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Your search for 'dc_creator:( "H. Bansa" ) OR dc_contributor:( "H. Bansa" )' returned 212 results. Modify search

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Ofentrocken

(83 words)

Author(s): H. Bansa
(otro) ist nach DIN 6730 der Zustand, den eine Probe (Papier, Karton) annimmt, wenn sie mehrfach unmittelbar nacheinander, nämlich bis zur Gewichtskon- stanz, in einem Ofen bei 105 2° C getrocknet worden ist. Der Begriff ersetzt den früher verwendeten, aber meßtechnisch nicht erfaßbaren Begriff «absolut trocken» (atro). Der Gehalt an Inhaltsstoffen, z. B. solchen, die für die Alterungsbeständigkeit von Bedeutung sind (Calcium-, Magnesiumcarbonat, Alphacellulose, Pufferkapazität, Alkalilöslichkeit usw), wird auf die O.-Probe bezogen H. Bansa Bibliography DIN 6730, Ausga…

Buntpapiere

(283 words)

Author(s): H. Bansa
sind Papiere, die nach der Herstellung in einem eigenen Arbeitsprozeß mit Farbe versehen werden, meist einseitig und fast immer in Mustern. Gegensatz: farbiges Papier, Farbzusatz zur Masse vor der Blattbildung; gefärbtes Papier: Farbauftrag nach der Blattbildung noch in der Papiermaschine oder unmittelbar im Anschluß daran durch Tauchen oder durch ein Walzwerk. Handwerklich hergestellte B. waren vom 17. bis 19. Jh. für Bezug und Vorsatz des Bucheinbandes allgemein in Gebrauch. Im späteren 19. Jh…

Birkenrinde

(199 words)

Author(s): H. Bansa
ein Beschreibstoff, der in Nordindien und in den von dort buddhistisch missionierten Gebieten Zentralasiens im I. Jahrtsd. n. Chr. weit verbreitet war und der in Tibet auch später noch, bis in die Gegenwart hinein, benutzt wurde, dies freilich nur für kurze Texte und für bestimmte rituelle Zwecke als billiger Ersatz für das dort zu dieser Zeit allgemein verbreitete Papier. B. scheint sich als Ersatz-Beschreibstoff geradezu angeboten zu haben; sie kommt auch unabhängig von dem umrissenen Verbreit…

Absolut trocken

(39 words)

Author(s): H. Bansa
(atro). Theoretischer, meBtechnisch nicht exakt erfaGbarer Zustand eines vollig wasserfrei gedachten Papiers oder Zell- bzw. Holzstoffs. Heute er-setzt durch ofentrocken. Gegensatz Z lufttrocken (lu-tro). Das atro-Gewicht von Papier betragt 88 - 90% seines lutro-Gewichts. H. Bansa

Aquarellpapier

(45 words)

Author(s): H. Bansa
und Aquarellkarton. Holzfreies Zeichenpapier mit gekörnter Oberfläche (nach Typ verschieden), die bei Bemalen mit Wasserfarbe deren Leuchtkraft zur Geltung bringt. A. hat außerdem eine starke Leimung, die ein Abwaschen und ein Verfließen der Farben je nach der Absicht des Künstlers erlaubt. H. Bansa

Stockflecken

(110 words)

Author(s): H. Bansa
Flecken von in Braun und Grau spielender Färbung auf und in Büchern, als deren Hauptursache verschiedene Faktoren diskutiert werden: mikrobiologische (mykotische) Vorgänge, das Vorhandensein von Spuren von Eisen sowie das Zusammenwirken solcher Faktoren. Das Auftreten von S. ist meist ein Zeichen von zu feuchtem Aufbewahrungsklima. Die restauratorischen Techniken zu ihrer Beseitigung oder Milderung bestehen in oxidativem, manchmal auch reduktivem Bleichen. H. Bansa Bibliography Cunha, G. D.: Conservation of library materials. Vol. 1. Metu-chen 1971, S. 86–87:Baynes-Cop…

Desinfektion

(302 words)

