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Your search for 'dc_creator:( "H. Bansa" ) OR dc_contributor:( "H. Bansa" )' returned 212 results. Modify search

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Archivmappenkarton

(46 words)

Author(s): H. Bansa
auch Autographenkarton. Karton mit einem Flächengewicht zwischen 200 und 400 g, aus hochwertigem Faserstoff im neutralen Bereich ohne den Einsatz von Alaun hergestellt und deshalb widerstandsfähig gegen die Alterung. A. eignet sich zum Schutz und für Mappen zur Aufbewahrung wertvoller einzelner Blätter. H. Bansa

Bagasse

(65 words)

Author(s): H. Bansa
die ausgepreßten Stengel des Zuckerrohrs, Nebenprodukt bei der Zuckerfabrikation. Seit Ende 19. Jh. und heute zunehmend wichtiger Rohstoff für die Zellstoffgewinnung. Auch mechanisch aufgeschlossene B. wird für die Herstellung von (Zeitungs-) Papier eingesetzt. Die Qualität (Festigkeit) des Zellstoffs aus B. und des daraus hergestellten Papiers hängt weitgehend vom Grad der Entfernung des Zuckerrohrmarks ab, das sich aus kleinen, nichtfaserformigen Bestandteilen zu-sammensetzt. H. Bansa

Arabisches Papier

(191 words)

Author(s): H. Bansa
Papier aus dem islamischen Kulturkreis des Mittelalters. Die Kenntnis des Papiermachens kam dorthin im Zusammenhang mit den Kontakten zwischen dem kurzzeitig weit nach Westen vorstoßenden chinesischen Weltreich der T'ang-Dynastie und dem sich nach Zentralasien ausbreitenden Islam; jüngere islamische Geschichtsschreiber sprechen von chinesischen Kriegsgefangenen als den ersten Papiermachern in Samarkand: Schlacht am Talas 751; die ältesten erhaltenen a. P.e sind nur wenig jünger. Bis zum Ende des…

Ausbleichen

(51 words)

Author(s): H. Bansa
optische Veränderung von Farben unter der Einwirkung von Licht und Chemikalien. Farbstoffe neigen generell stärker zum A. als Pigmente. Bindemittel in Farbe und Tinte bieten einen gewissen Schutz. Am stärksten vom A. bedroht sind moderne Farbstofftinten und Farbphotographien, während Druckerschwärze aus Ruß und Bindemittel völlig unempfindlich ist. H. Bansa

Barrow, William James

(177 words)

Author(s): H. Bansa
* 11. 12. 1904 in Brunswick County, 25. 8. 1967 in Richmond (Virginia), Restaurator sowie Forscher und Techniker auf dem Gebiet der Konservierung und Restaurierung von Papier. Ausgebildet als Chemiker und Buchbinder, richtete er 1932 an der Virginia State Library in Richmond ein wirtschaftlich selbständiges Restaurier- und Forschungslabor ein, das dort heute noch unter dem Namen W. J. Barrow Restoration Shop, Inc. besteht. Auf der Suche nach den Ursachen des Zerfalls von Papier beim Altern, dem …

Alpha-Cellulose

(29 words)

Author(s): H. Bansa
hochpolymere, langkettige Cellulose, definiert durch die Unlöslichkeit in Alkalien bestimmter hoher Konzentration nach einem speziellen Verfahren. Kurzkettige Cellulose und Hemicellulosen sind in diesen Alkalien löslich. H. Bansa

Äthylacetat

(38 words)

Author(s): H. Bansa
Korrekter Name für Essigester. Farblose Flüssigkeit von obstartigem Geruch. Wie Isopropanol gutes Lösungsmittel z. B. für Haftkleber auf elbstklebebänder (Tesa-Film, Scotch-tape), wobei aber zu beachten ist, daß diese selbst in A. löslich sein können. H. Bansa

Absolut trocken

(39 words)

