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Das Gupta, Surendranath Chandra

(147 words)

Author(s): G. Pflug
* 1912, †7. 4. 1966 in Delhi, indischer Bibliothekar. Er studierte Geschichte in Delhi und Cambridge und war von 1939 bis 1942 Lektor für Gesch. am St. Stephen's college der Univ. von Delhi. 1942 wurde er von S. R. Ranganathan in Madras zum Bibliothekar ausgebildet; 1943 bis 1946 war er als Assistant Librarian, von 1946 bis zu seinem Tode als erster hauptamtlicher Bibliotheksdirektor der UB von Delhi tätig, die er nach anglo-amer. Vorbildern reorganisierte. 1947 wurde er zugleich Head des neugeg…

Wilkins, John

(244 words)

Author(s): G. Pflug †
* 1614 in Oxford, † 9. 11. 1672 in Cambridge. Bischof von Chester. W. hat sich, entsprechend dem Geist seiner Zeit, mit einer Reihe sehr unterschiedlicher Themen befaßt, neben theologischen vor allem in den ersten Jahren mit Astronomie, wobei ihn die Frage beschäftigte, ob es neben der Erde auch auf anderen Sternen Leben gebe. 1641 veröff. er ein Werk zur Geheimschrift: «Mercury, or the Secret and Swift Messenger, showing how a Man may with Privacy and Speed communicate his Thoughts to a Friend at any Distance». 1662 war er Mitbegründer der Royal Society, deren erster Sekretär er wurde. 1668…

PEN

(186 words)

Author(s): G. Pflug
(Abkürzung von engl. Poets, Essayists, Novellists, auch pen = Feder) ist die größte und bedeutendste intern. Schriftstellervereinigung mit Sitz in London und nationalen Zentren in fast allen Ländern der Erde (1990: 104 Zentren). Ihr Verwaltungssitz ist London. PEN wurde 1921 von der engl. Schriftstellerin Catherine Amy Dawson Scott (1865 — 1934) gegründet. Seine Mitglieder werden von den Mitgliedern der nationalen Zentren gewählt. Der PEN hat sich die Zusammenarbeit der Schriftsteller der Meinungsfreiheit und die Unterstützung politisch verfolgter Autoren …

Bellori, Giovanni Pietro

(50 words)

Author(s): G. Pflug
*ca. 1615 in Rom, † 1696 ebd., Bibliothekar der Königin Christine von Schweden. VerfaBte Künstlerbiographien, die meist auf persönlicher Bekanntschaft mit den Künstlern beruhen. «Le vite de'pittori, scultori ed architetti moderni». Bd. 1. Rom 1672. «Le vite inedite». Hrsg. von M. Piacentini. Rom 1942. G. Pflug

Corsten, Hermann

(121 words)

Author(s): G. Pflug
*18. 7. 1889 in Geilenkirchen, † 23. 7. 1968 in Köln, dt. Bibliothekar, seit 1933 Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Er hat die drei Bibliotheken, die nach der Gründung der Univ. zu Köln zur UStB zusammengefugt wurden, zu einer einheitlichen Bibliothek weiterentwickelt. C. begründete 1947 in Köln den Zentralkatalog des Landes Nordrhein-Westfalen, 1949 das Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Bibliograph Verfasser einer Bibliographie von Firmenschriften …

Usus scribendi

(97 words)

Author(s): G. Pflug
Seit dem 17. Jh. wird – bei fehlender Festlegung der Rechtschreibung – der allg. Schreibgebrauch als U. bezeichnet. 1789 hat der Bibelforscher Johann Jacob Griesbach in seinem «Commentarius criticus in textum graecum Novi Testamenti» mit U. das von ihm entwickelte Prinzip bezeichnet, aus den Stilelementen eines unterschiedlich überlieferten Textes die urspr. Lesart abzuleiten und dadurch spätere Konjekture zu erkennen. Er wurde seitdem zu einer wichtigen Methode der Textkritik. G. Pflug Bibliography Zedler, J. H.: Großes vollst. Universal-Lexicon. Bd. 51. Leipzig 174…

Beilstein, Friedrich Konrad

(67 words)

Author(s): G. Pflug
* 5.2. 1838 in St. Petersburg, †5. 10. 1906 ebd. Chemiker und mit seinem Handbuch der organischen Chemie einer der Begründer der naturwissenschaftlichen Literaturdokumentation. Das Handbuch wird heute durch das Beilstein-Institut in Frankfurt fortgesetzt. Es ist neben dem Handbuch der anorganischen Chemie von Leopold Gmelin ein Standardwerk der Fachdokumentation auf dem Gebiet der Chemie. G. Pflug Bibliography Richter, F.: 75 Jahre Beilstein-Handbuch. Berlin 1957.

