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Your search for 'dc_creator:( "Gestrich, Andreas" ) OR dc_contributor:( "Gestrich, Andreas" )' returned 33 results. Modify search

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Trauung

(1,153 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Katholische EhelehreAls T. (kirchenlat. copulatio) wird seit dem 16. Jh. »der feierliche kirchl. trauact«, also »die zwischen braut und bräutigam von dem priester in der kirchen vor dem altar durch verwechselung der trauringe öffentlich verrichtete einsegnung« bezeichnet. Das Substantiv entwickelte sich aus dem Verb »anvertrauen«, das im mittel- und norddt. Bereich seit dem 13. Jh. auf Verlöbnis und Heirat angewandt und zu Beginn der Nz. auf den Trauakt des Priesters verengt wurde [1. 1349 f.]; [2. 1559].Die Ehe wurde zwar schon im antiken Christentum als eine von G…
Date: 2019-11-19

Clan

(671 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Das Wort C. stammt ursprünglich aus dem Angelsächsischen und wurde von dort ins Gälische ( clann) und Altirische ( cland) übernommen. C. war eine Bezeichnung für Nachkommenschaft bzw. Familie. Seit dem ausgehenden MA fand der Begriff im Englischen und Gälischen fast ausschließlich für schott. Familienverbände Verwendung; für das nzl. Irland ist er dagegen wenig belegt [1].In der modernen ethnologisch-anthropologischen Literatur wurde der Begriff C. von den schott. Familienverbänden auch auf andere Gesellschaften wie etwa die nordamerikan.-kanadischen tlingit [5] oder auf…
Date: 2019-11-19

Berufsfolge

(842 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Unter B. wird in der histor. Familienforschung primär die Übernahme des elterlichen Betriebs durch einen Sohn oder eine Tochter im Bereich des Handwerks oder der Industrie bezeichnet, z. T. auch allgemein das Ergreifen des gleichen Berufs. Der Begriff wird aber auch für die direkte Nachfolge von Söhnen in das Amt des Vaters in akademischen Berufen in der Frühen Nz. verwendet.Im Handwerk der Frühen Nz. basierten weder die Aufrechterhaltung des täglichen Betriebs noch die Altersversorgung der Eltern in der gleichen Weise auf der Mitarbeit und der Betriebs…
Date: 2019-11-19

Familienzyklus

(694 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Unter F. versteht die histor. Familienforschung die Tatsache, dass Familien im Zusammenhang mit dem Lebenszyklus ihrer Mitglieder verschiedene Phasen mit je spezifischen Aufgaben, Formen und Funktionen des familialen Zusammenlebens durchlaufen. Man unterscheidet heute generell eine Phase, in der ein Paar Kinder bekommt und aufzieht, von einer späteren, die durch das Zusammenleben mit heranwachsenden Kinder bestimmt ist, und von einer Zeit des »leeren Nests«, wenn die herangewachsenen Kinder das Haus verl…
Date: 2019-11-19

Amme

(722 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
Die Sitte, neugeborene Kinder durch eine A. stillen zu lassen, breitete sich in Europa seit dem MA vom mediterranen Bereich ausgehend zunächst innerhalb der gesellschaftlichen Oberschicht aus. In der Frühen Nz. lässt sich das A.-Wesen auch in den städtischen Mittelschichten, im 19. und 20. Jh. in der städtischen Arbeiterschaft nachweisen.Drei Arten des A.-Wesens können unterschieden werden: (1) Eine A. konnte ins Haus geholt und für die Stillzeit in den Haushalt aufgenommen werden; (2) Man konnte das eigene Kind in das Haus einer A. weggeben; (3) A. wurden in Findelhäusern und ähn…
Date: 2019-11-19

Ehevermittlung

(718 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
E. kann auf privater Basis erfolgen oder gewerbsmäßig betrieben werden. Bestanden in Europa gegen die private E. durch Eltern oder Verwandte von kirchlicher oder staatlicher Seite nie Einwendungen, so war die gewerbliche E. aus theologischen, rechtlichen und sittlichen Gründen stets einer gewissen Kritik ausgesetzt. Die Grenzen zwischen privater und gewerbsmäßiger E. ließen sich jedoch teilweise schwer ziehen, da es in vielen Regionen als Brauch galt, auch privat geleistete Vermittlungsdienste bei Zustandekommen einer Ehe zu belohnen.Die Praxis der privaten E. war in …
Date: 2019-11-19

Jugendgruppen

(817 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. BezeichnungenDer soziale Zusammenschluss männlicher Jugendlicher (Jugend) in altershomogenen und autonom organisierten Gruppen (engl. peer groups) hat in Europa eine lange, bis ins MA zurückreichende Tradition. Die Bezeichnungen variierten regional stark. Häufig wurde über die Namen entweder die Zusammensetzung oder die wichtigsten Funktionen der Gruppe zum Ausdruck gebracht. Im süddt.-schweizer. Bereich sprach man z. B. von »Knabenschaften«, »ledigen Gesellschaften«, »Bubenbruderschaften«, in Frankreich von bachelleries oder garçonnages. Solche Bezeichnu…
Date: 2019-11-19

