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Your search for 'dc_creator:( "Tamcke, Martin" ) OR dc_contributor:( "Tamcke, Martin" )' returned 13 results. Modify search

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Russische Missionen

(477 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] . Seit der Christianisierung Rußlands 988 bewegte sich die russ. Kirche zunächst missionarisch in den Bahnen, die die byz. ihr vererbt hatte (Mission: II., 4.). Im 17.Jh. aber wurde die Verpflichtung zur Missionierung der nichtchristl. Völkerschaften im Russ. Reich erkannt. Gleichzeitig griffen zunächst noch unorganisierte Akte über die Reichsgrenzen hinaus. Der Priester der kosakischen Leibtruppe des chinesischen Kaisers wurde zur Keimzelle der Mission in China. Ein Ukas ordnete…

Thondrakier

(153 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] . Die Sekte der Armenier steht in engem Zusammenhang mit der der Paulikianer. Ihren Namen erhielt sie nach dem Ort, an den der zu ihr gehörige Smbat vor den Verfolgungen durch Kaiser Basileios I. im 9.Jh. ausgewichen war. Smbat wird unterstellt, er habe sich als Christus ausgegeben. Feindselig gegen Kirche und Sakramente eingestellt, strebten die Th. ein Urchristentum an, für das die Botschaft, daß Gott Liebe sei, zentral war. Riten erschienen ihnen wertlos. Schwere Verfolgungen …

Thomas

(162 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] von Marga (um 815 Neḥšon [Adiabene]). Der seit 832 im Kloster von Beth Awe als Mönch lebende ostsyr. Schriftsteller (Syrien: VI.,2., a) war Sekretär des Katholikos Abraham II. (837–850) gewesen, der ihn dann zum Bf. von Marga weihte. Sein »Buch der Klostervorsteher« stellt die Gesch. des Klosters von Beth Awe (syrische Klöster) anhand der dieses leitenden Klostervorstehers dar und integriert wichtige Hinweise zur Gesch. der Apostolischen Kirche des Ostens. Den fünf Büchern der Kl…

Stephan bar Sudaili

(143 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] . Die einzige sichere Datierung zu S. bietet der Brief über ihn, den Philoxenus von Mabbug geschrieben hat (zw. 512–518) und der sich polemisch bes. mit der von S. vertretenen Idee der All-Erlösung und All-Einheit auseinandersetzt. Seit einer entsprechenden Äußerung des syr.-orth. Patriarchen Cyriacus (793–817) wurde S. als Vf. des »Buches des hl. Hierotheos« benannt. Ihm folgten die späteren Kommentatoren dieses Buches, Theodosius von Antiochien (887–896) und Bar Hebräus (13.Jh.…

Vardapet

(80 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] Vardapet, Titel in der armenischen Apostolischen Kirche (Armenien: II.) für bes. wiss. geschulte Priestermönche von einst hohem Ansehen. Eine bes. Weihe ist Voraussetzung. Der ihn als Lehrer auszeichnende Stab ist Zeichen seiner Würde und seines Amtes. Er widmet sich neben der Lehre v.a. der Predigt. In jüngster Zeit ist wieder eine bes. Qualifikationsarbeit Voraussetzung für die Weihe zum V. Martin Tamcke Bibliography R. Thomson, V. in the Early Armenian Church (Muséon 75, 1962, 367–384).

Nisibis

(302 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] . Die als Gründung Nimrods geltende Stadt wurde 363 n.Chr. von den Römern an die Perser (Iran) abgetreten. Bereits zuvor war sie ein Zentrum des Christentums gewesen und erste Wirkungsstätte Ephraem Syrus', der wegen der Abtretung der Stadt an die Perser nach Edessa wechselte und dort die sog. Perserschule zu ihrer ersten Blüte führte. Seine Schüler führten seine dogmatische und exegetische Linie fort bis in die Zeit des Kyros (oder Qioras/Qiiōrē [373–437]), der Diodor von Tars…

Sergius

(209 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] von Reshaïna (gest.536 Konstantinopel). Nach dem Studium in Alexandrien (bes. Medizin und Philos.) wirkte S. als leitender Arzt und Priester in Reshaïna, wo er seiner die dogmatischen Grenzen übersteigenden Kontakte wegen auf den Widerspruch des dortigen Bf. Askolios stieß. Beim reichskirchl. Patriarchen von Antiochien fand er bei seinem Aufenthalt dort Unterstützung und wandte sich der chalcedonensischen Christologie zu (Christologie: II.,1., b und c). Im Auftrag dieses Patriarch…

