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Your search for 'dc_creator:( "H. Bansa" ) OR dc_contributor:( "H. Bansa" )' returned 212 results. Modify search

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Tapeten

(84 words)

Author(s): H. Bansa
sind eine Wandverkleidung in erster Linie aus Papier, aus Leder und auch aus Gewebe. Manche T. aus Papier, sowohl historische als auch moderne, und zwar solche, welche die spezifischen Papiereigenschaften wie Dicke, Flexibilität, Oberflächenstruktur bewahren, können als Buntpapiere verstanden werden, die für den genannten speziellen Zweck bestimmt sind, aber auch für andere, z. B. als Bezugs- oder Vorsatzpapier für den Bucheinband verwendet werden. H. Bansa Bibliography Die Tapete. Hrsg. von F. Teynac usw. München 1982 Hoskins, L.: Then papered wall. New York 1994.

Buchtrocknungsverfahren

(254 words)

Author(s): H. Bansa
Bücher, die bei einer Katastrophe (Überschwemmung, Löschwasser, Wasserrohrbruch) durchnäßt wurden, müssen so rasch wie möglich einem B. unterworfen werden, da sonst auf ihnen Schimmelwachstum beginnt, bei warmen Temperaturen u. U. innerhalb von wenigen Tagen. Von den in Betracht kommenden Verfahren (Dielektrizität, Mikrowellen, IR-Lampen, Vakuum, Gebläse, Wasserverdrängungsbad), die im Labor und in der Praxis erprobt wurden, hat sich das Gefriertrocknen (Sublimation des Wassers) als qualitativ d…

Wasserflecken

(69 words)

Author(s): H. Bansa
entstehen, wenn gealtertes, d. h. chromophore Abbauprodukte (Vergilbung) enthaltendes Pa-pier in Teilen mit flüssigem Wasser in Kontakt kommt. Sie bestehen aus diesen Abbauprodukten, die von dem Wasser gelöst und an den Rand des durchnäßten Bereichs geschwemmt wurden. Sie können in der Regel durch Wässern entfernt werden. Nur bei älteren Wasserflekken, in denen die Abbauprodukte in eine unlösliche Form übergegangen sind, wäre ein Bleichen zu erwägen. H. Bansa

Buchpflege

(110 words)

Author(s): H. Bansa
im weiteren Sinn alles, was zur Erhaltung eines Buches beiträgt, von der Sorgfalt beim Hantieren und der Aufbewahrung in sauberen, ! klimagünstigen Räumen auf geeigneten Regalen über das Reinigen und Reparieren bis zum Neubinden und zum Restaurieren. Im engeren Sinn wird das Wort B. für das Behandeln von Ledereinbänden mit Wasser und einer fettenden Substanz (öl, Fett, Wachs) gebraucht, die, verbunden mit einer Reinigung, nacheinander oder miteinander als Emulsion in das Leder gebracht werden, um seine Geschmeidigkeit und Griffigkeit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Restaurierung H.…

Siebseite

(125 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 diejenige Seite des Papiers, die während der Herstellung mit dem Sieb, auf dem sich das Papier gebildet hat, in Berührung war. Die Gegenseite ist die Ober- oder die Filzseite, da hier der erste Berührungspartner des frisch gebildeten Blattes der Abgautschfilz war. Bei historischen handgefertigten Papieren ist die S. an der Siebmarkierung, d. h. der mehr oder we-niger plastischen Einprägung der Siebstruktur (und des Wasserzeichens) in die Papieroberfläche erkennbar. Sorgfältige Druc…

Zaponlack

(183 words)

Author(s): H. Bansa
d. h. gelöstes Celluloid (Nitrocellulose), trocknet nach dem Verdunsten des Lösemittels (Amyl-, Ethylacetat) zu einem farblosen und durchsichtigen Film. Er wird eingesetzt u. a. als Korrosionsschutz für Buntmetalle und Holz. In den 1880er Jahren wurde er vom Militär im damaligen Deutschen Reich auch zur wasserfesten Imprägnierung von Generalstabskarten eingesetzt, was dazu führte, ihn auf den Konferenzen von St. Gallen 1898 und 1899 von Dresden für die Festigung von Tintenfraß geschädigtem Papie…

