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Your search for 'dc_creator:( "Prankel, Dieter" ) OR dc_contributor:( "Prankel, Dieter" )' returned 51 results. Modify search

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Kulturkontakt, globaler

(9,422 words)

Author(s): Rinke, Stefan | Falola, Toyin | Aderinto, Saheed | Prankel, Dieter | Reichmuth, Stefan | Et al.
1. Einleitung Lange Zeit meinte der Begriff K. das Zusammentreffen unterschiedlicher, in sich homogener und statischer kultureller Einheiten. Moderne Ansätze zum Verständnis von K. gehen demgegenüber von einem anderen Kulturbegriff aus. Demnach ist Kultur ein »selbstgesponnenes Bedeutungsgewebe« [3. 9] des menschlichen Bewusstseins, das sich in dynamischen Prozessen der Konstruktion von Symbolen permanent verändert. Die Deutungen erfolgen sowohl individuell als auch kollektiv und produzieren Bedeutungen und Identitäten. Diese Interp…

Himmelsmechanik

(1,136 words)

Author(s): Giuccardini, Niccolò | Prankel, Dieter
1. Anfänge Die H., d. h. die Beschreibung der Bewegungen der Himmelskörper im Sonnensystem auf Grundlage der nzl. Mechanik, hat ihren Ursprung in Newtons Theorie der Gravitation (Schwere), genauer: in den von ihm formulierten und nur z. T. beantworteten Fragen des dritten Buches der Principia mathematica (1687). Zu den anspruchsvollsten dieser Probleme gehörten die planetarischen Störungen, die aus Wechselwirkungen der gravitierenden Massen des Sonnensystems resultieren (Planeten). Es ist bis heute schwierig, den Bahnverlauf von Körpern unter d…

Mechanismus

(2,295 words)

Author(s): Miller, Jon | Prankel, Dieter
1. Begriff Die »mechanische Philosophie« sowie eine neue math. Darstellungsform und eine neue Theorie von der Materie, von deren Eigenschaften und Kräften waren entscheidende Faktoren der wissenschaftlichen Revolution des 17. und 18. Jh.s. Aus dem Blickwinkel des 21. Jh.s lassen sich im frühnzl. Diskurs drei Verwendungsweisen des Worts Mechanik ausmachen. (1) Der alltäglichste Gebrauch bezieht sich auf die Konstruktion und Verwendung von Maschinen wie Pumpen und Mühlen. Im Zug der Wiederentdeckung und Veröffentlichung antiker Texte zur Mechanik und Mathematik ( Archimed…

Steuerpacht

(2,067 words)

Author(s): ’t Hart, Marjolein | Prankel, Dieter | Meier, Astrid
1. Europa 1.1. Charakteristika Die S. ist ein semiprivates Verfahren der Erhebung von Steuern: Für eine an die Behörden gezahlte Pauschalsumme darf der Steuerpächter (= Stp.) diese auf eigene Rechnung eintreiben. In der Regel setzten Stp. hierfür ihr eigenes Personal ein; möglich waren aber auch Organisationsformen, bei denen die Regierung Büro und Beamte dafür stellte. Die Stp. handelten den entsprechenden Vertrag entweder selbst aus oder bekamen ihn bei einer öffentlichen Auktion [1]. Die S. war eine in der Frühen Nz. weit verbreitete Praxis und eine Spezialform v…

Erfahrung

(1,425 words)

Author(s): Henry, John | Prankel, Dieter
1. Erfahrung versus Autorität im 17. Jahrhundert Die erkenntnistheoretische Annahme, dass das Wissen über die Natur nicht nur mit der (persönlichen) E. der Welt im Einklang stehen, sondern auch auf dieser E. beruhen müsse, war charakteristisch für die neuen philosophischen Anschauungen der Wissenschaftlichen Revolution des 16. und 17. Jh.s. (Erkenntnistheorie). In der Naturphilosophie des MA wurde E. als die maßgebliche Grundlage des Wissens in Anspruch genommen. Für die Scholastiker galt das Axiom: Nihil est in intellectu, quod non prius fuerit in sensu (»Es kann nichts i…