Schrifttum

(80 words)

Author(s): G. Pflug
Im umfassenden Sinn werden unter S. alle Formen von geschriebenen oder gedr. Texten verstanden. Meist wird der Begriff jedoch auf die gedr. Lit. eingeschränkt gebraucht, auch dann jedoch in einem umfassenden Sinn. Vor allem in Bibliographien tritt S. auch als Titelbegriff auf, z. B. A. Kühne: Bibliographie des Schrifttums des 16. Jh.s (München 1995). G. Pflug Bibliography Grimm, J. und W.: Dt. Wörterbuch. Bd. 9. Leipzig 1899, Sp. 1799 Wahrig, G.: Dt. Wörterbuch. Bd. 5. Wiesbaden 1983, S. 642.

Matrixdrucker

(77 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Mosaik– oder Rasterdrucker), ein in der elektronischen Datenverarbeitung eingesetzter Druckertyp, der nicht mite inem fest vorgegebenen Zeichenvorrat druckt, sondern die Zeichen während des Druckvorgangs aus Rasterpunkten zusammensetzt. Die Scharfe und Genauigkeit der Zeichen hängt von der Zahl der Bildpunkte ab, die das jeweilige Gerat pro Flächeneinheit erzeugt. Ein Vorteil der M. ist ihre Graphikfähigkeit. Zur Gruppe der M. gehören die Nadel–, Laser und Tintenstrahldrucker. Ink–Jet—Verfahren G. Pflug Bibliography Ockenfelds, R.: Das große M.–Buch. Düsseld…

Isagoge

(243 words)

Author(s): G. Pflug
(von griech. είσάϒειν = hinführen) bezeichnet eine Einführungsschrift in die Philosophie, eine Wissenschaft oder praktische Tätigkeit; ist im engeren, ursprünglichen Sinn erste Einführung in einen mehrstufigen Lehrplan; in der Spätantike ein kurzes Lehrbuch, das einzelne Disziplinen der artes liberales in stark gedrängter Form für Laien zusammenfaßte (z. B. die «Eisagoge harmonike» des Kleoneides). Der Begriff ist nur schwer gegen andere Bezeichnungen wie Enchiridion, Stoichia imGriech., Institutio, Regulae, Instructio im Lat. abzugrenzen. I. wurde zuerst wohl von …

Metasprache

(237 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine Sprache, in der im Gegensatz zu den Objekt- oder Umgangssprachen, in denen Aussagen über Gegenstände formuliert werden, Aussagen über die die Gegenstände repräsentierenden Begriffe oder die Struktur dieser Aussagen gemacht werden. Beispiel: Objektsprache: «Berlin ist eine große Stadt»; oder: «2 + 2 = 4»; M.: «Berlin hat sechs Buchstaben»; oder «2 + 2 = 4 ist eine algebraische Aussage». Die M. ist urspr. im Rahmen der theoretischen Logik entstanden und WLirde von der Linguistik zur Beschreibung von Sprachstrukturen übernommen. Einen wesentlichen I…

Merchandising

(147 words)

Author(s): G. Pflug
ist der Fachbegriff für die Übernahme von Themen und Personen aus audiovisuellen rzeugnissen (Film und Fernsehen) durch andere Branchen. Neben der Werbewirtschaft, die einzelne Themen oder Personen aus erfolgreichen Produktionen zur Produktwerbung verwendet, sind es vor allem Verlage, die derartige Lizenzen erwerben, um audiovisuelle Darstellungen in Buchform zu übertragen. Da Kino– oder Fernsehfilme oft nach literarischen Vorlagen angefertigt wurden, erfolgt in vielen Fällen beim M. eine Rücküb…

