Gestalt des Philosophen. In S. verkörpert sich der Gesprächscharakter des Denkens, die Möglichkeit also, Gedanken so zu artikulieren, daß sie nicht mehr – wie bei den »vorsokratischen« Denkern Heraklit oder Parmenides – verkündet, sondern in immer wieder neu ansetzenden Formulierungen erprobt und auf ihre Stimmigkeit hin geprüft werden können. Erst dabei erweist sich die Verbindlichkeit von Gedanken; was so wichtig ist, daß man …

Substanz

(1,174 words)

Author(s): Figal, Günter
[English Version] Substanz, von lat. substantia, ist allg. das Gleichbleibende im Kontrast zum Wechsel seiner Zustände und Eigenschaften, die im Hinblick auf die S. als Akzidentien bez. werden. Es ist das, was als Gleichbleibendes seine Eigenschaften trägt. Das kommt auch in der Bedeutung des Wortes zum Ausdruck: Substantia (gebildet vom Verb substare) ist wörtl. das Standhaltende und Darunterseiende; accidens (Partizip Präsens des Verbs accidere) ist das Anfallende oder Eintretende. Im philos. Sprachgebrauch stehen substantia und accidens i. allg. für die Ausdrücke ου᾿σι´α…

Verstehen

(1,504 words)

Author(s): Figal, Günter | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff des V. wird erst in der Moderne philos. bedeutsam. Er gewinnt Prägnanz, indem er das für die Geisteswissenschaften eigentümliche Erkennen (Erkenntnistheorie) bez. Verstanden wird das »hist. Material« (J.G. Droysen, Grundriß der Historik, 1868, § 9) und überhaupt jede Äußerung des menschlichen Lebens. Dabei tritt der Begriff in Kontrast zum Erklären (Erklärung), das auf die naturwiss. erkennbare Natur bezogen ist. W. Dilthey hat diesen Unterschied progr…

Plato

(2,001 words)

Author(s): Figal, Günter
[English Version] (ca.427 Athen – 347 v.Chr. ebd.) Erst seit P. existiert eine philos. Tradition im eigentlichen Sinne. P. hat die verschiedenen Ansätze philos. Denkens vor ihm aufgenommen und zu einem einheitlichen Gedankenzusammenhang gefügt. Dabei wurden Mythos und Dichtung einbezogen, dichterische Motive und Ausdrucksformen übernommen und zur Artikulation von etwas ganz Neuem fruchtbar gemacht. P.s Werk ist, mit F. Nietzsche gesagt, »der Kahn, auf dem sich die schiffbrüchige ältere Poesie samt al…

Welt

(6,774 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Figal, Günter | Herms, Eilert | Worthing, Mark
[English Version] I. Religionsgeschichtlich 1.Kosmos a) In der griech. und lat. Sprache wird »W.« wiedergegeben: allg. mit dem polaren Ausdruck »Himmel und Erde« (z.B. Diodorus Siculus 1,7,7); als die »von Menschen bewohnte W.« mit »Oikouménē« (οι᾿κουμε´n̆η, ergänze: γη˜/gē´, »Erde«; z.B. Diodorus Siculus 1,1,3; vgl. lat. orbis terrarum, »Erdkreis«; genus humanum, »Menschenwelt«); unter den Aspekten von Ordnung, Schönheit und Ganzheit mit »Kósmos« (κο´σμος; Kosmologie) und Universum (πα˜n̆/pán, ο῞λοn̆/hólon); unter den Aspekten von selbsttätiger, zielgerich…

Parmenides

(402 words)

Author(s): Figal, Günter
[English Version] (kaum vor 510 – nach 450 v.Chr.). Vom Leben dieses neben Heraklit wichtigsten Denkers vor Sokrates und Plato ist nur seine Heimat, das in Süditalien gelegene Elea, bekannt. Hingegen ist seine Philos. gut überliefert; das in Hexametern vf. Gedicht, in dem er sie darstellt, ist v.a. durch Zitate bei Simplikios in großen Teilen erhalten. P. ist der Entdecker der Einheit des Seienden. Damit ist keine Einheit gemeint, die dem Seienden von außen zukommt; vielmehr ist sie unmittelbar mit dem Sinn von »seiend« (ε᾿ο´n̆/eo´n) gegeben: Alles muß als seiend gedacht und a…

Philosophie

(5,955 words)

Author(s): Erler, Michael | Schönberger, Rolf | Puster, Rolf W. | Figal, Günter
[English Version] I. Antike 1. Die abendländische Philos. läßt man gewöhnlich mit den ionischen Naturphilosophen (Thales, Anaximander, Heraklit; Naturphilosophie) beginnen. Diese bez. ihre Tätigkeit freilich weniger als Philos., denn als »Historie«. Als Philosoph im Wortsinn soll sich als erster Pythagoras bez. haben, doch mag dies eine Rückprojektion sein. Das Wort ϕιλοσοϕει˜n̆/philosophei´n, »philosophieren«, kommt im 5.Jh. v.Chr. auf. Es bedeutet zunächst wie »sophia« unspezifisch das Interesse an einem Wissen oder die Vertrautheit mit ei…

Nietzsche

(2,049 words)

Author(s): Figal, Günter
[English Version] Nietzsche, Friedrich (15.10.1844 Röcken bei Leipzig – 25.8.1900 Weimar). N. ist die philos. Schlüsselfigur für das Verständnis der Moderne. Wie kein anderer vor ihm hat er den Traditionsbruch seiner Zeit diagnostiziert und dessen Konsequenzen bedacht. Das Gewesene zu verklären liegt ihm dabei ebenso fern wie auf eine bessere Zukunft zu setzen. N. ist kein Romantiker und kein Propagandist des Fortschritts, sondern versteht sich als Denker eines Übergangs; er blickt zurück auf eine durch …

Theorie und Praxis

(3,910 words)

Author(s): Linde, Gesche | Figal, Günter | Westhelle, Vítor | Herms, Eilert | Meyer-Blanck, Michael
[English Version] I. Naturwissenschaftlich Die Unterscheidung zw. Th. als einem widerspruchsfreien sprachlichen oder symbolischen System geordneter Aussagen über einen bestimmten Gegenstands- bzw. Phänomenbereich und P. als technischem Handeln zur Erzeugung von quantifizierbaren Phänomenen im Experiment, mindestens aber Beobachtung vor dem Hintergrund einer Th., ist für die modernen Naturwissenschaften konstitutiv, wenngleich die genaue Bestimmung des Verhältnisses beider umstritten und Thema der Wissenschaftstheorie ist. Üblicherweise werden Th. und P. s…