Narsai¨

(185 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] von Nisibis (um 399 Ain Dulbe – um 502 Nisibis). N. war der herausragende Theologe der antiochenischen Tradition in der Gründungsphase der Schule von Nisibis. Seine erste Schaffensphase vollzog sich weithin an der Schule von Edessa, der er seit 437 als Schuloberhaupt vorstand. Da er mit dem abgesetzten Ibas von Edessa die proantiochenische Partei in der Stadt verkörperte, wurde er durch Nonnus von Edessa 457 nach Persien vertrieben. Apologetische Schriften zugunsten des Theodor vo…

Orientalische orthodoxe Nationalkirchen

(246 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] . Zu den orientalischen orth. Kirchen gehören die Kopt. Orth. Kirche (Sitz des Papstes ist Kairo [Kopten: I.]), die Syr. Orth. Kirche (mit einem eigenen Katholikat in Indien; Sitz des Patriarchen ist Damaskus [Syrien; Syrische Orthodoxe Kirche von Indien], die Äth. Orth. Tewahedo Kirche (Sitz: Addis Abeba [Äthiopische Orthodoxe Kirche]), die Armenische Apostolische (Sitz des Katholikos ist Etschmiadzin, für die Westarmenier Antelias [Armenien: II.]), die Indische Malenkara Orthod…

Philoxenus

(395 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] von Mabbug (griech. Philoxenos von Hierapolis, syr. Akzenaya von Mabbug; Mitte des 5.Jh. Tahal – 10.12.523 Gangra). Ph. hatte als Mönch Joseph geheißen und lernte an der sog. Perserschule von Edessa, wo er gegen die dort herrschende diplophysitische Christologie sich der miaphysitischen anschloß (Monophysiten/Monophysitismus). Für den Zusatz »für uns gekreuzigt« zum Trishagion warb er unter west- und ostsyr. Mönchen, verfocht die Sache des Petrus Fullo zugunsten der Absetzung des …

Türkei

(1,898 words)

Author(s): Tamcke, Martin
[English Version] I. Abriß der politischen Geschichte Die heutige Republik »T.« ist ein Nachfolgestaat des 1923 untergegangenen Osmanischen Reiches (Osmanen). Seine Einwohner sind heute offiziell zu 99,8% Muslime (80% Sunniten, 20% Aleviten). Der Prozeß der Türkisierung setzte gegen Ende des 19.Jh. ein. Doch galt das Vielvölkerreich den westlichen Beobachtern und Schriftstellern schon vorher stets als »T.« Der Reichsgründung unter Osman I. (gest.1326) in Nordwestanatolien war seit dem 11.Jh. eine Einw…

Tur ʿAbdin

(297 words)

Author(s): Tamcke, Martin | Koch, Guntram
[English Version] I. Kirchen- und theologiegeschichtlich Die »Berge der Knechte« im Südosten der Türkei erlangten ihre Bedeutung durch das Mönchtum, dessen Anfänge hier mit Jakob von Nisibis und Augin von Clysma im 4.Jh. zu fassen sind. Im östlichen Teil, Izla, fanden sich die Klöster der Nestorianer. Von hier ging die ostsyr. Mönchsreform im 6.Jh. unter Abraham von Kaškar im sog. Großen Kloster auf dem Izla aus. Die Berge sind das Zentrum des syr.-orth. Mönchtums (syrische Klöster). Dessen Kloster i…

Syrien

(7,625 words)

Author(s): Schwemer, Daniel | Feldtkeller, Andreas | Fitschen, Klaus | Tamcke, Martin | Kaufhold, Hubert | Et al.
[English Version] I. Geographie Griech. Συρι´α/Syría entstand als verkürzte Bildung zu ᾿Ασσυρι´α/Assyría (Assyrien); in der griech. und lat. hschr. Überlieferung werden beide Landschaftsbez. z.T. promiscue verwendet. Syría bez. zunächst, der pers. Satrapie ʿEbar-naharā entsprechend, das Gebiet zw. Ägypten und Kleinasien unter Einschluß der Landschaft östlich des Euphrat, die jedoch seit der Zeit des Alexanderzugs Mesopotamien genannt wurde. Das nun im Osten an den Euphrat grenzende S. schied man seit der …