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Your search for 'dc_creator:( "G. Pflug" ) OR dc_contributor:( "G. Pflug" )' returned 871 results. Modify search

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Index bibliographicus

(246 words)

Author(s): G. Pflug
Im März 1923 beschloß die Unterkommission Bibliographie der zum Völkerbund gehörenden Commission internationale de Cooperation intellectuelle auf Anregung des Institut international de bibliographie, unter dem Titel I.b. ein intern. Repertorium der laufenden bibliographischen Quellen herauszugeben und beauftragte den Direktor der Schweizerischen Landesbibliothek, M. Godet, mit der Erstellung. Es wurden 56 NB um Mitarbeit gebeten, 34 lieferten Titel aus ihrer Region. Aufgenommen wurden laufende p…

Kontamination

(69 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. contaminatio Befleckung, Verderbnis) bezeichnet 1. in der Lit. die Vereinigung verschiedener Werke zu einem neuen Werk oder die Einfügung von Teilen eines alten Werkes in ein neues. Älteste Beispiele liefern die Komödien von Plautus und Terenz, die Teile griech. Komödien enthalten, 2. in der Textkritik das Zusammentragen eines Textes aus verschiedenen Überlieferungen, wobei die Abweichungen der einzelnen Quellen in einem sogenannten Apparat festgehalten werden. G. Pflug

Filelfo, Francesco

(113 words)

Author(s): G. Pflug
(Franciscus Philelphus), * 2S. 7. 1398 in Tolentino, t 31. 7. 1481 in Florenz, ital. Humanist. F. brachte von einem Aufenthalt in Konstantinopel (1420-1427) nicht nur gute griech. Sprachkenntnisse, sondern auch Hss. von mehr als 40 klassischen griech. Schriftstellern mit und begründete damit die Kenntnis der klassisch-griech. Lit. in der Renaissance. Ein Teil dieser Werke übersetzte er ins Lat. Seine Bibl. wurde von Lorenzo de Medici erworben und der Biblioteca Mediceo Laurenziana eingeftigt. Filete. G. Pflug Bibliography Rosmini, C. DE: Vita di F. Filelfo. 3 Bde. Mailand 1808 Cald…

Moses

(277 words)

Author(s): G. Pflug
In hellenistisch–jüdischen Kreisen entstand wahrscheinlich schon im 2. Jh. v. Chr. die These, daß M. der Erfinder der Buchstabenschrift sei. Eusebios von Caesarea (Praepar. evangel. 9, 261) und Clemens Alexandrinus (Stromat. 23, 153) zitieren einen nicht näher bekannten jüdischen Autor Eupolemos, der eine Jüdische Gesch. verf. hat, in der von M. berichtet wird, daß er den Juden die Buchstaben übermittelt habe, von wo sie auf die Phönizier und Griechen übergegangen seien. Alexander Polyhistor nen…

Schreibung

(90 words)

Author(s): G. Pflug
ist in der Schriftgeschichte die Bezeichnung für eine Schriftstufe, auf der eine Sprache zwar eine schriftliche Darstellung besitzt, die jedoch noch nicht durch Regeln normiert ist. Ihr fehlen alle Festlegungen, die zu einer Rechtschreibung erforderlich sind. Die europäischen Sprachen des MA besaßen alle nur eine S., erst seit dem 16. Jh. fand in einem langen Prozeß der Übergang von der S. zur Rechtschreibung statt. G. Pflug Bibliography Glücks, H.: Schrift und Schriftlichkeit. Stuttgart 1987 Gün-ther, H.: Schriftliche Sprache. Tübingen 1988 Wiesinger, P.:S. und Aussprache i…

Selbstzitat

(209 words)

Author(s): G. Pflug
Mit S. wird in der Regel die erneute Verwendung einer lit. Äußerung eines Autors in einem seiner Werke bezeichnet (Selbstplagiat). In einem engeren Sinn stellt das S. eine persönliche Äußerung eines Autors dar, die in ihrer sprachlichen Formulierung einem seiner Werke entnommen wurde. Die älteste Form des S.s wird auf Homer zurückgeführt, der in der «Odyssee» ca. 2 Tsd. Verse aus der «Ilias» übernommen hat. Diese Tatsache führte im 19. Jh. zur sog. Homerischen Frage, welche die gemeinsame Autorschaft dieser beiden Werke in Frage stellte. Vor allem die Autoren der goldenen Latini…

