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Your search for 'dc_creator:( "Robbins, Emmet (Toronto)" ) OR dc_contributor:( "Robbins, Emmet (Toronto)" )' returned 56 results. Modify search

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Praxilla

(163 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Πράξιλλα). Lyrische Dichterin aus Sikyon, Hauptzeit 451 v. Chr. (Eusebios, Hier. chron. Ol. 82,2). Verfasserin von Hymnen (747 PMG), Dithyramben (748 PMG) und skólia (749, 750 PMG). Zwei Verse über ein Mädchen, das sich an einem Fenster zeigt (754 PMG), sind in dem nach der Dichterin Praxilleion genannten Metrum abgefaßt; die Anfangssilben finden sich als Inschr. auf einer boiotischen Vase aus der Mitte des 5. Jh. Ihre Behandlung des Mythos war innovativ: Dionysos war der Sohn der Aphrodite und nicht …

Oiniades

(80 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Οἰνιάδης). Aulos-Spieler und Dithyrambendichter aus Theben. IG II2 3064 verzeichnet seinen Sieg im Aulos-Spiel 384/3 v.Chr. in Athen. Sein Vater Pronomos ist wahrscheinlich der berühmte aulētḗs bei Paus. 4,27,7; 9,12,5; Anth. Plan. 16,28,2. Didymos [1] nennt O. als einen von drei Dichtern, die einen Dithyrambos mit dem Titel ‘Kyklops verfaßten (840 PMG). Robbins, Emmet (Toronto) Bibliography D.A. Campbell, Greek Lyric 5, 1993, 208  H. Reimann, s.v. O., RE Suppl. 8, 369  D.F. Sutton, Dithyrambographi Graeci, 1989, 38F1.

Anacreontea

(590 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Ἀνακρεόντεια). Eine Sammlung von Gedichten, überliefert in jener Handschrift des 10. Jh. n. Chr., die die Anthologia Palatina enthält. Die Gedichte wurden erstmalig 1554 von Stephanus (Henri Estienne) herausgegeben, der die Hs. drei Jahre zuvor in Louvain gesehen und die Texte daraus abgeschrieben hatte [1.178]. Die Abschrift des Stephanus, heute in Leiden aufbewahrt, hält sich genau an den Text der Gedichte in der Hs., doch seine Ausgabe unterdrückt solche Einzelheiten, die klar erkennen lassen, daß die Gedichte nicht von Anakreon selbst, sondern von Nachahmern stammen: das erste Gedicht z. B., das in symbolischer Weise auf den Einfluß des Anakreon hinweist, indem der Autor einen Kranz vom Haupt des Anakreon erhält, wird ausgelassen. Die Sammlung hat ihren Namen einerseits der verwendeten Metren halber erhalten, denn die meisten Gedichte sind in Hemiamben (katalektischen iambischen Dimetern) oder anakreontischen Versen (anaklastischen ion. Dimetern) verfaßt, andererseits aber auch aufgrund der Thematik der Lieder, die meist in Zusammenhang mit Erotik und Symposion stehen. Die 60 Gedichte der Hs. stammen aus verschiedenen Epochen der Antike [2. xvi-xviii]: die ältesten, im ion. Dialekt des Anakreon verfaßt (1-20 außer 2, 3 und 5), sind alt genug, um Aulus Gellius (2. Jh. n. Chr.) vertraut zu sein; eine andere frühe Schicht (21-34,3?), ebenfalls in ion. Dialekt, ist von geringerer Qualität; die Gruppe der Gedichte 2, 5 und 35-60, im 5. oder 6. Jh. n. Chr. verfaßt, unter denen 54-60 von besserer Qualität sind als 35-53, zeigen eher gelehrten und trivialen Charakter. Es herrscht keine Übereinstimmung darüber, wann die endgültige Zusammenstellung der Sammlung erfolgte oder welchem Zweck sie diente. Sie kann entweder zum Vortrag bestimmt gewesen sein oder für die Unterweisung in Rhetorik. Zusätzlich zu den 60 Gedichten des Kanon gab es einen Anhang [3], der Klagelieder, Enkomia, Gebete, Hymnen, Ekphraseis, Exegesen, Satiren und Epithalamia enthielt. Die Dichtung der A. unterscheidet sich vom echten Werk des Anakreon dadurch, daß sie milder im Ton und einförmiger in der Behandlung der Themen ist. Der originelle Dichter ist in die Grenzen eines Musters eingezwängt worden, in dessen engem, aber konsequent durchgehaltenem Rahmen die milden Freuden des Lebens hervorgehoben werden, wo das Alter keinen Schrecken verbreitet [4.50-73]. Der Zeitbegriff bleibt verschwommen und von Sexualität, Trunkenheit und Tod wird nicht ausdrücklich gesprochen. Die Themen, die die Verf. der A. interessieren, sind die der Anthologie: Wein, schöne Jünglinge, Aphrodite, die Eroten, die Grazien, Dionysos, der Frühling - all das ist in Gedicht 5 aufgezählt. Es finden sich Gedichte über Kunstwerke (3, 4, 5, 16, 17, 54, 57), Gedichte, die sich an eine Taube (15), die Zikade (34) oder die Rose (55) richten; die Lyra des Dichters ist ein häufiges Thema (z. B. 2, 23). Der Mythos ist nicht oft Gegenstand: Gedicht 54, eines der Reihe von Gedichten über Kunstwerke, beschreibt ein Bild von Europa und dem Stier, während Gedicht 60 die Liebe des Apollon zu Daphne zum Gegenstand hat; eine lange Liste von Figuren des Epos und der Tragödie werden als Gegenbeispiele gegeben, um das richtige Verhalten im Sinne der A. zu verdeutlichen, aber sie entbehren aller Originalität. Der Stephanus-Ausgabe folgten Übers. in die meisten europ. Sprachen, und der Einfluß der Sammlung war erheblich: zu den Dichtern, die unter ihrem Eindruck standen, zählen Ronsard, Herrick, von Hagedorn, Goet…

