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Your search for 'dc_creator:( "Gizewski, Christian (Berlin)" ) OR dc_contributor:( "Gizewski, Christian (Berlin)" )' returned 99 results. Modify search

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Maiestas

(863 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] A. Definition Als Subst. zum Adj. maius (“zunehmend”, “größer”) bezeichnet m. allg. eine außergewöhnliche, fraglos überlegene und zu respektierende Macht und Würde, speziell 1. die Heiligkeit der Götter oder Gottes (Cic. div. 1,82; christl.: Cod. Iust. 1,1,1, pr.), 2. die patria potestas des pater familias gegenüber den ihm untergeordneten Verwandten und Sklaven (Liv. 4,45,8; Val. Max. 7,7,5; Cod. Iust. 6,20,12; s.u. B.) und bes. 3. die Hoheit des populus Romanus (Cic. Balb. 35; Cic. part. 105; Dig. 48,4,1,1), der res publica (Cic. de orat. 2,164) und ihrer …

Cooptatio

(337 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von co-optare: “hinzuwählen”) kann u.a. die Aufnahme einer Person in eine Gens, in ein Klientelverhältnis, in einen Verein ( collegium) oder in eine öffentliche Körperschaft ( corpus, corporatio, collegium) bezeichnen (Liv. 2,33,2; Suet. Tib. 1, 1-2; Plin. epist. 4,1,4; Cic. Verr. 2,2,120; Dig. Iust. 50,16,85 tres faciunt collegium; Lex col. Genetivae 67=FIRA 1, 177ff.; SC de collegiis, FIRA 1, 291: coire, convenire, collegiumve habere). Im polit. Bereich bezeichnet c. eine Form legitimer, aber oft außerordentlicher Ergänzungswahl. (1) Schon in …

Curiosi

(182 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von curiosus “sorgfältig”, “wißbegierig”) werden in der Spätant. Bedienstete des kaiserlichen Hofes aus der Gruppe der bis zu 1300 agentes in rebus genannt (Cod. Iust. 12,20,3), denen verschiedene Spezialaufgaben am Orte der zentralen Reichsregierung, aber auch in den Prov. oder im Ausland übertragen werden. Als Sondergruppe sind die c. als agentes in rebus in curis agendis et evectionibus publici cursus inspiciendis (Cod. Iust. 12,22,2) definiert, die vor allem eine mißbräuchliche Benutzung der Staatspost (Cod. Iust. 12,22,4) zu verhind…

Consularis

(182 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] bezeichnet substantivisch einen ehemaligen consul oder einen Senator, dem die Würde eines ehemaligen consul zuerkannt worden ist, ferner adjektivisch alle Kompetenzen, Ehrenrechte und Pflichten eines amtierenden oder eines ehemaligen consul. Da das Amt des consul das höchste Staatsamt in der Republik und nominell (d.h. eponymisch) auch in der Kaiserzeit ist, kommt auch den gewesenen Consuln eine in der Rede- und Abstimmungsordnung des Senats nach den jeweils amtierenden höchsten Beamten vorgeordnete Rolle zu, vor…

Cursus honorum

(654 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] bezeichnet allg. die aufsteigende Laufbahn röm. Politiker in einer Reihe bes. ehrenvoller Ämter (Cic. fam. 1,9,17; 3,11,2; Amm. 22,10,6), im bes. Sinne einen Komplex von Rechtsregeln für Politiker der röm. Republik, die ausgehend von Amtsstationen, die einen Sitz im Senat begründen, über eine Reihe von Ämtern bis zur höchsten senatorischen Rangstufe, der eines Consularen, d.h. eines ehemaligen Consuls, gelangen wollen. Der Gesamtkomplex regelt demnach a) den Erwerb der Senatszuge…

Candidatus

(356 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Allgemein eine weiß gekleidete Person; die Farbe Weiß kann Makellosigkeit, Festfreude und Wohlgestimmtheit ausdrücken (Quint. 2,5,19; Hor. sat. 1,5,41; Plin. epist. 6,11,3). Wohl schon im 5.Jh. v.Chr. wird es in Rom üblich, als Amtsbewerber weiße Kleidung zu tragen (Liv. 4,25,13; 39,39,2; Pers. 5,177; Isid. orig. 19,24). C. bezeichnet danach speziell einen Amtsbewerber. In republikanischer Zeit hat sich der Bewerber um ein durch Volkswahl zu besetzendes Amt bei dem zuständigen wahlleitenden Beamten (Konsul, Praetor oder Volkstribun) als c. zu erklären ( prof…