Author(s): H. Bansa
(atro). Theoretischer, meBtechnisch nicht exakt erfaGbarer Zustand eines vollig wasserfrei gedachten Papiers oder Zell- bzw. Holzstoffs. Heute er-setzt durch ofentrocken. Gegensatz Z lufttrocken (lu-tro). Das atro-Gewicht von Papier betragt 88 - 90% seines lutro-Gewichts. H. Bansa

Aquarellpapier

(45 words)

Author(s): H. Bansa
und Aquarellkarton. Holzfreies Zeichenpapier mit gekörnter Oberfläche (nach Typ verschieden), die bei Bemalen mit Wasserfarbe deren Leuchtkraft zur Geltung bringt. A. hat außerdem eine starke Leimung, die ein Abwaschen und ein Verfließen der Farben je nach der Absicht des Künstlers erlaubt. H. Bansa

Bariumhydroxid

(50 words)

Author(s): H. Bansa
Chemikalie zur nichtwäßrigen Neutralisierung von Papier. Die bis zu 1%ige methanolische Lösung (19 Gramm des handelsüblichen Oktohydrats in 1 Liter Methanol) wird aufgesprüht oder -gestrichen. Nach Verdunsten des Lösungsmittels wird B. zu Bariumcarbonat, das im Papier eine ähnliche Wirkung hat wie die anderen Erdalkalicarbonate (Calcium, Magnesium). H. Bansa

Ausfallmuster

(23 words)

Author(s): H. Bansa
Ausfallbogen, -rolle, -Stapel. Ein für die Qualität eines angebotenen Papiers repräsentatives Stück, das dem Besteller zur Prüfung überlassen wird. H. Bansa

Antichlor

(29 words)

Author(s): H. Bansa
Reduktionsmittel zum Zerstören von Bleichmittelresten nach dem restauratorischen Bleichen von Papier. Meist wird Natriumthiosulfat verwendet, worunter deshalb auch A. im engeren Sinne zu verstehen ist. H. Bansa

Aufschluß

(77 words)

Author(s): H. Bansa
Gesamtheit der Arbeitsvorgänge, die nötig sind, um aus gewachsenen Rohstoffen, im engeren Sinn aus Holz, Stroh, usw., Fasern für die Papierherstellung zu gewinnen. Man unterscheidet zwischen mechanischen und chemischen Verfahren des A.s. Erstere zerkleinern den Rohstoff; Ergebnis: Holzschliff. Letztere separieren aus ihm die Cellulose und befreien sie von ihren Begleitstoffen; Ergebnis: Zellstoff. Die Arbeitsvorgänge, denen diese Faserstoffe dann noch unterworfen werden müssen, bevor aus ihnen Papier gemacht werden kann, bezeichnet man als Aufbereitung. H. Bansa

Aluminiumsulfat

(53 words)

Author(s): H. Bansa
im Sprachgebrauch des Papiermachers Alaun. Aluminiumsalz der Schwefelsäure, das sich mit stark saurer Reaktion in Wasser löst. Der pH-Wert der I%igen Lösung beträgt 3,4. Seit Erfindung der Harzleimung gilt Alaun als unentbehrlicher Hilfsstoff bei der Papierproduktion. Auf seinen Einsatz gehen in erster Linie die sauren pH-Werte moderner Papiere zurück. H. Bansa

Ausstattungspapier

(26 words)

Author(s): H. Bansa
und Ausstattungskarton. Ein an der Oberflache zum Erzielen einer asthetischen Wirkung gestaltetes holzfreies Schreibpapier, meist mit Prägung oder Pressung: Leinen, Hammerschlag usw. H. Bansa

Agar-Agar

(54 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Extrakt aus bestimmten Seetangen, bestehend aus verschiedenen, im einzelnen nicht definierbaren Polysacchariden, von denen einige. im Gegensatz zu der chemisch verwandten Stärke, nicht beständig sind. A. wurde seit dem 16. Jh. verschiedentlich als Leimung für Papier gebraucht. Es fördert seine Alterung und bewirkt eine starke, manchmal tiefbraune Vergilbung. H. Bansa