Author(s): H. Bansa
eigentlich Unschädlichmachen von Krankheitserregern, im Zusammenhang mit Buch und Bibl, im erweiterten Sinn für alle Maßnahmen der Bekämpfung von biologischen Schäden und Gefahren gebraucht, d. h. auch für Entwesen (Bekämpfen von Insekten und höheren Tieren) und für Sterilisieren (Bekämpfen von Keimen und Sporen). Von den diversen in Medizin, Hygiene, Landbau, Lebensmittelgewerbe usw. entwickelten und eingeführten D.s-Techniken kommen für Buch und Bibliothek das Vergiften und das Erfrieren, manc…

Bariumhydroxid

(50 words)

Author(s): H. Bansa
Chemikalie zur nichtwäßrigen Neutralisierung von Papier. Die bis zu 1%ige methanolische Lösung (19 Gramm des handelsüblichen Oktohydrats in 1 Liter Methanol) wird aufgesprüht oder -gestrichen. Nach Verdunsten des Lösungsmittels wird B. zu Bariumcarbonat, das im Papier eine ähnliche Wirkung hat wie die anderen Erdalkalicarbonate (Calcium, Magnesium). H. Bansa

Ausfallmuster

(23 words)

Author(s): H. Bansa
Ausfallbogen, -rolle, -Stapel. Ein für die Qualität eines angebotenen Papiers repräsentatives Stück, das dem Besteller zur Prüfung überlassen wird. H. Bansa

Reißlänge

(90 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 ist die (theoretische, d. h. errechnete) Länge einer an einer Seite befestigten frei hängenden Papierbahn, bei der diese unter ihrem Eigengewicht direkt unterhalb der Befestigung abreißen würde. Ihre Einheit ist der Kilometer. Sie wird errechnet aus dem im Zugversuch ermittelten Bruchwiderstand, dem Flächengewicht, der Breite der zum Zugversuch verwendeten Probe und Faktoren zur Harmonisierung der verschiedenen Maßeinheiten. H. Bansa Bibliography Tafeln zur Ermittlung der Reißlänge von Papier. Hrsg, vom VEB Werkstoffprüfmaschinen. Leipzig 1954 Liebau, D. / We…

Batikpapier

(128 words)

Author(s): H. Bansa
ein Buntpapier, das in der aus Südostasien stammenden Ausspar-Färbtechnik für Textilien gefärbt ist. Das ungefärbte Tuch bzw. Blatt wird vor dem Eintauchen in Farbbrühe bzw. vor dem Bestreichen stellenweise und in Mustern mit Wachs o. ä. bemalt oder bestempelt, damit es dort keine Farbe annehmen kann. In die feinen Schrumpfrisse des Wachses dringt die Farbe dennoch ein und bewirkt eine feine Aderung, ein Effekt, der durch Knittern nach dem Wachsen verstärkt werden kann. Nach dem Färben — dieses …

Antichlor

(29 words)

Author(s): H. Bansa
Reduktionsmittel zum Zerstören von Bleichmittelresten nach dem restauratorischen Bleichen von Papier. Meist wird Natriumthiosulfat verwendet, worunter deshalb auch A. im engeren Sinne zu verstehen ist. H. Bansa

Median

(67 words)

Author(s): H. Bansa
war unter den alten, durch Beschluß vom 13.6. 1883 des Vereins Deutscher Papierfabriken abgeschafften Formatnamen die Bezeichnung für ein Blatt in der Größe eines einmal in der Mitte parallel zur kürzeren Kante, also zu Folio (2 °) gefalteten handgeschöpften Bogens mittlerer Größe. Ein genaues Maß läßt sich nicht angeben. M. ist kleiner als Atlas, Elephant, Royal und größer als Bischof, Einhorn, Kanzlei. Format H. Bansa

Büttenrand

(84 words)

Author(s): H. Bansa
im engeren Sinne die in der Linienführung unregelmäßige und von innen nach außen dünner werdende Randpartie eines Papierbogens, die beim Papiermachen am Rand der Schöpfform entsteht, im weiteren Sinne auch die unbeschnittenen, faserigen Ränder von Blättern, die auf der Rundsiebmaschine hergestellt wurden. Der B. ist ein ästhetisches Qualitätsmerkmal von Papier. Er wird deshalb bei Maschinenpapier imitiert, entweder auf dem Sieb durch Trennen der Bahn zu Blättern mit einem Spritzwasserstrahl oder nach dem Trocknen durch Beschneiden mit einem unregelmäßig welligen Messer. H. …