Bast

(78 words)

Author(s): H. Bansa
Bei Pflanzen die in einem Stamm, einem Stengel, einer Blattrippe unter der äußeren Rinde liegende Schicht, überwiegend aus festen, miteinander verwobenen Cellulosefasern bestehend. B. bestimmter Bäume wurde (und wird als Souvenir für Touristen) nach entsprechender Bearbeitung durch Waschen, Kochen und Schlagen als Beschreibstoff benutzt (Tapa in der Südsee, Amatl in Mittelamerika). Für die Textil- und nachfolgend für die Papierherstellung sind die aus B. gewonnenen Fasern ein wertvoller Rohstoff: Flachs, Hanf, Jute, Ramie, Manila. Hadern H. Bansa

Eisengallustinte

(498 words)

Author(s): H. Bansa
Aus einer Gerbsäure (einem Tannin) und einem Eisensalz (zweiwertiges Eisensulfat: Eisenvitriol) hergestellte Schreibflüssigkeit. Chemisch gehört E. vermutlich zu den Metallkomplexen, das sind erbindungen, in denen Kohlenstoffatome organischer Stoffe (bei E.: Tannin) mit einem Metallatom (Eisen) direkt verbunden sind. Wahrscheinlich ist an der Bildung des gefärbten E.-Komplexes auch der organische Stoff beteiligt, der das Schreibmaterial (Papier, Pergament) ausmacht; dadurch ist die E. auf diesem…

Biuret-Reaktion

(61 words)

Author(s): H. Bansa
einfacher, auch vom Nichtchemiker, also vom Restaurator durchführbarer qualitativer Test auf Peptide, d. h. auf tierische (Oberflächen-)Leimung von Papier. Ein Tropfen Kupfersulfatlösung 2% wird an unauffälliger Stelle für einige Minuten auf das Papier gegeben, dann mit Filtrierpapier abgesaugt. Beim Auftupfen von Natriumhydroxidlösung 5% zeigt entstehende violette Farbe tierischen Leim, sich verstärkende blaue vom Kupfersulfat seine Abwesenheit an. H. Bansa

Stärke

(90 words)

Author(s): H. Bansa
Naturstoff von gleicher Summenformel wie die Zellulose (Csub:6Hsub:10Osub:5)sub:n, von der sie sich in der Molekularstruktur hauptsächlich durch die andere Stellung der Seitenkette R-CHsub:2OH unterscheidet, was freilich gewaltige Auswirkungen auf die physikalischen und die Gebrauchseigenschaften hat. Die enge Verbindung ist die Grundlage für die hervorragende Verträglichkeit von S. mit Zellulose bzw. dem daraus bestehenden Papier. Als Kleister ist S. der bestgeeignete Klebstoff in der Papier- und allg. in der Buchre…

Verpflocken

(57 words)

Author(s): H. Bansa
in der buchbinderischen Fachsprache die Befestigung der (echten, meist doppelten) Bünde in den Deckeln des Holzdeckel(ein)bands. Die Schnur wird durch Löcher im Deckel, die mit einer klebenden Substanz (Kleister, Leim) eingestrichen sind, gezogen und dort mit kleinen hölzernen Keilen oder Stiften, eben den Pflöcken, klemmend befestigt. Das überstehende Holz des Pflocks wird abgeschnitten. H. Bansa

Chromopapier

(46 words)

Author(s): H. Bansa
-karton ist nach DIN 6730 der Fachausdruck für einseitig mit einem Strich versehenes Material, das sich (farbig) bedrucken, bronzieren, lackieren, kaschieren laBt. C. wird, im Gegensatz zum beidseitig gestrichenen Papier für den Druck, für Verpackungen, Bezüge, Etiketten usw., Chromokarton für Feinkartonagen verwendet. H. Bansa

