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Rudiarius

(210 words)

Author(s): Hönle, Augusta (Rottweil)
[English version] Bezeichnung für einen Gladiator, dem - meist vom Veranstalter des Gladiatorenspiels ( editor muneris) - nach einem siegreichen Kampf in der Arena die rudis [2], ein hölzerner Stab, verliehen wurde zum Zeichen dafür, daß er von nun an nicht mehr in einem munus kämpfen mußte (Mart. liber spectaculorum 29,9; Suet. Claud. 21,5). Die Verleihung geschah oft auf Drängen des Publikums hin; dieses willkürliche Vorgehen wird von den Gegnern der munera heftig kritisiert (Fronto, Ad M. Caesarem 2,1 van den Hout; Tert. liber de spectaculis 21,4). Frühestens na…

Naumachie

(289 words)

Author(s): Hönle, Augusta (Rottweil)
[English version] (ναυμαχία, lat. naumachia, “Seeschlacht”). Da die munera ( munus ) ein Produkt röm. Kriege waren, ist nachvollziehbar, daß man auch Seeschlachten in ihr Programm aufnahm. Der dafür nötige Aufwand machte sie aber zu seltenen Ereignissen: Caesar veranstaltete als erster während seines Triumphes im J. 46 v.Chr. eine N.; er ließ dafür eigens auf dem Campus Martius in Rom ein Becken ausheben und wenig später wieder zuschütten. Wo der künstliche See lag, ist unsicher; die Schlacht wird von Sueton proelium navale (“Schiffsschlacht”, Suet. Iul. 39,4) oder naumachia (ebd.…

Circus

(4,543 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg) | Hönle, Augusta (Rottweil)
I. Architektur [English version] A. Definition Der C. war die größte aller röm. Freizeitstätten und wurde zuerst und hauptsächlich für Rennen mit vier- oder zweispännigen Wagen ( quadrigae oder bigae) benutzt. Der kanonische C. bestand aus einer langen, vergleichsweise schmalen Rennbahn (ca. 450 × 80 m; arena, von harena, “Sand”), an deren beiden Enden je drei Kegel ( metae) auf einem Podest als Wendemarken dienten. Die Bahn führte um eine Barriere, die die Zentralachse ( euripus, griech. εὔριπος, “Wasserrinne”; später auch spina, “Rückgrat, Wirbelsäule”) markierte und die…

Factiones

(1,037 words)

Author(s): Eder, Walter (Bochum) | Hönle, Augusta (Rottweil)
[English version] I. Republik In Rom die dauernde oder zeitweilige Verbindung meist hochrangiger Personen zur Wahrung oder Durchsetzung gleicher Interessen. Anfangs im Sinne einer Verwandtschaftsbindung benutzt (Plaut. Trin. 452; 466; 490), bekommt f. in der späten röm. Republik einen pejorativen Sinn (“Klüngel”, “Koterie” bei [1. 103 u.ö.]) als Bezeichnung einer oligarchischen Gruppe (…

Munus, Munera

(4,968 words)

Author(s): Corbier, Mireille (Paris) | Hönle, Augusta (Rottweil)
I. Etymologie und Definition [English version] A. Begriffsbestimmung Lat. m., von der Wurzel mei, “(aus)tauschen”, abgeleitet, steht, wie Benveniste [1] nachgewiesen hat, dem Tausch näher als der Gabe. Die Etym. von m., wie Varro sie vorschlägt (Varro ling. 5,179: munus, quod mutuo animo qui sunt, dant officii causa; alterum munus, quod muniendi causa imperatum; vgl. [5. 141], betont im ersten Fall die Gegenseitigkeit des Gebens (Reziprozität); im zweiten hat m. jedoch die Bed. einer Leistung für Verteidigungswerke. Die Definition des Grammatikers Verrius Flaccus, eines Zeitgenossen des Augustus (Fest. 125 L.), setzt