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Your search for 'dc_creator:( "Nielsen, Inge (Hamburg)" ) OR dc_contributor:( "Nielsen, Inge (Hamburg)" )' returned 15 results. Modify search

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Bäder

(848 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] A. Terminologie und Definition Im Griech. wurden B. βαλανεῖον ( balaneíon) oder λουτρόν ( lutrón) genannt, im Lat. lavatrina, balneum, balnea, balnae. In griech.-röm. Zeit gab es private B. in Wohnhäusern, aber auch öffentliche B., während im Alten Orient nur private B. bekannt waren. Die öffentlichen B. waren meist in Privatbesitz und von eher bescheidener Größe; zu den staatlichen, monumentalen B. s. Thermen. Nielsen, Inge (Hamburg) [English version] B. Griechenland Private B. gab es in Griechenland seit min.-myk. Zeit; sie bestanden normalerwe…

Exedra

(495 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] A. Terminologie und Definition E. ist ein latinisiertes griech. Wort (ἐξέδρα = Sitz im Freien bzw. außerhalb), das in republikan. Zeit in den röm. Sprachgebrauch einging. Auf der Grundlage schriftl. Quellen kann die E. als ein Raum definiert werden, der nach außen hin offen ist und meist (zwei) Säulen in antis aufweist. Eine E. konnte mit Sitzbänken versehen sein und war z.T. mit Statuen ausgestattet, u.a. von Göttern oder verdienstvollen Bürgern. Sie hatten entweder einen rechteckigen oder einen halbkreisförmigen Grundriß, wobe…

Nymphäum

(675 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] A. Etymologie und Definition Das Wort νυμφαῖον/ nymphaíon ist erstmals für das 4. Jh.v.Chr. belegt, und zwar auf Delos (IG XI,2,144, A Z. 91); es bezeichnete ursprünglich ein Heiligtum für die Nymphen. Ein N. ist zuerst in Itanos auf Kreta im 3. Jh.v.Chr. zusammen mit einem Wasserreservoir bezeugt (ILS 9458). Die latinisierte Form nymphaeum findet sich erstmalig bei Pomponius Mela (1. H. des 1. Jh. n.Chr., Mela 2,3), und zwar für ein Nymphenheiligtum in Chersonessos. Dagegen verwendete Plinius (nat. 35,151) das Wort n., um einen Springbrunnen mit einer St…

Macellum

(609 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] A. Terminologie, Definition und Typologie Der Begriff M. ist zum erstenmal bei Plautus nachzuweisen; es ist anzunehmen, daß es sich um die latinisierte Version des griech. Wortes μάκελλος/ mákellos (“Markt”) handelt, das allerdings vor der röm. Eroberung Griechenlands für diese Institution nicht und auch danach nur selten verwendet wurde. Ein M. war ein öffentlicher Baukomplex, der hofartig von einer Mauer umschlossen war. An die Mauer gebaut fanden sich, meist hinter einer Portikus, kleine Geschäfte oder L…

Amphitheatrum

(1,811 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] A. Terminologische und typologische Definition A. ist ein latinisiertes, gr. Wort (ἀμφιθέατρον) und bedeutet soviel wie “doppeltes Theater” oder “Theater mit zwei Hälften”; es wird erstmalig in augusteischer Zeit erwähnt (Vitr. 1,7,1; Strab. 14,1,43; R. Gest. div. Aug. 22). In republikan. Zeit wurde der Begriff spectacula, der sich eher auf die Funktion als auf den Bautypus bezieht, sowohl für das früheste erh. A. (Pompeji; CIL X 852), als auch für die hölzernen Sitzreihen auf dem Forum Romanum (Fest. 120,1-3 L.) benutzt. N…

