Search

Your search for 'dc_creator:( "Sparn, Walter" ) OR dc_contributor:( "Sparn, Walter" )' returned 95 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Sakrament

(6,775 words)

Author(s): Sparn, Walter | Walter, Peter | Nüssel, Friederike | Wasmuth, Jennifer
1. Einleitung 1.1. Allgemein In der Nz. gehören S. zur relig. Praxis aller christl. Kirchen, wenngleich mit unterschiedlichem Gewicht und in unterschiedlichem Verständnis. Gemeinsam ist jedoch der Glaube, dass die Feier der S., wie die Verkündigung des Wortes Gottes, zum Wesen der christl. Kirche gehört und dass S., obwohl von Menschen vollzogen, der Verheißung Jesu Christi Raum geben, seiner Gemeinde nicht nur geistig, sondern auch leibhaft erfahrbar gegenwärtig zu sein und sie an dem ewigen Heilsg…

Wiedergeburt

(1,429 words)

Author(s): Thiede, Werner | Sparn, Walter
1. Begriff W. (Übersetzung von griech. palingenesía bzw. lat. renascentia) war in der Nz. meist die christl. Metapher für den (einmaligen) Vorgang einer der natürlichen vergleichbaren geistlichen Geburt einer Person, d. h. der zweiten, für ihr ewiges Leben entscheidenden Geburt. Der Ursprung, das Gespräch Jesu mit Nikodemus (Joh 3), blieb präsent; wie die paulinische Formel »neue Schöpfung« wurde der Begriff von Anfang an mit dem Akt der Taufe verknüpft (u. a. Tit 3,5 f.; Sakrament). In loser Anknüpfung an seine gelegen…

Wahrheit

(4,470 words)

Author(s): Sparn, Walter | Mizrahi, Moti | Steinle, Friedrich | Großhans, Hans-Peter
1. Allgemein Das Wort W. (lat. veritas, franz. vérité) bedeutete indogerman. »Achtung«, »Zustimmung«, »Treue« (daher engl. truth); auch griech. alḗtheia (wörtlich »Unverborgenheit«) wurde für die Begriffsgeschichte wichtig. Die lebenspraktischen Fragen, ob eine Behauptung oder Mitteilung wahr ist, an welchen Maßstäben dies zu messen und zu erkennen ist, finden in jeder Kultur implizite oder explizite Antworten; die Frage, was W. sei, tritt zutage, sobald eine Kultur in Religion und Wissenschaft reflexiv wird. In E…

Musik, kirchliche

(6,383 words)

Author(s): Kremer, Joachim | Sparn, Walter | Fischer, Michael | Petzoldt, Martin | Totzke, Irenaeus
1. Allgemein Unter K. M. oder Kirchenmusik (= Km.) versteht man alles, was innerhalb christl. Kirchen an M. erklingt. Dieses rein funktionale Verständnis beschreibt keine musikal. Gattungen oder stilistischen Kennzeichen. Die Vielzahl musikal. Erscheinungsformen der kath. (s. u. 5.2.), evang. (s. u. 5.3.) und orth. Kirchen (s. u. 5.4.) steht einer absoluten und zeitlosen Beschreibung entgegen. Dies löst auch der Begriff »geistliche M.« nicht auf, weil diese nicht zwingend liturgischer Art sein muss. Der Begriff »religiöse M.« trägt seit der Überhöhu…

Jesus Christus

(4,466 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Allgemein »J. Ch.« ist ursprünglich kein Name, sondern das Bekenntnis, dass J. von Nazareth der Christós (griech. »Gesalbter«, Messias) Gottes sei. Als solcher war J. Ch. in der europ. Nz. eine maßgebliche Figur religiöser und kultureller Orientierung. Sie erfuhr jedoch tiefgreifende Veränderungen, die zugleich Indikatoren einer Ablösung von der fraglosen Autorität der christl. Tradition zugunsten …

Kirchenbau

(5,394 words)

Author(s): Fürst, Ulrich | Strohmaier-Wiederanders, Gerlinde | Sparn, Walter | Faensen, Hubert
1. Allgemein Im K. der Nz. blieben theologische und pastorale Bestimmungen wirksam, welche die christl. Sakralarchitektur seit ihren Anfängen geprägt hatten: Die Kirche war Versammlungsort der Gemeinde, welche selbst als eigentlicher Ort und Konstituierendes des Gottesdienstes zu gelten hatte; Raumform und Ausstattung sollten die liturgischen Abläufe unterstützen sowie ihre Inhalte erfahrbar machen. Vor diesem Hintergrund sorgten allerdings sich immer wieder verändernde kulturelle Parameter und gravierende r…

Apokalyptik

(2,071 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Begriffe und Vorgeschichte 1.1. Apokalyptik und Apokalypse Der Begriff A. wurde erst 1820 von dem Theologen K. I. Nitzsch für ein Denken und Verhalten gebildet, das den künftigen Weltlauf als Abfolge dramatischer Ereignisse ansieht, die sich in eine kosmische Katastrophe ausweiten und dieser Welt und Zeit ein Ende setzen. In solchen Weltanschauungen wird unterstellt: (1) das Geschick der Menschheit ist Teil der kosmischen Geschichte, die ihrerseits die Menschengeschichte zum Mittelpunkt hat; (2) die Dramati…

