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Your search for 'dc_creator:( "Walther, Gerrit" ) OR dc_contributor:( "Walther, Gerrit" )' returned 138 results. Modify search

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Wegestreit

(955 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff und ProblemDer Begriff W. subsumiert mehrere durchaus unterschiedliche gelehrte Debatten, die zwischen dem frühen 14. und dem späten 15. Jh. an europ. Universitäten, v. a. an denen des Alten Reiches, um die richtigen Methoden des Lehrens und Lernens, bes. im Bereich der Logik und Metaphysik, geführt wurden. Die (moderne) Bezeichnung W. erklärt sich aus der Tatsache, dass eine Methode vor 1500 meist als »Weg« (lat. via) bezeichnet wurde. Man benannte sie entweder nach dem Schulhaupt, das sie beispielhaft vertrat (z. B. via Thomae/»Methode des Thomas von Aquin« oder via S…
Date: 2019-11-19

Pädagogik

(3,434 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. BegriffP., nicht identisch mit Bildung, ist die Kunst, die in einer Gesellschaft geltenden Normen zu vermitteln und einzuüben. Von Erziehung unterscheidet sie sich durch den Anspruch auf ein theoretisch fundiertes, planmäßiges Vorgehen im Hinblick auf einen erklärten Endzweck. So bezeichnete der erstmals in Platons Staat belegte griech. Begriff paidagōgía die »Führung [und Unterweisung] von Knaben« im Sinne eines bestimmten polit.-moralischen Staatsziels, also die Tätigkeit des Pädagogen ( paidagōgós) – im Gegensatz zu dem älteren paideía, der Bildung im Allgemeinen…
Date: 2019-11-19

Altertumskunde

(1,975 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff und Form Der durch die berühmte, aber nur ganz fragmentarisch erhaltene antiquarische Schrift Antiquitatum rerum humanarum et divinarum (»Altertümer menschlicher und göttlicher Institutionen«) des röm. Gelehrten Marcus Terentius Varro (116–27 v.Chr.) geläufige lat. Begriff antiquitates (franz. antiquités, engl. antiquities, »Antiquitäten« bzw. »Alterthümer«) wurde vor 1800 synonym mit Archäologie verwendet. Er bezeichnete schriftliche Nachrichten oder materiale Überreste (wie Münzen, Monumente, Kunst- und Gebrauchsgegenstän…
Date: 2019-11-19

Zivilisation

(1,332 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. BegriffDer im Französischen wie im Englischen kurz nach 1750 aufkommende, bis 1820 in allen westeurop. Sprachen etablierte Begriff Z. (franz. civilisation, engl. civilis/zation, ital. civilizzazione, span. civilisación) bezeichnet ein Ideal der Aufklärung: ein Gemeinwesen, das aufgeklärte Werte – von polit. Freiheit über eine moderne Ökonomie bis zu Humanität, Bildung und Urbanität – so weit wie möglich verwirklicht hat und sie immer weiter perfektioniert. Z. war (und ist) insofern kein empirisches Faktum, sondern ein Leitwert bzw. ein ideologisches Programm, das s…
Date: 2019-11-19

Mythologie

(1,859 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff und PhänomenDer in alle europ. Sprachen übernommene griech. Begriff Mythos deckte schon in der Antike ein Wortfeld ab, das von »Wort« und »Gedanke« über »Nachricht« bis zu »(erfundene, unwahre) Geschichte« reichte. Seit Platon konkretisierte sich seine Bedeutung zu »Götter- und Heroengeschichte« [13. 181]. Entsprechend verstand man unter M. in der Nz. fast durchweg das Wissen um die griech.-röm. Götterwelt (Antike Religionen), wie man sie bei Dichtern wie Homer und Hesiod, den griech. Tragikern, bei Vergil oder Ovid dargestellt, bei Varro beschrieben und in Skulpt…
Date: 2019-11-19

