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Your search for 'dc_creator:( "Köster, Roman" ) OR dc_contributor:( "Köster, Roman" )' returned 23 results. Modify search

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Protestantische Ethik

(1,480 words)

Author(s): Köster, Roman
1. Begriff Als P. E. werden die seit dem 16. Jh. mit der Reformation aufkommenden Lehren für eine christl. Lebensführung in ihrem Gegensatz zur ma. Ethik (Moraltheologie) zusammengefasst. Besondere Aufmerksamkeit kam der Thematik v. a. seit Beginn des 20. Jh.s in der histor. Diskussion zu, indem ihre insbes. im Calvinismus ausgeprägten Charakteristika in ihrer Bedeutung für die Entstehung der modernen Welt und speziell des Kapitalismus zum Thema gemacht wurden. Roman Köster2. Theologische Begründung der lutherischen und calvinistischen EthikGrundlegend für alle P. E. w…
Date: 2019-11-19

Schottische Aufklärung

(2,181 words)

Author(s): Köster, Roman
1. BegriffMit dem 1900 von William R. Scott geprägten Begriff Sch. A. [19. 7] wird der Umstand bezeichnet, dass Schottland während des 18. Jh.s eine Vielzahl von Denkern, Künstlern, Wissenschaftlern und Technikern hervorbrachte, die die europ. und amerikan. Aufklärungs-Bewegung entscheidend beeinflusst und befruchtet haben. Die bekanntesten Protagonisten der Sch. A. sind der Philosoph David Hume und der Begründer der modernen Nationalökonomie, Adam Smith (Ökonomie, politische). Ihr lassen sich aber zahlreiche weitere bedeutende Denker zurechnen: Moralp…
Date: 2019-11-19

Laisser-faire

(736 words)

Author(s): Köster, Roman
1. BegriffDie Maxime L.-F. geht vermutlich auf einen franz. Kaufmann namens Legendre zurück. Dieser soll auf die Frage Jean-Baptiste Colberts, des Finanzministers Ludwigs XIV., welche Wirtschaftspolitik der Staat am besten betreiben solle, geäußert haben: laissez-nous faire (»Lassen Sie uns einfach machen«) [3. 211]. 1734 verwendete der franz. Schriftsteller René d'Argenson in seinen unveröffentlichten Memoiren dieselbe Formulierung und wiederholte sie 1751 in einem Beitrag für das Journal œconomique. Populär wurde die Maxime jedoch v. a. im Umkreis der Physiokratie in …
Date: 2019-11-19

Impôt unique

(735 words)

Author(s): Köster, Roman
1. Konzept und BedeutungDer I. U. (»einzige Steuer«) bezeichnete das steuerpolitische Ideal einer direkten Alleinsteuer – d. h. die Erhebung einer einzigen Steuer – auf Land, wie es insbes. in der franz. Physiokratie im 18. Jh. entwickelt wurde. Die Entstehung dieses Konzepts stand in engem Zusammenhang mit der aufgeklärt-naturrechtlichen Diskussion um den Staat und dessen Verhältnis zu den Untertanen. Den bestehenden Steuern lag i. Allg. kein explizites Konzept zugrunde: Sie folgten u. a. aktuellen Bedürfnissen der Obrigkeit und Kompromissen der Ständ…
Date: 2019-11-19

Kapitalbildung

(1,246 words)

Author(s): Köster, Roman
1. BegriffDie Volkswirtschaftslehre versteht unter K. die Erhöhung des Kapitalstocks einer Volkswirtschaft durch Neuinvestitionen [10. 9], etwa in Produktionsmittel (d. h. Maschinen, Werkzeuge oder Gebäude) sowie in den Lageraufbau. Diese können entweder durch Ersparnisse, d. h. vorausgegangenen Konsumverzicht, oder durch Kredite finanziert werden. In der histor. Forschung wurde v. a. die Rolle der K. für die Industrialisierung diskutiert (s. u. 3.). Dabei spielten zwei Gesichtspunkte eine zentrale Rolle: (1) die Bedeutung der K. für die Startphas…
Date: 2019-11-19

Handelskapitalismus

(892 words)

Author(s): Köster, Roman
1. BegriffDer Begriff H. stammt ursprünglich aus dem marxistischen Diskussionskontext, wenn auch Karl Marx den Terminus Kapitalismus selbst noch nicht verwendete [3. 442–443]. Er leitet sich aus der Gegenüberstellung von Handelskapital und Industriekapital ab. Das Handelskapital (oder auch Kaufmannskapital) erscheint bei Marx als »älteste freie Existenzweise des Kapitals« [2. 337], dessen Funktion ausschließlich darin bestand, den Warenaustausch zu vermitteln. In diesem Sinne kann der H. als ein zeitlich zwischen 1500 und 1800 anzusiedelndes Ü…
Date: 2019-11-19