Kiltgang

(709 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. Bedeutung und VerbreitungK. ist eine v. a. im alemannischen Sprachraum geläufige Bezeichnung für einen nächtlichen Werbebrauch junger Männer (Partnerwahl). Das bereits ahdt. belegte Wort kilt bedeutete ursprünglich späte Abendzeit, dann auch das Wachbleiben oder Arbeiten bis in die späte Nacht. Die Verben kilten oder kelten bezeichneten z. B. im Elsass allgemein den Brauch, sich zum Feierabend zu Arbeit und Unterhaltung in der Licht- oder Spinnstube zu treffen, also für eine Tradition, die Mädchen und in manchen Regionen auch Erwachsene einschloss [1. 704].In der Volksku…
Date: 2019-11-19

Haushalt

(2,098 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. BegriffsgeschichteDer dt. Begriff H. (vgl. engl. household, franz. ménage) ist erst seit dem 16. Jh. als Substantivierung der Wortverbindung »Haus halten« gängig [4]; etwas früher belegt ist die den verbalen Aspekt stärker betonende »Haushaltung«. Beide wurden bis ins 19. Jh. parallel und im Wesentlichen bedeutungsgleich verwendet. Dabei stand zunächst die Tätigkeit der »führung eines hauswesens« [4] im Vordergrund oder – wie es in Krünitz' Enzyklopädie heißt, die nur »Haushaltung« als Lemma hat – die »Regierung einer häuslichen Gesellschaft, mi…
Date: 2019-11-19

Tischgemeinschaft

(1,017 words)

Author(s): Gestrich, Andreas
1. AllgemeinIn allen Kulturen ist die T., das Teilen des Essens in gemeinsamen Mahlzeiten, ein wichtiges Element und Symbol von Gemeinschaftsbildung. Für soziale Institutionen wie Familie, Kloster, Internat, Herrscher-Hof, Zunft und Gilde gehörte daher in der Nz. die T. zum täglichen Ritual der Mitglieder. Die regelmäßige Teilnahme an wenigstens einer gemeinsamen Mahlzeit am Tag galt als wichtiges Charakteristikum für die Zugehörigkeit zu einem Haushalt. Beim Militär hat sich in der Bezeichnung der Kompanie (von lat. companium, »Brotgenossenschaft«) bis heute eine ursp…
Date: 2019-11-19

Familie

(7,932 words)

Author(s): Gestrich, Andreas | Berger, Ruth
1. AllgemeinDer F. liegt die biologische Tatsache zugrunde, dass alle Menschen eine Mutter und einen Vater haben und dass zumindest zwischen Mutter und Kind in der Regel eine über die Geburt hinausreichende Versorgungs- und Gefühlsbeziehung besteht ( Elternliebe; s. u. 6.1.). F. ist zugleich eine soziale Institution, über die sich ein großer Teil nicht nur der biologischen, sondern auch der sozialen Reproduktion einer Gesellschaft vollzieht. Arbeit, Nahrungsverteilung und -aufnahme (Essen), Erziehung und Geselligkeit fanden auch in der Nz. zu einem großen Teil im…
Date: 2019-11-19

Privatheit

(3,208 words)

Author(s): Gestrich, Andreas | Pahlow, Louis | Gryska, Peter
1. BedeutungsspektrumP. ist eine erst im 20. Jh. gebräuchlich gewordene Substantivbildung zu dem im Deutschen seit dem 16. Jh. belegten lat. Lehnwort ›privat‹. Das lat. Adjektiv privatus bezeichnete als Gegenbegriff zu publicus (›öffentlich‹) alles, was im antiken Rom nicht zur res publica, also zum Staat bzw. zum Bereich der polit. Öffentlichkeit, gehörte. Daraus ergab sich auch in den modernen europ. Sprachen das breite Bedeutungsspektrum des Privaten als ›amtlos, besonder, geheim, unöffentlich, persönlich, häuslich, überhaupt dem amtlichen, …
Date: 2019-11-19

Gewalt

(5,397 words)

Author(s): Schwerhoff, Gerd | Gestrich, Andreas | Bley, Helmut | König, Hans-Joachim
1. BegriffG. lässt sich als die Ausübung von physischem Zwang zur Überwindung eines Widerstandes definieren; oder sie wird – aus der Perspektive des G.-Opfers – als Verletzung oder Beeinträchtigung der körperlichen Integrität eines Menschen gefasst. Die moderne sozial- und kulturwiss. Forschungsdiskussion behandelt somit konkrete G.-Handlungen im Sinne von lat. vis (engl. force). Dagegen werden Ausweitungen des G.-Begriffs, z. B. im Sinne einer »psychischen« oder »strukturellen G.«, zunehmend kritisch gesehen, weil es derartigen Kategorien an an…
Date: 2019-11-19
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