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Your search for 'dc_creator:( "Leppin, Volker" ) OR dc_contributor:( "Leppin, Volker" )' returned 18 results. Modify search

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Sudermann

(120 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Sudermann,  Daniel (1550 Lüttich – nach 1630 Straßburg). Einer kath. Familie entstammend, kam S. früh in Berührung mit Calvinismus, Luthertum und Täufertum. Nach Tätigkeiten als Hofmeister war er ab 1585 am Straßburger Bruderhof als Erzieher von Adeligen tätig. Schon zuvor war er in Kontakt mit den Ideen K.v. Schwenckfelds gekommen, aus dessen Schriften er seit 1584 publizierte. Seine eigene Hinwendung zu Schwenckfelds Lehre datiert er konversionsartig auf das Jahr 1594. Eine Verb…

Niclaes

(133 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Niclaes,  Heinrich (9./10.1.1502 Münster? – nach 1570). Von Jugend an visionär begabt, zog N. nach seiner Berufung zum Propheten 1540 von Amsterdam nach Emden. Spätma. myst. Vorstellungen baute er zu einem prophetisch-chiliastischen Spiritualismus aus. Sich selbst verstand er vor dem Hintergrund pantheistischer Ontologie als Neuinkarnation Christi. Durch Missionsreisen breitete sich das »Haus der Liebe« (engl. »Family of Love«, daher: Familisten) aus, das aufgrund von Geisterfahru…

Name

(4,894 words)

Author(s): Udolph, Jürgen | Figal, Günter | Hutter, Manfred | Assel, Heinrich | Rüterswörden, Udo | Et al.
[English Version] I. SprachwissenschaftlichAus sprachwiss. Sicht werden Eigennamen (nomen proprium) und Gattungsnamen (nomen appellativum) unterschieden, die beide der Funktion nach zu den Substantiven gehören. Eigennamen dienen der Benennung (d.h. der Identifizierung) von individuellen Personen, Örtlichkeiten, Sachverhalten oder als individuell gedachten Kollektiven und weisen einem Bezeichneten zunächst keine allg. Eigenschaften zu. Mit dem N. »Lena« ist außerhalb eines konkreten Kontextes keine…

Tauler

(451 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Tauler, Johannes (ca.1300 Straßburg – 16.6.1361 ebd.). T. war neben Meister Eckhart und H. Seuse wichtigster Vertreter der deutschsprachigen Dominikanermystik (Mystik: III.,3.,b) am Oberrhein. Im Straßburger Konvent, dem er mit etwa 14 Jahren beigetreten war, ausgebildet, verfügte er über keinen theol. Abschluß, aber über gute Bildung; philos. hatte er Teil an der Neuplatonismusrenaissance im Dominikanerorden (Berthold von Moosburg). Theol. folgte T. wohl ohne persönliche Begegnun…

Pacca

(237 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Pacca, Bartolomeo (25.12.1756 Benevent – 19.4.1844 Rom). 1785 wurde der aus einer adeligen Familie stammende Doktor beider Rechte zum Titularbf. von Damiette geweiht und trat ohne Anerkennung des dortigen Erzbischofs das 1785 verliehene Amt als Nuntius in Köln an. Gegen den Episkopalismus (: II., Emser Kongreß) vertrat er entschieden die päpstl. Haltung. Als Nuntius in Lissabon (1794/95–1802) kämpfte er – 1801 zum Kardinal erhoben – ebenso entschieden gegen die staatskirchl. Tende…

Traum/Traumdeutung

(4,811 words)

Author(s): Birbaumer, Niels | Maier, Bernhard | Albani, Matthias | Rösel, Martin | Wandrey, Irina | Et al.
[English Version] I. Neurobiologisch und psychologischT. sind Erlebnisinhalte, die üblicherweise während des Nachtschlafs auftreten und sich von nicht-geträumten realen Erlebnisinhalten durch freie zeitliche, örtliche sowie emotionale Assoziationen auszeichnen und von erwachsenen gesunden Menschen von real erlebten Gedächtnisinhalten unterschieden werden können. Im Kleinkindalter und bei verschiedenen Erkrankungen kann der subjektive Unterschied zw. T. und Realität aufgehoben werden (z.B. in der Sch…