Kolosseum

(835 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] A. Terminologie und Geschichte Urspr. wurde das K. nach der kaiserlichen Dynastie, die es erbaut hatte, amphitheatrum Flavium (Flavisches Amphitheater) gen. Colisaeus erscheint zum ersten Mal im 8. Jh.n.Chr. in einem Epigramm (Beda Venerabilis, PL 94,453); dies wurde von der benachbarten Kolossalstatue des Nero (Colossus Neronis) abgeleitet. Das K. wurde auf Initiative des Vespasian (Suet. Vesp. 11,1) im Tal zw. Esquilin, Palatin und Caelius erbaut, dem Ort, an welchem sich vorher der zur berühmten Domus Aurea gehörende See ( stagnum) befunden hatte. Titus…

Porticus

(425 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] I. Definition P. ist das lat. Wort für die griech. stoá , eine überdeckte Säulenhalle mit Hinterschale und häufig auch Seitenmauern. Die Säulen konnten in antis, prostyl sowie zw. Wangenmauern stehen. Die ein- oder mehrschiffige P. war normalerweise linear und einstöckig, konnte aber auch gerundet ( p. absidata) und zweistöckig sein. Im Gegensatz zur griech. Stoa war die röm. P. nur selten freistehend. Porticus befanden sich meist entlang einer Straße oder vorgelagerten Fläche sowie an einer oder mehreren Seiten eines Hofes. Als Peristylhof …

Baptisterium

(540 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] A. Terminologie Der latinisierte griech. Begriff B. (βαπτιστήριον, von βαπτίζω, “eintauchen”) wird erstmals von Plinius (epist. 2,17,11) für ein Badebecken verwendet; in der griech. Lit. ist diese Bedeutung des Wortes dagegen unbekannt. Nielsen, Inge (Hamburg) [English version] B. Badebecken In Quellen zu röm. Bädern (Thermen) begegnet der Begriff B. sehr selten; gebräuchlicher ist piscina . Solche Kaltwasserbecken waren in der Regel rechteckig oder apsidial und in einer Nische plaziert (Plin. epist. 5,6,25; …

Basilika

(1,755 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg) | Schiemann, Gottfried
[English version] Basilika [English version] A. Terminologie und Definition Der Begriff B. geht auf das griech. Wort βασιλική ( basilikḗ) zurück, das soviel wie “majestätisch, königlich, fürstlich, herrlich, großartig” (lat. regalis) bedeutet; bezeichnet dieses Adj. ein Gebäude, muß ein Subst. wie στοά ( stoá) ergänzt werden, denn B. ist in griech. Texten häufig als στοά übersetzt worden. In christl. Zeit ist B. gleichbedeutend mit Kirche. Die spezifische Architektur einer B. bestand aus einer langgestreckten Halle, die nach außen sowohl offen als auch gesch…

Circus

(4,543 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg) | Hönle, Augusta (Rottweil)
I. Architektur [English version] A. Definition Der C. war die größte aller röm. Freizeitstätten und wurde zuerst und hauptsächlich für Rennen mit vier- oder zweispännigen Wagen ( quadrigae oder bigae) benutzt. Der kanonische C. bestand aus einer langen, vergleichsweise schmalen Rennbahn (ca. 450 × 80 m; arena, von harena, “Sand”), an deren beiden Enden je drei Kegel ( metae) auf einem Podest als Wendemarken dienten. Die Bahn führte um eine Barriere, die die Zentralachse ( euripus, griech. εὔριπος, “Wasserrinne”; später auch spina, “Rückgrat, Wirbelsäule”) markierte und die…

Piscina

(446 words)

Author(s): Kuhn, Christina (Kassel) | Nielsen, Inge (Hamburg)
(von lat. piscis, “Fisch”). [English version] [1] Fischzuchtanlage Die Fischzucht wurde in Griechenland in natürlichen Gewässern, seltener in künstlich angelegten Teichen betrieben (Aristot. hist. an. 592a). Seit dem 3./2. Jh.v.Chr. sind piscinae in Rom bekannt (Gell. 2,20,6f.). Fischzucht in Süßwasserbecken gehörte zur pastio villatica (Varro rust. 3,3,1; 3,17,1; Kleintierzucht); mit wachsender Beliebtheit von Seefischen wurden mit Meerwasser gefüllte p. angelegt (Colum. 8,17,1ff.), die durch den notwendigen fortwährenden Zufluß frischen Meerwassers …

