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Your search for 'dc_creator:( "Priesner, Claus" ) OR dc_contributor:( "Priesner, Claus" )' returned 17 results. Modify search

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Nomenklatur, chemische

(736 words)

Author(s): Priesner, Claus
Die Ch. N. ist ein Regelsystem zur Bezeichnung chemischer Substanzen; sie ist Voraussetzung für eine fachliche Kommunikation, in der jede Substanz einen systematisch eindeutigen Namen erhält (Chemische Wissenschaften).1. Von Trivialnamen zur chemischen NomenklaturDie Verwendung von Symbolen für chemische Stoffe ist seit der Antike bekannt. Die Alchemisten der Frühen Nz. bedienten sich der Planetenzeichen für die sieben Metalle und verwendeten für eine Reihe von Verbindungen willkürlich gewählte Zeichen; für viele Substanzen waren mehrere …
Date: 2019-11-19

Spiritus

(711 words)

Author(s): Priesner, Claus
1. BedeutungsfeldDer Begriff S. umschließt drei für die Nz. relevante Bedeutungen, nämlich (1) eine chemische Substanz bzw. eine Klasse von Substanzen, um die es im Folgenden geht, (2) das lat. Wort für »Geist« und (3) für das griech. Wort pneúma (»Hauch«, »Geist«), das in der Alchemie und in der Gnostik einen ähnlichen Sinngehalt wie »Geist« oder »inneres Wesen« besaß. In der modernen Chemie steht S. für Ethylalkohol oder Ethanol (C2H5OH), kurz nur »Alkohol« genannt. In allgemeinerer Bedeutung umfassen die Alkohole allerdings eine große Klasse von Verbindungen mit OH…
Date: 2019-11-19

Alchemie

(3,259 words)

Author(s): Priesner, Claus
Die A. der Nz. entwickelte sich aus der antiken und ma. A. und mündete gegen Ende des 18. Jh.s in die naturwiss. Chemie. Schon vorher spaltete sich ein eher mystisch-theosophisch orientierter Zweig von der experimentell-praktisch ausgerichteten Linie ab (Experiment), die zur Phlogistontheorie führte. Die prägende Gestalt der nzl. A. war Paracelsus.1. Konzepte 1.1. Hermetische EinflüsseGegen Ende des 15. Jh.s entwickelten sich in der A. neue Vorstellungen, die eng mit dem Gedankengut der Renaissance verbunden und allgemein durch eine Neuinterpretation antiker Schriften …
Date: 2019-11-19

Säuren

(911 words)

Author(s): Priesner, Claus
1. Begriff und GeschichteIm allgemeinen Verständnis ist eine S. ein meist flüssiger Stoff, der einen sauren Geschmack besitzt und ätzend wirkt. Die Grundlage der modernen chemischen S.-Definition stammt von dem Schweden Svante Arrhenius, der 1887 S. als Stoffe erklärte, die Protonen (H+) abgeben, und Basen ( Alkalien) als solche, die Hydroxyl-Ionen (OH--) freisetzen. Der Ausdruck Alkalien leitet sich von alkali ab, der arab. Bezeichnung für Soda (Na2CO3), das bei den antiken Autoren griech. nitron bzw. lat. nitrum hieß. Dieser Name wurde später auf den Salpeter bzw. die…
Date: 2019-11-19

Metallurgie

(902 words)

Author(s): Priesner, Claus
1. BegriffUnter M. ( Hüttenkunde) versteht man einerseits die Verfahren, die zur Gewinnung von Hüttenprodukten, also zur Ausbringung von Metallen aus ihren Erzen, angewendet werden (Verhüttungstechnik), andererseits das Studium der Eigenschaften von Metallen und Metalllegierungen, deren Herstellung und Verarbeitung.Claus Priesner2. Entwicklung im Alten ReichDie M. galt zunächst als eine (Handwerks-)Kunst; ab dem 16. Jh. zeichneten sich verstärkte Bemühungen ab, sie auf eine wiss. Grundlage zu stellen. Zwei Werke waren dafür maßgeblich: Vannoccio Biringuccios Della p…
Date: 2019-11-19

Symbol

(1,833 words)