Hyporchema

(273 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (ὑπόρχημα). Altgriech. Chorlyrik, die urspr. mit dem Waffentanz in Verbindung gebracht wurde. Das Wort h. ist zuerst bei Plat. Ion 534c belegt, wo es zusammen mit Dichtungsformen genannt wird. Thaletas von Gortyn (7. Jh. v.Chr.) verfaßte als erster hyporchḗmata zur Begleitung von Waffentänzen der Kureten (schol. Pind. P. 2,127). Da Kriegertänze kunstvoller und mimetischer als andere Chortänze waren, sang vermutlich ein Solist (Athen. 1,15d-e). Thaletas brachte wohl das h. nach Sparta, wo er mit Xenodamos von Kythera verantwortlich für die zweite…

Embaterion

(218 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (ἐμβατήριον, sc. μέλος, ἆσμα). Militärmarsch, oft gesungen, gewöhnlich von einem Auleten (Flötenspieler) gespielt, obwohl Phillis von Delos von κινήσεις ἐμβατηρίους in Verbindung mit ἀρχαίους κιθαρῳδούς spricht (Athen. 1,21f-22a). Die protokorinthische Chigi-Kanne von ca. 630 v.Chr. (Rom, Villa Giulia 22679) zeigt marschierende Krieger mit einem Auleten (vgl. Thuk. 5,70). Der Rhythmus war zweifellos anapästisch: Dion Chrys. 2,59 (PMG 856; vgl. PMG 857) zitiert einen derartigen Gesang, angeblich von Tyrtaios. Athen. 14,630f berichtet, daß die embatḗria…

Bakchylides

(1,245 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Βακχυλίδης). Dichter von Chorlyrik, der im 5.Jh. v.Chr. wirkte. B. ist in Iulis auf Keos geboren, doch das genaue Jahr seiner Geburt bleibt umstritten; er war Enkel eines gleichnamigen Athleten, Sohn eines Mannes namens Meidon (Suda) oder Meidylos (Etym. m.) und Neffe des Simonides [1. 130-132]. Seine akmḗ wird von Eusebios von Caesarea mit dem 2.J. der 78. Ol. angegeben, ohne Zweifel seines wichtigsten Auftrags wegen, den Sieg des Hieron von Syrakus im Wagenrennen vom J. 468 v.Chr. zu preisen. In Chr. pasch. wird seine akmḗ dreizehn Jahre früher angesetzt [2. …

