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Your search for 'dc_creator:( "Mittag, Achim" ) OR dc_contributor:( "Mittag, Achim" )' returned 44 results. Modify search

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Rhabarber

(853 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. GemüserhabarberDer Rh. gehört wie etwa Sauerampfer und Buchweizen zu den Knöterichgewächsen. Von dem allseits bekannten Gemüse-Rh. (lat. Rheum rhabarbarum), aus dessen Blattstielen Kompott, Kuchen oder Marmelade gemacht wird, ist der China- oder Medizinal-Rh. ( Rheum palmatum) zu unterscheiden. Letzterer ist an seinem Stengel zu erkennen; er erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 3 m, verzweigt sich im Bereich des Blütenstandes und ist dicht mit Blütenquirlen besetzt. Ausschließlich seine Wurzel fand mediz. Verwendung [8. 841–851].Kultivierung und Verzehr des Gemüse-R…
Date: 2019-11-19

Kotau

(898 words)

Author(s): Mittag, Achim
Das heutige umgangssprachliche Verständnis des K. (von chines. ketou, »mit dem Kopf auf den Boden aufschlagen«) als eines selbsterniedrigenden Respektbekundungs- und Unterwerfungsgestus (»seinen K. machen«) geht auf ein vom Qing-Reich (1644–1911) der Mandschus eingeführtes Ehrerbietungsritual zurück, welches im Zusammenhang mit dem Tribut-System institutionalisiert wurde. Bei diesem dreifach hintereinander ausgeführten Ritus warf sich der Grüßende bzw. Bittsteller in gebührendem Abstand vor der Autoritätsperson – einem Amts- und Würdenträger, nicht nur dem Kaiser …
Date: 2019-11-19

Chinesische Welt

(7,521 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Chinas Stellung in der frühneuzeitlichen Welt 1.1. China und Europa in der Frühen NeuzeitAm Anfang der Frühen Nz. steht China. Vordergründig verweist dies zum einen auf jene drei aus China stammenden technischen Errungenschaften, die in besonderer Weise zur Signatur der Nz. gehören – Kompass, Schießpulver (Schwarzpulver) und Buchdruck. Zum anderen rücken damit die Modernitätsmerkmale des frühnzl. Chinas in den Blick: die generelle Wertschätzung von Bildung oder die vergleichsweise früh (in der Übergangszeit von …
Date: 2019-11-19

Palasteunuch

(888 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Grundlagen P. hatten in China eine lange, vermeintlich bis ins 8. Jh. v. Chr. zurückreichende Tradition, obwohl die Entmannung der mit der Ahnenverehrung vorgegebenen relig. Leitvorstellung – der Sicherung der Generationenabfolge durch Zeugung von Nachkommen – zuwiderlief. Deshalb war im chines. Kaiserreich die Anstellung von P. streng auf den Kaiserhof beschränkt. Ihre Grundaufgabe war die Bedienung der Frauen des kaiserlichen Harems. Im Lauf der Zeit weiteten sich jedoch ihre Tätigkeitsfelder stark aus: von der Abfallbeseitigung und Wege- und Gebäudereinigung in der »V…
Date: 2019-11-19

Große Mauer

(895 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Entstehung und europäische WahrnehmungAls G. M. bzw. »Chinesische Mauer« ( wan li changcheng, »Zehntausend-Meilen-Wall«) wurde in Europa seit der zweiten Hälfte des 16. Jh.s »die Welt bekannte Mauer, welche das Kayserthum China an sich selbst von der grossen Tartarey unterscheidet« [1. 1614], bezeichnet, bestaunt und beschrieben (Chinesische Welt).Das vielzitierte Wort, die G. M. sei imposanter als alle Sieben Weltwunder zusammengenommen, geht auf den Jesuitenmissionar Ferdinand Verbiest (1623–1688) zurück [4. 206]. Gelehrte der Aufklärung (z. B. Voltaire) stellt…
Date: 2019-11-19