Okkulte Schriften

(868 words)

Author(s): G. Pflug
von lat. occultus = verborgen, geheim). Der Okkultismus ist eine in der ersten Hälfte des 19. Jh.s vor allem in Frankreich entstandene Bewegung, welche die geheimen Kräfte der Natur, die mit den Methoden der exakten Wissenschaften nicht faßbar sind, erkennen und für den Menschen nutzbar machen will. Dabei greift er auf ältere Traditionen zurück und beruft sich - mit oft unzureichenden Ableitungen - auf die esoterische und hermetische Literatur der Antike (Esoterische Bücher, Hermeneutische Schri…

Onomasiologie

(178 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. όΰoμα Namen) und Be zeichnungslehre, Semasiologie (griech. όημείοΰ Zeichen) als Bedeutungslehre sind zwei eng zusammenwirkende Teilbereiche der Z Semiotik. Sie untersuchen innerhalb der Semantik die Bedeutungszusammenhänge von Wörtern und ermitteln dabei ihre verschiedenen sachlichen Beziehungen. Dabei geht die O. von den bezeichneten Gegenständen aus und ermittelt die dazu gehörenden Wortfelder, während die Semiotik den umgekehrten Weg einschlägt und von den Wörtern ausgeht, zu denen sie über Oberbegriffe die sachlichen …

Semogramme

(122 words)

Author(s): G. Pflug
sind Schriftzeichen, die zur Wiedergabe eines Wortes auf bildliche Darstellungen zurückgreifen. Diese Form findet sich in zahlreichen frühen Schriften und wurde wohl unabhängig voneinander entwickelt. So gibt z. B. das Altägyptische das Wort «Sonne» – aber auch «Tag» – mit dem Zeichen der Sonnenscheibe (ʘ) wieder. In der Indusschrift wie in der Schrift der Osterinseln wird die stilisierte Darstellung eines Menschen zur Be- zeichnung einer Silbe verwandt. Auch in einigen India-nerschriften (z. B.…

Calepinus, Ambrosius

(234 words)

Author(s): G. Pflug
Ambrogio – urspr. Giacomo –Conte da Calepio (auch Caleppio), nach älteren Angaben 1435 oder 1436, nach neueren 1440 in Calepio bei Bergamo, ✝ 30. 11. 1510 oder 1511 in Bergamo, Augustinermönch. C. ist einer der frühesten Lexikographen der Neuzeit, Verf. eines «Dictionarium interpretamente», das im 16. und 17. Jh. in ganz Europa weite Verbreitung fand. Zuerst 1502 bei D. Bertocchi in Reggio Emilia erschienen, erlebte es bis 1779 mehr als 200 Ausgaben durch zahlreiche Bearbeiter, unter denen sich …

Catalogue of Scientific Papers 1800—1900

(121 words)

Author(s): G. Pflug
Von der Royal Society of London hrsg. Bibliographie unselbständiger naturwiss.–technischer Lit. des 19. Jh.s in 19 Bdn. (London 1867—1925) und drei Reg. Bdn. (Cambridge 1908 — 1914); alphabetisch nach Verf. in vier chronologisch aufeinander folgenden Reihen geordnet und sachlich durch ein Reg. (subject index) erschlossen. Er wurde bis 1920 durch den International Catalogue of Scientific Literature 1901 —1914 weitergeführt (14 Bde. 1902—1920), der das Titelmaterial in 17 fachliche Abteilungen gli…

Vorlesungsverzeichnis

(179 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine Veröffentlichung, in der eine Hochschule für ein Semester oder ein Studienjahr die an ihr gehaltenen Vorlesungen, Seminare und sonstigen Veranstaltungen bekannt gibt. Gewöhnlich enthält das V. auch eine Übersicht über die Fakultäten, Fachbereiche, Institute und sonstige Einrichtungen (z. B. die Bibl.) der Hochschule. An den dt. Hochschulen reichen die V. bis ins 17. Jh. zurück. Noch zu Beginn des 19. Jh.s ersch. sie in lat. Sprache als «Indices lectionum». Die ältesten erhaltenen V. stammen aus Heidelberg (1655) und aus Ingolstadt…

British Council

(200 words)