Interpretation

(481 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. interpretatio = Erklärung, Auslegung, Deutung) ist die verstehende Erklärung eines Textes, wobei sich verschiedene Techniken für lit., theologische und juristische Texte entwickelt haben. In weiterem Sinne werden auch andere geistige Schöpfungen interpretiert (z. B. musikalische Werke oder solche der bildenden Kunst). Weiterhin gibt es eine I. menschlicher Handlungen (Psychologie) und von Philosophemen (Philosophische Hermeneutik). Schließlich wird der Begriff auch von der mathematischen L…

Mäzenatentum

(290 words)

Author(s): G. Pflug
Mit M. wird jede Form uneigennütziger Kunst- und Kulturforderung im weitesten Sinne verstanden. Der Begriff geht auf С. Maecenas zurück. Im antiken Rom war die Unterstützung der Dichter durch Mäzene die übliche Form ihrer finanziellen Lebenssicherung, da bei fehlendem Urheberrechtsschutz die Veröff. eines Werks nur wenig einbrachte. Mit der Ausbreitung des Christentums fand diese Form ein Ende, lebte jedoch im HochMA wieder auf, nachdem sich die Dichtung von der kirchlichen Bindung löste. Das M.…

Daudin (Daugin und Dangin), Jean

(229 words)

Author(s): G. Pflug
franz. Übers, des 14. Jh.s, Kanonikus an der Sainte-Chapelle in Paris, übersetzte um 1375 im Auftrag König Karls V. Petrarcas «De remediis utriusque fortunae» ins Franz. Vorher hatte er schon «De eruditione puerorum nobilium» von Vinzenz von Beauvais übersetzt. Dieser Text hat sich jedoch nicht erhalten. Von der Petrarca-Übersetzung existieren noch fünf Hss. aus dem 15. und 16. Jh., von denen jedoch drei Nicolaus von Oresme als Übers, angeben, eine offensichtlich spätere Unterstellung. Auch der …

Overhead-Projektor

(108 words)

Author(s): G. Pflug
ein Gerät zur Bild– oder Schriftübermittlung bei Reden und Vorträgen. Er arbeitet mit transparenten Kunststoffolien, auf die das Bild oder der Text gezeichnet, geschrieben oder kopiert wird, und die auf eine horizontale, von unten beleuchtete Glasfläche zur Projektion aufgelegt werden. Gegenüber anderen Projektionsverfahren, die in Verbindung mit Vorträgen verwandt werden (Dia- oder Episkopie), kann bei der Overheadprojektion der Text auf der Folie während des Vortrags erzeugt, geändert oder ergänzt werden, indem der Vortragende zusät…

LIBEX

(60 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein Büro für den intern. Austausch von Bibliothekaren. Es wurde 1983 von der Library Association und ihrer International and Comparative Librarianship Group gegründet und vermittelt den individuellen Austausch von Bibliothekaren in alle Länder der Erde, indem die an einem Austausch interessierten Partner zusammengebracht werden. Die Zentrale befindet sich im College of Librarianship in Aberystwyth (Wales). G. Pflug

Teppichseiten

(57 words)

Author(s): G. Pflug
In irischen Bibelhss. aus dem 7. Jh. treten zu Beginn und gewöhnlich auch vor jedem Evangelium ganzseitige textlose Zierseiten auf, die als Bild allen-falls ein Kreuz aufweisen. Typische Beispiele finden sich im Book of Durrow und im Book of Lindisfarne. G. Pflug Bibliography Nordenfalk, C.: Insulare Buchmalerei. München 1977 Jakobi-Mirwald, C.: Das ma. Buch. Stuttgart 2004.

Verschriftlichung

(148 words)

Author(s): G. Pflug †
ist die schriftliche Fixierung eines über längere Zeit mündlich überlieferten Textes. Im Prozeß des Übergangs von der lit. Oralität zur Literalität (Literalität-Oralität) stellt die V. einen wesentlichen kulturellen Abschnitt dar. Dieser Wandel setzt natürlich eine Verschriftung voraus, dehnt jedoch die Schrift über den Verwaltungsgebrauch hinaus auf die lit. Produktion aus. Typisches Beispiel ist die V. der homerischen Texte zwischen dem 6. und dem 4. Jh. v. Christus. Im MA ist es vor allem die…

Typologie der Schrift

(239 words)