Kaiserkanal

(726 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Europäische Wahrnehmung und Berichterstattung In der nzl. europ. Wahrnehmung und Berichterstattung über China rangierte unter den Bauwerken gleich hinter der Großen Mauer der K., der längste künstliche Wasserweg der Welt. Aufklärungshistoriker versicherten, dass der K. »alles das übertrifft, was man wundernswürdiges von dieser Art in Europa siehet« [1. 17]. Bereits Marco Polo berichtete von den breiten und tiefen, Flüsse und Seen verbindenden Kanälen, die selbst wie ein großer Fluss wirkten [4. 312]. Allerdings sind die Angaben zum K. in europ. Berichten meist nu…
Date: 2019-11-19

Ritenstreit

(1,699 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Historische Bedeutung Als R. bezeichnet man die im 17./18. Jh. langanhaltende Auseinandersetzung über die Missions-Tätigkeit der Jesuiten in China – genauer gesagt über das jesuitische (= jes.) Missionskonzept der Akkommodation (= Akk.). Eine wesentliche Rolle spielte dabei die Frage, inwieweit den chines. Konvertiten (Konversion) die Ausführung der Riten im Ahnen- und Konfuziuskult gestattet werden könne. Der R. bedeutete zugleich – nach den frühen Kulturkontakten in der Antike und dann den Franziskaner-Missionen sowie der Reise Marco Polos im MA – das Ende der dr…
Date: 2019-11-19

Mandarin

(806 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Begriff Der im Deutschen erstmals um 1630 nachgewiesene Begriff M. leitet sich vom portug. mandarim her, das wiederum auf das malaiische menteri und Sanskrit mantrin (»Minister«, »Ratgeber«; von Sanskrit mantra, »Rat«) zurückgeht. In dieser Bedeutung wurde der Ausdruck zuerst von den Portugiesen für Angehörige der chines. Amtsträgerschicht verwendet und in der Folge in viele andere europ. Sprachen übernommen. Später wurde der Begriff auch auf andere Elemente der chines. Kulturwelt übertragen, namentlich auf die im nordchines. Dialekt gesp…
Date: 2019-11-19

Yin-Yang-Symbolik

(1,194 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Bedeutung Das heutzutage weltweit verbreitete chines. Yin- Yang-Symbol zeigt einen S-förmig geteilten Kreis, dessen Hälften schwarz (für Yin) und weiß (für Yang) gestaltet sind, mit einem weißen bzw. schwarzen Punkt inmitten des »Kopfes« der jeweiligen andersfarbigen Kreishälfte. Seine Popularität erklärt sich aus der Anschaulichkeit, mit der die perfekte gegenseitige Ergänzung zweier Gegensätze – Yin steht für die Erde und das Dunkle, Weiche, Weibliche; Yang für den Himmel und das Helle, Harte, Männliche – augenscheinlich gemacht wird.Das Gegensatzpaar Yin und Yang trat…
Date: 2019-11-19

Überseechinesen

(1,978 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. ÜberblickAls Ü. bzw. Auslandschinesen (chines. huaqiao [11. 26–30]) werden allgemein Menschen chinesischer Abstammung bezeichnet, die außerhalb Chinas (Volksrepublik, Hongkong und Macao) und Taiwans leben, sei es temporär, auf Dauer oder schon seit mehreren Generationen, mit z. T. starker ethnischer und kultureller Vermischung und entsprechend lockerer Bindung an die chines. Heimat. Die Unschärfe des Begriffs vergrößert sich noch dadurch, dass er auf unterschiedliche Auswanderungsmuster und Diasporen bezogen wird, die sich im Laufe einer über tausendjähri…
Date: 2019-11-19

