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Your search for 'dc_creator:( "Erben, Dietrich" ) OR dc_contributor:( "Erben, Dietrich" )' returned 8 results. Modify search

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Vitruvianismus

(2,261 words)

Author(s): Erben, Dietrich
1. Begriff und DefinitionV. bezeichnet in der Architekturgeschichtsschreibung eine an den Prinzipien der antiken Baukunst orientierte nzl. Architekturdoktrin ( Antikerezeption). Neben der Verpflichtung auf die regelhafte Anwendung des klassischen antiken Formrepertoires bildet das ausgewogene Verhältnis zwischen Baukonstruktion, Funktion und Ästhetik die Leitvorstellung des V. Sein normativer Gehalt unterscheidet den modernen Wissenschaftsbegriff des V. vom neutralen Begriff der Vitruv-Rezeption; der V. ist jedoch Teil dieses umfassenderen Phänomens. …
Date: 2019-11-19

Architekturtheorie

(8,510 words)

Author(s): Erben, Dietrich
1. Begriff 1.1. Weiter und enger ArbeitsbegriffDas Nachdenken über Architektur (= Arch.), die allgemeinste Bestimmung von Gehalt und Funktion der A., dokumentierte sich im Verlauf der Nz. als schriftlich und bildlich fixierte, zunehmend systematisierte historische Überlieferung von Begründungen und Lehren der Arch. Die A. sucht handwerklich-technische, politisch-gesellschaftliche und ästhetische Kategorien des Bauens in ein methodisch gewonnenes System von Aussagen zu integrieren, die einander begründen …
Date: 2019-11-19

Säulenordnung

(1,365 words)

Author(s): Erben, Dietrich
1. DefinitionS., ein Begriff der Architekturfachsprache, bezeichnet das aus dem vertikalen Element der Säule und dem darüber horizontal verlaufenden Gebälk zu einer Kolonnade zusammengesetzte Stützensystem. Sie findet sich im baulichen Zusammenhang von Fassaden und Innenraumeinteilung. In der nzl. Architekturtheorie ist die Begrifflichkeit der Quellen vielfältiger, und auch das damit Bezeichnete ist nicht immer ganz eindeutig. Dem seit dem 16. Jh. geläufigen dt. Begriff der »Ordnung« (vgl. lat. ordo, ital. ordine, franz. ordre, engl. order) trat als Synonym »Manier«…
Date: 2019-11-19

Triumphbogen

(1,272 words)

Author(s): Erben, Dietrich
1. Definition und BegriffT. ist eine Übersetzung des lat. Begriffs arcus triumphalis (vgl. ital. arco di trionfo, franz. arc de triomphe, engl. triumphal arch). Als T. wird der Bautypus eines meist freistehenden denkmalhaften Bogenbaus nach röm.-antiken Vorbildern bezeichnet. Er besteht in der Grundform aus zwei Mauerpfeilern, zwischen denen der Tordurchgang mit tonnengewölbten Arkaden überspannt wird. In der Antike überwogen die eintorigen Anlagen (z. B. Titusbogen am Forum Romanum, gestiftet 70 n. Chr., der älteste erhaltene stadtröm. T.), während in der späteren R…
Date: 2019-11-19

Standbild

(1,542 words)

Author(s): Erben, Dietrich
1. Begriff und DefinitionDer dt. Begriff S. wird synonym zu dem Lehnwort Statue (lat./ital. statua, engl./franz. statue) für eine spezielle Gattung des Denkmals verwendet: die vollplastische, v. a. aus Stein oder Bronze angefertigte Darstellung eines Menschen in der Form einer Freifigur auf einem Sockel oder in der architektonischen Rahmung einer Wandnische ( Plastik). Darstellungswürdig waren in der Nz. Gestalten der antiken Mythologie und der christl. Überlieferung sowie histor. Personen. Meist bezieht sich der Begriff auf eine stehende Einzel…
Date: 2019-11-19

Mausoleum

(706 words)

Author(s): Erben, Dietrich
M. bezeichnet als architektonischer Gattungsbegriff einen repräsentativen Grabbau und wird bis heute hauptsächlich in diesem Sinn benutzt (Grabmal). Weitere Bedeutungen waren in der Nz. verbreitet und gerieten mit dem Verschwinden des jeweiligen Phänomens weitgehend in Vergessenheit: So wurde M. für einen ephemer errichteten Funeralapparat (lat. castrum doloris, »Trauergerüst«) verwendet; von ihm wurde die Bezeichnung für die lit. Gattung der Toten-Panegyrik abgeleitet; darüber hinaus war das Wort auch für Reliquienschreine von Heiligen (ital. arca) gebräuchlich. M. (…
Date: 2019-11-19

Denkmal

(1,055 words)

Author(s): Erben, Dietrich
1. BegriffUnter D. versteht man im weitesten Sinn Erinnerungszeichen im gesamten Umfang histor. Reliktüberlieferung, deren dokumentarischer oder memorialer Zeugniswert ursprünglich nicht beabsichtigt sein muss, sondern auch nachträglich deklariert werden kann. Beim intentional gestalteten D. handelt es sich hingegen um die Kunstform einer architektonisch-plastischen Anlage, die die Erinnerung an Personen oder Ereignisse tradiert, wobei die typologische Breite der Monumente von Säule und Pyramide über das Standbild bis zum Bauwerk und zur Stadtanlage reicht. …
Date: 2019-11-19

Mäzen

(2,574 words)

Author(s): Erben, Dietrich | Schneider, Ute | Rode-Breymann, Susanne
1. DefinitionDer Begriff M. (abgeleitet von Gaius Maecenas, der im 1. Jh. v. Chr. unter Kaiser Augustus als Förderer eines Dichterkreises, darunter Horaz, wirkte) bezeichnet Personen(gruppen) oder Institutionen, die als finanzielle und ideelle Förderer der Wissenschaften oder Künste hervortreten.In der Nz. war die histor. Gestalt des Maecenas neben antiken Quellen durch mehrere Biographien des 17. Jh.s bekannt (u. a. Johann H. Meibom, 1653) [1]. Das dt. Lehnwort M. (Mecenat, Mäcen) ist im 16. Jh. in der Hauptbedeutung »Schutzherr« nachweisbar und verbre…
Date: 2019-11-19