Author(s): G. Pflug
Die Schriftlinguistik als Wissenschaft von der T. teilt die Schriften in zwei große Klassen ein, die logographischen und die phonographischen Schriften. Diese Einteilung entspricht der Doppelnatur der Sprache, einerseits einen sinnlichen wahrnehmbaren Gegenstand oder Sachverhalt zu repräsentieren, zum anderen dies in einen akustischen Vorgang umzusetzen. Wegen der Arbitrarität der Sprachen können beide Aspekte nicht in einer Schrift realisiert werden. Daher schließen sich die beiden Klassen im G…

Index bibliographicus

(246 words)

Author(s): G. Pflug
Im März 1923 beschloß die Unterkommission Bibliographie der zum Völkerbund gehörenden Commission internationale de Cooperation intellectuelle auf Anregung des Institut international de bibliographie, unter dem Titel I.b. ein intern. Repertorium der laufenden bibliographischen Quellen herauszugeben und beauftragte den Direktor der Schweizerischen Landesbibliothek, M. Godet, mit der Erstellung. Es wurden 56 NB um Mitarbeit gebeten, 34 lieferten Titel aus ihrer Region. Aufgenommen wurden laufende p…

Kontamination

(69 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. contaminatio Befleckung, Verderbnis) bezeichnet 1. in der Lit. die Vereinigung verschiedener Werke zu einem neuen Werk oder die Einfügung von Teilen eines alten Werkes in ein neues. Älteste Beispiele liefern die Komödien von Plautus und Terenz, die Teile griech. Komödien enthalten, 2. in der Textkritik das Zusammentragen eines Textes aus verschiedenen Überlieferungen, wobei die Abweichungen der einzelnen Quellen in einem sogenannten Apparat festgehalten werden. G. Pflug

Filelfo, Francesco

(113 words)

Author(s): G. Pflug
(Franciscus Philelphus), * 2S. 7. 1398 in Tolentino, t 31. 7. 1481 in Florenz, ital. Humanist. F. brachte von einem Aufenthalt in Konstantinopel (1420-1427) nicht nur gute griech. Sprachkenntnisse, sondern auch Hss. von mehr als 40 klassischen griech. Schriftstellern mit und begründete damit die Kenntnis der klassisch-griech. Lit. in der Renaissance. Ein Teil dieser Werke übersetzte er ins Lat. Seine Bibl. wurde von Lorenzo de Medici erworben und der Biblioteca Mediceo Laurenziana eingeftigt. Filete. G. Pflug Bibliography Rosmini, C. DE: Vita di F. Filelfo. 3 Bde. Mailand 1808 Cald…

Moses

(277 words)

Author(s): G. Pflug
In hellenistisch–jüdischen Kreisen entstand wahrscheinlich schon im 2. Jh. v. Chr. die These, daß M. der Erfinder der Buchstabenschrift sei. Eusebios von Caesarea (Praepar. evangel. 9, 261) und Clemens Alexandrinus (Stromat. 23, 153) zitieren einen nicht näher bekannten jüdischen Autor Eupolemos, der eine Jüdische Gesch. verf. hat, in der von M. berichtet wird, daß er den Juden die Buchstaben übermittelt habe, von wo sie auf die Phönizier und Griechen übergegangen seien. Alexander Polyhistor nen…

Schreibung

(90 words)

Author(s): G. Pflug
ist in der Schriftgeschichte die Bezeichnung für eine Schriftstufe, auf der eine Sprache zwar eine schriftliche Darstellung besitzt, die jedoch noch nicht durch Regeln normiert ist. Ihr fehlen alle Festlegungen, die zu einer Rechtschreibung erforderlich sind. Die europäischen Sprachen des MA besaßen alle nur eine S., erst seit dem 16. Jh. fand in einem langen Prozeß der Übergang von der S. zur Rechtschreibung statt. G. Pflug Bibliography Glücks, H.: Schrift und Schriftlichkeit. Stuttgart 1987 Gün-ther, H.: Schriftliche Sprache. Tübingen 1988 Wiesinger, P.:S. und Aussprache i…

Selbstzitat

(209 words)