Macartney-Mission

(936 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Hintergrund und Verlauf »Wie Euer Gesandter mit eigenen Augen sehen kann, besitzen wir alles. Ich lege keinen Wert auf merkwürdige oder raffiniert ersonnene Gegenstände und habe keine Verwendung für die Erzeugnisse Eures Landes« [3. 340] – diese schroffe Zurückweisung des brit. Wunsches nach Handelserleichterungen durch den betagten Qianlong-Kaiser steht im Zentrum des Briefs, der Lord George Macartney bei Beendigung seiner Mission am chines. Hof 1793 an den engl. König George III. mitgegeben wurde. Weitere – ebenso abschlägig beschiedene – Bitten Großbritanni…
Date: 2019-11-19

Neokonfuzianismus

(1,293 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Begriff und GrundlagenUnter N. wird im engeren Sinne der Konfuzianismus der Song- bis Ming-Zeit (10.–17. Jh.), im weiteren Sinne dagegen jene in der Übergangszeit von der späten Tang- zur Song-Dynastie (9./10. Jh.) anhebende, sich in der Song-Dynastie (960–1279) ausbildende und bis zum Ende der Ming-Dynastie (Mitte 17. Jh.) intellektuell dominante chines. Denktradition verstanden, die über ganz Ostasien bis nach Korea, Japan und Vietnam ausstrahlte und nachhaltig die Sinnstrukturen und Wertevorstellungen des spätkaiserlichen China prägte und z. T. bis…
Date: 2019-11-19

Chinese, Overseas

(2,208 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. OverviewThe term Overseas Chinese (Chinese huaqiao[11. 26–30]) denotes in general people of Chinese background who live outside China (the People’s Republic, Hong Kong, and Macao) and Taiwan, whether temporarily or permanently, or families that have done so over many generations, displaying sometimes strong ethnic and cultural assimilation and correspondingly loose ties with the Chinese homeland. The imprecision of the term is further exaggerated in that it refers to a variety of patterns of emigra…
Date: 2019-10-14

Grand Canal (China)

(818 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. European perceptions and reporting In early modern perceptions and reporting of China, the Grand Canal, the longest artificial waterway in the world, was ranked second only to the Great Wall among manmade structures. Enlightenment-era historians affirmed that the canal “overshadows everything that one might call wondrous of this nature in Europe” [1. 17]. Marco Polo had already told of the wide, deep canals that connected rivers and lakes and that themselves seemed like a great river [4. 312]. Yet information about the Grand Canal in European reports was for the mo…
Date: 2019-10-14

Universal History (Chinese perspective)

(1,769 words)

Author(s): Mittag, Achim
Traditional Chinese historiography (historiography, pre-modern ) was not unfamiliar with a universal historical perspective. One of its categorical requirements was the world view already formulated in a nutshell in the early Zhou dynasty according to which the Chinese ruler as Son of Heaven ( tianzi) was placed over "everything under heaven" ( tianxia ). Against the background of the consolidation of this idea of rulership and after the establishment of the unified empire under the Qin and Han dynasties, the position of the "scribe" and "chronicler" ( shi) underwent increasing sp…

Historiography, pre-modern

(3,511 words)

Author(s): Mittag, Achim
Since time immemorial, history has played a central role for China's self-conception. Constant references to the past and the citation of historical examples have not only defined communication among the educated public in pre-modern China but also intellectual debates from the late 19th century to the present concerning the modernization of China and the preservation of its cultural identity. This historical orientation which is characteristic of the Chinese written tradition has produced abund…

Kowtow

(1,021 words)

Author(s): Mittag, Achim
Today’s colloquial understanding of kowtowing (derived from the Chinese term ketou, “touching the ground with one’s forehead”) as a self-abasing expression of respect and a gesture of submission dates back to a honorific Manchu ritual introduced in the context of the tribute system of the Qing Empire (1644-1911). In this rite, which was carried out three times in a row, the salutant or supplicant would throw himself to the ground, touching it thrice with his forehead (Chinese san gui jiu kou), while keeping the befitting distance from the dignitary - not only the Emperor, b…
Date: 2019-10-14