Author(s): Dillinger, Johannes | Priesner, Claus
1. Allgemein 1.1. LehreGemäß einer Definition des späten 16. Jh.s ist ein S. ein Zeichen, das auf einen Sachverhalt verweist und ihn verständlich macht, wobei das S. eine Verhaltensweise, ein konkretes Objekt (z. B. ein Ehering), ein Bild (z. B. ein Wappen) ebenso wie ein Wort (z. B. eine Losung) sein kann [2. 30]. Ausgeklammert bleibt hier der theologische Begriff symbolum (»Glaubensbekenntnis«).Die Fähigkeit des S., Bedeutung zu tragen, beruht nach Erasmus von Rotterdam und Andreas Alciato auf den als natürlich aufgefassten Eigenschaften des Dargestellten (Beisp…
Date: 2019-11-19

Elemente

(2,782 words)

Author(s): Mahayni, Ziad | Priesner, Claus
1. Die klassische Elementenlehre 1.1. BegriffIn der europ. Kulturgeschichte werden unter dem Begriff E. die vier Grundsubstanzen Feuer, Wasser, Erde und Luft verstanden, die bereits in der Antike in eine umfassende Vier-E.-Lehre zusammengeführt worden sind. Etymologisch lässt sich der Begriff auf das lat. Wort elementum zurückführen, das selbst eine Übertragung des griech. stoicheíon ist (»Buchstabe«, »Laut«; in der Bedeutung »Grundbestandteil« bzw. »Grundlage« erstmals bei Platon dokumentiert [8]).Die Lehre von den vier E. war nicht auf Europa beschränkt, son…
Date: 2019-11-19

Salze

(996 words)

Author(s): Priesner, Claus | Meinel, Christoph
1. Wissenschaftliche KlassifikationAls S. bezeichnet man heute chemische Verbindungen aus positiv geladenen Kationen und negativ geladenen Anionen. Die den S.-Typus definierende Theorie der ionischen Bindung wurde jedoch erst 1915 von dem dt. Physiker Walther Kossel aufgestellt. Bis ins 19. Jh. wurden S. hingegen primär über ihren Geschmack, ihre Wasserlöslichkeit sowie ihre Feuerbeständigkeit charakterisiert und aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit dem gewöhnlichen Koch-Salz als »salzartige Stoffe« zusammengefasst. Solange die spezifischen Unterschiede der einzel…
Date: 2019-11-19

Chemische Gewerbe

(2,767 words)

Author(s): Priesner, Claus
1. Handwerkliche Erzeugung von Gebrauchswaren oder Einzelchemikalien 1.1. ÜberblickChemisch-technische Verfahren verwendet der Mensch bereits seit vor- oder frühgeschichtlicher Zeit, etwa bei der Erzeugung von Töpfer-Waren und Glas, zur Fabrikation von Sauerteigbrot oder von gegorenen Getränken. Am Ende des MA und in der Frühen Nz. entwickelten sich eine Reihe von Gewerben, die zur Fabrikation ihrer Ware gezielt und bewusst chemische (= chem.) Reaktionen durchführten. Aus diesen Betrieben gingen am Ende…
Date: 2019-11-19

Metallurgy

(1,012 words)

Author(s): Priesner, Claus
1. Concept Metallurgy denotes on the one hand the techniques and technologies used to extract the products of smelting, that is, to obtain metals from their ores (Smelting techniques), and on the other hand the study of the properties of metals and metal alloys and their production and processing.Claus Priesner2. History in the EmpireMetallurgy was at first thought of as an (artisanal) art (Crafts and trades). From the 16th century, there were increasing efforts to place it on a scientific basis. Two works were of overwhelming importance here: Vannoccio Biringuccio's Della piro…
Date: 2019-10-14

Nomenclature, chemical

(807 words)

Author(s): Priesner, Claus
Chemical nomenclature is a system for naming chemical substances. It is a prerequisite for specialist communication, with every substance receiving a systematically unique name (Chemical sciences).1. From trivial names to chemical nomenclatureThe use of symbols to denote chemical substances dates back to ancient models. The alchemists of the early modern period used the planetary symbols for the seven metals and used signs chosen haphazardly for a range of compounds. In the case of many substances, multiple symbols were known…
Date: 2020-04-06

