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Your search for 'dc_creator:( "H. Bansa" ) OR dc_contributor:( "H. Bansa" )' returned 212 results. Modify search

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Alterung von Papier

(220 words)

Author(s): H. Bansa
Gesamtheit der chemischen Vorgänge, welche die Eigenschaften von Papier, vor allem seine Festigkeit und seine Farbe (Vergilben) im Laufe der Zeit verändern. Der Ablauf der A. ist kompliziert und im einzelnen nicht aufgeklärt. Die wichtigsten Einzelvorgänge, die sich gegenseitig überlagern und beeinflussen, sind Oxidation, Hydrolyse und Vernetzung, wobei erstere am Anfang steht und in gewissem Sinn und Maß Voraussetzung für die letzteren ist. Wesentlich für die A. ist die Zusammensetzung des Papi…

Abhäsivpapier

(33 words)

Author(s): H. Bansa
Mit Öl, Wachs, Paraffin und heute meist mit Silicon beschichtetes Papier, auf dem Klebstoff nicht fest haftet, das aber, im Gegensatz zu Kunststoff-Folien, aufnahmefähig und durchlässig für Wasser ist. H. Bansa

Ammoniak

(33 words)

Author(s): H. Bansa
stark alkalisches, in Wasser lösliches Gas von unangenehm stechendem Geruch. A. wird in der Restaurierung zum Fleckenentfernen, Patinieren, ph-Wert-Einstellen usw. und in der Reprographie als Kupplungselement beim Diazoverfahren verwandt. H. Bansa

Altpapier

(41 words)

Author(s): H. Bansa
gebrauchtes oder als Abfall bei der Verarbeitung, auch beim Schneiden bereits in der Papierfabrik, erneut zur Herstellung zurückgeführtes Papier bzw. Pappe. Wichtiger Faser-Rohstoff für Graupappe und Packpapier, in neuerer Zeit auch für Schreib- und Druckpapier (Recycling-Papier, De-inking). H. Bansa

Antik-Papier

(34 words)

Author(s): H. Bansa
ein Vergé-Papier für den Druck, das in Anlehnung an alte, handgemachte Papiere gelblich oder leicht grau gefärbt oder das meliert ist. Als Rundsiebpapier kann A. auch ein echtes Wasserzeichen haben. H. Bansa

Roter Verfall

(159 words)

Author(s): H. Bansa
charakteristischer Schaden an Einbandledern etwa aus dem mittleren und späten 19. und dem frühen 20. Jh., der als Folge neuer Gerb- und Färbemethoden aus der damals stattfindenden Industrialisierung der Lederherstellung auftritt. Der entscheidende Faktor ist Schwefelsäure. Der R. ist die Folge von irreversiblen chemischen Abbauprozessen. Vorbeugende Maßnahmen (Einbringen von fettenden Substanzen mit einem Zusatz von Neutralisationsmitteln) sind, wenn überhaupt, nur wirksam, wenn diese Prozesse n…

Erdalkalicarbonat

(135 words)

Author(s): H. Bansa
in chemischer Definition das kohlensaure Salz eines Metalls aus der zweiten Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente, im Kontext von Buch und Papier von Calcium, Magnesium und auch Barium. E. reagiert mit allen Säuren; es zersetzt sich unter Entwicklung von Kohlendioxid und bindet dabei die Säure. Es ist also zur konservatorischen Neutralisation von Papier geeignet. Dem Erdalkali-Ion, vor allem Magnesium, wird auch anderweitige günstige Wirkung auf die Alterung von Papier zugeschrieben, näml…

Zellulose

(326 words)

Author(s): H. Bansa
(auch Cellulose), ein Kohlehydrat, d. h. aus den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehend, ist die in der Natur häufigste organische Substanz. Sie wird von den grünen Pflanzen, in geringem Umfang auch von Bakterien, aus Kohlendioxid und Wasser unter der Einwirkung des Sonnenlichts gebildet (Fotosynthese). Die chemische Formel ist (Csub:6Hsub:10Osub:5)n, wobei n die Anzahl der in der Klammer stehenden Einheit, den, wie der Chemiker sagt, Polymerisationsgrad (DP = Degree of Polymerisation) nennt. Er kann in voll entwickelten u…

Indikatorpapier

(127 words)