Author(s): G. Pflug
1934 von Großbritannien mit dem Ziel gegründet, im Ausland Kenntnisse der engl. Sprache und Kultur zu vermitteln und die kulturellen Beziehungen mit anderen Ländern zu vertiefen. Das B. C. lädt Ausländer zu Studienaufenthalten nach Großbritannien ein und unterhält in zahlreichen Ländern Institute, denen auch eine Bibl. angegliedert ist. Entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Institute sind die Bibl.en im Umfang unterschiedlich. Sie reichen von kleinen Sammlungen allgemeiner Informationswerk…

Verband Deutscher Schriftsteller (VS)

(119 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein 1969 in Köln gegr. Zusammenschluß von Schriftstellern in der BRDeutschland zur Wahrung ihrer Standes- und Berufsinteressen. Er ist der Nachfolger der «Bundesvereinigung dt. Schriftstellerverbände e. V.» (BDS). Der Sitz der Verwaltung ist Stuttgart. 1974 trat der V. der Gewerkschaft «Medien, Druck und Papier» bei, die 1991 in die Gewerkschaft «Ver.di» aufging. Gegen diesen gewerkschaftli-chen Kurs gründeten einige Autoren 1973 den «Freien dt. Autorenverband» (F. D. A.), dem jedoch nur ein…

Stemma

(211 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. = Stammbaum von griech. στέμμα). 1. Philologie In der Textkritik ist die Stemmatologie das Forschungsfeld, das die überlieferten Hss. in eine historische Ordnung von Abhängigkeiten zu bringen versucht. Dabei werden die einzelnen Hss. aufgrund ihrer Eigenheiten, z. B. Textvarianten, Schreib- und Trennungsfehler, in eine stammbaumartige Ordnung gebracht, mit dem Versuch, einen Archetypus als Beleg für die älteste Überlieferung zu ermitteln und die anderen Hss. in eine direkte oder indirekte Ordnung zu ihm zu bringen. Dabei ergibt sich ein Schema der Art a). Bibliography Maa…

Reismüller, Georg

(120 words)

Author(s): G. Pflug
* 11.5.1882 in Ingolstadt, 12. 5. 1936 in Günzburg, Bibliothekar. Nach einem Studium der klassischen und der neueren Philologie war R. 1907 — 1921 in der SB München tätig. 1921 wurde er der erste Direktor der neugegründeten Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer, deren Aufbau er bis 1929 leitete, worüber er in ZfB (39. 1922 und 44. 1927) berichtete. Anschließend wurde er als Generaldirektor an die SB München berufen. Zu seinen Verdiensten gehört, daß er gegen erheblichen Widerstand die bayrischen Bibl.en an den Deutschen Gesamtkatalog anschloß. G. Pflug Bibliography Habermann / Klem…

Tusche

(138 words)

Author(s): G. Pflug
(von franz. toucher = berühren, Farbe auflegen), ist eine seit dem 17. Jh. in Deutschland bezeugte Bezeichnung für eine wäßrige Lasurfarbe, die zum Zeichnen oder für Kunstschriften verwandt wird. Bis ins frühe 19. Jh. wurde sie – vor allem auf Reisen – wegen ihrer Konsistenz auch an Stelle von Tinte zum Schreiben verwandt. T. besteht aus Pigmentaufschwemmungen oder Farbstofflösungen, die mit Bindemitteln eingedickt sind und bei Gebrauch durch Wasser flüssig gemacht werden. Die älteste bekannte T. ist die chinesische Tusche. Sie besteht aus Lampenruß. Heute wird schw…

Arbeitsgemeinschaft Fachinformation (AFI)

(65 words)

Author(s): G. Pflug
1985 in Frankfurt gegründete Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel, die «Wissenschaft, Forschung und Bildung im Bereich der Fachinformation» zu fordern und die öffent-lichkeit über «Wert von und Zugang zu Fachinformation für jedermann» aufzuklären. Mitglieder sind Personen und Institutionen aus dem Verlags-, Bibliotheks- und Dokumentationsbereich. Im Vordergrund des Interesses stehen Fragen der automatisierten Datenspeicherung und -Übermittlung sowie die Entwicklung neuer Medien. G. Pflug

Ficino, Marsilio

(112 words)