Mahlgrad

(102 words)

Author(s): H. Bansa
st eine Maßzahl der Papierindustrie zur Beschreibung der Konsistenz der Fasern vor der Blattbildung. Der M. gibt die Geschwindigkeit an, mit der das Wasser unter bestimmten Bedingungen aus einer definierten Suspension abläuft. Sein Meßwert ist °SR (Grad Schopper-Riegler). Längere Mahlung bei hoher Geschwindigkeit, geringem Gegeneinanderdruck der Maschinenteile, zwischen denen gemahlen wird, und hohe Stoffdichte führen zu hohem M. (ca. 50—80 °SR): Ausdruck für stark fibrillierte Fasern, d. h. sch…

Aufschluß

(77 words)

Author(s): H. Bansa
Gesamtheit der Arbeitsvorgänge, die nötig sind, um aus gewachsenen Rohstoffen, im engeren Sinn aus Holz, Stroh, usw., Fasern für die Papierherstellung zu gewinnen. Man unterscheidet zwischen mechanischen und chemischen Verfahren des A.s. Erstere zerkleinern den Rohstoff; Ergebnis: Holzschliff. Letztere separieren aus ihm die Cellulose und befreien sie von ihren Begleitstoffen; Ergebnis: Zellstoff. Die Arbeitsvorgänge, denen diese Faserstoffe dann noch unterworfen werden müssen, bevor aus ihnen Papier gemacht werden kann, bezeichnet man als Aufbereitung. H. Bansa

Mittelfeines Papier

(50 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein in der Umgangssprache des Papierhandels und des graphischen Gewerbes bisweilen gebrauchter Begriff für Schreib – oder Druckpapiere, welchedie in DIN 730 für «Feinpapier» festgelegte Bedingung (hochwertig holzfrei) nicht erfüllen und die nach ihren sonstigen Eigenschaften als kostengünstiger Ersatz für diese Sorten gelten können. H. Bansa

Illig, Moritz Friedrich

(542 words)

Author(s): H. Bansa
* 30. 10. 1777 in Darmstadt, † 26. 7. 1845 ebd. Papiermacher und Ingenieur; Erfinder der Leimung des Papiers in der Masse und mit Harz unter Zusatz von Alaun als Fällungsmittel. I.s Vater und Großvater waren Papiermacher. Er selbst hatte das Uhrmacherhandwerk gelernt und galt seinen Zeitgenossen als ein «der mechanischen und mathematischen Wissenschaften Beflissener», muß aber in seinem Vaterhaus auch mit den Papiermachertechniken seiner Zeit intensiv vertraut gemacht worden sein. Nach drei Wanderjahren in der Schweiz kehrte …

Carrageen

(84 words)

Author(s): H. Bansa
Karrag(h)en, irländisches Moos, Perlmoos, Knorpeltang, Lichen irlandicus, getrocknete nordatlantische Rotalgen, benannt, wie es heißt, nach einem Ort in Irland, wo C. früher offenbar gesammelt und in Handelsform gebracht wurde. C. bzw. das aus ihm durch Kochen herauszuziehende Carrageenan, eine schleimige, aus verschiedenen Polysacchariden bestehende, mit Agar-Agar verwandte Substanz eignet sich neben der Hauptverwendung in der Lebensmittel– und in der kosmetischen Indutrie (Geliermittel, Salben…

Basil

(56 words)

Author(s): H. Bansa
englische Bezeichnung für bestimmte Schaffelle aus Indien, Australien und Neuseeland, meist vegetabilisch gegerbt. B. ist wie jedes Schafleder wegen seiner Weichheit und der wenig abriebfesten hautartigen obersten Schicht als Buchbinderleder wenig geeignet, wurde aber nichtsdestoweniger in der ersten Hälfte des 20. Jh.s, vor dem Aufkommen der Kunstleder, viel für diesen Zweck verwendet. H. Bansa

Celluloseacetat

(102 words)

