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Your search for 'dc_creator:( "Rüther, Kirsten" ) OR dc_contributor:( "Rüther, Kirsten" )' returned 16 results. Modify search

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Kolonialkriege

(4,603 words)

Author(s): Rüther, Kirsten | Rinke, Stefan | Ahuja, Ravi
1. Einleitung K. gehören in den Kontext der europ. Expansion. Sie umfassen idealtypisch verschiedene Erscheinungsformen physischer Gewalt gegen Kolonisierte und zu Kolonisierende, die der Aufrechterhaltung von Herrschaft ebenso dienen konnten wie der Etablierung kolonialer Herrschaft ( Kolonialismus). Idealtypisch lassen sich K. von Formen außerstaatlicher Siedlergewalt abgrenzen. Trennscharf definiert werden sie allerdings insbes. für das 19. Jh. und später. Zu diesem späten Zeitpunkt zielten sie tendenziell auf totalen Sieg, dau…
Date: 2019-11-19

Afrikanische Religion

(3,816 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
1. Begriff, Bedeutung, Recherchierbarkeit A. R. ist ein in der neueren Forschungsliteratur verwendeter Begriff, der die Gemeinsamkeiten einer Vielzahl religiöser Praktiken in afrikan. Gesellschaften beschreibt, manifest in Schreinen und Heilungsbewegungen, in Divinationspraktiken, Ahnen- und Kultfiguren. In ihren Elementen gilt A. R. als von den Weltreligionenweitgehend unbeeinflusst, obwohl ihre Beschreibung und Analyse stark an deren Narrative gekoppelt sind, und die eine erdrückende Vergleichskategorie oder Folie…
Date: 2019-11-19

Siedlungskolonie

(5,545 words)

Author(s): Rüther, Kirsten | Rinke, Stefan | Stange, Marion | Wendt, Reinhard | Nolte, Hans-Heinrich
1. Einleitung Kolonie (von lat. colere, »bebauen«, »pflanzen«) bedeutete ursprünglich so viel wie »Menschenanpflanzung« bzw. »Ableger« der eigenen Gesellschaft und damit im Wesentlichen »Siedlung«. Im 19. Jh. wurde das Wort verstärkt mit Fremdherrschaft verbunden [5. 47 f.] ( Kolonialismus). Seitdem bezeichnet der Begriff S. nicht nur eine Unterkategorie der Kolonie (neben etwa Beherrschungs- und Stützpunktkolonien [8. 16–18]), sondern ist insbes. mit Aspekten von Herrschaftsgefälle, Ungleichheit und Differenz verbunden. Bis dahin und noch bis weit…
Date: 2019-11-19

Mission

(7,092 words)

Author(s): Walter, Peter | Huber, Friedrich | Rinke, Stefan | Rüther, Kirsten
1. AllgemeinM. (neulat. missio, »Sendung«) bezeichnet ein ursprünglich spezifisch christl. Phänomen: die aktive Ausbreitung einer Religion, des Christentums, durch Verkündigung und sakramentale Eingliederung in die Kirche. Von dieser »äußeren M.« ( missio externa) ist die »innere M.« ( missio interna) zu unterscheiden, deren Ziel es ist, Menschen in bereits christianisierten Ländern neu oder wieder für den Glauben zu gewinnen (Innere Mission).Die vor- und außerchristl. Hochreligionen breiteten sich durch Migration zwar faktisch aus, wie etwa das Judentum…
Date: 2019-11-19

Dämonisierung

(770 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
Im Kontext der global stattfindenden religiösen Interaktionen der Nz. kam es in Bezug auf die Gottesnarrative anderer Völker und Gesellschaften, die Europäer und bes. die im Namen der Christianisierung aktiven Missionare abbildeten und schufen, grundsätzlich zur D. anderer Götter. In diesem Prozess wurden Götter, Geistwesen und Ahnen außereurop. Gesellschaften den Kategorien »gut« oder »böse« zugeteilt und im Falle der Kategorie »böse« fast ausschließlich als »Dämonen« definiert – ein Thema, das gerade in der Frühen Nz. vo…
Date: 2019-11-19

Gott

(10,488 words)

