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Your search for 'dc_creator:( "Herms, Eilert" ) OR dc_contributor:( "Herms, Eilert" )' returned 56 results. Modify search

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Person

(4,890 words)

Author(s): Cancik, Hubert | Schütt, Hans-Peter | Grube, Andreas | Herms, Eilert | Schmidt, Heinz
[English Version] I. Zum Begriff 1. Die Herkunft des lat. Wortes persona – »Maske, Rolle, Status« – ist unbekannt, evtl. etruskisch. Der Philologe Gavius Bassus (1.Jh. v.Chr.) führte den »Ursprung« des Wortes auf die Funktion der antiken Theatermaske als Schalltrichter zurück, der die Stimme konzentriert und sie klangvoller »hindurchtönen« läßt (per-sonare; bei Gellius, Noctes Atticae 5,7). Griech. entspricht ihm das Wort προ´σωποn̆/pro´sōpon, »Angesicht, Maske, Vorderseite«. Das Wort persona wird in Grammatik, Rhetorik, Recht und Philos. gebraucht; wa…

Ritschl

(1,183 words)

Author(s): Herms, Eilert | Kaufmann, Thomas
[English Version] 1.Albrecht , (25.3.1822 Stettin – 20.3.1889 Göttingen). Nach Studium in Bonn (1839–1841 bei K.I. Nitzsch), Halle (1841–1843 bei F.A. G. Tholuck, Julius Müller, J.E. Erdmann, K. Schwarz), philos. Promotion daselbst (Expositio doctrinae Augustini de creatione mundi, peccato, gratia, 1843), erstem Examen 1844, weiterem Studium in Heidelberg (1845 bei R. Rothe) und Tübingen (1845/46 bei F. Ch. Baur, E. Zeller, A. Schwegler, F. Th. Vischer) Habil. in Bonn (1846 mit einer Arbeit über M…

Wirtschaftsethik

(1,607 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] I. Zur Geschichte Ethik als Reflexion des gelebten Ethos hat seit der Antike auch das Wirtschaften als essentiellen Teil des Ethos auf seine ethosgemäße Gestalt hin bedacht. Aristoteles beschränkt die Ökonomie auf die Sicherstellung der Autarkie des Hauses, von der er die Kaufmannskunst unterscheidet und, sofern sie mit Zinsgeschäften (Zins) Geld aus Geld erwirbt, verwirft (e.N., 1256 b 1–8). Die Bibel bietet v.a. im AT zahlreiche Regeln bzgl. der Unterstützung wirtschaftlich schwa…

Nächstenliebe

(2,259 words)

Author(s): Mühling-Schlapkohl, Markus | Mathys, Hanspeter | Avemarie, Friedrich | Lindemann, Andreas | Herms, Eilert
[English Version] I. Zum BegriffN. ist die Haltung der Liebe von geschöpflichen Personen zu konkreten nächsten geschöpflichen Personen als Ebenbildern Gottes (Gottebenbildlichkeit) und schließt die Feindesliebe (Mt 5,44=Lk 6,27; Feind/Feindesliebe) mit ein. Im Doppelgebot der Liebe (Mk 12,29–31 parr.), das Ausdruck der Wohlordnung der Schöpfung ist, bündeln sich nach reformatorischer Ansicht die Forderungen des Gesetzes (vgl. Luther, BSLK 586). Nach diesem Doppelgebot ist die N. dem Menschen nach d…

Verantwortung/Verantwortlichkeit

(656 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . Verantwortlichkeit (V.) ist der wesentliche Partizipationsmodus von Personen an Interaktion. Drei Aspekte sind konstitutiv: a) der Träger von V. (wer?), b) ihre Foren (vor wem?), c) ihre Inhalte (für was?). Jeder dieser drei Aspekte ist in sich selbst relational verfaßt: Träger sind selbsterschlossen, somit willensfrei (Willensfreiheit), in innerweltl. Entscheidungsgegenwart existierende Personen, die Foren sind bezogen auf Normen, die Inhalte sind gewählte oder zu wählende Bes…

Teleologie

(3,334 words)

Author(s): Evers, Dirk | Hewlett, Martinez J. | Angehrn, Emil | Herms, Eilert
[English Version] I. Zum Begriff T. ist ein 1728 von Ch. Wolff geprägter Neologismus (Philosophia rationalis sive logica, 1728, § 85), der denjenigen Teil der Naturphilosophie bez., der die Dinge von ihrem Zweck (griech. τε´λος/télos, »Ende, Ziel«) her erklärt, und ist von hier aus in andere Sprachen gewandert. Sachlich hat der Begriff jedoch eine weit zurückreichende Vorgesch. Bei Aristoteles ist die Betrachtung der Erscheinungen gemäß des Worumwillen (ου῾˜ ε῞n̆εκα/hoú héneka, »worumwillen«) eine der vier Formen der Kausalität, vom lat. MA als causa finalis b…