Massenkonservierung

(61 words)

Author(s): H. Bansa
in allg. Sinn jede Maßnahme, welche eine große Anzahl von Büchern und Archivalien, am besten den ganzen Bestand, in einen Zustand versetzt bzw. einem Zustand hält, der eine Benutzung auch in ferner Zukunft ermöglicht. Im engeren Sinn die Techniken zur Neutralisation des Papiers von ganzen, d. h. nicht zerlegten Büchern, ggf. einschließlich seiner Festigung. Konservierung von BüchernMassenentsäuerung H. Bansa

Ungeleimtes Papier

(47 words)

Author(s): H. Bansa
Papier, bei dem die natürliche Saugfähigkeit seines a Faserstoffes nicht durch einen Zusatz (Harzmilch, Alkylketendimer, synthetischer Leimungsstoff) oder durch eine Oberflächenbehandlung (mit tierischem Leim, Stärke, Cellulosederivat) eingeschränkt ist. In der Regel handelt es sich dabei um a Technische Papiere (Filtrier-, Isolier-, Hygienepapier). H. Bansa

Bogen

(62 words)

Author(s): H. Bansa
Bezeichnung für Papier und Karton, wenn es im ungefalzten Zustand größer ist als DIN A3 sowie für alle Formate im gefalzten Zustand. Im Normalfall der industriellen Buchherstellung wird der B. dreimal zu einer Lage gefalzt, die aus vier Doppelblättern besteht. Das Wort Viertel-B. wird deshalb auch im Sinne von Doppelblatt gebraucht, auch bei 2⁰ , 4⁰ , usw. H. Bansa

Papier

(508 words)

Author(s): H. Bansa
Nach DIN 6730 (Papier und Pappe: Begriffe) ein «flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird». Im Kontext des Informationswesens ist P. nach wie vor der wichtigste und weitest verbreitete Datenträger, nachdem es jahrhundertelang fast der einzige war. An der gesamten Produktion von P. haben die als Datenträger benutzten Sorten, d. h. die graphischen P.e, heute jedoch nur ein…

Spritzpapier

(40 words)

Author(s): H. Bansa
Als S. kann man ein Buntpapier bezeichnen, dessen Farbe im wesentlichen Umfang aufgespritzt statt aufgestrichen, aufgedruckt, aufgesaugt usw. wurde, sei es von Hand oder mit Hilfe eines Spritzwerkes. H. Bansa Bibliography Grünbaum, G.: Buntpapier. Gesch., Herstellung, Verwendung. Köln 1984

Saugpostpapier

(58 words)

Author(s): H. Bansa
auch Abzugpapier gen., nach DIN 6730 ein voluminöses, d. h. aus rösch gemahlenem Faserrohstoff bestehendes, schwach geleimtes und geglättetes Papier, das sich zum Herstellen von Kopien von einer Druckform eignet, die nach Feuchtung Druckfarbe abgibt (Hektographie, Schablonenvervielfältigung). H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. Hrsg. von J. Sändig. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1597

Oxicellulose

(64 words)

Author(s): H. Bansa
ist der zusammenfassende Begriff für Stoffe, die (überwiegend) durch Oxidation von Cellulose entstanden sind. Als O. werden einmal die entsprechenden Abbauprodukte bezeichnet, seien sie beim Produktionsprozeß (Bleichen) oder durch die langfristige Lagerung (Alterungsbeständigkeit) entstanden. Sodann bezeichnet O. auch bestimmte Cellulosederivate, bei deren Herstellung oxidative Vorgänge eingesetzt werden. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier– und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1298.