Great Wall

(1,055 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. European awareness and perceptions The Great Wall of China (Chinese:  wan li changcheng, “Ten Thousand-Mile Wall”) was, in Europe from the second half of the 16th century, known, marveled at, and described as “the world-famous Wall that divides the Empire of China from Great Tartary” [1. 1614] (Chinese world).The much-quoted remark that the Great Wall is more imposing than all the Seven Wonders of the World put together derives from the Jesuit missionary Ferdinand Verbiest (1623-1688) [4. 206]. Enlightenment scholars (e.g. Voltaire) made comparisons with the Pyramid…
Date: 2019-10-14

Chinese world

(8,778 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. China’s standing at the dawn of the early modern period1.1. China and Europe at the dawn of the early modern periodChina was the starting point of the early modern period. On the surface, this assertion reflects those three Chinese technological accomplishments that became essential to the signature of the early modern world: the compass, gunpowder, and printing. More profoundly, it calls our attention to the characteristics of early modern China that might be called modernizing tendencies: the generally high reg…
Date: 2019-10-14

Palace eunuch

(1,016 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Introduction The palace eunuch was a long tradition in China, probably dating back as far as the 8th century BCE, even though castration was contrary to the religious principle intrinsic to ancestor worship - securing the succession of generations by producing heirs. Appointing palace eunuchs in the Chinese Empire was therefore a practice strictly confined to the imperial court. The eunuchs’ central task was serving the women of the imperial harem. Over the course of time, however, t…
Date: 2020-10-06

Macartney Embassy

(1,051 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Background and history “As your Ambassador can see for himself, we possess all things. I set no value on objects strange or ingenious, and have no use for your country’s manufactures” [3. 340] – this brusque dismissal of British hopes for a relaxation of trade conditions by the elderly Qianlong Emperor formed the centerpiece of the letter George Macartney was given at the end of his 1793 mission to the Chinese court to submit to King George III of Great Britain. Other British requests, also denied, concerned a permanent emba…
Date: 2019-10-14

Neo-Confucianism

(1,375 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Concept and principlesThe term Neo-Confucianism refers in a strict sense to the Confucianism of the period from the Song to the Ming Dynasties (10th–17th centuries CE), and in a broader sense to the tradition of thought that originated in the transition from the late Tang to the Song Dynasty (9th/10th centuries), coalesced under the Song (960–1279), and dominated Chinese intellectual life until the end of the Ming Dynasty (mid-17th century), extending its influence across the whole of East Asia …
Date: 2020-04-06

Mandarin

(942 words)

Author(s): Mittag, Achim
1. Concept The word “mandarin,” first attested in English and German ( Mandarin) around 1630, derives from the Portuguese  mandarim, which in turn goes back to the Malay menteri and Sanskrit mantrin (“minister,” “advisor”; from Sanskrit mantra, “advice”). In this sense, the Portuguese were the first to apply it to members of the Chinese bureaucratic class, and many other European languages adopted the usage. The term was later extended to other areas of the Chinese cultural sphere, especially the northern dialect of the formal spoken language “Mandarin [Chinese]” (Chinese  guanhua…
Date: 2019-10-14

Kaiser

(2,182 words)

Author(s): Pelizaeus, Ludolf | Mittag, Achim
1. Römischer Kaiser 1.1. Bezeichnung und EntwicklungDer röm. K. war das von den Kurfürsten auf Lebenszeit gemäß dem in der Goldenen Bulle (1356) festgelegten Mehrheitsprinzip gewählte Oberhaupt des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Bis 1806 entstammten alle K. (mit Ausnahme des Wittelsbachers Karl Albrecht VII., reg. 1742–1745) aus dem Haus Habsburg(-Lothringen). Der K. stand in der Tradition des antiken röm. K.tums und begründete damit den Anspruch auf zeremoniellen Vorrang vor allen anderen Monarchen [8].Durch die enge Verbindung K. – Schutzherr der Chris…
Date: 2019-11-19