Author(s): H. Bansa
1. Der spezielle Fall eines Reagenzpapiers, das zum Anzeigen des pH-Wertes dient. I. ist getränkt mit bestimmten Farbstoffen (Lackmus, Phenolphthalein, Methyl- und Alizarinfarbstoffe), die in verschiedenen pH-Bereichen eine unterschiedliche Färbung haben. Kommt I. mit Wasser eines bestimmten pH in Berührung und saugt es auf, so nimmt der Farbstoff die für das vorliegende pH typische Färbung an. Die pH-Messung mit I. steht an Genauigkeit weit hinter der elektrometrischen zurück. 2. Der spezielle Fall eines mit Kreide, Bariumsulfat, Zinkweiß oder anderen Weißpigme…

Buchschutzfolie

(73 words)

Author(s): H. Bansa
warenkundliche Bezeichnung für Klarsichtfolien, die zur Herstellung von Umhüllungen zum Schutz von Büchern bestimmt sind. Ein aktueller Schutz vor Verschmutzung des Einbands dürfte mit allen unter diesem Namen angebotenen Folien erreicht werden. Für die Eignung zu Schutzhüllen für sehr langfristig aufzubewahrende Bücher mit dem Charakter einer Antiquität kommt es entscheidend auf den Kunststoff an, aus dem die Folie besteht. Das meistgebrauchte Weich- und Polyvinylchlorid (PVC) ist hierfür nicht geeignet. H. Bansa

Vorzugspapier

(27 words)

Author(s): H. Bansa
veralteter Ausdruck für ein qualitativ höherwertiges Papier, auf das für einen anspruchsvolleren Leser- bzw. Sammlerkreis ein (kleiner) Teil einer a Aufl. gedr. wurde. H. Bansa

Karton

(347 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 ein Werkstoff, der aus gleichem Material besteht, in gleicher Weise hergestellt ist wie Papier und Pappe und der im Flächengewicht bzw. in der Dicke zwischen diesen beiden steht. Leichte K.s, d. h. solche mit 150 bis 200 g/m 2 , werden auch Kartonpapier oder Halbkarton genannt. Über 600 g/m 2 spricht man besser von dünner Pappe. Neben diesem Kriterium der Dicke trifft für K. meist zu, daß er steifer ist als Papier, und fester, nämlich rill – und besser falzfähig als Pappe. Dies wir…

Streichen

(76 words)

Author(s): H. Bansa
Bei der Papierproduktion das Veredeln von Papier durch Aufbringen einer Masse, die aus Pigment und Bindemittel besteht, urspr. zum Erzielen einer glatten, geschlossenen und deshalb für den Druck mit einem feinen Raster (Autotypie) geeigneten Oberfläche, heute zunehmend auch zum anderweitigen Beeinflussen der Weiterverarbeitungs- und Gebrauchseigen- schaften oder einfach zum Einsparen von Faserrohstoff. Gestrichenes PapierKunstdruckpapier Streicheisen aus dem 16. Jh. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwallu…

Rundsiebmaschine

(228 words)

Author(s): H. Bansa
Die Industrialisierung der Papierherstellung durch die Erfindung der Langsiebmaschine 1798 durch Nicolas-Louis Robert brachte insofern eine grundsätzliche Abkehr von der herkömmlichen Herstellungsweise, als der Stoff jetzt nicht mehr mit einem Sieb aus der Bütte geschöpft, sondern aus einer Schlitzdüse auf das Sieb geschüttet wurde. Die wenig spä- – RUNEN ter an mehreren Orten entwickelte R. (später so gen. zur Unterscheidung von der Robertschen Erfindung, bei der ein endloses Sieb über Walzen l…

Maschinenglattes Papier

(42 words)

Author(s): H. Bansa
ist in DIN 6730 Nr. 249 definiert als eines, das nach der Blattbildung und Trocknung durch ein Glättwerk in der Papiermaschine gelaufen ist und dadurch beidseitig eine begrenzte, unter der des satinierten Papiers Hegende Glätte erhalten hat. H. Bansa

Naturkarton

(53 words)

Author(s): H. Bansa
entweder ein Karton mit unbehandelter Oberfläche (Gegennsatz: Chromo- und gestrichener karton) oder ein gegautschter, d. h. in seinen die Stärke ausmachenden Lagen im nassen Zustand zusammengepreßter, K., im Gegensatz zu aus mehreren (Duplex-, Triplex-) zusammengeklebtem. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation (Papierlexikon). 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1256

Papieranfasern

(309 words)