Vernetzung

(132 words)

Author(s): H. Bansa
in der chemischen Fachsprache die Bil-dung von chemischen Bindungen zwischen Kettenmolekülen als ein Faktor der Polymerisation, d. h. des Zusammenschlusses zahlreicher kleiner Moleküle zu einem Makromolekül. Im Kontext des Buchwesens, z. B. bei der Alterung von Papier, versteht man unter V. speziell die Ausbildung von chemischen Bindungen zwischen kurzkettigen, durch Hydrolyse gebildeten Teilen des urspr. langkettigen Cellulosemoleküls. Durch die Hydrolyse vermindert sich die Festigkeit, durch d…

Blattgold

(300 words)

Author(s): H. Bansa | C. W. Gerhardt
hauchdünn, heute bis hinab zu 80 nm ausgeschlagenes hochkarätiges Gold (22karätig: ca. 92%; 23karätig: ca. 96%), das zum Vergolden benutzt wird, am Buch also zum Verzieren von Rücken, Bezügen und Schnitt sowie zum Titeldruck. Das B. wird mit einem Klebemittel, in der Regel Eiweiß, durch Druck und Wärme auf dem Leder, Papier usw. befestigt. Heute wird meist mit Goldfolie gearbeitet, die aus B. zusammen mit der Klebeschicht auf einem Träger besteht und ein rascheres Arbeiten ermöglicht als das höchst empfindliche B. B. und Blattsilber werden heute nur noch in geringem Umfang h…

Spuckstoff

(80 words)

Author(s): H. Bansa
Als S. bezeichnet der Papiermacher die Masse, die von den Sortier- oder Reinigungsanlagen ausgesondert wird, durch welche der «Stoff», d. h. die Faser-suspension mit Füll- und Zusatzstoffen vor dem Aufbringen auf das Sieb in der Papiermaschine getrieben wird. S. besteht aus Verklumpungen, Verspinnungen o. a., welche die Gleichmäßigkeit der Papierbahn stören würden. Er kann einer erneuten Aufbereitung zugeführt oder für Objekte verwendet werden, bei denen es auf Gleichmä-ßigkeit nicht ankommt (z. B. grobe Pappen für Eierschachteln). H. Bansa

Normalpapier

(157 words)

Author(s): H. Bansa
Im allg. Sprachgebrauch bezeichnet N. ein jedes Papier, das sich dadurch auszeichnet, daß es eine bestimmte, vom jeweiligen Kontext abhängige bes. Eigenschaft nicht hat. DIN 6730 (Fassung vom Mai 1976) reserviert den Terminus fiir Papiere, die in einer bes. Norm (DIN 6731) beschrieben werden sollen bzw. in einer Norm (frühere Fassung von DIN 827) beschrieben wurden, die bestimmte Kriterien der Stoffzusammenset-zung (Hadern, Zellstoff, Holzschliffanteil) erfüllen und die das Wort «Normal» sowie d…

Schutzblatt

(81 words)

Author(s): H. Bansa
im allg. Sinn ein jedes Blatt, das den Zweck hat, ein Objekt (Buchblock, Abbildung) vor Beschädigung beim Benutzen und / oder bei der Aufbewahrung zu schützen, also etwa ein abhäsives Zwischenlagenpapier vor einer abrieb- oder abklatschgefährdeten Abbildung. Im engeren Sinn der buchbinderischen Fachsprache: ein interimistisch eingesetztes Blatt, das ein in Bearbeitung befindliches Objekt vor negativen Nebeneffekten eines Arbeitsganges (Anreiben, Ableimen) oder vor Beschädigung, Verschmutzung usw…

Thermoplast

(108 words)

Author(s): H. Bansa
halb- oder vollsynthetischer Kunststoff, der in Lösemitteln löslich ist und der bei erhöhter Temperatur schmilzt. Gegensatz: Duroplast, Elastomer. T. besteht aus Kettenmolekülen, die, im Gegensatz zum Duroplast (und Elastomer), nicht vernetzt, sondern durch zwischenmolekulare Kräfte miteinander verbunden sind. Die im Kontext des Buches (Einband, Schutz, Restaurierung) eingesetzten Kunststoffe sind ausschließlich Thermoplaste. Ein in diesem Bereich wichtiger Faktor ist die Weichmachung. Sog. äuße…

Diazoverfahren

(145 words)