Ansetzen

(185 words)

Author(s): D. E. Petersen | H. Bansa
1. Beim Buchbinden heißt A. das Befestigen der Deckel an einem Buchblock. Das A. der Deckel bei mittelalterlichen Bdn. geschah, indem man die Hanfbünde durch das Holz zog und verpflockte. Man spricht von Anschnüren. Bei Franzbänden wird der Deckel in den tiefen Falz geschoben und mit den aufgefächerten Bünden verklebt. Bei Bänden mit flachem Falz wird der Deckel auf den Ansatzfalz geklebt. In beiden Fällen muß der Deckel den Höhenunterschied des abgepreßten Falzes ausgleichen. Die industrielle und So…

Alfa-Papier

(22 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Papier mit hohem Anteil von Alfa-Zellstoff, das sich vor allem durch Maßhaltigkeit, Weichheit und Elastizität auszeichnet. H. Bansa

Alfa-Zellstoff

(39 words)

Author(s): H. Bansa
Hochwertiger Halbstoff aus verschiedenen im westlichen Mittelmeerraum heimischen schilfähnlichen Steppengräsern: Alfa bzw. Haifa (algerisch), Esparto (spanisch). A. gehört zu den Stroh- Zellstoffen. Die Fasern zeichnen sich durch feine und gleichmäßige Struktur aus. Verwendung im Alfa-Papier. H. Bansa

Bariumsulfat

(72 words)

Author(s): H. Bansa
Schwerspat, Baryt, Blanc fixe. BaSO4. Füllstoff und Streichpigment für Papier. Das gemahlene Mineral wird nur (selten) als Füllstoff eingesetzt. Seine Hauptfunktion ist die Erhöhung des Flächengewichts (Dichte 4,5). Wichtiger ist das gefällte B., als Pigment in Malerfarben «Permanentweiß» (Blanc fixe) genannt, weil es im Gegensatz zum Bleiweiß nicht nachdunkelt. In der Papierindustrie als Füllstoff zur Erhöhung des Weißgrads und vor allem als Streichpigment für photographische Papiere( Barytpapier) verwendet. H. Bansa

Alterung von Papier

(220 words)

Author(s): H. Bansa
Gesamtheit der chemischen Vorgänge, welche die Eigenschaften von Papier, vor allem seine Festigkeit und seine Farbe (Vergilben) im Laufe der Zeit verändern. Der Ablauf der A. ist kompliziert und im einzelnen nicht aufgeklärt. Die wichtigsten Einzelvorgänge, die sich gegenseitig überlagern und beeinflussen, sind Oxidation, Hydrolyse und Vernetzung, wobei erstere am Anfang steht und in gewissem Sinn und Maß Voraussetzung für die letzteren ist. Wesentlich für die A. ist die Zusammensetzung des Papi…

Abhäsivpapier

(33 words)

Author(s): H. Bansa
Mit Öl, Wachs, Paraffin und heute meist mit Silicon beschichtetes Papier, auf dem Klebstoff nicht fest haftet, das aber, im Gegensatz zu Kunststoff-Folien, aufnahmefähig und durchlässig für Wasser ist. H. Bansa

Ammoniak

(33 words)

Author(s): H. Bansa
stark alkalisches, in Wasser lösliches Gas von unangenehm stechendem Geruch. A. wird in der Restaurierung zum Fleckenentfernen, Patinieren, ph-Wert-Einstellen usw. und in der Reprographie als Kupplungselement beim Diazoverfahren verwandt. H. Bansa

Altpapier

(41 words)

Author(s): H. Bansa
gebrauchtes oder als Abfall bei der Verarbeitung, auch beim Schneiden bereits in der Papierfabrik, erneut zur Herstellung zurückgeführtes Papier bzw. Pappe. Wichtiger Faser-Rohstoff für Graupappe und Packpapier, in neuerer Zeit auch für Schreib- und Druckpapier (Recycling-Papier, De-inking). H. Bansa