Author(s): H. Bansa
eine Technik der Papierrestaurierung zum Ergänzen fehlender Teile in einem Blatt und - bei mäßig fortgeschrittenem Schaden - auch zum Wiederherstellen der Festigkeit, die unter der Einwirkung biologischer (Schimmel) oder chemischer Faktoren (Z Alterung von Papier, Papierschäden) verlorengegangen ist. Das P. kann als ein Sonderfall der Z Papierherstellung (gerätunterstützt von Hand) verstanden werden. Die Blattbildung erfolgt unter Sog, auf einem ebenen Sieb, auf dem das geschädigte Papier liegt.…

Durchschlagpapier

(72 words)

Author(s): H. Bansa
ein Papier, das bestimmt ist als «Beschreibstoff» für Kopien, die in der Schreibmaschine bzw. im Drucker des extverarbeitungssystems hergestellt werden, sei es mit Hilfe von Durchschreibpapier (Kohlepapier) oder als selbstdurchschreibendes Farbreaktions-bzw. Kontaktpapier. D. ist dünn (Flächengewicht zwischen 30 und 40 g), im Vergleich zur geringen Dicke relativ hart, als Voraussetzung dazu füllstoffarm (bis 10%), maschinenglatt und auch sonst bestimmten qualitativen Anforderungen entsprechend, die in DIN 6731 festgelegt sind. H. Bansa

Bücherlaus

(64 words)

Author(s): H. Bansa
ca. 1 mm großes, graues bis bräunliches Schadinsekt ohne Flügel, ohne Larve und von dem namengebenden Aussehen, das in feuchten Räumen massenhaft auftreten kann, in trockenen aber nicht lebensfähig ist. Ob die B., wie manche Autoren angeben, nur den Schimmel auf den Buchmaterialien oder auch diese selbst frißt: ihr Auftreten ist stets ein Zeichen für ungünstiges, weil zu feuchtes Raumklima. H. Bansa

Welliges Papier

(139 words)

Author(s): H. Bansa
Die Fasern, aus denen Papier besteht, dehnen sich bei der Aufnahme von Feuchtigkeit in der Breite relativ stärker als in der Länge. Im Blatt bzw. im Bogen liegen sie nicht gleichmäßig verfilzt, sondern parallel zu der einen Kante überwiegen die längs-, zu der anderen die querliegenden. Das gilt in hohem Maße für Maschinenpapier (Laufrichtung), in geringerem aber auch für handgeschöpftes als Folge des kurzzeitigen Schwenkens des Schöpfsiebes nach der vom Körper des Schöpfers abgewandten Seite und…

Ziselierschnitt

(26 words)

Author(s): H. Bansa
ist eine spezielle Form des Gold-schnitts, bei dem in das aufgebrachte Blattgold Verzierungen mittels Goldschmiedewerkzeug (Punzen, Stichel) eingebracht, d. h. eingedrückt werden. H. Bansa

Technische Papiere

(134 words)

Author(s): H. Bansa
sind Papiere, die durch ihre Ausrü-stung, u. a. auch durch die Rohstoffauswahl für andere Zwecke denn als Informationsträger (graphische Papiere), zur Herstellung von Bucheinbänden, als Verpackung, zur Hygiene u. ä. bestimmt sind. Beispiele: Abhäsiv-, Filtrier-, Dichtungs-, Isolier-, Kabel-, Kondensator-, Umblatt-(= Zigaretten-)papier. Manche rechnen auch Diagramm-, Lichtpaus-, Millimeter-, Photo-, Zeichenpapier u. ä. dazu. Einige T. finden in Buchrestaurierung Verwen-dung, sei es im intendierte…

Lufttrocken

(43 words)

Author(s): H. Bansa
(lutro). Papier, Pappe, Zellstoff u. ä. wird 1. genannt, wenn sein Wassergehalt im Gleichgewicht zum Wassergehalt der umgebenden Luft steht. Ist er geringer als der der Umgebung, so wird der Stoff als «atro» (absolut trocken) oder «otro» (ofentrocken) bezeichnet. H. Bansa

Bleiweiß

(77 words)