Author(s): G. Pflug
Mit S. wird in der Regel die erneute Verwendung einer lit. Äußerung eines Autors in einem seiner Werke bezeichnet (Selbstplagiat). In einem engeren Sinn stellt das S. eine persönliche Äußerung eines Autors dar, die in ihrer sprachlichen Formulierung einem seiner Werke entnommen wurde. Die älteste Form des S.s wird auf Homer zurückgeführt, der in der «Odyssee» ca. 2 Tsd. Verse aus der «Ilias» übernommen hat. Diese Tatsache führte im 19. Jh. zur sog. Homerischen Frage, welche die gemeinsame Autorschaft dieser beiden Werke in Frage stellte. Vor allem die Autoren der goldenen Latini…

Okkulte Schriften

(868 words)

Author(s): G. Pflug
von lat. occultus = verborgen, geheim). Der Okkultismus ist eine in der ersten Hälfte des 19. Jh.s vor allem in Frankreich entstandene Bewegung, welche die geheimen Kräfte der Natur, die mit den Methoden der exakten Wissenschaften nicht faßbar sind, erkennen und für den Menschen nutzbar machen will. Dabei greift er auf ältere Traditionen zurück und beruft sich - mit oft unzureichenden Ableitungen - auf die esoterische und hermetische Literatur der Antike (Esoterische Bücher, Hermeneutische Schri…

Onomasiologie

(178 words)

Author(s): G. Pflug
(griech. όΰoμα Namen) und Be zeichnungslehre, Semasiologie (griech. όημείοΰ Zeichen) als Bedeutungslehre sind zwei eng zusammenwirkende Teilbereiche der Z Semiotik. Sie untersuchen innerhalb der Semantik die Bedeutungszusammenhänge von Wörtern und ermitteln dabei ihre verschiedenen sachlichen Beziehungen. Dabei geht die O. von den bezeichneten Gegenständen aus und ermittelt die dazu gehörenden Wortfelder, während die Semiotik den umgekehrten Weg einschlägt und von den Wörtern ausgeht, zu denen sie über Oberbegriffe die sachlichen …

Semogramme

(122 words)

Author(s): G. Pflug
sind Schriftzeichen, die zur Wiedergabe eines Wortes auf bildliche Darstellungen zurückgreifen. Diese Form findet sich in zahlreichen frühen Schriften und wurde wohl unabhängig voneinander entwickelt. So gibt z. B. das Altägyptische das Wort «Sonne» – aber auch «Tag» – mit dem Zeichen der Sonnenscheibe (ʘ) wieder. In der Indusschrift wie in der Schrift der Osterinseln wird die stilisierte Darstellung eines Menschen zur Be- zeichnung einer Silbe verwandt. Auch in einigen India-nerschriften (z. B.…

Calepinus, Ambrosius

(234 words)

Author(s): G. Pflug
Ambrogio – urspr. Giacomo –Conte da Calepio (auch Caleppio), nach älteren Angaben 1435 oder 1436, nach neueren 1440 in Calepio bei Bergamo, ✝ 30. 11. 1510 oder 1511 in Bergamo, Augustinermönch. C. ist einer der frühesten Lexikographen der Neuzeit, Verf. eines «Dictionarium interpretamente», das im 16. und 17. Jh. in ganz Europa weite Verbreitung fand. Zuerst 1502 bei D. Bertocchi in Reggio Emilia erschienen, erlebte es bis 1779 mehr als 200 Ausgaben durch zahlreiche Bearbeiter, unter denen sich …

Catalogue of Scientific Papers 1800—1900

(121 words)

Author(s): G. Pflug
Von der Royal Society of London hrsg. Bibliographie unselbständiger naturwiss.–technischer Lit. des 19. Jh.s in 19 Bdn. (London 1867—1925) und drei Reg. Bdn. (Cambridge 1908 — 1914); alphabetisch nach Verf. in vier chronologisch aufeinander folgenden Reihen geordnet und sachlich durch ein Reg. (subject index) erschlossen. Er wurde bis 1920 durch den International Catalogue of Scientific Literature 1901 —1914 weitergeführt (14 Bde. 1902—1920), der das Titelmaterial in 17 fachliche Abteilungen gli…

Vorlesungsverzeichnis

(179 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine Veröffentlichung, in der eine Hochschule für ein Semester oder ein Studienjahr die an ihr gehaltenen Vorlesungen, Seminare und sonstigen Veranstaltungen bekannt gibt. Gewöhnlich enthält das V. auch eine Übersicht über die Fakultäten, Fachbereiche, Institute und sonstige Einrichtungen (z. B. die Bibl.) der Hochschule. An den dt. Hochschulen reichen die V. bis ins 17. Jh. zurück. Noch zu Beginn des 19. Jh.s ersch. sie in lat. Sprache als «Indices lectionum». Die ältesten erhaltenen V. stammen aus Heidelberg (1655) und aus Ingolstadt…