Antik-Papier

(34 words)

Author(s): H. Bansa
ein Vergé-Papier für den Druck, das in Anlehnung an alte, handgemachte Papiere gelblich oder leicht grau gefärbt oder das meliert ist. Als Rundsiebpapier kann A. auch ein echtes Wasserzeichen haben. H. Bansa

Roter Verfall

(159 words)

Author(s): H. Bansa
charakteristischer Schaden an Einbandledern etwa aus dem mittleren und späten 19. und dem frühen 20. Jh., der als Folge neuer Gerb- und Färbemethoden aus der damals stattfindenden Industrialisierung der Lederherstellung auftritt. Der entscheidende Faktor ist Schwefelsäure. Der R. ist die Folge von irreversiblen chemischen Abbauprozessen. Vorbeugende Maßnahmen (Einbringen von fettenden Substanzen mit einem Zusatz von Neutralisationsmitteln) sind, wenn überhaupt, nur wirksam, wenn diese Prozesse n…

Erdalkalicarbonat

(135 words)

Author(s): H. Bansa
in chemischer Definition das kohlensaure Salz eines Metalls aus der zweiten Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente, im Kontext von Buch und Papier von Calcium, Magnesium und auch Barium. E. reagiert mit allen Säuren; es zersetzt sich unter Entwicklung von Kohlendioxid und bindet dabei die Säure. Es ist also zur konservatorischen Neutralisation von Papier geeignet. Dem Erdalkali-Ion, vor allem Magnesium, wird auch anderweitige günstige Wirkung auf die Alterung von Papier zugeschrieben, näml…

Zellulose

(326 words)

Author(s): H. Bansa
(auch Cellulose), ein Kohlehydrat, d. h. aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehend, ist die in der Natur häufigste organische Substanz. Sie wird von den grünen Pflanzen, in geringem Umfang auch von Bakterien, aus Kohlendioxid und Wasser unter der Einwirkung des Sonnenlichts gebildet (Fotosynthese). Die chemische Formel ist (Csub:6Hsub:10Osub:5)n, wobei n die Anzahl der in der Klammer stehenden Einheit, den, wie der Chemiker sagt, Polymerisationsgrad (DP = Degree of Polymerisation) nennt. Er kann in voll entwickelten u…

Indikatorpapier

(127 words)

Author(s): H. Bansa
1. Der spezielle Fall eines Reagenzpapiers, das zum Anzeigen des pH-Wertes dient. I. ist getränkt mit bestimmten Farbstoffen (Lackmus, Phenolphthalein, Methyl- und Alizarinfarbstoffe), die in verschiedenen pH-Bereichen eine unterschiedliche Färbung haben. Kommt I. mit Wasser eines bestimmten pH in Berührung und saugt es auf, so nimmt der Farbstoff die für das vorliegende pH typische Färbung an. Die pH-Messung mit I. steht an Genauigkeit weit hinter der elektrometrischen zurück. 2. Der spezielle Fall eines mit Kreide, Bariumsulfat, Zinkweiß oder anderen Weißpigme…

Buchschutzfolie

(73 words)

Author(s): H. Bansa
warenkundliche Bezeichnung für Klarsichtfolien, die zur Herstellung von Umhüllungen zum Schutz von Büchern bestimmt sind. Ein aktueller Schutz vor Verschmutzung des Einbands dürfte mit allen unter diesem Namen angebotenen Folien erreicht werden. Für die Eignung zu Schutzhüllen für sehr langfristig aufzubewahrende Bücher mit dem Charakter einer Antiquität kommt es entscheidend auf den Kunststoff an, aus dem die Folie besteht. Das meistgebrauchte Weich- und Polyvinylchlorid (PVC) ist hierfür nicht geeignet. H. Bansa

Vorzugspapier

(27 words)