Taoismus

(2,008 words)

Author(s): Jülch, Thomas | Mittag, Achim
1. BegriffDer aus dem 19. Jh. stammende Begriff T. (bzw. nach der heutigen Pinyin-Umschrift Daoismus) wird in zwei Bedeutungen verwendet: Zum einen bezeichnet er die mit dem Weltweisen Laotse (Laozi, 6./5. Jh. v. Chr.) verknüpfte philosophische Lehre, die sich nach dem tao bzw. dao (chines.; »Weg«, vielfach auch als »Logos«, »Methode«, »Natur« oder »Sinn« übersetzt) benennt, zu der aber als spezifische Differenz zu anderen konkurrierenden philosophischen Schulrichtungen des antiken China (5.–3. Jh. v. Chr.) die zwei Konzepte der komplementären Urkräfte von Yin und Yang …
Date: 2019-11-19

Wirtschaftsethik

(4,416 words)

Author(s): Köster, Roman | Mittag, Achim
1. Europa 1.1. BegriffMit dem Begriff W. werden zum einen die dem individuellen Wirtschafts(= Ws.)-Handeln zugrunde liegenden Einstellungen benannt; zum anderen beschreibt er normative Vorstellungen vom richtigen und gerechten Wirtschaften. Die gesellschaftliche Normierung des Ws.-Handelns muss mit den tatsächlichen Praktiken nicht deckungsgleich sein; Divergenzen bieten Anlass für ws.ethische Reflexionen.Wie eine bestimmte W. in der Ökonomie wirksam wird, zeigt sich z. B. anhand der Frage nach dem Zusammenhang ws.ethischer Vorstellungen und der je…
Date: 2019-11-19

Emperor

(2,670 words)

Author(s): Pelizaeus, Ludolf | Mittag, Achim
1. Holy Roman Emperor 1.1. Term and developmentThe Holy Roman Emperor was the supreme head of the Holy Roman Empire, elected for life by the college of electors, in accordance with the majority principle laid down in the Golden Bull (1356). All emperors until 1806, with the exception of the Wittelsbach Karl Albrecht VII (1742-1745), were of the House of  Habsburg (or later Habsburg-Lorraine). The office stood in the tradition of the ancient Roman Empire, and thus gave rise to a claim to precedence in protocol over all other monarchs [8].The close association between the office of …
Date: 2019-10-14

Economic ethics

(5,069 words)

Author(s): Köster, Roman | Mittag, Achim
1. Europe 1.1. TermThe term economic ethics refers, first, to the attitudes that underlie actions in the individual economy; secondly it describes normative notions of right and just economic activity. The setting of social standards in economic activity does not necessarily coincide with actual practices; divergences give cause for economic-ethical reflection.How a particular economic ethics becomes effective in the economy is evident on the basis of the question of the connection between economic-ethical notions and the relevant economic ord…
Date: 2019-10-14

Tribut

(4,094 words)

Author(s): Damler, Daniel | Mittag, Achim | König, Hans-Joachim
1. Europa 1.1. Begriff und VölkerrechtslehreDer Begriff T. (von lat. tributum; »Beitrag«, »Abgabe«) war in der Frühen Nz. – entsprechend der heterogenen Verwendung in den antiken lat. Quellen – zur Umschreibung verschiedener Sachverhalte gebräuchlich. Zedlers Universal-Lexicon (1745) nennt zunächst den allgemeinen Wortsinn von »Anlage, Schatzung, Land-Steuer«, dann auch den Hinweis auf die Herkunft des Begriffs aus dem röm. Staatsrecht: T. als eine v. a. zur Bewältigung von Notsituationen vom röm. Bürger erhobene Abgabe [1]. Geläufig war der Terminus zudem in der Be…
Date: 2019-11-19

Singspiel

(2,501 words)