Author(s): G. Pflug
* 19. 10. 1433 in Figline, † 1. 10. 1499 in Carregi, ital. Arzt, Humanist und Philosoph, Mitglied der mediceischen Akademie in Florenz. Er begründete als Plato-Übers. und -Kommentator die Platonrezeption der Renaissance. Seine Interpretation ist stark von neu platonischem, mystisch-christlichem und okkultem Gedankengut durchsetzt. Seine Übers. bilden die Grundlage ftir die erste Platon-Ausg. (Aldus Manutius und Marcus Musurus, 2 Bde. Venedig 1513), die der Interpretation F. s entsprechend zahlreiche neuplatonische Werke in das platonische Opus einbezieht. G. Pflug Bibliogr…

Journal of Documentation

(111 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine 1945 von Theodore Besterman gegründet Zs. mit viertelj. Erscheinungsweise, die von der «Association of Special Libraries» (ASLIB) getragen und von einem unabhängigen Editorial Board geleitet wird. Die Interessengebiete reichen von der Bibliographie über die Klassifikation, das Abstracting und Indexieren bis zu technischen Fragen der Fotoreproduktion und der elektronischen Datenverarbeitung. Bis zum Jahr 1969 besaß die Zs. eine eigene Sektion, die Zusammenfassungen von einschlägigen Beit…

Anagramm

(64 words)

Author(s): G. Pflug
griech. άναγράφειν umschreiben, Umstellung von Buchstaben eines Wortesoder einer Wortfolge zu einem neuen Sinn. Es wird auf Lykophron von Kolchis (3. Jh. v. Chr.) zurückgefiihrt. Seit dem Hellenismus vor allem bei mystischen Geheimschriften verwendet. In Spätantike und Mittelalter stark verbreitet. Seit dem Barock beliebt als Wortspiel, auch zur Bildung von Pseudonymen benutzt (Voltaire). Sonderformen sind das Palindrom und der Schüttelreim. G. Pflug

Portfolio

(258 words)

Author(s): G. Pflug
engl. Wortbildung aus dem ital. portafoglio und dem franz. portefeuille zur Bezeichnung einer Mappe, die lose Bl. zusammenfaßt. Dabei werden folgende Bedeutungen unterschieden: 1. P. dient zur Bezeichnung einer Mappe für Zeichnungen oder Graphiken eines Künstlers. In diesem Sinn wurde P. 1722 von Jonathan Richardson in bezug auf Entwürfe von Raffael gebraucht («An Account of some of the Statues, bas–reliefs, drawings, and pictures in Italy» London). Dies ist der erste nachweisbare Wortgebrauch. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jh.s werden bes. Slg. von Photographien …

Systematische Aufstellung

(811 words)

Author(s): G. Pflug
Eine nach inhaltlichen Zusammenhängen ihrer Buchbestände geordnete Bibl. ermöglicht es ihren Nutzern, die für ein sie interessierendes Thema vorhandene Lit. an einer von ihnen vorab bestimmbaren Stelle in den Regalen zu finden. Daher ist die Buchaufstellung nach einer sog. Systematik die Grundform der Ordnung für eine Bibliothek. Vor allem seit der Entwicklung der großen Saalbibliothek im Ba-rock mit ihren ständig wachsenden Buchbeständen hat die Frage nach einer übersichtlichen Ordnung zunehmen…

Vierkanal-Rechtschreiben

(73 words)

Author(s): G. Pflug †
ist eine Unterrichtsmethode des orthographisch einwandfreien Schreibenlernens, die den üblichen Hilfsmitteln des Akustischen (Vorsprechen), des Optischen (Wortbild) und des Mechanischen (Hand- und Armbewegung) die Analogie durch entsprechende Sätze oder Verse hinzufügt, die einen leichteren orthographischen Vergleich ermöglichen. Diese Methode soll vor allem die Legasthenie bei Schülern verringern. G. Pflug † Bibliography Sennlaub, G.: Vierkanal-Rechtschreiben. In: Legasthenie gibt es nicht ... Was nun? Hrsg. von G. Spitta. Kronberg / T. 1977, S. 143–161.