Wirtschaftskreislauf

(1,022 words)

Author(s): Köster, Roman
1. Begriff Als W. bezeichnet die moderne Volkswirtschaftslehre zunächst eine bestimmte Beziehung zwischen Konsumenten und Produzenten bzw. Haushalten und Unternehmen, die durch gegenläufige Güter- und Finanzströme gekennzeichnet ist. Während die Unternehmen die Haushalte mit Gütern und Dienstleistungen versorgen sowie als Arbeitgeber diesen Löhne bezahlen, versorgen die Konsumenten die Produzenten mit dem Produktionsfaktor Arbeit und geben ihr Einkommen für von den Produzenten bereitgestellte Güte…
Date: 2019-11-19

Gerechter Preis

(1,257 words)

Author(s): Köster, Roman
1. BegriffDer G. P. (lat. iustum pretium; engl. just price) bezeichnet eine ethisch fundierte Handlungsnorm für das wirtschaftliche Zusammenleben, die seit der Antike diskutiert wird. Diese fand Ausdruck sowohl im theologischen und ökonomischen Denken (s. u. 2.) wie auch in praktischen wirtschaftspolitischen Maßnahmen seit dem MA (s. u. 3.). Diese beiden Dimensionen hängen eng miteinander zusammen. Die theoretischen Überlegungen zum G. P. rekurrierten zumeist auf spezifische ökonomische Problemlagen; um…
Date: 2019-11-19

Just price

(1,362 words)

Author(s): Köster, Roman
1. Concept Just price (Latin  iustum pretium) denotes an ethical commercial standard for economic coexistence that has been discussed since antiquity. It was expressed from the Middle Ages onwards in theological and economic theory (see below, 2.) and practical economic policy (see below, 3.). These two dimensions were closely related. Theoretical arguments on the just price tended to address specific economic problems, while conversely measures of economic policy relied for their legitimacy on standards for action formulated by reference to the just price [9. 26].Roman Köste…
Date: 2019-10-14

Capital, accumulation of

(1,372 words)

Author(s): Köster, Roman
1. Concept When they speak of capital accumulation, economists mean the increase of an economy’s capital stock through new investments [10. 9], for example investment in means of production (i.e. machinery, tools, or buildings) and inventory build-up. These can be financed either through savings, i.e. earlier reduction in consumption, or through credit. Historians have primarily discussed the role of capital accumulation in industrialization (see 3. below). Here two perspectives have played a central role: (1) th…
Date: 2019-10-14

Laissez-faire

(772 words)

Author(s): Köster, Roman
1. DefinitionThe maxim laissez-faire probably goes back to a French businessman named Legendre. Asked by Jean-Baptiste Colbert, the finance minister of Louis XIV, what would be the best economic policy for the state to follow, he is said to have replied “Laissez-nous faire” (“Leave it to us”) [3. 211]. In 1734 the French writer René d’Argenson used the same formula in his unpublished memoirs and repeated it in 1751 in a contribution to the  Journal œconomique. But the maxim became popular primarily among the physiocrats (Physiocracy) in the form  laissez faire et laissez passer (“L…
Date: 2019-10-14

Impôt unique

(802 words)

Author(s): Köster, Roman
1. Concept and significanceIn tax policy,  impôt unique (“single tax”) denoted the ideal of a single direct tax – that is, the impostion of just one tax – on land, an idea advocated especially in 18th-century French physiocracy. The emergence of this concept was closely associated with the Enlightenment discussion of the state and its relationship to its subjects from the perspective of natural law. Generally speaking, the existing taxes were not based on any explicit concept: among other things, they …
Date: 2019-10-14

Merchant capitalism

(975 words)

Author(s): Köster, Roman
1. DefinitionThe term  merchant capitalism derived originally from the context of Marxist discussion, when Karl Marx himself was not yet using the term  capitalism[3. 442–443]. Its roots are in the contrast between merchant capital and industrial capital. Merchant capital (or trade capitalism) appears in the works of Marx as “the oldest free mode of existence of capital” [2. 337]; its function consisted exclusively in enabling the exchange of goods. In this sense, merchant capitalism can be thought of a transitional stage between feudalism and capitalism, sit…
Date: 2019-10-14

Economic cycle (circulation process)

(1,158 words)

Author(s): Köster, Roman
1. Concept Modern economic theory uses the term economic cycle first in reference to a particular relationship between consumers and producers or households and businesses, which is characterized by contrary flows of goods and finance. While businesses supply households with goods and services and pay them wages as employers, the consumers supply producers with the production factor of labor and spend their income on the goods and services provided by the producers. This mode…
Date: 2019-10-14