Author(s): H. Bansa
Acetylcellulose, mit Essigsäure ver-esterte, d.h. an den OH-(Hydroxyl-) Gruppen chemisch veränderte Cellulose, die dadurch die Eigenschaften eines thermoplastischen Kunststoffs annimmt. Hochver-estertes C. (an allen drei Hydroxylgruppen: Triacetat) begegnet im Bereich Buch und Bibliothek als Trägermaterial von Filmen: Acetatfilm, Sicherheitsfilm im Gegensatz zu dem älteren, sehr feuergefährlichen Cellulosenitrat; die Verwendung von C. für diesen Zweck geht heute zurück zugunsten von Polyester. F…

Papiervolumen

(110 words)

Author(s): H. Bansa
ein Ausdruck für das Verhältnis zwischen Dicke und Gewicht eines Papierblattes. Das «spezifische P.» (oder einfach das Volumen) wird berechnet als Division von Dicke (Papierdicke) in µm durch Flächengewicht in g / m 2 . Das Ergebnis ist, je nach Porosität, mehr oder weniger harter Kalandrierung, Füllstoffgehalt usw. in der Regel eine Zahl gleich oder größer als 1. In ersterem Fall spricht man von einfachem, in letzteren von xfachem (anderthalbfachem, doppeltem usw.) P. Je höher die Zahl für das P., desto stärker trägt das Papier — bei gleichem Gewicht — auf. H. Bansa Bibliography Handb. …

Kaliumpermanganat

(113 words)

Author(s): H. Bansa
übermangansaures Kalium (KMnO4 ). Ein verbreitetes Oxydationsmittel, das — früher häufig, heute seltener — zur Desinfektion und zur Beseitigung übler Gerüche verwendet wird. Unter den Mitteln zum restauratorischen Bleichen von Papier durch Oxydation ist K. zwar das wirksamste und stärkste; es ist jedoch fast unmöglich, die Wirkung des Vorgangs so zu steuern, daß die Patina eines alten Papiers durch eine Behandlung mit K. hindurch bewahrt und daß nicht die Cellulose (Celluloseacetat) des Papiers …

Verfilzung

(97 words)

Author(s): H. Bansa
Im allg. Sprachgebrauch die Herstellung oder Entstehung eines räumlichen, mehr oder weniger festen Gebildes aus Fasern durch deren unregelmäßiges, wirres in- und umeinander Verschlingen und Verhaken. In der Papierherstellung der entsprechende Vorgang bei der Blattbildung auf dem Sieb. Der wesentliche Faktor dabei ist die Ausbildung von Wasserstoffbrückenverbindungen zwischen den Fasern und Fibrillen, die vorher durch Mahlen im Holländer oder Refiner (modern) oder durch Stampfen (historisch in Eu…

Wässern

(332 words)

Author(s): H. Bansa
der statt «Waschen», was eine aktive Maß-nahme suggeriert, eingebürgerter Fachausdruck der Buch- bzw. Papier- Restaurierung. Der Zweck ist das Ausschwemmen von Verschmutzungen, wie sie durch einen Wassereinbruch in das Buch kommen können, und von sauren chromophoren Abbauprodukten im Papier (Vergilbung), die im Laufe seiner Alterung entstehen. Die von Staub und anderen Verschmutzungen trokken – durch Abkehren oder auch vorsichtiges Radieren bis befreiten Blätter werden in Wasser geeigneter Zusam…

Buchenholz

(67 words)

Author(s): H. Bansa
Die im späteren MA und in der Frühneuzeit, der klassischen Epoche des Holzdeckeleinbands, in Mittel- und Westeuropa für diesen Zweck meistgebrauchte Holzart. B. ist (und war) ein billiges Holz; es läßt sich auch leicht bearbeiten. Als Buchmaterial ist es deshalb eigentlich nicht geeignet, weil es leicht vom Holzwurm befallen wird. H. Bansa Bibliography Jäckel, K.: Alte Techniken 3: Holzdeckel. In: Bibliotheksforum Bayern 5. 1977, S. 122–130.