Author(s): H. Bansa
ein fotografisches Verfahren, das zur Herstellung von Duplikaten von Mikrofilmen und Mikrofiches sowie zum Lichtpausen verwendet wird. Der Bildträger, d.h. das Filmmaterial oder das Lichtpauspapier, ist mit einem farblosen Stoff beschichtet, der Diazo-Gruppen, d.h. N-N-(= Stickstoff-)Mehrfachbindungen enthält. Diese Gruppen haben die Eigenschaft, sich bei Hinzufügen einer Kupplungskomponente, in der Regel Ammoniak, zu farbigen (dunkelblauen, schwarzen) Azo-Farbstoffen zu verbinden. Diese Kupp-lu…

Kappa-Zahl

(132 words)

Author(s): H. Bansa
ebenso wie die Kupferzahl eine Kennzahl für die Qualität von Zellstoff. Beide beschreiben die Anwesenheit von reaktionsfähigen, genauer von reduzierenden Atomgruppen in den Molekülen der Cellulose und ihrer Begleitstoffe. In der Cellulose werden solche Gruppen durch Oxydation und durch Hydrolyse gebildet; in den BegleitstofFen (Inkrusten) sind sie von Natur aus vorhanden. Bei neuer Cellulose beschreiben K. und Kupferzahl also in nicht differenzierbarer Weise das Maß von noch vorhandenen und durc…

Recyclingpapier

(284 words)

Author(s): H. Bansa
Papier, das aus Sekundärfaserstoff hergestellt ist, d. h. aus solchem, der schon einmal zu Papier verarbeitet war, und das auch in seinem Äußeren (graue Farbe, Wolkigkeit, Zweiseitigkeit) den Eindruck eines nicht auf sinnlich wahrnehmbare Qualität zielenden Produktes macht. Die Verwendung von R. gilt seit den späten 1980er Jahren als ein Positivum, weil dies die Ressourcen der Erde schone, was aber nur bei differenzierender Betrachtungsweise als richtig anzusehen ist. Die Papierindustrie reagierte auf die Propaganda für «Recycling» …

Klarsichtfolie

(160 words)

Author(s): H. Bansa
eine Folie, d. h. eine dünne, ebene, flexible Bahn aus einem transparenten, meist thermoplastischen Kunststoff, bisweilen selbstklebend beschichtet. K. wird zum Schutz von Einbänden gegen Abrieb und Verschmutzung und in der Form von Hüllen, d.h. in sinnvoller, am einzulegenden Objekt orientierter Größe doppelt liegend und an zwei oder drei Seiten geschlossen (versiegelt) zum Schutz von Einzelblättern verwendet. Zum Langzeitschutz wertvoller Stücke sind alle Selbstklebe alle aufzusiegelnden Mater…

Veredeltes Papier

(72 words)

Author(s): H. Bansa
sind Papiere, denen nach der Blattbildung in eigenen Arbeitsgängen bestimmte Stoffe zugeführt werden, um ihnen bes. Gebrauchseigenschaften zu verleihen. Für den graphischen Anwendungsbereich ist die Oberflächenveredelung durch Streichen von Bedeutung (gestrichenes Papier). Durch Beschichten (beschichtetes Papier) oder Imprägnieren wird Papier vor allem für technische Anwendungen veredelt. Vere Dignum. Präfationsbild aus Cod. Ottobon. 313 der Vaticana. H. Bansa Bibliography Kotte, H.: Welches Papier ist das? Bde. 1–3. 3. Aufl. Heusen-stamm 1982.

Inkrusten

(56 words)

Author(s): H. Bansa
Sammelbezeichnung für die in die pflanzlichen Rohstoffe zur Papier- und Zellstoffherstellung inkrustierten Nichtzellulose-Stoffe wie Harze, Lignine, Kieselsäure u.a. Bei der Zellstoffherstellung werden sie entweder im Zellstoffkocher vernichtet oder zur anderweitigen Verwendung herausgelöst, z. B. mit dem von der Technocell AG entwickelten Organosolv-Verfahren. H. Bansa Bibliography Sandermann, W.: Kulturgeschichte des Papiers. Berlin 1988, S. 131 ff.