Propemptikon

(297 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (προπεμπτικόν, sc. μέλος/ mélos, ᾆσμα/ áisma). Ein Gedicht, das einem abreisenden Freund oder Verwandten die besten Wünsche für eine glückliche Fahrt übers Meer (εὔπλοια, eúploia) überbringt. In der Spätant. gibt es auch den προπεμπτικὸς λόγος ( propemptikós lógos), eine in Prosa abgefaßte Rede, deren Topoi von den Rhetoren festgelegt und aufgelistet wurden (z. B. Menandros Rhetor 3,395-99 Spengel); zu ihnen gehören das Gebet für eine sichere Reise und Rückkehr, die Gefahren der Seereise, das Lob des Zielorts, die K…

Argas

(142 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Ἀργᾶς). Dichter und Kitharoide (1. H. 4. Jh. v. Chr.), von dem keine Fragmente erh. sind. Seinen Namen kennen wir nur aus Quellen, die einen sprichwörtlich schlechten Dichter vermuten lassen: Plutarch nennt als Spitznamen des Demosthenes Ἀργᾶς, einen Dichter ›schlechter und widerlicher Lieder‹ (νόμων πονηρῶν καὶ ἀργαλέων) und setzt ἀργᾶς synonym mit ὄφις, Schlange (Demosth. 4,8; vgl. Hesych. s. v. ἀργᾶς 7013 Latte). Es gibt unschmeichelhafte Erwähnungen bei Phainias von Ephesos …

Erinna

(310 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Ἤριννα). Dichterin und Autorin eines Werkes, das die Ant. als die ‘Spindel (Ἠλακάτη) kannte, ein Gedicht von 300 Hexametern (anon. Anth. Pal. 9,190,3). Eus. gibt ihre Wirkungszeit für 353-352 v.Chr. (= Ol. 106.4 oder 107.1) an. Die Suda, die E. irrtümlich zur Zeitgenossin Sapphos macht, nennt mehrere mögliche Herkunftsorte; am wahrscheinlichsten ist die Insel Telos, da sie dor. mit gelegentlichen Äolismen schreibt. Die lit. Ähnlichkeiten mit den Werken des Asklepiades und Theokr…

Dosiadas

(127 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Δωσιάδας). Autor von Anth. Pal. 15,26, auch im Codex der bukolischen Dichter unter den Τεχνοραίγνια ( Technopaígnia) überliefert. Das Gedicht ist ein γρῖφος ( gríphos) oder Rätsel, angelehnt an die Alexandra des Lykophron, mit dunklen Bezügen und Anspielungen auf bekannte myth. Figuren, die in einigen Hss. von den Scholien erklärt werden. Es handelt sich um ein lit. Weihgedicht eines Altars, den Iason auf Lemnos errichtete und an dem Philoktetes verwundet wurde. Die Sprache ist eine Mischung aus dor. und ep.…

Palinodia

(110 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (παλινῳδία). Gedicht des Stesichoros, in dem er die Schmähung der Helene [1] widerrief, derentwegen er angeblich sein Augenlicht verloren hatte (192 PMGF). Dieser “Widerruf” soll ihm die Sehkraft zurückgegeben haben. Stesichoros nahm seinen Bericht, daß Helena nach Troia gefahren war, zurück und scheint stattdessen die Gesch. eingeführt zu haben, daß sie die Kriegsjahre in Ägypten verbracht habe. Offenbar gab es zwei P. (193 PMGF). Später wird der Begriff P. für jede Art von Widerruf verwendet (vgl. etwa Cic. Att. 4,5,1). Auch chiastisch arrangierte Lieder (…

Epikedeion

(281 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (ἐπικήδειον, sc. μέλος, ᾆσμα). Zeremonieller Gesang bei der Trauer (κῆδος, kḗdos) oder der Bestattung (vgl. Pind. P. 4,112). Der Chor in Eur. Tro. 514 singt ein e.-Lied (ᾠδὰν ἐπικήδειον) über den Untergang Troias; ähnlich spricht Platon von den ἐπικήδειοι ᾠδαί berufsmäßiger Klagefrauen bei einer Bestattung. Substantivisch wird e. jedoch selten und erst spät verwendet. Ant. Autoren versuchten es von anderen Worten für “Kla…

Arion

(519 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Ἀρίων). Lyrischer Dichter aus Methymna auf Lesbos. Nach Aussage der Suda lag seine akmḗ in Ol. 38 (628-624 v. Chr.), und es wird dort auch gesagt, er sei ein Schüler des Alkman gewesen. Hdt. 1,23 berichtet, er sei der erste gewesen, der einen Dithyrambos komponiert, ihm einen Namen gegeben und ihn in Korinth zur Aufführung gebracht habe. Die Notiz in der Suda spricht ihm das Verdienst zu, er habe als erster ›einen Chor zusammengestellt, einen Dithyrambos gesungen und dem, was der Chor sang, …