Barbin, claude

(110 words)

Author(s): G. pflug
* um 1629 in Paris, †zwischen 1698 und 1703 in Paris, franz. Verleger, der seit den 60er Jahren des 17. Jh.s Werke der bedeutenden Schriftsteller seiner Zeit verlegte, u.a. Boileau, La Fontaine, La Rochefoucauld, Molière, Perrault und Racine. Er gab die lit. Zs. «Mercure galant» heraus, die von 1672 bis 1832 unter wechselnden Titeln erschien. Die von ihm verlegte Anthologie «Recueil des plus belles pièces des poètes françois tant anciens que modernes avec l'histoire de leur vie» (Paris 1692) ist die erste Sammlung, welche die franz. Dichtung des MA berücksichtigt. G. pflug Bibliography…

Threnodie

(60 words)

Author(s): G. Pflug
(von griech. θρῆνoς = Wehklage) ist eine Lit.form, die Simonides im 6. Jh. v. Chr. geschaffen hat und später als Epikedeios (griech. επικήδειoς = Trauergedicht) vor allem von Pindar gepflegt wurde. Schließlich ging sie auch als Kommos (κoμμός = Trauerklage) in die griech. Tragödie ein. G. Pflug Bibliography Reiner, E.: Die rituelle Totenklage der Griechen. Stuttgart / Berlin 1938

Schreibwaage

(130 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Schriftwaage) ist ein Gerät zur Aufzeichnung des Schreibdrucks und der Messung der Schreibgeschwindigkeit von Buchstaben, Silben und Wörtern. Sie wurde 1892 von dem Psychiater Emil Kraepelin zur Diagnose von Störungen der Feinmotorik sowie zur Unterscheidung von Persönlichkeitstypen nach der Theorie von Wilhelm Wundt entwickelt. In ihrer urspr. Form wurde der Schreibvorgang auf einer festen Unterlage mechanisch gemessen. Im 20. Jh. erfuhr sie mehrere technische Weiterentwicklungen, u. a. d…

Schriftänderung

(109 words)

Author(s): G. Pflug
Unter dem Begriff S. lassen sich alle Maßnahmen und Entwicklungen zusammenfassen, die eine Änderung der schriftlichen Wiedergabe einer Sprache betreffen. Sie reicht von einer Reform der Rechtschreibung über eine Änderung der gebräuchlichen Typographie, etwa dem Wechsel von einer Fraktur- zu einer Antiquaschrift, wie sie 1940 in Deutschland verordnet wurde, bis zu einem vollst. Schriftwechsel. Gewöhnlich wird die S. amtlich angeordnet. Doch können auch soziale oder religiöse Einflüsse zu einer S.…

Toter Bestand

(350 words)

Author(s): G. Pflug
(auch tote, absterbende Lit.) ist eine bibliothekarische Bezeichnung für Buchbestände, die urspr. häufig gefragt, immer weniger, im Extremfall gar nicht mehr benutzt werden. Sie sind von der minderwichtigen Lit., die niemals größeres Benutzerinteresse besaß, zu unterscheiden. Die Gründe für den Rückgang des Benutzerinteresses liegen etwa im Wandel der Lesevorlieben (z. B. in der schönen Lit.), doch auch in dem Ersetzen von Werken durch Neuauflagen. Da der T. die Regale und Magazine der Bibl.en bela-sten, werden unter Bibliothekaren seit dem 18. Jh. Überlegun…

Shaw, George Bernard

(281 words)

Author(s): G. Pflug
26. 7. 1856 in Dublin, † 2. 11. 1950 in Ayot St. Lawrence, Herfortshire, irischer Dramatiker. S. befaßte sich in den letzten Jahren seines Lebens mit einer Reform der engl. Orthographie, für die er von dem Typographen Kinsley Read 48 neue Schriftzeichen entwerfen ließ, 40 für die einfachen Laute und acht für solche Lautgruppen, die im Engl. häufig vorkommen, z. B. «are» oder «or». Diese Schrift lehnt sich an die von John Robert Gregg (1864–1948) entwickelte Kurzschrift an, doch enthält sie auch Zeichen aus alten Schriften wie dem Griech. oder dem Phönizischen. Diese Schriftzeichen werd…

Nigromantie

(98 words)

Author(s): G. Pflug
Ein im 13.Jh. durch Fehldeutung des Wortes Nekromantie (Totenbeschwörung) entstandener Begriff für Zauberei, der im 15. Jh. als «schwarze Kunst» übersetzt wurde (lat. niger schwarz). Der im 15. und 16. Jh. verbreitete Terminus fand durch eine Zusammenziehung in der Volksvorstellung des Zauberers Dr. Johannes Faustus mit dem Mainzer Drucker Johannes Fust eine Übertragung auf die Druckkunst. Der erste Beleg für diese Verwendung findet sich in der Zimmerschen Chronik (1565). G. Pflug Bibliography Klenz, H.: Die dt. Druckersprache. Straßburg 1900, S. 96 Schömer, R.: Buchdrucker. …