Walzenpresse

(84 words)

Author(s): H. Bansa
eine Einheit im Kalander zur Herstel-lung von satiniertem Papier, bestehend aus Walzen, die mit einer Folie oder einem Vlies bezogen sind und die elastisch auf das durch den Walzenspalt laufende Pa-pier reagieren. Der Zweck dieser Technik ist der Ausgleich von Unebenheiten in der Papieroberfläche, auf daß alle Bereiche derselben mit den Walzen in Kontakt kommen und durch den Walzendruck ausgeglichen werden können. H. Bansa Bibliography Papier-Lexikon. Hrsg. von L. Göttsching / C. Katz. Gernsbach 1999, Bd. 1, S. 348, Bd. 3, S. 357.

Satiniertes Papier

(128 words)

Author(s): H. Bansa
ein Papier, dem durch Behandlung in besonderen, aus Walzen bestehenden Glättmaschinen (Kalander und in Übernahme des engl. Begriffes auch Superkalander) beidseitig höherer Glanz und Glätte gegeben wurde als im Glättwerk der Papiermaschine (engl. calander) erreicht werden kann, u. a. um einen feineren Bilddruck zu ermöglichen. S. im engeren Sinne ist nicht gestrichen (Gestrichenes Papier), doch wird der Begriff auch für letzteres gebraucht, wenn es im Kalander behandelt wurden. Grad und Art der S…

Manilapapier

(37 words)

Author(s): H. Bansa
ist die heute nur noch selten gebrauchte Bezeichnung für ein sehr festes, urspr. aus Manilahanf, d.h. aus den Blattfasern bestimmter, hauptsächlich auf den Philippinen angebauter und über Manila ausgeführter Bananenpflanzen (Musaceen) bestehendes Tauenpapier. H. Bansa

Yankeemaschine

(99 words)

Author(s): H. Bansa
im Kontext der Papierherstellung eine Variante der Langsiebmaschine. Ihr Charakteristikum ist ein großer (bis 6 m Ø) dampfbeheizter Trocknungszylinder mit glatter Oberfläche statt der üblichen Folge mehrerer kleiner. Die Papierbahn bzw. das im Stoffauflauf gebildete, teilweise entwässerte Faservlies wird durch eine Filzbahn an den Yankee-Zylinder gepreßt und erhält dadurch auf dieser Seite eine glatte Oberfläche. Die Y. dient vorwiegend zur Herstellung von Tissue, Hygiene- und anderen einseitig glatten, leichten Papieren (18–30 g/m2). Yankeemaschine mit Vakuum-Bahn…

Papierherstellung

(763 words)

Author(s): H. Bansa
ist die Gesamtheit der Vorgänge, die notwendig und üblich sind, um aus Rohstoffen, d. h. aus Fasern, Leimung, Füll- und Hilfsstoffen, den Werkstoff Z Papier zu machen. Vor der P. steht die Herstellung dieser Rohstoffe; auf sie folgt die Papierverarbeitung. Beides geschieht überwiegend, aber nicht ausschließlich in getrennten Industriebereichen; die Herstellung von Z Holzstoff und das Zuschneiden von Bögen ist oft in die P. integriert. Zur Manufakturzeit war die Aufbereitung der Hadern wesentlich…

Bleichen

(203 words)

Author(s): H. Bansa
in vollständiger Definition jeder Vorgang, der zum Entfärben eines Stoffes führt, im engeren Sinn und im Kontext des Buchwesens die Zerstörung färbender Substanzen durch die chemischen Vorgänge der Oxidation und der Reduktion. In der Papierindustrie spielt das B. der Halbstoffe eine wichtige Rolle; die Fasern für graphische Papiere unterliegen ausnahmslos diesem Vorgang. In der Papierrestaurierung wird B. vor allem gegen die Verfärbungen des Schimmels und gegen Stockflecke angewandt. Als schonendstes (oxidatives) Bleichmittel gilt Natriumchlorit NaClOsub:2 bzw. das da…