Wilhelm von Ockham (Ehrenname: Venerabilis Inceptor; ca.1285 Ockham – 9.4.1347 München)

(1,763 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] I. Leben W. hat sein artes-Studium wohl in reduzierter Form am Ordensstudium der Franziskaner in London absolviert, ehe er wohl 1308 zum Theologiestudium an die Universität Oxford wechselte. Hier hielt er 1317–1319 seine Sentenzenvorlesung. Ungeklärt ist, ob und wieweit W. in die Streitigkeiten zw. den Bettelorden und der Universität involviert war. Jedenfalls kam es bald zu scharfen philos. Attacken, v.a. durch den früheren Kanzler der Universität Johannes Lutterell (gest.1335). Sie hatten 1323 eine Untersuchun…

Thomä

(79 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Thomä, Nikolaus (1492 Siegelsbach bei Heilbronn – 1546 Bergzabern). Ab 1510 in Heidelberg immatrikuliert, wurde Th. 1519 Pfarrer in Flinsbach, 1520 Magister. Ab 1524 war er Geistlicher und Lateinlehrer in Bergzabern. Im Abendmahlsstreit (Abendmahl: II.,3.) auf schweizerischer Seite, stand er, zumal seit der Auseinandersetzung mit Täufern (1527 Begegnung mit H. Denck), zunehmend unter M. Bucers Einfluß. Volker Leppin Bibliography J.P. Gelbert, Magister Johann Baders Leben und Schriften, N. Th. und seine Briefe, 1868.

Spiritualismus

(2,229 words)

Author(s): Leppin, Volker | Weigelt, Horst | Ludwig, Frieder | Sparn, Walter
[English Version] I. Zum Begriff Als präziser Fachterminus ist der Begriff S. durch die »Soziallehren« von E. Troeltsch geprägt. Er dient der Differenzierung der von Luther zusammenfassend als »Schwärmer« (Schwärmertum) charakterisierten Gruppen, innerhalb derer sich jedenfalls Spiritualisten und Täufer idealtypisch unterscheiden lassen. Gemeinsam ist den unter S. zusammengefaßten Vertretern die Orientierung an einer Unmittelbarkeit des Geistwirkens (Geist/Heiliger Geist) im Innern des Menschen, in Abgrenzung von der äußeren Wirkung du…

Schwärmertum

(1,213 words)

Author(s): Leppin, Volker | Enns, Fernando | Stroh, Ralf
[English Version] I. Kirchengeschichtlich Der Begriff »Sch.« ist eine theol. wertende, nicht eine historiographische Kategorie zur Kennzeichnung eines Frömmigkeitstypus, der unter fälschlicher Berufung auf den Hl. Geist das extra nos des christl. Heils mißachtet. Seine Verwendung prägte Luther in der Auseinandersetzung mit den Zwickauer Propheten sowie Th. Müntzer und A. von  Karlstadt, konnte diesen Begriff aber auch auf andere Gegner, sogar den Papst ausdehnen. Spätere Generationen aktualisierten…

Walch

(399 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] 1.Johann Georg , (17.6.1693 Meiningen – 13.1.1775 Jena). Nach Studium der alten Sprachen und Gesch. in Leipzig ab 1710 und dortigen ersten Vorlesungen als Magister der klassischen Philol. wurde W. 1718 Prof. für Philos. und Altertümer in Jena, 1719 für Beredsamkeit, 1722 zugleich für Poesie. Noch vor seiner theol. Promotion 1726 erhielt er 1724 eine a.o. Professur für Theol. 1728 wurde er Ordinarius. Vorlesungen seines Schwiegervaters J.F. Buddeus zur polemischen Theol. baute er z…

Robespierre

(323 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Robespierre, Maximilien de (6.5.1758 Arras – 28.7.1794 Paris). Der Jurist R. wurde 1789 als Deputierter des Dritten Standes Mitglied der Generalstände und der Nationalversammlung (Frankreich: III.,1., i). In eine zentrale Funktion für den Verlauf der Französischen Revolution kam er als Sprecher des Jakobinerclubs. 1792 wurde er im Nationalkonvent einer der Anführer der radikalen Bergpartei. Mit zunehmender Deutlichkeit focht er gegen König und Monarchie. Im Juli 1793 wurde er Mitgl…