Benzin

(112 words)

Author(s): H. Bansa
Sammelbegriff für verschiedene Produkte der Erdöldestillation, nicht vollst. definierbar. Alle B.e sind wasserhelle, leicht flüchtige und leicht brennbare Flüssigkeiten, Gemische aus verschiedenen überwiegend aliphatischen, d. h. aus kettenförmigen Molekülen bestehenden Kohlenwasserstoffen. Die B.-Arten Petroläther, Wund.-B., Test-B. unterscheiden sich nur in der verschiedenen Verdunstungstemperatur. B. ist ein sehr gutes Lösungsmittel fur Fette, Wachse und Harze und wird wegen dieser Eigenschaf…

Kunststoff-Folie

(261 words)

Author(s): H. Bansa
Unter K. versteht man im fachbezogenen Sprachgebrauch ein ebenes, flächen – bzw. bogenförmiges Gebilde aus Kunststoff, das im Falle, daß es aus weichem Material besteht, nicht dicker ist als ca. 1 mm, sowie im Falle, daß es aus hartem Material besteht, nicht dicker ist als ca. 0,5 mm. Im Buchwesen werden fast ausschließlich klarsichtige, thermoplastische K.n verwendet, und zwar zur Herstellung von Einbänden, zur Umhüllung zu deren Schutz, als Schutzhüllen für einzelne BL, als Schmelzkleber zur restauratorischen Festigung von brüchigen Bl.n bz…

Aluminiumsulfat

(53 words)

Author(s): H. Bansa
im Sprachgebrauch des Papiermachers Alaun. Aluminiumsalz der Schwefelsäure, das sich mit stark saurer Reaktion in Wasser löst. Der pH-Wert der I%igen Lösung beträgt 3,4. Seit Erfindung der Harzleimung gilt Alaun als unentbehrlicher Hilfsstoff bei der Papierproduktion. Auf seinen Einsatz gehen in erster Linie die sauren pH-Werte moderner Papiere zurück. H. Bansa

Pauscht

(86 words)

Author(s): H. Bansa
im Fachjargon des untergegangenen Papiermacherhandwerks Bezeichnung für den Stapel des unmittelbar nach dem Schöpfen abwechselnd mit Filzen zum kurzen Pressen aufeinandergelegten Papiers. Ein P. bestand in der Regel aus 180 Papierbögen und 181 Filzen. Der Ausdruck lebt in der Wickelpappenherstellung fort und wird auch in der Redensart «in Bausch und Bogen» allg. gebraucht. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. Hrsg, von J. Sandig. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1397 Walenski, W.: Wb. Druck + Papier. Frankfurt a. M. 1994, S. 236.

Papierspaltverfahren

(234 words)

Author(s): H. Bansa
ein Verfahren zum Festigen sehr brüchigen und beidseitig beschriebenen oder bedruckten Papiers, bei dem das bei starker Brüchigkeit immer notwendige zweite blattförmige Gebilde innen hinein, zwischen die vorher in zwei Hälften gespaltenen beiden Blattoberflächen gebracht wird (nicht wie beim Einbetten oder Laminieren außen auf das Objekt). Auf die beiden Oberflächen wird zunächst mit einem leicht wasserlöslichen Klebstoff (Gelatine einer bestimmten Viskosität) je ein Trägerpapier geklebt. Der Kl…

Barytpapier

(50 words)

Author(s): H. Bansa
Fotopapier, das unter der Emulsion einen absolut glatten Strich mit Bariumsulfat als Streichpigment hat. Er bildet einen vollen und scharfen Kontrast zum schwarzen Silber der (entwickelten) Photographie. B. ohne Fotoemulsion wird im Offset- und im Tief-druck wegen dieser seiner Kontrastbildung für Vorlagen zur Druckformherstellung eingesetzt, (Barytpapierabzug). H. Bansa

Bindemittel

(203 words)

Author(s): H. Bansa
derjenige Teil der Pigment-Farbmittel (Farbe) und der Streichmittel, der vor der Verarbeitung tung flüssig ist und unmittelbar nach ihr fest wird, sei es durch Verdunsten eines Lösungsmittels im B., durch Erstarren, Verharzen oder Vernetzen. B. haben die Funktion, die Pigmentteilchen untereinander und mit dem Untergrund (Papier) zu verbinden. Für die Malerei gilt tendenziell, daß B. die Farbwirkung der Pigmente beeinträchtigen, ihre Lichtechtheit und Abriebfestigkeit aber erhöhen. Die Restaurier…

Ausstattungspapier

(26 words)

Author(s): H. Bansa
und Ausstattungskarton. Ein an der Oberflache zum Erzielen einer asthetischen Wirkung gestaltetes holzfreies Schreibpapier, meist mit Prägung oder Pressung: Leinen, Hammerschlag usw. H. Bansa