Author(s): H. Bansa
veralteter Ausdruck für ein qualitativ höherwertiges Papier, auf das für einen anspruchsvolleren Leser- bzw. Sammlerkreis ein (kleiner) Teil einer a Aufl. gedr. wurde. H. Bansa

Karton

(347 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 ein Werkstoff, der aus gleichem Material besteht, in gleicher Weise hergestellt ist wie Papier und Pappe und der im Flächengewicht bzw. in der Dicke zwischen diesen beiden steht. Leichte K.s, d. h. solche mit 150 bis 200 g/m 2 , werden auch Kartonpapier oder Halbkarton genannt. Über 600 g/m 2 spricht man besser von dünner Pappe. Neben diesem Kriterium der Dicke trifft für K. meist zu, daß er steifer ist als Papier, und fester, nämlich rill – und besser falzfähig als Pappe. Dies wir…

Streichen

(76 words)

Author(s): H. Bansa
Bei der Papierproduktion das Veredeln von Papier durch Aufbringen einer Masse, die aus Pigment und Bindemittel besteht, urspr. zum Erzielen einer glatten, geschlossenen und deshalb für den Druck mit einem feinen Raster (Autotypie) geeigneten Oberfläche, heute zunehmend auch zum anderweitigen Beeinflussen der Weiterverarbeitungs- und Gebrauchseigen- schaften oder einfach zum Einsparen von Faserrohstoff. Gestrichenes PapierKunstdruckpapier Streicheisen aus dem 16. Jh. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwallu…

Rundsiebmaschine

(228 words)

Author(s): H. Bansa
Die Industrialisierung der Papierherstellung durch die Erfindung der Langsiebmaschine 1798 durch Nicolas-Louis Robert brachte insofern eine grundsätzliche Abkehr von der herkömmlichen Herstellungsweise, als der Stoff jetzt nicht mehr mit einem Sieb aus der Bütte geschöpft, sondern aus einer Schlitzdüse auf das Sieb geschüttet wurde. Die wenig spä- – RUNEN ter an mehreren Orten entwickelte R. (später so gen. zur Unterscheidung von der Robertschen Erfindung, bei der ein endloses Sieb über Walzen l…

Maschinenglattes Papier

(42 words)

Author(s): H. Bansa
ist in DIN 6730 Nr. 249 definiert als eines, das nach der Blattbildung und Trocknung durch ein Glättwerk in der Papiermaschine gelaufen ist und dadurch beidseitig eine begrenzte, unter der des satinierten Papiers Hegende Glätte erhalten hat. H. Bansa

Naturkarton

(53 words)

Author(s): H. Bansa
entweder ein Karton mit unbehandelter Oberfläche (Gegennsatz: Chromo- und gestrichener karton) oder ein gegautschter, d. h. in seinen die Stärke ausmachenden Lagen im nassen Zustand zusammengepreßter, K., im Gegensatz zu aus mehreren (Duplex-, Triplex-) zusammengeklebtem. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1256

Papieranfasern

(309 words)

Author(s): H. Bansa
eine Technik der Papierrestaurierung zum Ergänzen fehlender Teile in einem Blatt und - bei mäßig fortgeschrittenem Schaden - auch zum Wiederherstellen der Festigkeit, die unter der Einwirkung biologischer (Schimmel) oder chemischer Faktoren (Z Alterung von Papier, Papierschäden) verlorengegangen ist. Das P. kann als ein Sonderfall der Z Papierherstellung (gerätunterstützt von Hand) verstanden werden. Die Blattbildung erfolgt unter Sog, auf einem ebenen Sieb, auf dem das geschädigte Papier liegt.…

Durchschlagpapier

(72 words)