Ibykos

(593 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Ἴβυκος), geb. in Rhegion, 6. Jh. v.Chr., der zweite wichtige Dichter Großgriechenlands nächst Stesichoros. Er kam in der 54. Ol. (564-561 v.Chr.) nach Samos (Suda: ‘als Polykrates, der Vater des Tyrannen, dort herrschte’, ist wahrscheinlich in Πολυκράτους zu verbessern, was geläufigeres Griechisch ergibt und, in Übereinstimmung mit Hdt. 3,39, der den Namen des Vaters mit Aiakes angibt, heißen würde: ‘als der Vater des Tyrannen Polykrates dort herrschte’). Eusebios' davon abweich…

Kastoreion

(87 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Καστόρειον, sc. μέλος). Eine nach Kastor benannte Melodie, die von den Spartanern unter Aulosbegleitung gesungen wurde, wenn diese in die Schlacht zogen; der König begann gleichzeitig mit dem Embaterion (Plut. de musica 26,1140c; Plut. Lykurgos 22; Polyain. 1,10). Das Metrum dieser beiden Militärlieder war zweifelsfrei anapästisch (Val. Max. 2,6,2). Die Assoziation Kastors mit Pferden (vgl. Hom. Il. 3,237) bringt das K. in Verbindung mit dem Epinikion, insbes. bei Pferdewettkämp…

Arbeitslieder

(473 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] Zwar gehörte das Lied in Griechenland eigentlich in den Bereich der Muße, doch gibt es eine Reihe von Belegen dafür, daß Musik auch Arbeit begleitete. Auf dem Schnitterrhyton aus Hagia Triada (um 1500 v. Chr.) trägt eine Gruppe von Männern, die von der Landarbeit heimkehrt, ihre Geräte auf der Schulter; der Zug wird von singenden Musikern angeführt, von denen der erste ein Seistron schüttelt. Bei Homer ist vom λίνον (Ailinos) die Rede, einem Lied, das von einem Jungen bei der Tra…

Mesomedes

(119 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)

Anabole

(280 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (ἀναβολή). Dem Singen vorausgehende musikalische Einleitung, wie bei Pind. P. 1,4 f. an die Lyra gerichtet, ὅταν προοιμίων ἀμβολὰς τεύχηις: Tänzer und Sänger erhalten ihren Einsatz aus den ersten Noten. Aus z. B. Hom. Od. 1,155 (= 8,266) φορμίζων ἀνεβάλλετο καλὸν ἀείδειν wird klar, daß der Sänger, der seine Singstimme mit Musik unt…

Hermolochos

(93 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Ἑρμόλοχος). Autor einiger Zeilen über die Unwägbarkeiten und Hoffnungen des Lebens. Bei Stob. 4,34,66 (auch bei Phot. Bibl. 167) wird er in zwei Mss. H., in einem Ms. Hermolaos genannt. [1. 637] schreibt dieses Fragment einem Hermodotos zu und stellt zwei Verse um; [2] behält die Zuweisung an H. bei, verändert aber leicht die Kolometrie. Die daktyloepitritischen Verse weisen bei Stobaios Spuren des Dor. auf. Moderne Herausgeber haben weitere Konjekturen auf das Dor. hin vorgenommen. Robbins, Emmet (Toronto) Bibliography 1 Th. Bergk, Poetae Lyrici Graeci III, 418…

Pythermos

(86 words)

Author(s): Robbins, Emmet (Toronto)
[English version] (Πύθερμος). Lyrischer Dichter aus Teos, vielleicht 6. Jh. v. Chr.; bekannt durch die Erwähnung bei Athen. 14,625c, in einer Erörterung des 3. B. von Herakleides Pontikos' Perí musikḗs: P. habe skólia in ion. Tonart gedichtet; auch habe er iambische Verse verfaßt und sei von Ananios oder Hipponax erwähnt worden. Der einzige überl. Vers (Metrum: Phalaeceus) behauptet, daß außer Gold alles nichts sei (910 PMG); er wurde zum Sprichwort und findet sich auch bei Diogenianos, Plutarchos und in der Suda zitiert. Robbins, Emmet (Toronto)
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