Agar-Agar

(54 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Extrakt aus bestimmten Seetangen, bestehend aus verschiedenen, im einzelnen nicht definierbaren Polysacchariden, von denen einige. im Gegensatz zu der chemisch verwandten Stärke, nicht beständig sind. A. wurde seit dem 16. Jh. verschiedentlich als Leimung für Papier gebraucht. Es fördert seine Alterung und bewirkt eine starke, manchmal tiefbraune Vergilbung. H. Bansa

Sulfitzellstoff

(172 words)

Author(s): H. Bansa
der durch Kochen unter Druck in sauren Lösungen von Sulfiten oder Bisulfiten (Calcium-. Magnesium-, Natrium-, Ammonium-) hergestellte pflanzliche Faserrohstoff für Papier. Die Funktion des Sulfits ist dabei die Überführung des Lignins und der anderen Stoffe, die neben der Cellulose die Pflanzenmasse (Holz, auch Stroh) ausmachen, in lösliche Formen, die mit der Sulfitablauge ab- und anderer Verwendung (Sulfitsprit, Brennmaterial u. ä.) zugeführt werden. Das Cellulosemolekül bleibt von diesem scha…

Schleifer

(49 words)

Author(s): H. Bansa
Im Kontext der Papierherstellung besser Holzschleifer. Maschinen-Anlage zum Herstellen von Holzschliff aus zugeschnittenen und entrindeten Baumstämmen. Die Entwicklung geeigneter S. ist der Beitrag von Heinrich Voelter zur Erfindung von F. G. Keller. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 1. Niederwalluf 1971, S. 773–777

Vertikalsortierer

(75 words)

Author(s): H. Bansa
in der Papierindustrie eine Anlage zum Entfernen von Unregelmäßigkeiten und Verunreinigungen aus dem im Refiner (Holländer) aufbereiteten «Stoff», d. h. der dort fibrillierten (= gespaltenen) und gekürzten Fasern. V., die in der modernen maschinellen Papierherstellung die Aufgabe des früher üblichen Knotenfängers übernommen haben, sind Bestandteil von geschlossenen Systemen zur Aufbereitung der Fasersuspension vor ihrem Aufbringen auf das Papiersieb. H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 2. Niederwalluf 1971, S. 1991.

Viskosität

(124 words)

Author(s): H. Bansa
Die mehr oder weniger zähe Fließfähigkeit von Flüssigkeiten wird in der Chemie zur Bestimmung von deren und von daraus abgeleiteten Eigenschaften gemessen (Viskosimetrie). In der Cellulosechemie bzw. der Forschung zur Papierkonservierung dient sie zur Bestim-mung des Polymerisationsgrades, d. h. der Größe der Makromoleküle. Die Cellulose wird in bestimmten Substanzen aufgelöst, und es wird die Zeit gemessen, mit der die Lösung durch eine dünne Röhre (Kapillare) fließt oder mit der ein definierte…

Alfa-Papier

(22 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein Papier mit hohem Anteil von Alfa-Zellstoff, das sich vor allem durch Maßhaltigkeit, Weichheit und Elastizität auszeichnet. H. Bansa

Buchrestaurierung

(473 words)

Author(s): H. Bansa
Gesamtheit der Arbeiten, die durchgeführt werden, um einem Buch die verlorengegangene materielle Festigkeit und Funktion wiederzugeben, unter Annäherung an den materiellen Habitus, den es aufwies, bevor es in einzelnen seiner Teile Festigkeit und Funktion verloren hat. Dieses Ziel wird erreicht durch die Wiederverwendung aller Materie, die noch vorhanden ist, durch die Verwendung artgleicher und optisch, taktil usw. angepaßter neuer Materie im Verbund mit der alten und durch die Anwendung der Te…

Blatt

(38 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN («Deutsche Industrie Norm») 6730 die Bezeichnung für Papier und Karton (Pergament, Papyrus usw.) im ungefalzten Zustand und kleiner als DIN A3 (297 X 420 mm). Beide Kriterien unterscheiden das B. vom Bogen. H. Bansa

Alfa-Zellstoff

(39 words)