Author(s): Laube, Martin | Reichmuth, Stefan | Krochmalnik, Daniel | Herausgeber: Julian Holter | Kummels, Ingrid | Et al.
1. Christentum 1.1. VorbemerkungZur Eigenart des Christentums gehört, dass es von Anbeginn eine Theologie ausbildete und sich zur Auslegung des eigenen Glaubens der begrifflichen Mittel der zeitgenössischen, d. h. zunächst der griech. und röm. Philosophie bediente. In der G.-Lehre fand diese Verschränkung von theologischem und philosophischem Denken stets ihren exemplarischen Niederschlag. Dabei durchzog eine Reihe von Grundspannungen die ideengeschichtliche Entwicklung auch noch der Nz. Hierzu zählten (1) die Frage…
Date: 2019-11-19

Millenarismus

(3,149 words)

Author(s): Noack, Karoline | Rüther, Kirsten | ter Haar, Barend J.
1. Begriff und historischer KontextDer jüd.-christl. Begriff M. geht etymologisch auf das Tausendjahr ( millen(n)ium) – auch Chiliasmus (von griech. chília, »tausend«) genannt – zurück. Er bezeichnet ein breites Spektrum an Heilserwartungen, die in der diesseitigen Welt anstatt im himmlischen Jenseits ihre Vollendung finden [2]. Der Idee von einem tausendjährigen Zwischenreich ohne Herrschaft des Bösen, wie sie in der Offenbarung des Johannes entwickelt wird, gingen at. Prophezeiungen voraus (z. B. Jes 24–27, 65; Dan 7–12; Hes 37–48). Versproc…
Date: 2019-11-19

Antonier

(1,344 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
1. Definition und politische AusgangslageDie Geschichte der A. im Königreich Kongo, deren Name auf den Hl. Antonius zurückgeht, ist in den Archiven ital. Kapuziner dokumentiert. Über die Methoden der oral history konnten weitere Aspekte der A. und ihres historischen Umfeldes rekonstruiert werden. In der Sekundärliteratur wird die Bewegung gelegentlich auf die Prophetin Kimpa Vita reduziert, die den einen als Ketzerin, den anderen als Heldin des Widerstands gegen die europ. Eindringlinge und wieder anderen als Vorläuferin einer spezifisch afrikan. geprägten ch…
Date: 2019-11-19

Christianisierung

(5,328 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
1. Begriff und EinordnungDas Konzept der Ch. korreliert eng mit Begriffen, die die Implementierung der christl. Religion und Lebensweisen sowie die Hinkehrung von Gesellschaften und Individuen zum Christentum (= Chm.) umschreiben und die jene religiösen Traditionen fassen, die histor. aus diesen Interaktionsdynamiken entstanden. Mission, Missionierung, Chm., auch Konversion sind daher eng auf das Konzept der Ch. beziehbare Themenbereiche, die im Kontext globaler Interaktion ineinander griffen. Nirgends und nie bedeutete Ch. unumschränkte …
Date: 2019-11-19

Weltreligionen

(1,318 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
1. BegriffDer Begriff der W. taucht vermehrt im langen 19. Jh. auf, ohne dass sich seine Etymologie und seine erstmalige Verwendung genau nachvollziehen ließen. Er bezeichnet zudem keine spezifische Variante von Religionen (= Rel.), sondern bleibt allgemein. Die seit den 1870er Jahren sich professionalisierende Religionswissenschaft nutzte den Begriff, um W. von den engl. national religions, niederl. volksgodsdiensten und dt. Landesreligionen abzugrenzen. Sie verwendete ihn auch, um von sog. universalistischen Rel. oder Universal-Rel. zu sprechen. Dieser begriffli…
Date: 2019-11-19

Christentum, global

(1,262 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
1. Einleitung Unter dem Ch. der Nz. wird gemeinhin ein auf Europa zentriertes Ch. verstanden, das theologisch und institutionell von histor. Entwicklungen in Europa geprägt wurde. Neben dem Katholizismus und dem Protestantismus wurde die Orthodoxie (Orthodoxe Kirchen) häufig als dritte christl. Konfession bezeichnet. Dies hat zur Folge, dass innerhalb Europas zwar die Interaktion zwischen den genannten Konfessionen thematisiert wird, auch dass es eine Wahrnehmungsgeschichte des Islams innerhalb de…
Date: 2019-11-19