Author(s): H. Bansa
Pigment von hoher Deckkraft, das auch in der Buchmalerei und zum Kolorieren verwendet wurde (Fleischfarben, Himmel, Wolken). Chemische Bezeichnung: basisches Bleicarbonat, 2 PbC0 3 Pb(OH) 2 . B. wird aus Bleistaub, Essig und Kohlensäure in Wasser künstlich hergestellt. Es ist lichtbeständig, neigt aber zum Vergilben bis zum Schwarzwerden durch das Einwirken von Schwefelverbindungen, hauptsächlich des Schwefelwasserstoffs in (verschmutzter) Luft. Das so entstandene schwarze Bleisulfid kann der Restaurator mit Wasserstoffperoxid zu weißem Bleisulfat aufoxidieren. H. Ba…

Keller, Friedrich Gottlob

(485 words)

Author(s): H. Bansa
* 27. 6. 1816 in Hainichen (Sachsen), 8. 9. 1895 in Krippen (Sachsen), Mechaniker und Konstrukteur; Erfinder der Herstellung von Faser- rohstoff für die Papierherstellung durch Schleifen von Holz (Holzschliff). K. war von Hause aus Weber bzw. Hersteller von Webekämmen (Blattbinder), beschäftigte sich aber auch mit der Konstruktion und dem Bau von Geräten und Maschinen. So suchte er nach einer Möglichkeit, den seit der zweiten Hälfte des 18. Jh.s immer wieder vorgeschlagenen und gelegentlich auch praktizierten Einsatz von Hol…

Kohlepapier

(77 words)

Author(s): H. Bansa
dünnes Blatt mit einseitiger Beschichtung, die auf mechanischen Druck Farbe abgibt, benutzt zum Herstellen von Durchschriften oder Durchschlägen in der Schreibmaschine. Bei K. im engeren und im klassischen Sinn besteht der Träger aus dünnem und zähem, meist hadernhaltigem Papier, der Carbonseide, und die Beschichtung aus dem Pigment Ruß in dem Bindemittel Wachs. Heute wird für den Träger vielfach Kunststoff, also eine Folie (Polyester), und in der Schicht statt des Schwarzpigmentes andersfarbige Farbstoffe verwendet. H. Bansa

Vergilbung

(129 words)

Author(s): H. Bansa
Im allg. Sprachgebrauch die Ausbildung von Verfärbungen eines Materials in Richtung gelb, gelblich-braun o. ä. als Folge von chemischen Veränderungen, die zur Ausbildung von Doppelbindungen (z. B. -C=O) führen, im Laufe seiner Alterung. Im Papier unterliegt vor allem das Lignin des Holzstoffes der Vergilbung, ebenso auch bestimmte Leimungsstoffe ( Agar-Agar); reine Cellulose ist gegen sie recht beständig. Befördert wird sie in erster Linie durch Licht, insbes. durch dessen UV-Anteil, und auch durch Wärme; ebenso kann Alkalität (pH > 8) vergilbungsfördernd wirken. V. ist zwar…

Durchreißwiderstand

(124 words)

Author(s): H. Bansa
Eine der vielen Zahlen, die in der Papierindustrie zur Kennzeichnung der Festigkeitvon Papier gemessen werden. Nach DIN 53128 ist der D. die Kraft, die benötigt wird, um, von einem vorher hergestellten Einschnitt ausgehend, eine Probe von fester Länge in zwei Teile zu reißen. Zur Messung des D.s wird das Elmendorf-Gerät benötigt (benannt nach dem Erfinder, einem amer. Ingenieur). Die zentrale Einheit ist ein schweres Pendel. Gemessen wird dessen von der Papierprobe beim Durchreißen bewirkte Schw…

Katzen

(27 words)

Author(s): H. Bansa
im Papiermacherjargon eine Bezeichnung für zusammengesponnene Fasern, vornehmlich in Hadernstoff, die, wenn sie auf das Sieb geraten, Unebenheiten oder Unreinheiten im Papier bewirken. H. Bansa

Restaurieren

(58 words)

Author(s): H. Bansa
wörtlich (lat.) das Wiederherstellen oder auch das Erneuern von etwas Beschädigtem, Zerstörtem, Veraltetem. Im Kontext von Archiv, Bibliothek und Museum versteht man unter R. insgesamt alle Maßnahmen, die dem Erhalt der Materie eines dort aufbewahrten Objektes und der (Wieder–) Herstellung seiner zweckentsprechenden Benutzbarkeit dienen. Buchrestaurierung H. Bansa Bibliography Wächter, W.: Bücher erhalten, pflegen und restaurieren. Stuttgart 1997.