British Council

(200 words)

Author(s): G. Pflug
1934 von Großbritannien mit dem Ziel gegründet, im Ausland Kenntnisse der engl. Sprache und Kultur zu vermitteln und die kulturellen Beziehungen mit anderen Ländern zu vertiefen. Das B. C. lädt Ausländer zu Studienaufenthalten nach Großbritannien ein und unterhält in zahlreichen Ländern Institute, denen auch eine Bibl. angegliedert ist. Entsprechend den Bedürfnissen der einzelnen Institute sind die Bibl.en im Umfang unterschiedlich. Sie reichen von kleinen Sammlungen allgemeiner Informationswerk…

Verband Deutscher Schriftsteller (VS)

(119 words)

Author(s): G. Pflug
ist ein 1969 in Köln gegr. Zusammenschluß von Schriftstellern in der BRDeutschland zur Wahrung ihrer Standes- und Berufsinteressen. Er ist der Nachfolger der «Bundesvereinigung dt. Schriftstellerverbände e. V.» (BDS). Der Sitz der Verwaltung ist Stuttgart. 1974 trat der V. der Gewerkschaft «Medien, Druck und Papier» bei, die 1991 in die Gewerkschaft «Ver.di» aufging. Gegen diesen gewerkschaftli-chen Kurs gründeten einige Autoren 1973 den «Freien dt. Autorenverband» (F. D. A.), dem jedoch nur ein…

Stemma

(211 words)

Author(s): G. Pflug
(lat. = Stammbaum von griech. στέμμα). 1. Philologie In der Textkritik ist die Stemmatologie das Forschungsfeld, das die überlieferten Hss. in eine historische Ordnung von Abhängigkeiten zu bringen versucht. Dabei werden die einzelnen Hss. aufgrund ihrer Eigenheiten, z. B. Textvarianten, Schreib- und Trennungsfehler, in eine stammbaumartige Ordnung gebracht, mit dem Versuch, einen Archetypus als Beleg für die älteste Überlieferung zu ermitteln und die anderen Hss. in eine direkte oder indirekte Ordnung zu ihm zu bringen. Dabei ergibt sich ein Schema der Art a). Bibliography Maa…

Reismüller, Georg

(120 words)

Author(s): G. Pflug
* 11.5.1882 in Ingolstadt, 12. 5. 1936 in Günzburg, Bibliothekar. Nach einem Studium der klassischen und der neueren Philologie war R. 1907 — 1921 in der SB München tätig. 1921 wurde er der erste Direktor der neugegründeten Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer, deren Aufbau er bis 1929 leitete, worüber er in ZfB (39. 1922 und 44. 1927) berichtete. Anschließend wurde er als Generaldirektor an die SB München berufen. Zu seinen Verdiensten gehört, daß er gegen erheblichen Widerstand die bayrischen Bibl.en an den Deutschen Gesamtkatalog anschloß. G. Pflug Bibliography Habermann / Klem…

Tusche

(138 words)

Author(s): G. Pflug
(von franz. toucher = berühren, Farbe auflegen), ist eine seit dem 17. Jh. in Deutschland bezeugte Bezeichnung für eine wäßrige Lasurfarbe, die zum Zeichnen oder für Kunstschriften verwandt wird. Bis ins frühe 19. Jh. wurde sie – vor allem auf Reisen – wegen ihrer Konsistenz auch an Stelle von Tinte zum Schreiben verwandt. T. besteht aus Pigmentaufschwemmungen oder Farbstofflösungen, die mit Bindemitteln eingedickt sind und bei Gebrauch durch Wasser flüssig gemacht werden. Die älteste bekannte T. ist die chinesische Tusche. Sie besteht aus Lampenruß. Heute wird schw…

Arbeitsgemeinschaft Fachinformation (AFI)

(65 words)