Adventus

(196 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] “Ankunft” (einer Person), “Eintritt” (eines Ereignisses oder Falles) und speziell die polit. wichtige oder zeremonial hervorgehobene Ankunft etwa eines siegreichen Feldherrn, eines Amtsträgers oder Staatsgastes und insbes. des Kaisers in Rom und an anderem Ort (Verg. Aen. 6,798, Plin. pan. 22). Als a. in caelo gilt die Apotheose der Kaiser (Sen. apocol. 5; Claud. carm. 1,242). In der Triumphzeremonie hat der a. des Imperators am pomerium und am Kapitol-Tempel markante Bedeutung (Liv. 28,9,7; Cass. Dio 43,21, 2). Im rel. Bereich bezeichnet a. sowohl die Ersche…

Centesima

(199 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] bezeichnet in bes. Bedeutung u.a. einen Zins in Höhe eines Hundertstels von der Darlehenssumme im Monat, d.h. nach der caesarischen Kalenderreform von 12 % im Jahr. Gegen Ende der Republik ist dies der gesetzlich bestimmte Höchstsatz, der überall eintritt, wo Zinsverspflichtungen begründet sind, es sei denn ein niedrigerer Zins ist vereinbart (von 1 % = uncia bis 11 % = deunx jeweils der c.; Cic. Ad Att. 5,21,11). Es ist nicht ausgeschlossen, daß bereits die lex XII tab. (8,18) faktisch den gleichen Höchstzins im Jahr festlegte ( nam primo XII tabulis sanctum, n…

Censuales

(222 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Die Steuerveranlagung ( census ) der Bürger wird im republikanischen Rom unter der polit. Verantwortlichkeit der censores , soweit im Amte, von freien Subalternbeamten ( scribae) und unfreien Staatsbediensteten ( servi publici a censu oder censuales) durchgeführt. Die Dienstaufsicht bei der Führung der Steuerlisten ( libri censuales) führt aber ein wohl schon früh magister census genannter Verwaltungschef. In der Verwaltung der Prov. und in den Städten mit eigener Verfassung gibt es ebenfalls census-Bedienstete, die gelegentlich als c. bezeichnet werden. Di…

Interrex

(383 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (wörtl. “Zwischenkönig”). Der röm. Beamte, der bei Ausfall eines höchsten Amtsträgers die Wahl eines suffectus vorzunehmen hat. Das Wort und der nicht kollegiale Amtscharakter weisen auf eine Herkunft aus der Königszeit hin (Liv. 1,17,12; Cic. rep. 2,12,23; Plut. Numa 2). In der Republik tritt der i. ein, wenn durch den Tod beider Consuln das Oberamt vakant wird ( interregnum) und Ersatzwahlen stattfinden müssen, die im Normalfall für Consuln ein noch amtierender Consul abhält. Dies beruht vor allem auf der Annahme, daß nur Consuln die …

Contio

(303 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] C., von “ co-ventio” (allg. Bed.: öffentliche Versammlung) meint in einem speziellen Sinne eine nicht beschließende, sondern nur zu Informations- und Erörterungszwecken von einem Magistrat einberufene Versammlung röm. Bürger. Sie geht einer späteren, nur der Abstimmung, einer Wahl oder einem förmlichen comitialen Gerichtsverfahren dienenden Volksversammlung voraus. Das Verfahren ist formlos, richtet sich aber an dem späteren Beschlußverfahren aus. Einem comitialen Gerichtsverfahren müssen sogar jeweils drei c. vorausgehen. Von einem freien Red…

Abdicatio

(289 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (“Absage”) bedeutet im allg. Sinne die Aufgabe einer Verpflichtung, Gewohnheit oder Überzeugung, aber auch die formal akzentuierte Absage, wie Aufkündigung der Freundschaft, Aufgabe eines Lasters oder die christl. Absage an die heidnischen Götter (Cic. orat. 2,102; Leo der Gr. Serm. 72,5). Spezielle Bed. erhält a. in der Rechtssprache: 1. Im Staatsrecht: Vorzeitige Niederlegung eines Amtes (auch renuntiatio); sie kann aus polit. Gründen insbes. bei Diktatoren und Konsuln freiwillig erfolgen (typ. Anlässe Krankheit: Cass. Dio 49,43,7 u…

Incensus

(148 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (“nicht geschätzt”) ist derjenige, der in Rom seine Vermögensschätzung durch den Censor verabsäumt ( census : Dig. 1,2,2,17) und deshalb wegen Nichtfeststellung seiner Wählerklassenzugehörigkeit und seiner Kriegsdienstverpflichtung evtl. nicht zu seinen wesentlichen Bürgerpflichten herangezogen werden kann. Der i. wird nach einem legendären Gesetz des Servius Tullius (Liv. 1,44,1) mit dem Tode bestraft. In republikanischer Zeit kann die Konsequenz einer unterlassenen Steuererklärung Vermögenseinzug und Verkauf in di…