Author(s): H. Bansa
Hochwertiger Halbstoff aus verschiedenen im westlichen Mittelmeerraum heimischen schilfähnlichen Steppengräsern: Alfa bzw. Haifa (algerisch), Esparto (spanisch). A. gehört zu den Stroh- Zellstoffen. Die Fasern zeichnen sich durch feine und gleichmäßige Struktur aus. Verwendung im Alfa-Papier. H. Bansa

Papiermasse

(127 words)

Author(s): H. Bansa
Im Bastelwesen oder auch im Kunstgewerbe kann man einen breiartigen, plastisch verformbaren und beim Trocknen fest werdenden Werkstoff aus Fasern, wie sie zur Papierherstellung verwendet werden können, mit oder ohne Beimengung eines Klebstoffes (Kleister, Methylcellulose) als P. bezeichnen, in Unterscheidung vom Papiermaché, das aus zerkleinertem Papier hergestellt wird. In der Papierherstellung kennt man zwar die Formulierung «in der Masse» und auch Zusammensetzungen mit «Masse» (Z.B. Masseleim…

Neutralisieren

(270 words)

Author(s): H. Bansa
Unter N. versteht man in Zusammenhang mit dem Buchwesen bzw. der Papierrestaurierung das Zuführen eines alkalischen Stoffes zum Zerstören von Säure, die im Papier vorhanden ist, und zum Schaffen eines Puffers gegen Säure, die dort im Laufe der Alterung oder infolge der Umweltverschmutzung entsteht, damit diese fürderhin die Hydrolyse, einen der Faktoren der Alterung von Papier, nicht mehr katalytisch fördern kann. Als bestgeeignete und vielleicht – abgesehen vom Umschlagen mancher Farbstoffe bei…

Negativpapier

(37 words)

Author(s): H. Bansa
war in der Reproduktionstechnik vor deren Revolutionierung durch die Elektronik ein Papier, das wie Planfilme und Photoplatten mit einer silbersalzimprägnierten Gelatineschicht versehen war und das aus Kostengründen an deren Stelle verwendet werden konnte. H. Bansa

Streichmittel

(45 words)

Author(s): H. Bansa
oder Streichmasse zur Herstellung gestrichener Papiere; es besteht aus einem Bindemittel (früher Kasein, heute Kunststoffdispersion, auch Stärke, Leim, Cellulosederivate) und einem Pigment (Kreide, Kaolin u. a., auch farbige). H. Bansa Bibliography Handb. der Papier- und Pappenfabrikation. 2. Aufl. Bd. 1. Niederwalluf 1971, S. 596–599.

Kraftpapier

(49 words)

Author(s): H. Bansa
nach DIN 6730 das aus Kraftzellstoff, u. U. unter Zuschlag von Kraftaltstoff hergestellte Papier. Es gibt verschiedene Sorten K.: Kraftkaschierpapier, Kraftkreppapier, Kraftpackpapier, Kraftsackpapier, Kraftseidenpapier u.a.m. Kraftpackpapier wird in der Hand–, Sortiments– bzw. Bibl.buchbinderei zum Zusammenhängen von Deckelpappen und Rückeneinlage, für Hülsen, zum Gegenkaschieren usw. gebraucht. H. Bansa

Japanpapier

(283 words)

Author(s): H. Bansa
Sammelbezeichnung für Papiere, die in Japan (oder in Nachbarländern, z. B. Taiwan und Korea für japanische Händler) ganz, überwiegend oder z. T. aus bestimmten, dort heimischen Rohstoffen hergestellt sind. Charakteristisch für J. sind die langen Fasern (bisweilen einige em), die zu außerordentlich festen bzw., wenn diese Eigenschaft angestrebt wird, außerordentlich dünnen (0,02 mm), deshalb transparenten und trotzdem relativ festen Papieren führen. Diese Fasern stammen aus dem Bast bestimmter St…

Yield Prinzip

(38 words)

Author(s): H. Bansa
ist ein in der Papierindustrie bisweilen gebrauchter Ausdruck für das Streben nach einer möglichst günstigen Relation zwischen eingesetztem gewachsenem Rohstoff, d. h. Holz verschiedener Herkunft, und papierfähigem Faserstoff, d. h. Holzstoff oder Zellstoff. H. Bansa
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