Bruch widerstand

(103 words)

Author(s): H. Bansa
Dieser Begriff wird in DIN 6730 im Sinne und anstelle von Bruchkraft gebraucht. Er bezeichnet die Kraft, die beim Zugversuch der Papierprüfung (DIN 53112) den Bruch (Reißen) des 15 mm breiten Prüfstreifens bewirkt. Der B. ist in erster Linie abhängig von der Dicke des Papiers oder der Pappe, in zweiter von der Qualität der Rohstoffe und ihrer Verarbeitung. Der Alterungszustand läßt sich gegenüber diesen Faktoren im B. kaum erfassen; auch ein sehr brüchiges Papier kann noch einen B. von einem Kil…

Schimmel

(309 words)

Author(s): H. Bansa
staubähnlicher, bisweilen auch krustenförmiger, meist gefärbter Überzug, hervorgerufen von den Fruchtkörpern von Schimmelpilzen. Deren wichtigster Lebensraum sind abgestorbene Pflanzenteile, zu denen in biologischer Definition auch der Faserrohstoff von Papier und Pappe, die Naturfasergewebe von Bucheinbänden und der Kleb- und Imprägnierstoff Kleister gehören. Schimmelpilze verbreiten sich über Sporen, die in der Erdatmosphäre allgegenwärtig sind und auf den umrissenen Substraten immer auskeimen…

Walzendruckpapier

(80 words)

Author(s): H. Bansa
ist eine bestimmte Sorte der maschinellen Buntpapiere, so benannt nach seiner Herstellungsweise. Das Ausgangsmaterial, ein in der Regel auf der Langsiebmaschine hergestelltes und deshalb in Rollenform vorliegendes Papier, wird in Walzenanlagen, wie sie im Hoch-, Tief- oder Kattundruck Verwendung finden, mit Dekor versehen. W. wurde zuerst von der Aschaffenburger Buntpapierfabrik seit Mitte des 19. Jh.s (1843?) hergestellt. Es gilt bzw. galt innerhalb der Sortenfülle der Buntpapiere als billige Massenware. H. Bansa Bibliography Grünbaum, G.: Buntpapier. Köln 1982, S. 181.

Natronzellstoff

(83 words)

Author(s): H. Bansa
ist der Zellstoff, welcher in einem alkalischen Verfahren mit Hilfe von Natriumhydroxyd hergestellt ist. Das Natronverfahren wird bzw. wurde vorwiegend bei Verwendung von schnellwachsenden Laubhölzern und Gräsern als Rohstoff eingesetzt. Es liefert im Vergleich zum Sulfit–, Sulfat– und neuerdings Organocellverfahren eine geringere Ausbeute und eine weniger gute Qualität. Insgesamt, auch bedingt durch das gen. Ausgangsmaterial, hat N. eine vergleichsweise geringere durchschnittliche Faserlänge und niedere Festigkeitseigenschaften. H. Bansa Bibliography Handb. der…

Papierdicke

(137 words)

Author(s): H. Bansa
Nach DIN 6730 Nr. 77 das «Maß zwischen sich gegenüberliegenden Oberflächen» eines Blattes aus Papier. Zum Messen dienen spezielle Geräte ( Dickenmesser); ihre reproduzierbare Handhabung ist in DIN 53 105 genau geregelt. Die P. steht in enger, wegen der verschiedengewichtigten Inhaltsstoffe (Fasern, Füllstoff) und unterschiedlicher Herstellung (/" Kalander) nicht strenger Relation zum Flächengewicht. Die P. von sehr dünnen Japanpapieren beträgt 20 Jim (5 g/m 2 ) und weniger, die von gutem histori…

Unbeschwertes Papier

(59 words)

Author(s): H. Bansa
Papier ohne Füllstoff, d. h. ein nur aus Faserstoffen bestehendes Papier, mit oder ohne Leimung. Der Ausdruck ist nur bei industriell hergestelltem Papier sinnvoll, da Handpapier, vor allem historisches, stets ohne Füllstoff hergestellt wurde. U. neigt zur Transparenz. Sein Aschegehalt liegt unter 6 Prozent. H. Bansa Bibliography Kotte, H.: Welches Papier ist das? 3. Aufl. Heusenstamm 1982

Papierprüfung

(230 words)