Astronomie

(4,841 words)

Author(s): Guicciardini, Niccolò | Prankel, Dieter
Die Wissenschaft der A. erlebte ab dem 16. Jh. aufgrund der allmählichen Durchsetzung des von Nikolaus Kopernikus vorgeschlagenen heliozentrischen Systems eine tief greifende Umwälzung. Manchen Historikern zufolge liegen entscheidende Wurzeln der sog. »wiss. Revolution« des 16. und 17. Jh.s in diesem Umbruch, der nicht nur mit dem Niedergang eines lange akzeptierten Bildes des Kosmos einherging, sondern auch den disziplinären Status der A. neu definierte. Diese Veränderungen werden im Folgenden v. a. unter der…

Soldatenhandel

(1,757 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo | Prankel, Dieter | Sikora, Michael
1. Überblick Die frühnzl. Staaten waren bei der Rekrutierung ihrer Armeen und Kriegsflotten meist auf bezahlte Berufs-Soldaten anstelle von Wehrpflichtigen angewiesen (vgl. Werbung; Heeresreformen). Vor der Franz. Revolution und der napoleonischen Zeit gab es nur zögerliche Versuche eines allgemeinen Militärdiensts. Erst die Erfolge, die Frankreich damit erzielte (Levée en masse), ermutigten die meisten europ. Staaten – mit der Ausnahme Großbritanniens und europ. kolonialer Streitkräfte –, zu Beginn des 19. Jh.s die generelle Wehrpflicht einzuführen. Berufssoldaten k…

Kausalität

(2,388 words)

Author(s): Smith, Kurt | Prankel, Dieter
1. Definition Die Frage danach, was gemeint ist, wenn etwas als die »Ursache« (lat. causa) von etwas anderem bezeichnet wird, und was dem in den Dingen selbst entsprechen könnte, wurde schon von den Philosophen der Antike untersucht. Für die nzl. Diskussion von K. war die aristotelische Unterscheidung von vier Ursachen fundamental: causa formalis, materialis, finalis und efficiens (Form-, Material-, Zweck- und Wirkungsursache). Es gab allerdings keine kohärente, einheitliche Interpretation der Philosophie des Aristoteles ( Aristotelismus). Im Verlauf der Nz. wurde d…

Licht und Farbe

(3,131 words)

Author(s): Zemplén, Gábor Á. | Prankel, Dieter
1. Begriffe Heute wird L. oft als ein schmales Band (Wellenlänge 400–700 Nanometer) elektromagnetischer Strahlung definiert, das vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. F. hingegen wird in der Physik unterschiedlichen Wellenlängen dieser Strahlung, in der Physiologie unterschiedlichen Zuständen der Sehnerven und des Gehirns zugeordnet, und in der Farbmetrik mit den Konzepten von Tönung, Helligkeit und Sättigung beschrieben. Wenige Wissensbereiche machten in den vier Jahrhunderten der Nz. so große Fortschritt…

Handelsräume

(6,336 words)

Author(s): Häberlein, Mark | Klooster, Willem | Prankel, Dieter | Beck, Thomas
1. Einleitung 1.1. Europa der Frühen Neuzeit Am Beginn der Nz. stellte Europa noch keinen einheitlichen H. dar; vielmehr lassen sich mehrere Regionen kommerzieller Interaktion identifizieren, die sich hinsichtlich ihrer Bevölkerungsdichte, ihres Urbanisierungsgrades und der Intensität der wirtschaftlichen Austauschprozesse stark unterschieden. Aufgrund der technischen und politischen Probleme des Überlandhandels (Straßenverhältnisse, Zoll-Schranken) bildeten sich Räume intensiven kommerziellen Austausc…

Empirismus

(1,866 words)