Author(s): G. Pflug
1985 in Frankfurt gegründete Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel, die «Wissenschaft, Forschung und Bildung im Bereich der Fachinformation» zu fordern und die öffent-lichkeit über «Wert von und Zugang zu Fachinformation für jedermann» aufzuklären. Mitglieder sind Personen und Institutionen aus dem Verlags-, Bibliotheks- und Dokumentationsbereich. Im Vordergrund des Interesses stehen Fragen der automatisierten Datenspeicherung und -Übermittlung sowie die Entwicklung neuer Medien. G. Pflug

Ficino, Marsilio

(112 words)

Author(s): G. Pflug
* 19. 10. 1433 in Figline, † 1. 10. 1499 in Carregi, ital. Arzt, Humanist und Philosoph, Mitglied der mediceischen Akademie in Florenz. Er begründete als Plato-Übers. und -Kommentator die Platonrezeption der Renaissance. Seine Interpretation ist stark von neu platonischem, mystisch-christlichem und okkultem Gedankengut durchsetzt. Seine Übers. bilden die Grundlage ftir die erste Platon-Ausg. (Aldus Manutius und Marcus Musurus, 2 Bde. Venedig 1513), die der Interpretation F. s entsprechend zahlreiche neuplatonische Werke in das platonische Opus einbezieht. G. Pflug Bibliogr…

Journal of Documentation

(111 words)

Author(s): G. Pflug
ist eine 1945 von Theodore Besterman gegründet Zs. mit viertelj. Erscheinungsweise, die von der «Association of Special Libraries» (ASLIB) getragen und von einem unabhängigen Editorial Board geleitet wird. Die Interessengebiete reichen von der Bibliographie über die Klassifikation, das Abstracting und Indexieren bis zu technischen Fragen der Fotoreproduktion und der elektronischen Datenverarbeitung. Bis zum Jahr 1969 besaß die Zs. eine eigene Sektion, die Zusammenfassungen von einschlägigen Beit…

Anagramm

(64 words)

Author(s): G. Pflug
griech. άναγράφειν umschreiben, Umstellung von Buchstaben eines Wortesoder einer Wortfolge zu einem neuen Sinn. Es wird auf Lykophron von Kolchis (3. Jh. v. Chr.) zurückgefiihrt. Seit dem Hellenismus vor allem bei mystischen Geheimschriften verwendet. In Spätantike und Mittelalter stark verbreitet. Seit dem Barock beliebt als Wortspiel, auch zur Bildung von Pseudonymen benutzt (Voltaire). Sonderformen sind das Palindrom und der Schüttelreim. G. Pflug

Portfolio

(258 words)

Author(s): G. Pflug
engl. Wortbildung aus dem ital. portafoglio und dem franz. portefeuille zur Bezeichnung einer Mappe, die lose Bl. zusammenfaßt. Dabei werden folgende Bedeutungen unterschieden: 1. P. dient zur Bezeichnung einer Mappe für Zeichnungen oder Graphiken eines Künstlers. In diesem Sinn wurde P. 1722 von Jonathan Richardson in bezug auf Entwürfe von Raffael gebraucht («An Account of some of the Statues, bas–reliefs, drawings, and pictures in Italy» London). Dies ist der erste nachweisbare Wortgebrauch. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jh.s werden bes. Slg. von Photographien …

Systematische Aufstellung

(811 words)

Author(s): G. Pflug
Eine nach inhaltlichen Zusammenhängen ihrer Buchbestände geordnete Bibl. ermöglicht es ihren Nutzern, die für ein sie interessierendes Thema vorhandene Lit. an einer von ihnen vorab bestimmbaren Stelle in den Regalen zu finden. Daher ist die Buchaufstellung nach einer sog. Systematik die Grundform der Ordnung für eine Bibliothek. Vor allem seit der Entwicklung der großen Saalbibliothek im Ba-rock mit ihren ständig wachsenden Buchbeständen hat die Frage nach einer übersichtlichen Ordnung zunehmen…

Vierkanal-Rechtschreiben

(73 words)

Author(s): G. Pflug †
ist eine Unterrichtsmethode des orthographisch einwandfreien Schreibenlernens, die den üblichen Hilfsmitteln des Akustischen (Vorsprechen), des Optischen (Wortbild) und des Mechanischen (Hand- und Armbewegung) die Analogie durch entsprechende Sätze oder Verse hinzufügt, die einen leichteren orthographischen Vergleich ermöglichen. Diese Methode soll vor allem die Legasthenie bei Schülern verringern. G. Pflug † Bibliography Sennlaub, G.: Vierkanal-Rechtschreiben. In: Legasthenie gibt es nicht ... Was nun? Hrsg. von G. Spitta. Kronberg / T. 1977, S. 143–161.