Naude´

(136 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] (Naudaeus), Philipp (28.12.1654 Metz – 7.3.1729 Berlin). Durch seine Zeit als Page am sächsisch-eisenachischen Hof in Marksuhl ca.1666–1670 mit der dt. Kultur und den innerprot. Differenzen vertraut, gelangte N. nach der Aufhebung des Edikts von Nantes über Saarbrücken und Hanau 1687 nach Brandenburg, wo er als Mathematiker Karriere machte (1687 Gymnasiallehrer in Joachimsthal, 1696 Hofmathematiker, 1701 Mitglied und 1704 Prof. der Akademie). Mit seinen theol. Streitschriften schä…

Soziologie

(4,760 words)

Author(s): Schäfers, Bernhard | Leppin, Volker | Meyer-Blanck, Michael | Suin de Boutemard, Bernhard | Knoblauch, Hubert
[English Version] I. Zum Begriff Die S. ist eine empirische Sozialwiss., deren Gegenstandsbereich die relativ dauerhaften Formen und Strukturen des sozialen Handelns (Handlungswissenschaft) und die daraus resultierenden sozialen Gebilde sind, von den gemeinschaftlichen der Familie/ Verwandtschaft und sozialen Gruppen bis zu den gesellschaftlichen der Organisationen und Staaten. Der Begriff S. ist ein Kunstwort, das sich aus lat. socius (»Gefährte, Mitmensch«) und griech. logos (»Wort, Wahrheit«, im …

Til

(126 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Til, Salomo(n) van (26.12.1643 Wees – 31.10.1713 Leiden). Nach Studium in Utrecht und Leiden (J. Coccejus) wurde der reformierte T. 1666 Prediger in Huisduinen. Nach Zwischenstationen kam er 1683 nach Dordrecht, wo er ab 1684 neben dem Pfarramt auch eine Professur an der Schola Illustris versah. 1702 wechselte er nach Leiden. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit stand die philol. gelehrte Exegese der atl. Propheten. Der von Coccejus übernommenen Föderaltheologie ebnete er durch Aufnahme…

Staël

(74 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Staël, Anne Louise Germaine, Baronin de S.-Holstein (22.4.1766 Paris – 14.7.1817 ebd.). S. war als Exulantin während der Franz. Revolution Zentralgestalt eines eur. kommunikativen Netzwerkes. Lit. kritisierte sie, in Brechung Rousseauscher Ideen (J.-J. Rousseau) durch den Einfluß der dt. Frühromantik, die Frauen beschränkende Wirkung gesellschaftlicher Konventionalität und propagierte eine Vervollkommnung der Humanität in der Gesch. Volker Leppin Bibliography Ch.Blennerhassett, Madame de S., 1889.

Professio fidei Tridentinae

(206 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] . In Aufnahme einer Anregung franz. Kardinäle, die angesichts des königlichen Nominationsrechts in Frankreich den röm.-kath. Glauben der Bischöfe sichern wollten, schrieben die Trienter Dekrete der 24. und 25. Sitzung 1563 für Bischöfe und sonstige Seelsorger die Ablegung eines erweiterten Glaubensbekenntnisses bei Amtsantritt und für akademische Lehrer eine regelmäßige eidliche Verpflichtung auf Katholizität vor (Amtseid der Geistlichen und Kirchenbeamten). Den vermutlich im Umk…

Schwenckfeld

(654 words)

Author(s): Leppin, Volker
[English Version] Schwenckfeld, Kaspar v. (1489 Ossig – 10.12.1561 Ulm). Der aus einer schlesischen Adelsfamilie stammende Sch. von Ossig stand nach Studien in Köln und Frankfurt/O. in seiner Heimat in adeligem Dienst, den er 1523 aus gesundheitlichen Gründen quittierte. Sch. wurde früh zum Anhänger Luthers und versuchte in ausgedehnter Predigttätigkeit und persönlicher Einflußnahme auf Herzog Friedrich II. von Liegnitz (1480–1547), die Reformation in Schlesien zu verbreiten. Mit der frühen Abhängigkeit von Luther nahm er auch starke myst. Züge in seine eig…