Elements

(3,050 words)

Author(s): Mahayni, Ziad | Priesner, Claus
1. Classical element theory 1.1. ConceptIn European cultural history, the term “elements” denotes the four basic substances, fire, water, earth, and air, which were together incorporated into a comprehensive theory of four elements in Antiquity. The etymological derivation of the term is from the Latin elementum, itself a translation of the Greek stoicheíon (“letter”, “sound”; first documented in the sense of “constituent component” or “basis” in Plato [8]).The doctrine of the four elements was not limited to Europe, but seems to be a fundamental structure …
Date: 2019-10-14

Chemicals industry

(3,082 words)

Author(s): Priesner, Claus
1. Artisanal manufacture of utilitarian goods and individual chemicals1.1. IntroductionTechnical chemical processes have been used since protohistory or prehistory, for instance in the manufacture of ceramics (Potter) and glass, and in making sourdough bread and fermented beverages. Late in the Middle Ages and in the transition to the early modern period, a number of industrial trades and crafts developed that conducted chemical reactions in a specific and deliberate way in order to manufacture particula…
Date: 2019-10-14

Alchemy

(3,589 words)

Author(s): Priesner, Claus
Early modern alchemy developed out of ancient and medieval alchemy, and towards the end of the 18th century it evolved into scientific chemistry. By this time, a more mystical, theosophic branch had split from the tradition based on practical experiments that culminated in the Phlogiston theory. The leading figure in early modern alchemy was Paracelsus. 1. Concepts 1.1. Hermetic influencesNew currents developed in alchemy in the late 15th century that were closely related to Renaissance thought and generally characterized by the reinterpretation of an…
Date: 2019-10-14

Acid

(998 words)

Author(s): Priesner, Claus
1. Terminology and history As commonly understood, an acid is a substance, usually liquid, that has a sour taste and a caustic effect. The basis of the modern chemical definition of acids goes back to the Swedish scientist Svante Arrhenius, who defined acids in 1887 as substances that produce protons or hydrogen ions (H+) when added to water and bases (alkalis) as substances that produce hydroxyl ions (OH--). The term alkali derives from the Arabic word for sodium carbonate (Na2CO3), called  nitron (Greek) or  nitrum (Latin) by classical authors. This name was later applied to…
Date: 2019-10-14

Natural sciences

(43,372 words)

Author(s): Lammel, Hans-Uwe | Krafft, Fritz (Marburg/Lahn) | Hübner, Wolfgang (Münster) | Landfester, Katharina | Berger, Albrecht (Berlin) | Et al.
Lammel, Hans-Uwe I. The Concept of Nature (physis/natura) (CT) [German version] A. Antiquity (CT) By assuming the early Greek definition of essential being as 'being-that-has-become' [41; 19; 33; 55; 52], Aristotle had given precise expression to Greek physis, which he conceived of as the becoming and essence of all existing matter that contains the origin of its motion within itself (Metaph. Δ 4). In addition to the material substrate, from which becoming was perceived as proceeding, the notions of shape and form ( morphḗ and eídos) appeared as the goal ( télos) of natural becoming,…

Naturwissenschaften

(37,773 words)

Author(s): Lammel, Hans-Uwe | Krafft, Fritz | Hübner, Wolfgang | Landfester, Katharina | Berger, Jutta | Et al.
Lammel, Hans-Uwe I. Naturbegriff (physis/natura) (RWG) [English version] A. Antike (RWG) Unter Aufnahme der frühgriech. Bestimmung des Wesentlich-Seins als Gewordensein [41; 19; 33; 55; 52] hatte Aristoteles die griech. Physis auf den Begriff gebracht und als das Werden und Wesen alles Seienden, das den Ursprung der Bewegung in sich selbst trägt, gedacht (metaph. Δ 4). Neben das materiale Substrat, aus dem das Werden hervorgegangen vorgestellt wurde, traten die Begriffe Form und Gestalt hinzu ( morphḗ und eídos) als Ziel ( télos) des natürlichen Werdens, wo Physis die Klam…