Author(s): Henry, John | Prankel, Dieter
1. Definition Der philosophische Ansatz des E. geht – im Gegensatz zum Rationalismus – davon aus, dass Wissen durch Erfahrung und damit durch die menschlichen Sinne gewonnen wird ( Erkenntnistheorie). Historisch ist er eng mit der Entwicklung der experimentellen Methode verbunden ( Experiment), in der Erkenntnis das Ergebnis einer speziell entwickelten, spezifischen und praktischen Vorgehensweise ist; diese Methode gilt seither als Grundcharakteristikum der neuen Naturphilosophie der wissenschaftlichen Revolution des 17. Jh.s und der modernen Naturwissenschaft. 2. Nat…

Elastizität

(1,217 words)

Author(s): Guicciardini, Niccolò | Prankel, Dieter
1. Allgemein Die E. gehört zu jenen materiellen Phänomenen, die ab dem 17. Jh. zunehmend einer quantifizierenden, math. Behandlung unterworfen wurden. Ihre Erforschung war eng mit einer Reihe verschiedener Interessen und Anwendungen verknüpft; ihre Geschichte ist von Bedeutung für Entwicklungen in Physik, Technik, Architektur und Mathematik. Das E.-Verhalten von Materialien, insbes. das Biegen und schließlich Brechen von Balken und Säulen, war ein Grundanliegen von Architekten und Maschinenbauern ( Festigkeitslehre). 2. Die Anfänge In seinen Discorsi e dimostrazioni …

Skeptizismus

(1,658 words)

Author(s): Maia Neto, José Raimundo | Prankel, Dieter
1. Wiederaufleben des antiken Skeptizismus Der S. ist der philosophische Standpunkt, der Zweifel an Wissensansprüchen erhebt und sich die Frage stellt, was der Mensch erkennen oder wissen kann (Erkenntnistheorie). Als philosophische Schule entstand er im Hellenismus; Hauptvertreter waren u. a. Karneades im 2. Jh. v. Chr. als Vertreter der akademischen Skepsis und Pyrrhon von Elis im 3. Jh. v. Chr. als Begründer der radikaleren Ausrichtung, nach der nichts wissbar ist, man sich daher eines Urteils enthalten muss und die Dinge folglich moralis…

Berufsmobilität

(2,757 words)

Author(s): Leeuwen, Marco H.D. van | Lesger, Clé | Prankel, Dieter
1. Beschränkung sozialer Mobilität in der Neuzeit Die drei Hauptformen der sozialen Mobilität (= M.) sind (1) die intergenerationale M., (2) die intragenerationale M. (B. oder Karriere-M.) und (3) die Heiratsmobilität. Allen drei Formen gemeinsam sind die Indikatoren Beruf, Besitz und Sozialprestige [7]; [9]. In der Nz. hatte der gesellschaftliche Status, den der Einzelne mit der Geburt erhielt, eine vorrangige Bedeutung und erschwerte alle drei Formen der sozialen M. (Ständegesellschaft). Bes. Wichtigkeit kam ihm beim Adel zu, der in weiten Teilen Europas an der Spi…

Heilkulturen, globale

(6,748 words)

Author(s): Rüther, Kirsten | Holler, Ursula | Deacon, Harriet | Prankel, Dieter | Kummels, Ingrid | Et al.
1. Einleitung Wenn es darum geht, die Geschichte von Heilpraktiken und H. global zu kontextualisieren, ist es nicht ungewöhnlich, Themen wie Quarantäne, Epidemien, ökologischen Imperialismus und damit auch die demographische Katastrophe oder den Columbian Exchange zu assoziieren [2]; [3]. Darüber hinaus erschließt das Konzept der H. aber gerade im Kontext globaler Interaktion den Zugriff auf weitreichende und unterschiedlich akzentuierte Mechanismen des Austausches und des Aushandelns, umfasst es doch sämtliche Handlungen und Denkweisen in Bezug auf Krankheit und Gesun…

Transhumanz

(974 words)