Author(s): H. Bansa
ein Papier, das bestimmt ist als «Beschreibstoff» für Kopien, die in der Schreibmaschine bzw. im Drucker des extverarbeitungssystems hergestellt werden, sei es mit Hilfe von Durchschreibpapier (Kohlepapier) oder als selbstdurchschreibendes Farbreaktions-bzw. Kontaktpapier. D. ist dünn (Flächengewicht zwischen 30 und 40 g), im Vergleich zur geringen Dicke relativ hart, als Voraussetzung dazu füllstoffarm (bis 10%), maschinenglatt und auch sonst bestimmten qualitativen Anforderungen entsprechend, die in DIN 6731 festgelegt sind. H. Bansa

Bücherlaus

(64 words)

Author(s): H. Bansa
ca. 1 mm großes, graues bis bräunliches Schadinsekt ohne Flügel, ohne Larve und von dem namengebenden Aussehen, das in feuchten Räumen massenhaft auftreten kann, in trockenen aber nicht lebensfähig ist. Ob die B., wie manche Autoren angeben, nur den Schimmel auf den Buchmaterialien oder auch diese selbst frißt: ihr Auftreten ist stets ein Zeichen für ungünstiges, weil zu feuchtes Raumklima. H. Bansa

Welliges Papier

(139 words)

Author(s): H. Bansa
Die Fasern, aus denen Papier besteht, dehnen sich bei der Aufnahme von Feuchtigkeit in der Breite relativ stärker als in der Länge. Im Blatt bzw. im Bogen liegen sie nicht gleichmäßig verfilzt, sondern parallel zu der einen Kante überwiegen die längs-, zu der anderen die querliegenden. Das gilt in hohem Maße für Maschinenpapier (Laufrichtung), in geringerem aber auch für handgeschöpftes als Folge des kurzzeitigen Schwenkens des Schöpfsiebes nach der vom Körper des Schöpfers abgewandten Seite und…

Ziselierschnitt

(26 words)

Author(s): H. Bansa
ist eine spezielle Form des Gold-schnitts, bei dem in das aufgebrachte Blattgold Verzierungen mittels Goldschmiedewerkzeug (Punzen, Stichel) eingebracht, d. h. eingedrückt werden. H. Bansa

Technische Papiere

(134 words)

Author(s): H. Bansa
sind Papiere, die durch ihre Ausrü-stung, u. a. auch durch die Rohstoffauswahl für andere Zwecke denn als Informationsträger (graphische Papiere), zur Herstellung von Bucheinbänden, als Verpackung, zur Hygiene u. ä. bestimmt sind. Beispiele: Abhäsiv-, Filtrier-, Dichtungs-, Isolier-, Kabel-, Kondensator-, Umblatt-(= Zigaretten-)papier. Manche rechnen auch Diagramm-, Lichtpaus-, Millimeter-, Photo-, Zeichenpapier u. ä. dazu. Einige T. finden in Buchrestaurierung Verwen-dung, sei es im intendierte…

Lufttrocken

(43 words)

Author(s): H. Bansa
(lutro). Papier, Pappe, Zellstoff u. ä. wird 1. genannt, wenn sein Wassergehalt im Gleichgewicht zum Wassergehalt der umgebenden Luft steht. Ist er geringer als der der Umgebung, so wird der Stoff als «atro» (absolut trocken) oder «otro» (ofentrocken) bezeichnet. H. Bansa

Bleiweiß

(77 words)

Author(s): H. Bansa
Pigment von hoher Deckkraft, das auch in der Buchmalerei und zum Kolorieren verwendet wurde (Fleischfarben, Himmel, Wolken). Chemische Bezeichnung: basisches Bleicarbonat, 2 PbC0 3 Pb(OH) 2 . B. wird aus Bleistaub, Essig und Kohlensäure in Wasser künstlich hergestellt. Es ist lichtbeständig, neigt aber zum Vergilben bis zum Schwarzwerden durch das Einwirken von Schwefelverbindungen, hauptsächlich des Schwefelwasserstoffs in (verschmutzter) Luft. Das so entstandene schwarze Bleisulfid kann der Restaurator mit Wasserstoffperoxid zu weißem Bleisulfat aufoxidieren. H. Ba…