Motto

(63 words)

Author(s): G. Pflug
(ital. Leitspruch) ist ein einem Buch oder seinen einzelnen Kapiteln vorangestellter, thesenhafter kurzer Text, der gewöhnlich aus einem Zitat besteht, und der den Inhalt oder die Stimmung des folgenden Textes wiedergibt. Das M. ist mit der Devise verwandt, die jedoch einen stärker appellativen Charakter besitzt. Bei der alphabetischen Katalogisierung wird ein auf dem Titelbl. stehendes M. ohne Kennzeichnung weggelassen. G. Pflug

Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e. V. (VFLL)

(38 words)

Author(s): G. Pflug
Der Verband wurde 2003 in Frankfurt / Main gegr. und gibt jährlich ein Mitgliederverz. heraus. Die 5. Ausg. von 2007 enthält die Einträge von 470 Mitgliedern. G. Pflug

Vafflard, Pierre-Louis

(103 words)

Author(s): G. Pflug
(auch: Vaflard, Wafflard, Waflard) (18.–19. Jh.). Franz. Typenschneider aus dem Kreis der Druckerfamilie Didot, der vor allem für François-Ambroise Didot drei Formen der neuklassischen Antiqua geschnitten hat. Er hatte bei Joseph Gallé gelernt, stieß 1779 / 1780 zu F. A. Didot und erwarb von der Witwe des Typenschneiders Vincent Cappon 1795 dessen Werkstatt, die er unter eigenem Namen weiterführte. Pierre-Louis Vafflard. Seine Schrift «Caractères Anglais». 1811. G. Pflug Bibliography Veyrin-Forrer, J.: Les caractères de Pierre François Didot (1785 bis 1790). In: G…

Eyssen, Jürgen

(158 words)

Author(s): G. Pflug
* 21. 4. 1922 in Berlin, † 31. 1. 1988 in Hannover, deutscher Bibliothekar. Nach ersten Jahren als Bibliothekar in Stuttgart und Dozent an der Süddeutschen Bibliotheksschule war er von 1955–1957 Bibliotheksrat in Essen, 1957–1963 Bibliotheksdirektor in Gelsenkirchen – mit einer Beurlaubung zum Aufbau des Deutschen Kulturinstituts in Stockholm. Als leitender Bibliotheksdirektor der Städtischen Büchereien Hannover (1963–1980) hat er entscheidende Impulse zur Entwicklung der ÖB zur Informationsbibl…

Schriftgut

(87 words)

Author(s): G. Pflug
Mit S. werden diejenigen Schriftstücke bezeichnet, die in Behörden und wirtschaftlichen Unternehmen für aufbewahrenswert empfunden werden oder deren wenigstens zeitweise Aufbewahrung durch Handels- und Steuerrecht vorgeschrieben sind. I.d.R. wird das S. eine bestimmte Zeit in Ablagen oder Registraturen nach einem vorgegebenen Akten- oder Ablageplan geordnet aufbewahrt. Nicht mehr aktuell benötigtes S. wird – nach einer weiteren Selektion – in Archive verbracht. G. Pflug Bibliography Ablageplan, Aktenplan, Schriftgut. Stuttgart 1978 Schriftgut und seine Aufbewahru…

Wissensspeicher

(186 words)

Author(s): G. Pflug †
1. Seit den 1980er Jahren ist W. Titelbegriff für eine Übersicht über ein bestimmtes Wissensgebiet im Rahmen des Schulunterrichts oder zum Selbststudium urspr. in der DDR. Später wurde der Begriff auch in der BR Deutschland übernommen. Die wesentlichen Verlage für W. sind die Berliner Verlage Cornelsen Scriptor (Astronomie, Biologie, Physik, Mathematik, Chemie 1996) sowie Volk und Wissen (Physik, Astronomie, Werkstoffbearbeitung 1995, Biologie Chemie, Mathematik, Wirtschaft 1996). 2. In dem Maße, in dem in den letzten Jahren die wiss Information nicht mehr vordringlich üb…

Scaneurop

(84 words)