Mitsumata

(33 words)

Author(s): H. Bansa
ist der japanische Name einer der dort zur Gewinnung von Fasern für die Papierherstellung (Japanpapier) kultivierten Pflanze, und zwar für die Faser selbst sowie für das daraus hergestellte Papier. H. Bansa

Borax

(48 words)

Author(s): H. Bansa
Dinatriumtetraborat, Nasub:2 Bsub:4 0sub:7 . 10 Hsub:20. Natürliches, in Wasser mit schwach alkalischer Reaktion lösliches Mineral, das von manchen Papierrestauratoren zum Neutralisieren gebraucht wird. Alle Neutralisierungsmethoden, die im Endeffekt nicht zum Deponieren von Erdalkalicarbonat im Papier führen, sind umstritten, also auch die mit B. H. Bansa

Schmierige Mahlung

(125 words)

Author(s): H. Bansa
eine mechanische Bearbeitung des Faserrohstoffes für die Papierherstellung in der Mahlmaschine (Holländer, Refiner etc.), bei der durch primär quetschende Kraftausübung bei hoher Stoffdichte und mit stumpfen Messern oder mit Steinwerk mehr eine Spaltung der Fasern (Fibrillierung) als eine Kürzung und damit ein hoher Mahlgrad (50SR und höher) erreicht wird. Die S. führt zu dichtem Papier mit geringer Saugfähigkeit, Opazität und Durchlässigkeit (für Luft, Wasser, Fett). Wegen der hohen Oberfläche …

Berstwiderstand

(60 words)

Author(s): H. Bansa
Nach DIN 6730 der Widerstand, den eine (Papier-)Probe einem einseitigen, gleichmäßig verteilten Luftdruck bis zum Bersten entgegensetzt, zu mes- sen in speziellen Geräten nach DIN 53113 (Papier bis 225 g/cm2 Flächengewicht) oder DIN 53141 (Pappe). Der B. wird in kPa (Kilopascal, 0,01 bar, ca. 0,01 at) angegeben. Er spielt eine Rolle bei der Qualitätsdefinition von Verpackungsmaterial. H. Bansa

Dextrin

(87 words)

Author(s): H. Bansa
eine Gruppe von technischen wasserloslichen Klebstoffen, bestehend aus verschieden stark abgebauten Starken. D. wird aus Starke mit Hilfe von Hitze und Saure oder mit Hilfe von Enzymen hergestellt. D. hat ein geringeres Wasserrückhaltevermogen als Kleister und ist in Wasser leichter loslich; ein aufgetrockneter Film wird beim Anfeuchten rasch wieder klebrig und trocknet auch rasch wieder an, weshalb D. zur Gummierung von Briefmarken, Etiketten usw. eingesetzt wird sowie immer dann, wenn es auf r…

Durchschlagen

(58 words)

Author(s): H. Bansa
das Durchdringen der Farbe (meist der Schwärze) von Schrift und Bild, die auf der einen Seite eines Papiers aufgebracht wurden, auf dessen andere. D. ist eine Folge entweder zu wenig geleimten oder aus anderen Gründen, z. B. wegen des Füllstoffs zu stark saugfähigen Papiers oder zu stark binde- bzw. lösungsmittelhaltiger oder sonstwie ungeeigneter Druckfarbe. H. Bansa

Batist

(57 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein feines, dichtes und festes, aber doch dünnes Gewebe, ursprünglich aus Leinen. In der Bibliotheks-bzw. der bibliophilen Buchbinderei und in der Buchrestaurierung als Material zur Falzverstärkung und vor allem für den Flügel benutzt, der um die äußersten Lagen geklebt, dort mitgeheftet und dann zusammen mit den Bünden in den Deckeln befestigt wird. H. Bansa

Blutlaugensalz

(68 words)