Author(s): H. Bansa
Die Papierindustrie bzw. die zugehörige Forschung hat eine Fülle von Verfahren zur reproduzierbaren Beschreibung der Qualitätsmerkmale von Papier bzw. Zellstoff entwickelt und ebenso streng einzuhaltende, in Normen festgelegte Bedingungen, unter denen sie durchzuführen sind. Die P. kann erfassen: äußere Eigenschaften (Format, Stärke, Gewicht, Glätte, Glanz); die Zusammensetzung (Fasern, Leimung, Füllstoffe jeweils in Art und Menge); die Festigkeit (Bruchlast, Berstwiderstand, Ein – und Durchreiß…

Steinglanzpapier

(93 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Papier, das nach der Blattbil-dung zum Erzielen einer geschlossenen und deshalb glänzenden Oberfläche mit einem geschliffenen Stein (Achat) bearbeitet wurde, historisch durch Reiben von Hand, in der industriellen Papierherstellung in einem entsprechend ausgerüsteten Walzwerk (Stein- oder Achatglättmaschine). Der so erzeugte Glanz bzw. die so erzielte Geschlossenheit der Oberfläche ist derjenigen, die sich im Friktions Kalander erzielen läßt, überlegen. H. Bansa Bibliography Labarre, E. J.: Dictionary and encyclopedia of paper and paper making. 2. Aufl…

Seite

(185 words)

Author(s): H. Bansa
allgemein und in direktem Sinn eine von mehreren Flächen eines Körpers, im Kontext des Buchwesens speziell von Papier, Pergament, Papyrus und anderen Beschreibstoffen. Deren S.n sind herstellungs- bzw. herkunftsbedingt verschieden strukturiert: bei Papier in Sieb- und Filz-S.n, bei Pergament in Haar- und Fleisch-S.n, bei Papyprus in die der horizontal liegenden Mate-rialstreifen, die leichter beschreibbar sind (recto), und die der vertikal liegenden. Letztere sind in der Papyrusrolle meist nicht…

Vélinpapier

(258 words)

Author(s): H. Bansa
Papier mit glatter Oberfläche und geschlossener Durchsicht. Bis in die Endzeit des Handschöpfens bestand das Sieb der Papiermacher aus dicht nebeneinander liegenden dünnen Stäben (Europa: Metall; Ostasien: Holz bzw. Bambus; Grashalme), die in gewissen Abständen durch Draht (Europa) oder Faden (Ostasien; Seide) miteinander verbunden waren und die im Blatt eine entsprechende Markierung (Rippung, Sieblinien) als Wasserzeichen ( Vergépapier, Ingrespapier) hinterließen. Im Orient (Ostasien, islamisch…

Mahlung

(86 words)

Author(s): H. Bansa
st in der Papierherstellung die Bezeichnung für die mechanische Behandlung, der die Fasern unterworfen werden, bevor aus ihnen Papier gemacht werden kann. Bei der schwächsten Form, dem Aufschlagen, werden nur die Faserbündel in Einzelfasern zerlegt. Bei der «röschen» M. werden die Fasern primär gekürzt, bei der «schmierigen» primär gequetscht und gespalten (Mahlgrad). Ersteres führt zu voluminösem, opakem, aber weniger reiß- und falzfestem, letzteres zu transparentem, festem, aber wegen der größ…

Lederpappe

(75 words)

Author(s): H. Bansa
Bezeichnung für nicht klar definierte, in irgendeiner oder in mehreren Eigenschaften, u.U. nur in der Farbe mit Leder vergleichbare Pappe. Das Wort L. kann begegnen für eine hochbitumierte und dadurch wasserabstoßend gemachte Pappe für die Schuhherstellung sowie für eine Pappe, die Lederfasern und für eine, die einen bestimmten Anteil an Braunschliff enthält. Der letztere Sprachgebrauch ist der häufigste. L. wird verwendet für Kartonagen, Schachteln, Mappen usw. sowie für spezielle technische Zwecke. H. Bansa

Ingrespapier

(162 words)

Author(s): H. Bansa
eine nicht mehr allg. übliche Bezeichnung, sondern eher ein Handelsname für Produkte der Firmen Renker-Zerkall und Hahnemühle für ein Büttenpapier(Maschinenbütten) mit bestimmten ästhetischen Eigenschaften, die es als Träger für Kunstwerke auf Papier geeignet machen (z.B. Kohlezeichnungen). I. ist meist farbig bzw. getönt und hat ein echtes Wasserzeichen (Rippung und Wasserzeichen im engeren Sinn). Hauptcharakteristikum ist die rauh gekörnte Oberfläche. Der Name geht zurück auf den Maler und Gra…