Barbin, claude

(110 words)

Author(s): G. pflug
* um 1629 in Paris, †zwischen 1698 und 1703 in Paris, franz. Verleger, der seit den 60er Jahren des 17. Jh.s Werke der bedeutenden Schriftsteller seiner Zeit verlegte, u.a. Boileau, La Fontaine, La Rochefoucauld, Molière, Perrault und Racine. Er gab die lit. Zs. «Mercure galant» heraus, die von 1672 bis 1832 unter wechselnden Titeln erschien. Die von ihm verlegte Anthologie «Recueil des plus belles pièces des poètes françois tant anciens que modernes avec l'histoire de leur vie» (Paris 1692) ist die erste Sammlung, welche die franz. Dichtung des MA berücksichtigt. G. pflug Bibliography…

Threnodie

(60 words)

Author(s): G. Pflug
(von griech. θρῆνoς = Wehklage) ist eine Lit.form, die Simonides im 6. Jh. v. Chr. geschaffen hat und später als Epikedeios (griech. επικήδειoς = Trauergedicht) vor allem von Pindar gepflegt wurde. Schließlich ging sie auch als Kommos (κoμμός = Trauerklage) in die griech. Tragödie ein. G. Pflug Bibliography Reiner, E.: Die rituelle Totenklage der Griechen. Stuttgart / Berlin 1938

Schreibwaage

(130 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Schriftwaage) ist ein Gerät zur Aufzeichnung des Schreibdrucks und der Messung der Schreibgeschwindigkeit von Buchstaben, Silben und Wörtern. Sie wurde 1892 von dem Psychiater Emil Kraepelin zur Diagnose von Störungen der Feinmotorik sowie zur Unterscheidung von Persönlichkeitstypen nach der Theorie von Wilhelm Wundt entwickelt. In ihrer urspr. Form wurde der Schreibvorgang auf einer festen Unterlage mechanisch gemessen. Im 20. Jh. erfuhr sie mehrere technische Weiterentwicklungen, u. a. d…

T-Fonts

(84 words)

Author(s): G. Pflug
Ende der 1980er Jahre hat die amer. Firma ADOBE Systems Inc. ein Font-Format für die Schriftdigitalisierung auf Computern unter dem Namen Type-3-Format veröffentlicht, für das sie von zahlreichen konventionellen Schriftherstellern – z. B. von Linotype oder Berthold – Schriften aufkaufte. 1990 erweiterte sie es zum Type-1-Format. Ihr folgten die Firmen Apple und Microsoft gemeinsam mit dem True-Type-Format, das heute die weiteste Verbreitung ausweist. Schriftfont G. Pflug Bibliography Karow, P.: Font Technology. Berlin usw. 1994 Walk, H.: Lexikon Electronic Publishing. …

Bibliothèques centrales de prêt (BCP)

(57 words)

Author(s): G. Pflug
in Frankreichmit Ordonance vom 2. November 1945 geschaffene Fachstellen auf Départementsebene, die ländliche Regionen und kleine Kommunen mit Lit. versorgen sollen. Sie fördern die Entwicklung von Bibl.en in ihrem Département mit staatlichen Zuschüssen, besitzen jedoch auch selbst Buchbestände, die sie über Bücherbusse und als Ergänzungsbestände zu den Gemeindebüchereien ausleihen. G. Pflug

Fernschreiber

(209 words)

Author(s): G. Pflug
(auch Telexgeräte, Teleprinter) sind «druckende» Endgeräte, die neben dem Empfangsteil in der Regel auch einen Sendeteil mit schreibmaschinenartigen Tastaturen enthalten, bestimmt zur drucktelegraphischen Übermittlung von schriftlichen Nachrichten. Sie sind an ein weltweit verbreitetes Telexnetz angeschlossen (1,5 Mio. Teilnehmer), das als erstes Netz digital arbeitet, d.h., mit binär codierten Signalen. Da der Telexdienst 1933 eingefuhrt wurde, sind die Übertragungsgeschwindigkeiten gering (50 …
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