Author(s): Lucassen, Jan | Lucassen, Leo | Prankel, Dieter
1. Definition und Grundlagen Der 1892 von dem franz. Geographen Jean-François Bladé geprägte Begriff T. (vgl. türk. yaylag/ yaylak) steht in der westl. Anthropologie für Weidewirtschaft bzw. für eine darauf basierende Lebensweise. Er bezeichnet eine Variante der Arbeitsmigration sowie Viehwirtschaft, der nichtsesshaften Weidewirtschaft [3. 22–23]; [4. 23], die man in Nomadismus, T. und Alpwirtschaft unterteilt. Jedem Typus entspricht eine spezifische Form der Migration. Die hochspezialisierte Viehzucht mit Stallhaltung im Winter konnte mit Arbeitswanderu…

Staatsfinanzen

(3,478 words)

Author(s): ’t Hart, Marjolein | Prankel, Dieter
1. Allgemein S. waren im nzl. Europa ein relativ spätes Phänomen. Im MA wurde von einem Fürsten erwartet, dass er seine Ausgaben mit dem Einkommen aus seinen eigenen Krondomänen beglich (engl. to live off his own, franz. vivre du sien, span. conformare con lo suyo). Nur unter außergewöhnlichen Umständen wie z. B. im Krieg durfte er Steuern erheben. Lange war die Unterscheidung zwischen den Finanzen des Herrschers und denen des werdenden Staates fließend. Die Abgrenzung von Privatheit und Öffentlichkeit sowie von fürstlichem und staatlichem Bereich…

Wissensutilität

(2,301 words)

Author(s): Cormack, Lesley | Ede, Andrew | Prankel, Dieter
1. Begriff Utilität (= Ut.; von lat. utilis, »verwendbar«, »nützlich«; bzw. utilitas, »Tauglichkeit«, »Nützlichkeit«, »Nutzen«) liegt als Konzept schon in der griech. Naturphilosophie vor ( euchrēstía bei den Stoikern). Der Begriff der W. steht entweder für die Nützlichkeit eines wiss. Instruments, einer wiss. Idee bzw. einer Methode für die Forschung oder für den Nutzen der wiss. Erkenntnis in breiterem gesellschaftlichem Zusammenhang. Beide Formen der Ut. trugen zum Wandel des Wissens über die Natur und der Rolle des Gelehrten bei. 2. Der Nutzen von Werkzeugen In der Nz. wu…

Patriotenbewegung

(970 words)

Author(s): Velema, Wyger R.E. | Prankel, Dieter
1. Hintergründe und Forderungen Die niederl. P. – eine in den 1770er Jahren gegründete Protest-Bewegung mit ihrem Höhepunkt um die Mitte der 1780er Jahre – entstand vor dem Hintergrund zweier histor. Faktoren: zum einen der niederl. Aufklärung, zum anderen des Abstiegs der nach dem Niederländischen Aufstand begründeten Niederl. Republik im 18. Jh., der mit der Niederlage im vierten Engl.-Holländ. Krieg (1780–1784) seinen Tiefpunkt erreichte. Diese beiden Gegebenheiten sowie die Vorbildwirkung der N…

Ostseehandel

(1,095 words)

Author(s): Tielhof, Milja van | Prankel, Dieter
1. Überblick In der Nz. führten einige der am meisten befahrenen Seewege über die Ostsee ( Handelsräume). Ihre Anrainer lieferten Waren, an denen in Westeuropa grundsätzlich Mangel herrschte: Getreide, Bau-Holz, Baustoffe wie Teer und Pech, Flachs, Pottasche, Eisen und Kupfer (vgl. Osteuropäische Wirtschaft). Der Großteil des Getreides wurde von Danzig und anderen Häfen an der Ostsee-Südküste verschifft, während Kupfer und Eisen v. a. aus Schweden kamen sowie Bauholz und Baustoffe bei den Exporten aus Finnland und den Häfen an der Ostküste (Riga, Narwa) überwogen. …
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