Author(s): Busch-Salmen, Gabriele | Shan, Kunqin | Mittag, Achim
1. Europa 1.1. BegriffDie Bezeichnung S. (»singets-Spil«) wurde im 16. Jh. von Jakob Ayrer d. Ä. (angeregt von den Aufführungen gastierender engl. Komödianten) für seine volkstümlich-komischen Stücke mit Musik- und Liedeinlagen geprägt. Der Terminus stand bis zur zweiten Hälfte des 18. Jh.s im dt. Sprachgebiet ohne eine eindeutige ästhetische Definition allgemein für musikal.-theatralische Genres. S. wurde zum vielschichtig schillernden Synonym für Oper oder Operette (vgl. Unterhaltungsmusik), Posse, Komödie bis zum Lust- oder Trauerspiel (Tragödie) und …
Date: 2019-11-19

Ostasiatische Gesellschaften

(7,781 words)

Author(s): Mittag, Achim | Mathias, Regine | Eggert, Marion
1. EinleitungDer heute in China, Japan und Korea gängige, spezifisch erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jh.s gebräuchliche Ausdruck für G. (chines. shehui, japan. shakai, korean. sahoe) setzt sich aus den beiden chines. Zeichen für »Erdaltar« ( she) und »Versammlung« ( hui) zusammen. Der »Erdaltar«, an dem die Lokalgottheit eines Dorfs verehrt wurde [35], verweist auf die in allen drei O. G. hohe Bedeutung von relig. Vorstellungen und Praktiken für den sozialen Zusammenhang der Familie wie auch für Vereinigungen, Nachbarschaftsbünde, Dorfgemeind…
Date: 2019-11-19

Ostasiatische Wirtschaft

(6,093 words)

Author(s): Mittag, Achim | Schottenhammer, Angela | Mathias, Regine
1. EinleitungSeit der Verbreitung von Marco Polos spätma. Reisebericht galt China in Europa als Land blühenden Handels und Reichtums. So wurde es noch zur Mitte des 18. Jh.s als »irdisches Paradies« charakterisiert [1. vi] und erläutert: »Der Handel in China besteht in Golde, Silber, Edelgesteinen, Porcellan, Seide, Kattun, Gewürzen, Rhabarber und andern Apothekerwaaren, Thee, lackirten Sachen und dergleichen. Der Handel der Provinzen unter einander ist dermaßen groß, daß sie keine auswärtige Vertreibung ihrer Waaren nöthig haben« [5. 8 f.]. Ähnlich äußerte sich der Qing-Kai…
Date: 2019-11-19

East Asian societies

(8,545 words)

Author(s): Mittag, Achim | Mathias, Regine | Eggert, Marion
1. IntroductionThe term for “society” now (and in this specific sense only since the second half of the 19th century) current in  China, Japan, andKorea (pronounced in Chinese shehui, Japanese shakai, Korean sahoe), consists of the two Chinese characters for “earth altar” ( she) and “meeting” ( hui). The reference to the “earth altar” where the local deity of a village was venerated [35] signals the great importance of religious ideas and practices to the social cohesion of the family, associations, neighborhood networks, municipalities, secret societies…
Date: 2019-10-14

East Asian economy

(6,801 words)

Author(s): Mittag, Achim | Schottenhammer, Angela | Mathias, Regine
1. IntroductionEver since Marco Polo's travel journal in the Late Middle Ages, China has been seen in Europe as a land of flourishing trade and great wealth. Even in the mid-18th century, it was still characterized as an “earthly paradise” [1. vi]: “Trade in China is done in gold, silver, precious stones, porcelain, silk, calico, spices, rhubarb and other apothecaries' wares, tea, lacquered objects, and the like. The trade among the provinces is so great that they have no need of selling their wares outside” (“Der Handel in China bes…
Date: 2019-10-14

Historische Überlieferung, außereuropäische

(6,680 words)