Keller, Friedrich Gottlob

(485 words)

Author(s): H. Bansa
* 27. 6. 1816 in Hainichen (Sachsen), 8. 9. 1895 in Krippen (Sachsen), Mechaniker und Konstrukteur; Erfinder der Herstellung von Faser- rohstoff für die Papierherstellung durch Schleifen von Holz (Holzschliff). K. war von Hause aus Weber bzw. Hersteller von Webekämmen (Blattbinder), beschäftigte sich aber auch mit der Konstruktion und dem Bau von Geräten und Maschinen. So suchte er nach einer Möglichkeit, den seit der zweiten Hälfte des 18. Jh.s immer wieder vorgeschlagenen und gelegentlich auch praktizierten Einsatz von Hol…

Kohlepapier

(77 words)

Author(s): H. Bansa
dünnes Blatt mit einseitiger Beschichtung, die auf mechanischen Druck Farbe abgibt, benutzt zum Herstellen von Durchschriften oder Durchschlägen in der Schreibmaschine. Bei K. im engeren und im klassischen Sinn besteht der Träger aus dünnem und zähem, meist hadernhaltigem Papier, der Carbonseide, und die Beschichtung aus dem Pigment Ruß in dem Bindemittel Wachs. Heute wird für den Träger vielfach Kunststoff, also eine Folie (Polyester), und in der Schicht statt des Schwarzpigmentes andersfarbige Farbstoffe verwendet. H. Bansa

Vergilbung

(129 words)

Author(s): H. Bansa
Im allg. Sprachgebrauch die Ausbildung von Verfärbungen eines Materials in Richtung gelb, gelblich-braun o. ä. als Folge von chemischen Veränderungen, die zur Ausbildung von Doppelbindungen (z. B. -C=O) führen, im Laufe seiner Alterung. Im Papier unterliegt vor allem das Lignin des Holzstoffes der Vergilbung, ebenso auch bestimmte Leimungsstoffe ( Agar-Agar); reine Cellulose ist gegen sie recht beständig. Befördert wird sie in erster Linie durch Licht, insbes. durch dessen UV-Anteil, und auch durch Wärme; ebenso kann Alkalität (pH > 8) vergilbungsfördernd wirken. V. ist zwar…

Durchreißwiderstand

(124 words)

Author(s): H. Bansa
Eine der vielen Zahlen, die in der Papierindustrie zur Kennzeichnung der Festigkeitvon Papier gemessen werden. Nach DIN 53128 ist der D. die Kraft, die benötigt wird, um, von einem vorher hergestellten Einschnitt ausgehend, eine Probe von fester Länge in zwei Teile zu reißen. Zur Messung des D.s wird das Elmendorf-Gerät benötigt (benannt nach dem Erfinder, einem amer. Ingenieur). Die zentrale Einheit ist ein schweres Pendel. Gemessen wird dessen von der Papierprobe beim Durchreißen bewirkte Schw…

Katzen

(27 words)

Author(s): H. Bansa
im Papiermacherjargon eine Bezeichnung für zusammengesponnene Fasern, vornehmlich in Hadernstoff, die, wenn sie auf das Sieb geraten, Unebenheiten oder Unreinheiten im Papier bewirken. H. Bansa

Restaurieren

(58 words)

Author(s): H. Bansa
wörtlich (lat.) das Wiederherstellen oder auch das Erneuern von etwas Beschädigtem, Zerstörtem, Veraltetem. Im Kontext von Archiv, Bibliothek und Museum versteht man unter R. insgesamt alle Maßnahmen, die dem Erhalt der Materie eines dort aufbewahrten Objektes und der (Wieder–) Herstellung seiner zweckentsprechenden Benutzbarkeit dienen. Buchrestaurierung H. Bansa Bibliography Wächter, W.: Bücher erhalten, pflegen und restaurieren. Stuttgart 1997.
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