Ordnung

(1,868 words)

Author(s): Kather, Regine | Sieckmann, Jan-R. | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff O. (griech. τα´ξις/ta´xis, κο´σμος/ko´smos; lat. ordo) wird in Naturphilosophie, Erkenntnistheorie und Kulturanthropologie verwendet. Als O. wird ein Gefüge von Elementen bez., die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen und einen größeren Bereich strukturieren. Der Begriff O. hat v.a. in der Kosmologie eine fundamentale Bedeutung: Die Genese des Kosmos vollzieht sich für Hesiod in der »Theogonie« und für Plato im »Timaios« durch den Übergang von e…

Zwang

(291 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] (lat. coercitio) findet statt, wo einer Person gegen ihren erklärten Willen eine bestimmte Verhaltensweise unwiderstehlich aufgenötigt wird. Zwangsmittel sind der Inbegriff der Instrumente, die dafür zur Verfügung stehen. Die Verfügung über derartige Mittel ist für den Staat unverzichtbar, wenn er seine grundlegende Aufgabe der Friedenssicherung erfüllen können soll. Diese verlangt, der Rechtsordnung gerade auch denen gegenüber Nachachtung zu verschaffen, die deren Bestimmungen n…

Unfehlbarkeit

(2,507 words)

Author(s): Herms, Eilert | Baumann, Urs | Hünermann, Peter
[English Version] I. Fundamentaltheologisch U., verstanden als unverlierbare Irrtumsfreiheit bzw. unerschütterliches Gehaltensein in der Wahrheit, ist ein Thema ebenso reformatorischer wie röm. Theol. Beide Traditionen westlicher Theol. gehen dabei von der Affirmation des ntl. Zeugnisses aus, daß der Hl. Geist die Glaubenden und die Glaubensgemeinschaft in alle Wahrheit führt (Joh 14,16; 16,13) und daß die Ekklesia daher »die Säule und Grundfeste der Wahrheit« ist (1Tim 3,15). – 1. Die reformatorische Theol. erkennt darin Gestalten des ntl. Zeugnisses, daß d…

Theorie und Praxis

(3,910 words)

Author(s): Linde, Gesche | Figal, Günter | Westhelle, Vítor | Herms, Eilert | Meyer-Blanck, Michael
[English Version] I. Naturwissenschaftlich Die Unterscheidung zw. Th. als einem widerspruchsfreien sprachlichen oder symbolischen System geordneter Aussagen über einen bestimmten Gegenstands- bzw. Phänomenbereich und P. als technischem Handeln zur Erzeugung von quantifizierbaren Phänomenen im Experiment, mindestens aber Beobachtung vor dem Hintergrund einer Th., ist für die modernen Naturwissenschaften konstitutiv, wenngleich die genaue Bestimmung des Verhältnisses beider umstritten und Thema der Wissenschaftstheorie ist. Üblicherweise werden Th. und P. s…

Würde

(325 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] gibt das lat. »dignitas« wieder und bez. wie dieses ein Verhältnis, die Einheit eines Seins von a für b und eines Bestimmtseins von b durch a, nämlich: das Sein eines Trägers von W. für deren Adressaten und damit zugleich dessen Sein als bestimmt durch jenes Sein des Würdeträgers für ihn. – Drei Züge dieses Verhältnisses halten sich in allen seinen möglichen Variationen durch: 1. Als Würdeadressat kommen nur in Selbsterschlossenheit und Verantwortungsfähigkeit existierende Mensch…

Souveränität

(852 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . »S.« – nach antiken und ma. Vorläufern fixiert durch J. Bodin – ist nicht der Begriff eines Rechtstitels, sondern einer sozialen Wirklichkeit, nämlich derjenigen sozialen Wirkmacht, welche in dem von ihr beherrschten Gebiet ausreicht, einem Gemeinwesen Frieden nach außen und nach innen zu wahren. Ihr Begriff schließt erstens ihre eigentümliche Wirkweise ein: Das Anerkanntsein ihres Inhabers als Träger derjenigen Zwangsgewalt (vis), die erforderlich ist, um nach innen den von ih…

Sein/Sollen

(507 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . In der ethischen Argumentationskultur wird heute noch weithin jeder Schluß von Seins- auf Sollensaussagen als »naturalistischer Trugschluß« (»naturalistic fallacy«) zurückgewiesen. Man sagt: Alle Gebotsinhalte (universale, allg. und den Einzelfall betreffende) können nur aus Prämissenmengen abgeleitet werden, deren maior wiederum eine Sollensaussage ist. Folge: Gebotsinhalte (Normen) und verbindliche Handlungsziele können nicht mehr naturrechtlich (aus der Natur der Sache herau…