Zwei-Regimente-Lehre

(2,376 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Begriff Der erst im späten 19. Jh. aufgekommene Begriff Z.-R.-L. bezieht sich auf die ältere, gemeinchristl. Überzeugung, dass Gott die Welt auf zweierlei Weise regiere, teils mit ewiger, teils mit nur zeitlicher Zielsetzung: zum einen mittels der Religion (der christl. Kirche) und zum anderen mittels der Politik. Der Begriff ist insofern missverständlich, als es sich weniger um eine einzelne theologische »Lehre« handelte als vielmehr um einen größeren Komplex, in dem sich theologische, staatsrechtliche, polit., geschichtsphilosophisch…

Fortschritt

(2,122 words)

Author(s): Sparn, Walter | Walther, Gerrit
1. Begriff Das um 1770 aus dem franz. progrès gebildete Wort »F.« bezeichnet wie dieses und seine Äquivalente (engl. progress, improvement, advancement; ital. progresso) die spezifisch nzl. Auffassung geschichtlicher Bewegung und Veränderung im Unterschied zu älteren Bewegungsbegriffen wie »Weg«, »Wachstum« oder » Entwicklung«. Zwar können auch schon die lat. Wortwurzeln (lat. progressus, profectus, processus) die Veränderung der Dinge hin zum Besseren bedeuten; das an kosmischen Zyklen orientierte Weltbild der Antike, aber auch die christl. Vorst…

Mystik

(3,789 words)

Author(s): Sparn, Walter | Leppin, Volker | Bryner, Erich | Grözinger, Karl Erich
1. Einleitung M., ein aus dem 17. Jh. datierender Allgemeinbegriff, hat sich allen religionswiss. und -psychologischen Definitionsversuchen des 19. und frühen 20. Jh.s entzogen [1]; [3]; [5]. Die neuere Forschung gebraucht ihn daher nur als heuristischen Begriff für sehr unterschiedliche, jeweils bestimmten kulturellen und sozialen Kontexten zugehörige Phänomene intensiver individueller Erfahrung der Verbindung oder Vereinigung (lat. unio mystica) mit dem Gott, dem Göttlichen, dem Heiligen usw. Diese Phänomene sind niemals unmittelbar zugänglich, da…

Leib und Seele

(2,022 words)

Author(s): Sparn, Walter | Wolff, Jens
1. Begriffe und Traditionen Die menschlichen Erfahrungen, die zum Glauben an eine asymmetrische Dualität von L. und Seele Anlass geben (Schlaf, Traum, Ekstase, Schmerz, Tod und Geburt [9]), hatten sich in Europa bis zum Beginn der Nz. metaphysisch, anthropologisch und epistemologisch verdichtet [12. Kap. III und V]: Was geschieht mit einem Individuum nach seinem leiblichen Tod? Wodurch unterscheidet sich beseeltes Sein von unbelebtem Sein und toter Materie? Wie hängt speziell der erkennende Teil der S., der Geist, mit dem Körper zusammen? Letztere Frage wird (nur) im De…

Weltbild

(3,805 words)

Author(s): Beuttler, Ulrich | Sparn, Walter
1. Begriff Der Ausdruck »W.« wurde zwar schon im MA als Übersetzung von lat. forma ideaque mundi (»Gestalt und Idee der Welt«) oder von imago mundi (»Bild der Welt«) geprägt, blieb in der Nz. jedoch marginal. Für die Darstellung der zusammenhängenden Gesamtheit der mannigfaltigen Erscheinungen in der Welt wurden andere Begriffe gebraucht oder eingeführt: In wiss. Absicht sprach man von »Physik«, »Naturphilosophie«, Cosmologia generalis (1731; »Allgemeine Lehre von der Welt«; Christian Wolff), in pädagogischer Absicht von Orbis sensualium pictus (1658; »Gemalte Sinnenwelt«…

Person

(3,713 words)

Author(s): Schaede, Stephan | Sparn, Walter | Hofer, Sibylle
1. Philosophie und Theologie 1.1. Begriff und kultureller Kontext P. (lat. persona) stammt aus der antiken Bühnensprache, wo es das Gesicht, d. h. die Maske, also die Rollenidentität des Schauspielers bezeichnete; in institutionellen Zusammenhängen wurde das Wort auf den individuellen Inhaber von Rechten und Pflichten sowie auf die polit., seit dem MA auch auf die kirchl. Amts- und Würdenträger übertragen und in der Grammatik auf die drei möglichen Instanzen des Sprechens angewandt, d. h. auf die 1., 2. und 3. P. Di…

Atheismus

(2,001 words)