Author(s): G. Pflug
wurde 1985 mit dem Ziel gegr., Texte, die in gedr. Form vorliegen, über Scanner in maschinenlesbare Form zu übertragen, damit sie in Volltextdatenbanken eingespeichert und über Telekommunikationsnetze abgerufen werden können. S. wird von den Partnern Télésystèmes (Paris) und Microfiche Reprographies (London) getragen und bietet die Konversion von Texten als Dienstleistung an. Nach der weiten Verbreitung von Scannern und der damit verbundenen Möglichkeit, seine eigenen Daten in maschinenlesbare Form zu bringen, stellte das Unternehmen in den 1990er Jahren den Betrieb ein. G.…

Ortega y Gasset, José

(383 words)

Author(s): G. Pflug
* 9. 5. 1883 in Madrid, 18. 10. 1955 ebd., span. Kulturphilosoph, Soziologe und Essayist. In seinem Hauptwerk «La rebelión de las masas» (Madrid 1930, dt. «Der Aufstand der Massen». Stuttgart 1931 u.ö., begründete er seine Theorie, daß die zunehmende Vermassung der Menschheit in ein Chaos führe, wenn nicht eine intellektuelle Elite die Leitung übernähme. Vor diesem Hintergrund trug er in einem Vortrag mit dem Titel «La mission du bibliothécaire» (dt. «Die Aufgabe des Bibliothekars». 111: Ges. We…

Kleine Schriften

(177 words)

Author(s): G. Pflug
1. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jh.s ist «K. S.» TitelbegrifF für einen Sammelband, der Schriften eines Autors, z. B. H. D. Hermes «K. S. vom Verfasser der Lehre vom Gewissen» (Leipzig 1769) oder mehrerer Verfasser, z.B. «K. S., grösstentheüs von Weimarischen Gelehrten» (Hrsg, von F. C. L. von Seckendorf. Weimar 1801) enthält. Seit der Mitte des 19. Jh.s wird «K. S.» verbreiteter Titel für Aufsatzsammlungen berühmter Gelehrter (Zusammenstellung in Handb. der Bibliothekswissenschaft. 2. Aufl. Bd. 3, 2. Wiesbaden 1957, S. 166). 2. Seit dem ausgehenden 18. Jh. wird «K. S.» auc…

Verbundkatalog

(174 words)

Author(s): G. Pflug
(Verbundkatalogisierung) ist ein Katalog, der die Bestände mehrer Bibl.en vereinigt, wobei im Unterschied zum Zentralkat die Titelaufnahme auf elektronischem Weg erstellt werden. In den frühen 1970er Jahren erfolgte die Übertragung der Titelaufnahme einer Bibl. über Magnetbänder. Seit dem Ende dieses Jahrzehnts setzte sich die Online-Übertragung durch. Bei der Zusammenarbeit im Verbundsystem werden einheitliche Software sowie einheitliche Normdateien entwickelt und Programmabsprachen getroffen. …

Scriptura defectiva, scriptura plena

(135 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. scriptura = Schrift, defectiva = unvollständig, plena = vollständig). Mit diesem Gegensatzpaar werden Schriften unterschieden, von denen die einen nur einen Teil der Laute – in der Regel Konsonanten – wiedergeben, während die anderen alle Laute durch Schriftzeichen darstellen. Die ältesten Buchstabenschriften gehören zur ersten Gruppe, wie heute noch die semitischen Schriften (hebräisch, arab.). Die europäischen Sprachen benutzen seit der Linear-B-Schrift der Kreter eine scriptura plena. D…

Bacon, Francis

(156 words)

Author(s): G. Pflug
*22. 1. 1561 in London, †9. 4. 1626 in London, engl. Politiker und Philosoph. B. entwickelte in seiner Schrift «The Advancement of Learning» (London 1605, umgearb. als «De dignitate et argumentis scientiarum», London 1623) ein System des menschlichen Wissens, das als Einteilungsprinzip die drei Fähigkeiten des Gedächtnisses, der Einbildungskraft und des Verstandes verwendet. Daraus ergeben sich als Hauptzweige die historischen Wissenschaften, die Dichtung und die Philosophic, die dem Sprachgebra…

Association Phonétique Internationale (API)

(80 words)

Author(s): G. Pflug
wurde von Paul Edouard Passy 1886 in Paris gegründet mit dem Ziel einer Vereinheitlichung der Lautschrift. Ihr heutiger Sitz ist London. Auf ihrem Kongreß in Kopenhagen 1925 wurde allgemein ein internationales phonetisches Alphabet angenommen, das heute sowohl im Sprachunterricht wie zur wissenschaftlichen Sprachbeschreibung weltweit Verwendung findet. Es ordnet jedem Laut eindeutig ein Schriftzeichen zu. Dabei wird die lateinische Schrift, erweitert um Sonderzeichen, zugrunde gelegt. G. Pflug Bibliography The Principles of the International phonetic Associatio…