Meta

(517 words)

Author(s): Käppel, Lutz (Kiel) | Nielsen, Inge (Hamburg)
[English version] [1] erste Frau des Aigeus (Μήτα; = Melite: schol. Eur. Med. 673), erste Frau des Aigeus (Apollod. 3,207). Käppel, Lutz (Kiel) [2] allgemein [English version] A. Definition Der lat. Begriff m. ist hinsichtlich seiner Etym. unklar; bezeichnet sind hiermit zunächst kegel- oder pyramidenförmige Objekte in Stein, manchmal auch in Holz mit unterschiedlicher Funktion, als Stein auch die m. molendaria, der kegelförmige untere Stein der ant. Mühle ( mola asinaria), auf dem sich der obere Stein, der catillus, drehte (Dig. 33,7,18,5). Nielsen, Inge (Hamburg) …

Narthex

(548 words)

Author(s): Hünemörder, Christian (Hamburg) | Willers, Dietrich (Bern) | Nielsen, Inge (Hamburg)
(νάρθηξ). [English version] [1] gelbblühender Riesenfenchel (Lat. ferula mit ungewisser Etym.). Die von Theophrast (h. plant. 6,2,8f., vgl. Plin. nat. 13,123) beschriebene Umbellifere Ferula communis, der gelbblühende Riesenfenchel oder das Steckenkraut [1. 61f. und Abb. 95-97]. Die Pflanze erreicht an den Küsten Griechenlands, auf den Inseln und in Unteritalien bis zu 5 m H. Der getrocknete Stengel wurde wie ein Rohrstock als Zuchtrute gebraucht, als “Zepter der Pädagogen” ( sceptrum paedagogorum, Mart. 10,62,10 u.ö.), aber auch zum Hüten des Viehs und als Stab…

Palast

(3,499 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg) | Nissen, Hans Jörg (Berlin) | Renger, Johannes (Berlin) | Jansen-Winkeln, Karl (Berlin)
[English version] I. Terminologie und Definition Der mod. Begriff “Palast” leitet sich ab vom Palatin (Mons Palatinus), dem Hügel Roms, auf dem die Residenzen der röm. Kaiser standen. Als P. werden Bauanlagen bezeichnet, die einem Herrscher als Wohn- und Repräsentationssitz dienten. Je nach weiteren, dazukommenden Funktionen konnte er im Alt. verschiedene, von der jeweiligen Funktion abhängige Bezeichnungen haben. Nielsen, Inge (Hamburg) II. Alter Orient [English version] A. Baugeschichte Im Alten Orient und Äg. war ein P. von den Ursprüngen her ein Wohnhaus mit…

Bibliothek

(5,009 words)

Author(s): Nielsen, Inge (Hamburg) | Burkard, Günther (München) | Maul, Stefan (Heidelberg) | Vössing, Konrad (Aachen)
I. Bibliotheksgebäude [English version] A. Definition B. ist Aufbewahrungsort oder Gebäude für Bücher aller Art. B. konnten Teil von Privathäusern, königlichen Palästen, öffentlichen und sakralen Gebäuden (Gymnasien, Fora, Thermen), Heiligtümern oder auch freistehende Gebäude sein. Nur wenige B. sind gesichert oder erh., da die meisten ihrer funktionsbestimmenden Elemente, einschließlich der Bücherschränke ( armaria) und des Mobiliars, aus Holz bestanden. Nielsen, Inge (Hamburg) [English version] B. Griechenland Büchersammlungen sind im griech. Kulturraum se…