Cancellarius

(183 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von cancelli, “Schranke, Gitter”) meint allg. den Subalternbeamten bei Verwaltung und Gericht, der dem Publikum gegenübertritt, etwa bei der Einlaßkontrolle, erhält aber im Laufe der Kaiserzeit den speziellen Sinn ‘leitender Beamter eines Verwaltungsstabes’ (Lyd. mag. 3,37). In der Spätant. kann ein c. einem Kammerherrn für Audienzen gleichstehen (Not. dign. occ. 9,15) und sogar senatorischem Rang besitzen (Cassiod. var. 11,6; 10). Die c. beim praef. praet. Africae erhalten als den consiliarii nächststehende leitende Unterbeamte ein Gehalt von si…

Absentia

(391 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Abwesenheit von Personen oder Fehlen eines Tatbestandes mit erheblichen öffentlichen oder privatrechtlichen Folgen: 1. Abwesenheit eines civis Romanus zum census -Termin, bei dem persönliche Anwesenheit nötig ist (Vell. 2,7,7; Ausnahmen: Gell. 5,19,16). Unentschuldigte a. kann nachteilige Vermögensschätzung und Klassenzuordnung (Cic. Att. 1,18,8), aber auch Sanktionen bis zum Vermögensverkauf bringen (Zon. 7,19). 2: Die a. eines Kandidaten für ein öffentliches Amt sowohl bei der Anmeldung als Kandidat als auch während der Kandidatu…

Destinatio

(167 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von rekonstr. de-stanare, “feststellen”) bedeutet allg. eine Zweckbestimmung oder eine Entscheidung, juristisch auch eine rechtsverbindliche einseitige Willenserklärung (Cod. Iust. 6,30,6; Dig. 50,17,76). Im polit. Leben meint d. die Abordnung eines Untergebenen oder die Einweisung eines dafür Vorgesehenen in eine Amtsstellung durch den dazu Befugten. Die kaiserliche Empfehlung eines candidatus an den Senat heißt ebenso d. wie die direkte Einsetzung des Amtsträgers durch den Kaiser (Dig. 4,4,18,4; Cod. Iust. 11,74,2; 12,12,2). In d…

Corrector

(240 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Das Wort c. (von corrigere, “verbessern”) bezeichnet allg. den Kritiker, der Tadel oder Strafe verhängt, oder den Reorganisator, so z.B. Pädagogen, Aufseher, Militär oder Politiker mit derartigen Aufgaben (Plin. paneg. 1,6,2; Sen. dial. 4,10,7; Amm. 31,4,9). Seit der Zeit Traians wird mit c. ein senatorischer Legat des Kaisers bezeichnet, der mit einer Sondermission z.B. ad ordinandum statum liberarum civitatum (Plin. epist. 8,24) in eine Prov. gesandt wird. Daraus geht eine bereits im 3. Jh.n.Chr. ausgeprägte Form eines ordentlichen Pr…

Adlectio

(253 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] Aufnahme in eine definierte gesellschaftliche Gruppe (Körperschaft, Stand, Steuerklasse, Klerus), aber auch in den Freundeskreis, eine Bürgerschaft oder ein Volk (Varro ling. 66; Sen. epist. 74,25 Haase; CIL XIII 1688; II 3423). In der polit. Sphäre bedeutet a. seit der Republik vor allem die seltene und ehrenvolle Aufnahme bisher amtsloser oder nicht ausreichend qualifizierter Personen in den Kreis gewesener Magistrate ( a. inter consulares, praetorios, quaestorios, aedilicios, tribunicios; CIL XIV 3611; IX 5533; II 4114; Plin. epist. 1,14,5; S…

Concilium

(561 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] C. (von con-calare) ist eine einberufene Versammlung (Fest. p. 38); auch übertragen gebraucht (Cic. Tusc. 1,72; Lucr. 3,805). 1. Im polit. Sprachgebrauch bezeichnet c. unterscheidend von den verfassungsmäßigen contiones und comitia oft eine Volksversammlung ohne Rechtswirkung ( is qui non universum populum, sed partem aliquam adesse iubet, non comitia, sed concilium edicere iubet, Gell. 15,27,4; Liv. 9,45,8). Es wird aber auch im Sinne von contio oder comitia gebraucht und dann öfters in Verbindung sowohl mit populi als auch mit plebis (Cic. Sest. 65; Lex I…

Creatio

(609 words)

Author(s): Gizewski, Christian (Berlin)
[English version] (von creare: “schaffen”, “erzeugen”) hat die Bed. “Ernennung”, “Berufung” bei Funktionen im privaten ( tutor: Dig. 26,7,39,6) und Ämtern im öffentlichen Bereich ( magistratus : Dig. 48,14,1 pr.); syn., aber nicht deckungsgleich mit nominatio und vocatio verwendet, verbindet es sich gegebenenfalls mit lectio, electio (Cic. Verr. 2,2,49; Tac. Agr. 9; Dig. 1,11,1, pr.) oder cooptatio (Liv. 2,33,2; 3,64,10). Im Begriff ist ein Akt der Einsetzung vorausgesetzt, der die Legitimation mitbegründet. Das Prinzip der c. gilt für alle polit. (administrativ, iuris…
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