Author(s): Graf, Friedrich Wilhelm | Sparn, Walter
1. Begriff A. (von griech. átheos, »ohne Gott«, »gottlos«) bezeichnet einerseits in komplexer Vielfalt Weltdeutungen und Lebensentwürfe, welche durch die bewusste Ablehnung der Existenz eines oder mehrerer Götter, transzendenter Wesen oder Mächte geprägt sind (positiver A.), andererseits die bewusste Verneinung der irdischen Wirksamkeit solcher Götter oder Mächte bei gleichzeitiger Anerkennung der theoretischen Möglichkeit ihrer Existenz (negativer A.). Weil jedoch Ausdrücke wie Gott, Schöpfer, Absolutes, höchstes Wesen, Ursprung alles Seienden, letztes …

Luthertum

(2,773 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Begriff, Entstehung und Profil Der 1544 geprägte Begriff L. war – wie die (häufiger verwendeten) Ausdrücke »die Lutherischen«, »Lutherani«, »Lutheranismus« etc. – eine pejorative, den Vorwurf der Häresie unterstellende Fremdbezeichung für die Anhänger der Reformation, die seit dem Wirken Martin Luthers 1517 ihre kirchliche und politische Sprengkraft entfaltete. Luther selbst sprach sich gegen den Ausdruck »lutherisch« aus; daher bezeichneten sich die Kirchen, die sich auf der Grundlage regionaler …

Christologie

(2,937 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Begriff Das im 17. Jh. geprägte theologische Kunstwort Ch. bezeichnet die normative Reflexion ( Dogma) der Person und des Wirkens Jesu Christi und dessen fortdauernder religiöser Bedeutung. Dieses intellektuelle Christusbild der Ch. ist eines unter mehreren, denn die Christusfrömmigkeit fand ihren Ausdruck stets auch in symbolischen, literarischen, bildnerischen, musikalischen und theatralischen Formen; trotz wechselseitiger Beeinflussung gingen diese Christusbilder (Jesus Christus; Ikonographie) jedoch keineswegs immer konform…

Welt

(3,868 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Die Komplexität des Begriffs Der Begriff W. (engl. world, franz. le monde) ist überaus vieldeutig sowie vielfältig spezifizierbar (vgl. z. B. Weltalter; Weltanschauung; Weltbilder; Weltwahrnehmungen; Weltliteratur; Verkehrte Welt). Der heutige Sprachgebrauch kennt sowohl die Mehrzahl von »W.en«, d. h. von sinnvoll unterstellten Ganzheiten (»die W. der Kunst«, die »Nach-W.«) als auch » die W.« als Gesamtheit alles Wirklichen und Möglichen, d. h. als unabschließbaren Horizont unseres »In-der-W.-Seins«. Auch die Frühe Nz. sprach von W.en im Sinne von Planeten…

Kirche und Staat

(4,649 words)

Author(s): Unterburger, Klaus | Sparn, Walter | Schneider, Bernd Christian | Synek, Eva
1. Einleitung Das wechselseitige, aber nie symmetrische Gegenüber von K.u. S. im nzl. Europa ist das Ergebnis einer histor. Entwicklung, die einerseits an der politischen Ethik des NT (Röm 13; Offb 13) orientiert blieb, die aber andererseits tiefgreifende Veränderungen sowohl der kirchlichen als auch der staatlichen Institutionen, nämlich die Entstehung der nzl. Territorial- und Nationalstaaten, zu bewältigen hatte. Anfänglich war die Vorstellung leitend, dass die europ. Staaten in der Nachfolge des Röm…

Jenseits

(1,941 words)

Author(s): Hölscher, Lucian | Sparn, Walter
1. Begriff Vorstellungen vom jenseitigen Leben finden sich bei fast allen Völkern und zu fast allen Zeiten. Doch der Begriff J. existiert im Deutschen, ebenso wie sein Gegenstück, das »Diesseits«, erst seit der Wende zum 19. Jh. Das Substantiv J. findet sich erst seit Ende des 18. Jh.s vereinzelt in den Quellen – so etwa 1781 in Schillers Räubern der Ausruf: »Sei wie du willst, namenloses Jenseits, wenn ich nur mich selbst mit hinübernehme« [12. 4. Akt, 5. Szene] – bevor der Ausdruck seit den frühen 1830er Jahren weitere weltanschauliche Verbreitung fand. Die begriffliche Gestalt d…

Sünde

(4,879 words)

Author(s): Sparn, Walter
1. Begriff, Kontexte S. (engl. sin, franz. péché) bezeichnet seit dem frühen MA eine schuldhafte und strafwürdige Verfehlung eines verantwortlichen Täters gegen ein göttliches Gebot bzw. gegen ein durch göttliches Gebot legitimiertes kirchl. Gesetz. Über den moralischen Begriff »Laster« hinaus meint das relig. bzw. theologische Wort S. immer eine Beschädigung des menschlichen Gottesverhältnisses. In diesem (engeren) Sinne übersetzt das Wort die Ausdrücke hamartía der griech. und peccatum der lat. Bibel. Verwandte, aber nicht immer klar unterschiedene Begriffe …
▲   Back to top   ▲