Kaolin

(50 words)

Author(s): H. Bansa
Tonerde, Porzellanerde, China Clay; chemisch eine nicht genau definierbare Mischung verschiedener hydratisierter Aluminiumsilikate. In der Papierherstellung in gereinigter Form der meistgebrauchte Füllstoff, und zwar ist der Name K. für die einfacheren, der Name (China) Clay für die feineren Sorten üblich. Diese werden auch als Streichpigment verwendet. H. Bansa

Dickenmesser

(110 words)

Author(s): H. Bansa
Gerät zur genauen Messung der Dicke eines blattförmigen Gebildes. Die zentrale Einheit des D. sind zwei parallele, ebene, runde Tastflächen, von denen die eine feststehend und die andere auf ihr glatt aufliegend, von ihr wegbewegbar und auf sie aufdrückbar ist. Die Probe wird zwischen die Tastflächen gelegt, diese werden aufeinander gedrückt, und die Dicke wird in Hundertstel (oder Tausendstel: µm) mm abgelesen. Zur normgerechten Dickenmessung muß die Tastfläche 200 mm2 (Durchmesser: 16 mm), der Tastdruck 100 kPa = 1 bar betragen, und der Tastdruck soll durch das…

TCF = Total chlorfrei

(76 words)

Author(s): H. Bansa
Der abschließende Prozeß der Herstellung von Zellstoff aus Holz ist die Bleiche zum Entfernen von Restlignin, das mit seinen chromophoren Gruppen eine Braunfärbung verursacht. Da bei den früher allg. üblichen Bleichmethoden mit elementarem Chlor und Chlorverbindungen Dioxin (in geringen Mengen) entstand, hat die Zellstoffindustrie auf chlorfreie Methoden umgestellt: EFC = elementarchlorfrei, TCF = total chlorfrei. H. Bansa Bibliography Bos, H. J. u. a. (Hrsg.): Das Papierbuch. Houten 1999, S. 114 bis 115

Durchscheinen

(42 words)

Author(s): H. Bansa
die meist störend wirkende Sichtbarkeit von Schrift und Bild, die auf der einen Seite eines Papiers oder ähnlichem stehen, auf dessen anderer. D. ist eine rein optische Erscheinung. Es tritt auf bei unzureichender Opazität des Schrift- oder Bildträgers. H. Bansa

Chinapapier

(51 words)

Author(s): H. Bansa
Im Druckerjargon Ausdruck für ein weiches, saugfähiges, meist leicht gelbliches Papier, dessen Hauptverwendungszweck die Herstellung von Probeabzügen im künstlerischen Tiefdruck ist. Der Ausdruck C. begegnet auch im Sinne von chinesisches Papier oder noch allgemeiner für bestimmte Sorten ostasiatischer Papiere (Japanpapier) oder für westliche Produkte, diesolche Sorten nachahmen. H. Bansa

Vorsatzpapier

(103 words)

Author(s): H. Bansa
Fachausdruck der Buchbindersprache. V. soll entsprechend der Funktion des Vorsatzes als Element der Verbindung zwischen Buchblock und Buchdeckeln reiß- und falzfest sein. Gewöhnlich ist es etwas dicker als das Papier des Buchblocks. Beim historischen und beim modern gestalteten Handeinband wurde bzw. wird als V. bisweilen Buntpapier verwendet und auch zum Dekor auf das eigentliche V. geklebt. Für den hochwertigen Hand- und auch Sortimentseinband kommt Büttenpapier (Maschinenbütten) zum Einsatz. …

Papierholz

(150 words)

Author(s): H. Bansa
in der Forstwirtschaft die Holzsorte(n), die an die Papier- bzw. Zellstoffindustrie zur Herstellung von Z' Holzschliff oder Zellstoff geliefert wird. P. ist im allg. Durchforstungsholz, das sich wegen seines geringen Stammdurchmessers für eine höherwertige Verwendung(Bauholz) nicht eignet. In Deutschland gilt als Regel, daß eine Papierfabrik, die Holzschliff verarbeitet und selbst herstellt, das P. der Wälder in ioo km Umkreis verbrauchen kann. H. Bansa Bibliography Handbuch der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 1. Niederwalluf 1971, S. 782-787 Grefermann, K.: B…
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