Wirtschaftsethik

(4,416 words)

Author(s): Köster, Roman | Mittag, Achim
1. Europa 1.1. BegriffMit dem Begriff W. werden zum einen die dem individuellen Wirtschafts(= Ws.)-Handeln zugrunde liegenden Einstellungen benannt; zum anderen beschreibt er normative Vorstellungen vom richtigen und gerechten Wirtschaften. Die gesellschaftliche Normierung des Ws.-Handelns muss mit den tatsächlichen Praktiken nicht deckungsgleich sein; Divergenzen bieten Anlass für ws.ethische Reflexionen.Wie eine bestimmte W. in der Ökonomie wirksam wird, zeigt sich z. B. anhand der Frage nach dem Zusammenhang ws.ethischer Vorstellungen und der je…
Date: 2019-11-19

Wirtschaft

(6,327 words)

Author(s): Plumpe, Werner | Köster, Roman
1. Einführung 1.1. AllgemeinZwischen dem 15. und dem 19. Jh. durchlief die W., verstanden als Überbegriff für die materielle Reproduktion des menschlichen Lebens und die spezifische Art der damit verbundenen materiellen Austauschbeziehungen, einen dramatischen Veränderungsprozess. Dieser lässt sich nicht allein auf evidente Phänomene wie die Zunahme der hergestellten Güter und Dienstleistungen sowie die damit korrespondierende Steigerung des allgemeinen Wohlstands, die Vermehrung des technischen Wi…
Date: 2019-11-19

Eigentum

(3,737 words)

Author(s): Thier, Andreas | Köster, Roman
1. Rechtlich 1.1. BegriffDer aus dem niederdt. egendom abgeleitete [20. 66–69] Begriff E. kennzeichnet das Recht zum Haben eines i. Allg. körperlichen Gegenstandes und bewirkt somit die rechtliche Unterscheidung zwischen Mein und Dein. Aus dieser normativen Zuordnung resultiert die Befugnis, über den Gegenstand zu verfügen und andere von der Einwirkung darauf auszuschließen. Die Ausübung dieser Herrschaftsmacht steht allerdings unter dem Vorbehalt von Rechten Dritter oder hoheitlicher, in der Regel durch Gesetz angeordneter Beschränkungen. Zentrale…
Date: 2019-11-19

Ökonomie, politische

(5,868 words)

Author(s): Plumpe, Werner | Köster, Roman
1. Begriff und Problem 1.1. BedeutungDer Begriff der P. Ö. ist durch drei einander überlagernde Bedeutungsgehalte geprägt:(1) Zunächst bezeichnete P. Ö. im alteurop. Sinn die wirtschaftliche (= wirtsch.) und gesellschaftliche Verfasstheit einer durch Herrschaft strukturierten und garantierten Ordnung, wobei zwischen den jeweiligen analytischen und normativen Bedeutungsgehalten noch keineswegs getrennt wurde oder getrennt werden durfte ( Ökonomik Alteuropas).(2) Hieran anschließend (teilweise dieser älteren Bedeutung auch widersprechend [45. 10]) markierte de…
Date: 2019-11-19

Ökonomische Klassik

(2,191 words)

Author(s): Plumpe, Werner | Köster, Roman
1. BegriffDer ursprünglich von Karl Marx geprägte Ausdruck Ö. K. bzw. klassische polit. Ökonomie [5. 19–21] bezeichnet eine Epoche des ökonomischen (= ökon.) Denkens, das im Zeitraum von etwa 1750 bis 1850 v. a. im Kontext der brit. und franz. Aufklärung entwickelt wurde. Zu ihren wichtigsten Protagonisten zählen Adam Smith, David Ricardo, Thomas Malthus, Jean Baptiste Say und John Stuart Mill. Mit dem Begriff »K.« wird zum Ausdruck gebracht, dass die Wirtschafts(= W.)-Lehre mit diesen Autoren ihre gewissermaßen klassische Fassung fand: Hier wurden die für die we…
Date: 2019-11-19

Classical economics

(2,216 words)

Author(s): Plumpe, Werner | Köster, Roman
1. DefinitionThe expression classical economics (or classical  political economics [5. 19–21]), originally coined by Karl Marx, denotes an era of economic thought extending roughly from 1750 to 1850, primarily in the context of the British and French Enlightenment. Its most important protagonists include Adam Smith, David Ricardo, Thomas Malthus, Jean Baptiste Say, and John Stuart Mill. The term  classical is meant to indicate that in these authors economic theory in a sense found its classic expression: here were fashioned the concepts and theore…
Date: 2019-10-14
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