Technographie

(42 words)

Author(s): G. Pflug
Technographisch werden Zeichensysteme bezeichnet, mit denen chemische, mathematische, kartographische oder sonstige Zeichen, Formeln und Darstellungen wiedergegeben werden können. Auf traditionellen Tastaturen werden sie durch sog. Pi-Fonds dargestellt. G. Pflug Bibliography Crystal, D.: Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache. Darmstadt 1993, S. 194

Semiotik

(853 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. σημιωτικη´ = Zeichenlehre) auch Semiologie und Sematologie, ist die Lehre von den Gegenständen oder Zuständen, die als Zeichen auf ein anderes verweisen. Die Bezeichnung S. geht auf den amer. Philosophen Charles Pierce (1839–1914) zurück. Sie umfaßt sowohl die Theorie der natürlichen Zeichen (Anzeichen z. B. in der Medizin, Biologie, Astronomie, Meteorologie) wie die künstlich geschaffenen Zeichen (Ikone) und die arbiträren Zeichen (Signale und Symbole). Beide Bereiche besitzen einen kon…

Journal

(359 words)

Author(s): G. Pflug
franz. Wortbildung aus dem lat. diurnus = täglich, urspr. adjektivisch gebraucht – z. B. journal papier –, seit dem 16. Jh. Substantiv. Das Wort hat im Dt. im Laufe der Zeit vier verschiedene Bedeutungen entwickelt: 1. Die älteste, urspr. auf das Lat. und nicht auf das Franz, zurückgehende Form bezeichnet ein Buch, in das die täglichen Ereignisse oder dienstlichen Verrichtungen vermerkt sind. Sie läßt sich bis in die klassische Antike zurückverfolgen und bezeichnet dort das Tagebuch, in das ein Sklave die häuslichen Angelegenheit…

Museum

(140 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. von griech. µouostov = Musensitz, Ort gelehrter Studien). Seit der Gründung eines Gelehrtensitzes in Alexandria 280 v. Chr. durch Ptolemaios I. Soter unter dem Namen Mouseion, dem eine große Bibl, angegliedert war, wurde der Begriff in der Bedeutung von «Bibl.» verwandt (z.B. Sueton: Claudius 42). Wie das Wort «Bibl.» diente auch M. seit dem Beginn des r 8. Jh.s als Titelbegriff von Sammelwerken und Zss. zur Bezeichnung ihres enzyklopädischen Charakters. Zum ersten Mal erscheint M. als Titelbegriff einer Zs. in dem 1714 – 1719 in Leip…

Butzmann, Hans

(88 words)

Author(s): G. Pflug
31. 10. 1903 in Ballerstedt, 16. 7. 1982 in Wolfenbüttel. Bibliothekar und vorzüglicher Kenner ma. Hss. 1934—1948 LB Dessau; 1948 — 1960 Leiter der Hss.–Slg. der Herzog August Bibl. Wolfenbüttel, für die er drei Hss.–Kataloge verfaßte: Die Weißenburger Hss. (1964), die Blankenburger Hss. (1966) und die ma. Gruppe der Extravagantes, novi et novissi-mi (1972). Außerdem gab er Faksimile–Ausg. des Corpus Agrimensorum (1970) und der Wiener Otfried–Hs. (1972) heraus. 1973 erschien eine Slg. seiner wiss. Zss.Aufsätze (Kleine Schriften. Hrsg. v. W. Milde. Graz 1973)· G. Pflug

Hallesches Schema

(115 words)

Author(s): G. Pflug
ist das von Otto Hartwig und den Mitarbeitern der UB Halle zwischen 1879 und 1884 entwickelte Schema für den Realkat. der UB Halle. Es geht ausdrücklich vom Bestand dieser Bibl, aus und will kein Normschema sein, das unverändert auf andere Bibl.en übertragen werden kann. Dadurch sind die einzelnen Fachgebiete sehr unterschiedlich entwickelt (z. B. Recht 108 S., Mathematik 1 S.). Durch seine Veröff. hat es jedoch für die dt. Bibl.en in der ersten Hälfte des 20. Jh.s eine normative Bedeutung erlan…
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