Author(s): H. Bansa
Gelbes B., Kaliumhexacyanoferrat (II), Ferrocyankalium, K 4 [Fe(CN) 6 ] ist ein einfach zu handhabendes Reagenz auf Eisen, d. h. zur Erkennung von Eisengallustinte. An winziger, unauffälliger Stelle wird mit einer Nadelspitze ein Tröpfchen Salpetersäure 6% auf die Tinte gebracht, nach ca. einminütiger Einwirkungszeit ebensoviel B.-Lösung 5%. Entstehende blaue Farbe (Berliner Blau) zeigt Eisen an. Tinte und Papier sind an der Nachweisstelle bleibend beschädigt. H. Bansa

Wasserdichtes Papier

(94 words)

Author(s): H. Bansa
Graphische Papiere sind durch ihre bei der Herstellung eingebrachte Leimung in je nach intendiertem Verwendungszweck unterschiedlichem, jedoch stets eher geringem Grade wasserfest. Für technische Zwecke kann das Verhalten gegenüber Wasser durch Imprägnieren, Beschichten oder Kaschieren mit geeigneten Substanzen (Kunststoff, Silikon, Paraffin) modifiziert werden: eingeschränkt und nur bei längerem Kontakt wasserdurchlässig bis voll wasserdicht und wasserabweisend. Im Kontext des Buchwesens findet…

Zweiseitigkeit von Papier

(99 words)

Author(s): H. Bansa
Die beiden Seiten eines Papierblattes unterscheiden sich herstellungsbedingt in Aussehen und Struktur. Die Filz- (Oberseite) und die Siebseite weisen jeweils die Markierung dieser beiden Herstellungseinheiten auf; letztere ist zudem reicher an Fein- und Füllstoff. Die Z. macht sich nicht nur optisch, sondern u. U. auch bei der Weiterverarbeitung bemerkbar. Sie kann durch Kalandrieren (Kalander) weitgehend beseitigt werden. In modernen Langsiebmaschinen, in denen die Entwässerung der Stoffsuspens…

Internationale Arbeitsgemeinschaft der Archiv-, Bibliotheks- und Graphikrest auratoren (IADA)

(137 words)

Author(s): H. Bansa
ein Zusammenschluß der Restauratoren, die im Bereich «Buch» und «Papier» einschl. «Kunst auf Papier» sowie verwandten und zugehörigen Materialien (Pergament, Papyrus, Fotografien; Siegel; Leder am Bucheinband) tätig sind. Die I. hat ihr Zentrum im dt. Sprachraum. Sie ging 1957 als ADA (Arbeitsgemeinschaft der Archivrestauratoren) aus der Archivtechnischen Woche der Archivschule in Marburg hervor. Ihre Ziele sind die Pflege des kollegialen Zusammenhalts, der Wissens- und Erfahrungsaustausch, die …

Volumen

(140 words)

Author(s): H. Bansa
1. lat. für «Band», abgekürzt «vol.», ursprünglich, d. h. in der Antike, als Papyrus das allg. übliche Material für Bücher, für (Buch)rolle (lat. volvere = rollen), im Unterschied zum Codex. 2. In der Fachsprache der Papiermacher ist das spezifische V. das Verhältnis zwischen dem Rauminhalt, d. h. dem V. in allg. Bedeutung und dem Gewicht des Papiers. Es wird errechnet als Quotient von Papierdicke in μm und Flächengewicht, d. h. dem Gewicht in g von 1 m2 Papier. Beispiele: Papierdicke 0,10 mm = 100 μm, Flächengewicht 100 g, Quotient 1: einfaches Volumen; Papierdicke 0,1…

Elfenbeinkarton

(31 words)

Author(s): H. Bansa
von Herstellung und Handel in werbender Absicht gebrauchter Begriff für bestimmte Qualitätskartons. Folgende Eigenschaften sind mit ihm assoziiert: gelblich-weiße Farbe (namengebend), gute Leimung, glatte und gleichmäßige Oberfläche. H. Bansa
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