Missionsschule

(978 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
1. Tendenzen der Forschung Bes. für die Zeit nach 1850 ist die M. Gegenstand der histor. Forschung. Hinsichtlich der protest. M. wird die Lesefähigkeit als Grundlage für die Bibel-Lektüre und damit als wichtigste Voraussetzung für Konversion und christl. Lebensführung betont; generell auch die Disziplinierung und soziale Kontrolle, die herrschende Gruppen kolonialer und indigener Provenienz in ihrem Sinne nutzten. Die Einrichtung von M. setzte voraus, dass Missions-Arbeit mit dem Ziel betrieben wurde, permanente und an bestimmten Orten in Gemeinden gefestigte…
Date: 2019-11-19

Synkretismus

(1,806 words)

Author(s): Sparn, Walter | Rüther, Kirsten
1. AllgemeinDer Ausdruck S. (engl. syncretism; franz. syncrétisme) wurde in der Nz. zuerst von Erasmus von Rotterdam in Aufnahme eines antiken griech. Terminus ( synkrētismós) gebraucht, der den Kretern unterstellte, sie würden ihren inneren Streit bei äußerer Bedrohung begraben und zusammenhalten. Erasmus empfahl S. bei Streitigkeiten, die er auf unchristl. Rachsucht zurückführte. Sich trotz relig. Differenzen polit. zu verbünden, hielt er, wie auch Ulrich Zwingli oder Philipp Melanchthon (anders als Martin Luther), für möglich.In der Frühen Nz. wurde der Begriff zu…
Date: 2019-11-19

Entdeckungsreise

(2,793 words)

Author(s): Rinke, Stefan | Rüther, Kirsten | Mann, Michael | Wendt, Reinhard
1. Einleitung Die vom 15. bis ins 19. Jh. aus unterschiedlichen Motiven unternommenen europ. E. sind ein prägendes Charakteristikum der Geschichte der Neuzeit. In einer traditionellen Geschichtsschreibung wurden sie als Schlüsselelement der europ. Expansion bzw. als Beginn der »Europäisierung der Erde« verstanden. Häufig diente und dient die Entdeckung Amerikas (1492), einer für die Europäer Neuen Welt, als Epochen-Scheide, die das »Zeitalter der großen Entdeckungen« vom MA trennt. Die Entdecker konnten aus dieser Perspektive als wahre Rena…
Date: 2019-11-19

Heilkulturen, globale

(6,365 words)

Author(s): Rüther, Kirsten | Holler, Ursula | Deacon, Harriet | Kummels, Ingrid | Sehrawat, Samiksha
1. EinleitungWenn es darum geht, die Geschichte von Heilpraktiken und H. global zu kontextualisieren, ist es nicht ungewöhnlich, Themen wie Quarantäne, Epidemien, ökologischen Imperialismus und damit auch die demographische Katastrophe oder den Columbian Exchange zu assoziieren [2]; [3]. Darüber hinaus erschließt das Konzept der H. aber gerade im Kontext globaler Interaktion den Zugriff auf weitreichende und unterschiedlich akzentuierte Mechanismen des Austausches und des Aushandelns, umfasst es doch sämtliche Handlungen und Denkweisen in Bezug auf Krankheit und Gesundh…
Date: 2019-11-19

Religiöse Interaktion, globale

(7,265 words)

Author(s): Rüther, Kirsten
1. Deskriptive Kategorie 1.1. GrundlagenDie R. I. ist für die Epoche der Nz. nicht weltumfassend oder mit konkreten globalen Vergleichen darstellbar. Vielmehr basiert diese deskriptive Kategorie auf einem empiriegestützten Blick; sie ermöglicht es, relig. Aspekte von Austauschprozessen, Wechselwirkungen und machtgeleiteten Verschiebungen im Kontext der globalen Interaktion multiperspektivisch und aufeinander bezogen zu erfassen und zu problematisieren. Dementsprechend gelten hier nzl. Religionen unter dem Blickwinkel der R. I. weder als fest abgrenzbar…
Date: 2019-11-19