Author(s): Rinke, Stefan | Mittag, Achim | Berkemer, Georg | Sievert, Henning | Nolte, Hans-Heinrich | Et al.
1. EinleitungDas Verständnis von Geschichte und die daraus abgeleitete Historiographie beruhen im Wesentlichen auf einem europ. Selbstverständnis, das bemüht war, eine bestimmte Deutung und Ordnung der Vergangenheit nach der Maßgabe europ. Normen und Kategorien festzuschreiben (Eurozentrismus). Außerhalb Europas spielten diese Bemühungen in weiten Phasen der Nz. jedoch keine bestimmende Rolle. Hier bestanden vielfältige Geschichtsverständnisse, die sich nicht nur von den europ., sondern auch untereinander unterschieden. Wenngleich…
Date: 2019-11-19

Wissenssysteme, außereuropäische

(13,502 words)

Author(s): König, Hans-Joachim | Reichmuth, Stefan | Raina, Dhruv | Mittag, Achim | Mathias, Regine
1. Einleitung Die ab dem ausgehenden 18. und am Beginn des 19. Jh.s deutlich werdenden Ansätze zur Naturbeherrschung durch europ. Naturwissenschaft und Technologie und das damit einhergehende Überlegenheitsgefühl verstellten den Blick auf die Leistungen von außereurop. Zivilisationen (Weltwahrnehmungen) [2. 81 ff.]. Das betraf v. a. die Wahrnehmung von und Einstellung gegenüber den Ländern Asiens und dem Orient insgesamt (Orientalismus). Diese Weltregion hatte sich im 16. und 17. Jh. noch in einem – wenn auch labilen – polit. und wi…
Date: 2019-11-19

Staatenbildung, außereuropäische

(11,979 words)

Author(s): Bley, Helmut | König, Hans-Joachim | Conermann, Stephan | Mittag, Achim | Cwik, Christian
1. Allgemein 1.1. Eigenständige Entwicklungen Die S., wie sie sich in Zentral- und Westeuropa vollzog [3] und wie sie Max Weber zu einem idealtypischen Muster zusammenfasste (Staat; Herrschaft) [1], das sich spätestens im 19. Jh. in seinen Hauptvarianten entfaltete, wurde zum Modell für viele nachfolgende Staatskonstruktionen. Doch gab es zur europ. Nz. parallele S. und Herrschaftsbildungen außerhalb Europas, die der Logik entsprechender gesellschaftlicher und relig. Prozesse sowie regionaler Kontexte folgten und in abgren…
Date: 2019-11-19

Kulturkontakt, globaler

(8,984 words)

Author(s): Rinke, Stefan | Falola, Toyin | Aderinto, Saheed | Reichmuth, Stefan | Liebau, Heike | Et al.
1. EinleitungLange Zeit meinte der Begriff K. das Zusammentreffen unterschiedlicher, in sich homogener und statischer kultureller Einheiten. Moderne Ansätze zum Verständnis von K. gehen demgegenüber von einem anderen Kulturbegriff aus. Demnach ist Kultur ein »selbstgesponnenes Bedeutungsgewebe« [3. 9] des menschlichen Bewusstseins, das sich in dynamischen Prozessen der Konstruktion von Symbolen permanent verändert. Die Deutungen erfolgen sowohl individuell als auch kollektiv und produzieren Bedeutungen und Identitäten. Diese Interp…
Date: 2019-11-19

Ostasiatische Kunst

(3,612 words)

Author(s): Chang, Sheng-Ching | Mittag, Achim | Trede, Melanie | Jungmann, Burglind | Wahlen, Kyu-Hee
1. Einleitung Chines. Porzellan, japan. Lackwaren, Keramik aus Korea – die Einflüsse ostasiat. Motive, künstlerischer Ausdrucksformen, Materialbearbeitungen und Ornamente auf die nzl. Entwicklung der europ. K. waren vielfältig und vielfach von großer Inspirationskraft (Chinoiserie). Weniger bekannt ist die Einwirkung europ. Werke auf die K. in China, Japan und Korea. Am sichtbarsten kam die europ. K. mit der Architektur nach Ostasien: Markante Beispiele der Sakralbaukunst der Jesuiten waren die 1602 nach dem Vorbild der Jesuskirche ( Il Gesù) in Rom errichtete Kirche des Hl…
Date: 2019-11-19