Option

(306 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . In ihrer Handlungsgegenwart sind für Personen auf dem Boden der (durch fremdes und eigenes Wählen) realisierten Situation ihres eigenen Personseins ausstehende Bestimmungen ihres eigenen Seins präsent, aus denen von ihnen jetzt jeweils eine zu wählen ist. Dabei handelt es sich stets um nach physischen und sozialen Wirkungsregeln effektive leibhafte Verhaltensweisen (Handeln). O. sind diejenigen wählbaren Verhaltensweisen, deren Wirkweise bekannt und deren Effekte vorhersehbar s…

Selbstbehauptung

(340 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] wird von Personen (1) und von Gemeinschaften (2) ausgesagt. – 1. S. einer Person ist deren Leistung, ihre im Laufe ihrer Bildungsgesch. jeweils erreichte Verfassung als eines an einem bestimmten Selbstbild orientierten und durch es motivierten Selbst, das mit bestimmten Fähigkeiten des Erlebens, der Erlebnisverarbeitung (Erlebnis) und des Handelns ausgestattet ist, durchzuhalten gegen Änderungszumutungen, die es im Verlauf seines Werdens aus der Dimension seines Umwelt-, Selbst- und Weltve…

Technikethik

(207 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] ist diejenige Bereichsethik, welche die Vorzugswürdigkeitsfragen der Technikentwicklung und Technikanwendung behandelt. Ihre wesentlichen Themen sind: Verträglichkeit der Anwendung bestimmter Techniken mit der Würde des Menschen, Vorzugswürdigkeit konkurrierender Möglichkeiten der Technikentwicklung, Gerechtigkeitsfragen bei der Verteilung von Nutzen und Lasten des Technikeinsatzes, Gemeinwohlverträglichkeit, gerade auch langfristig, und Vorzugswürdigkeit verschiedener Technikpfa…

Politik

(6,537 words)

Author(s): Herms, Eilert | Hutter, Manfred | Schieder, Rolf | Thiemann, Ronald | Badry, Roswitha | Et al.
[English Version] I. Sozialwissenschaftlich Seit seinen griech. Anfängen bez. »P.« a) ein Handeln mit spezifischem Gegenstand, das auf die richtige Gestalt des Zusammenlebens aller in der antiken Stadtgesellschaft (»polis«) und insofern auf das Wohl des Gemeinwesens (»koinon«) aus ist, und b) die Theorie darüber (vgl. Sellin; s.a. Politikwissenschaft). P. schließt, unter Berücksichtigung, daß wir in großen, offenen, funktional ausdifferenzierten Gesellschaften leben (anstatt kleiner Stadtgesellschaften), das innere und äußere Sicherh…

System

(1,647 words)

Author(s): Angehrn, Emil | Danz, Christian | Herms, Eilert
[English Version] I. Philosophisch Von S. (griech. συ´στημα/sýstēma, »Zusammenstellung«) als einem strukturierten Ganzen, das aus Teilen zusammengesetzt ist, ist einerseits mit Bezug auf die Wirklichkeit, andererseits mit Bezug auf die Wissenschaft bzw. die Philosophie selbst die Rede. Im objektiven Sinn wird die Idee eines geordneten Zusammenhangs im antiken Denken für unterschiedliche Bereiche (Kosmos [Welt: II.], Organismus, Medizin, Musik, Ethik, Politik) geltend gemacht. Im methodischen Sinn wird…

Selbst

(2,191 words)

Author(s): Wesche, Tilo | Huxel, Kirsten | Herms, Eilert | Ziemer, Jürgen
[English Version] I. Philosophisch Der Begriff S. (ε῾αυτου˜/heautoú; αυ῾του˜/hautoú) kommt als substantiviertes Adverb vor, häufiger aber als Kompositum in Begriffen wie Selbstbewußtsein, Selbstverhältnis, Selbstbehauptung, Selbstvollzug, Selbstbestimmung, Selbstvergewisserung, Selbstverwirklichung u.a. Seine Grundbedeutung ist die der Selbständigkeit: Das, was selbst sein kann und für sich selbst zu stehen vermag. Bereits der Sprachgebrauch der antiken Philosophie hebt diese Bedeutung hervor: Das, was etwas selbst ist (καϑ᾿ αυ῾τα´/kath' hautá; Arist.metap…

Sport

(680 words)

Author(s): Herms, Eilert
[English Version] . Summarisch können unter S. alle Erscheinungen einer geregelten, agonalen motorischen Interaktion verstanden werden, die unter dem Vorzeichen des Spielerischen (Spiel) steht und als solche der leibhaften Selbsterfahrung (Können, Körperbeherrschung, Leistung [: II.; Wettkampf], Spaß) und dem leibhaften Ausdruck des Selbstgefühls (Selbst) der Beteiligten dient. – Derartige Phänomene finden sich zu allen Zeiten in allen Kulturen, freilich mit schwankender Öffentlichkeitsrelevanz. D…
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