Cultural contact, global

(9,702 words)

Author(s): Rinke, Stefan | Falola, Toyin | Aderinto, Saheed | Reichmuth, Stefan | Liebau, Heike | Et al.
1. Introduction The term cultural contact was long taken to mean the meeting of different cultural units that was homogenous and static in themselves. Modern approaches to an understanding of the concept proceed on the basis of a different idea of culture, seeing it as a “self-woven web of meaning” [3. 9] in human consciousness, subject to perpetual change in dynamic processes of the construction of symbols. Interpretations are thus made both individually and collectively, and these give rise to meanings and identities. This interpretation br…
Date: 2019-10-14

East Asian art

(4,048 words)

Author(s): Chang, Sheng-Ching | Mittag, Achim | Trede, Melanie | Jungmann, Burglind | Wahlen, Kyu-Hee
1. Introduction Chinese porcelain, Japanese lacquerware, Korean ceramics - the influences of East Asian motifs, forms of artistic expression, uses of material, and ornamentation on the development of European art in the early modern period were many and varied, and often powerfully inspiring (Chinoiserie). However, the impact of European works on the arts in China, Japan, and Korea is less well-known.The most visible manifestation of European art in East Asia was in architecture. Striking examples of Jesuit sacred architecture included the Church of St.…
Date: 2019-10-14

Historical traditions beyond Europe

(7,316 words)

Author(s): Rinke, Stefan | Mittag, Achim | Berkemer, Georg | Sievert, Henning | Nolte, Hans-Heinrich | Et al.
1. Introduction The understanding of history and the resultant historiography depend for the most part on a European self-image that was concerned to impose a certain interpretation and order on the past in accordance with European norms and categories (Eurocentrism).Outside Europe, however, such concerns had no part to play for much of the early modern period. Rather, many different views of history held sway, distinct not only from the European, but also from each other. Although European techniques and conventions were certainly a…
Date: 2019-10-14

Knowledge systems beyond Europe

(14,466 words)

Author(s): König, Hans-Joachim | Reichmuth, Stefan | Raina, Dhruv | Mittag, Achim | Mathias, Regine
1. Introduction The beginnings of a project to “conquer nature” that became apparent in European science and technology from the late 18th and early 19th centuries, and the sense of superiority this engendered, distorted views of the accomplishments of non-European civilizations (World perception) [2. 81 ff.]. This was particularly true of perceptions of and attitudes towards the countries of Asia and the “Orient” as a whole (Orientalism). During the 16th and 17th centuries, this region of the world had found its way to an albeit volatil…
Date: 2019-10-14

Stadt, global

(7,088 words)

Author(s): Rinke, Stefan | Nolte, Hans-Heinrich | Reichmuth, Stefan | Mittag, Achim | Mathias, Regine | Et al.
1. EinleitungWenn es sich trotz der langen Forschungstraditionen seit Max Weber und Georg Simmel schwierig gestaltet, einheitliche Kriterien für die Definition dessen zu finden, was in Europa als Stadt gelten soll, so ist dies angesichts der Vielfalt der Erscheinungsformen in den nichteurop. Weltregionen schlicht unmöglich [2]. Allerdings ist es sinnvoll, Jürgen Osterhammels Minimaldefinition zu folgen: »Eine ›S.‹ ist eine Weise, Raum gesellschaftlich zu organisieren« [3. 355].In fast allen Weltregionen bildeten sich lange vor dem Kulturkontakt mit den Europä…
Date: 2019-11-19
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