Textkritik

(1,912 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff Als eine Teildisziplin der Philologie bzw. der Altertumswissenschaft sowie der Bibelkritik und Exegese ist T. die Summe aller Methoden und Techniken, um überlieferte Texte in ihrer (möglichst) originalen Form wiederherzustellen. Dabei wirkt sie integral mit der Hermeneutik zusammen. Zugrunde liegt ihr die histor. Erkenntnis des Humanismus, dass Texte im Laufe ihrer Überlieferung absichtsvoll oder unwillkürlich verändert werden. T. will diese späteren Zusätze und Veränderungen rückgängig machen. Sie ist insofern an sich schon eine Kritik an der Tradition.Gerrit …
Date: 2019-11-19

Temperament

(893 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ModellDas Modell der vier T. (von lat. temperamentum, »richtige Mischung«) blieb in der Nz. – wie schon in Antike und MA – das gebräuchlichste Schema, den Charakter von Individuen zu beschreiben. Die von Aristoteles und Galen vollendete antike Einteilung in vier Grundtypen – den Sanguiniker, den Melancholiker (Melancholie), den Choleriker und den Phlegmatiker – stellte die Kategorien bereit, als deren je spezifische Kombination das einzelne Subjekt erklärt wurde. Zwar sei, so formulierte Freiherr von Knigge 1788, »mehrentheils in dem Segelwerke jedes Erdensohns ei…
Date: 2019-11-19

Dame

(1,446 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. BegriffDer nach 1650 aus dem franz. dame bzw. dem ital. dama oder donna ins Deutsche übernommene Begriff ist von lat. domina (»Herrin«) abgeleitet. Synonyme für »Herrin« sind auch seine Entsprechungen im Spanischen ( señora) und Englischen ( lady, von angelsächs. hlafdige = »Brotherrin«). Als höfischer Titel wurde er meist in Verbindung mit dem Possessiv »mein«, ma bzw. my, gebraucht ( Madame, Madonna, My Lady bzw. Milady). Beim Schach- und beim Kartenspiel bezeichnet D. die zweitwichtigste Figur oder Karte [1].Gerrit Walther2. TrägerinnenPrinzipiell war der Titel D. der …
Date: 2019-11-19

Charakter

(1,240 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. BegriffZu Beginn der Nz. besaß der griech. Begriff charakt椃r (»Gepräge« bzw. »Prägung«), den erst Kirchenväter wie Augustinus in die lat. Literatursprache eingeführt hatten, einen technisch-abstrakten Sinn. Wie schon bei dem Aristoteles-Schüler Theophrast bezeichnete er gleichermaßen ein unveränderliches Merkmal, Erkennungszeichen oder Symbol und eine vorherrschende moralische Eigenschaft [5]. Die Kombination beider Motive erwies sich als so anregend und fruchtbar, dass »Ch.« bis zum Ende des 18. Jh.s in den europ. Kultursprachen einen ra…
Date: 2019-11-19

Humanismus

(9,754 words)

Author(s): Walther, Gerrit
01. ÜberblickH. bezeichnet die vor der Aufklärung wichtigste und wirkungsmächtigste europ. Bildungs-Bewegung der Nz. Sie entstand im Italien des 14. und 15. Jh.s und verbreitete sich bis zur Mitte des 16. Jh.s im ganzen Abendland. Ihr Ziel war ein ästhetisches: die Wiederherstellung der Literatur, Künste und Wissenschaften des Altertums, vornehmlich der röm. Kultur zwischen dem 2. Jh. v. Chr. und dem 2. Jh. n. Chr., die den Humanisten als histor. einmaliger Höhepunkt galt. Deren Rekonstruktion werde, so hofften sie, Sprache, Geschmack, Sitt…
Date: 2019-11-19

Witz

(1,818 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. BegriffDer Begriff W. (von mhdt. witze, » Verstand«, »Einsicht«, »Klugheit«; lat. ingenium, ital. ingegno, span. ingenio, engl. wit, franz. esprit) meinte in der Nz. die Kunst, scheinbar disparate Gedanken und Ideen auf eine überraschende Weise zu verknüpfen und in eine Formulierung zu fassen, die den Hörer bzw. Leser durch geistreiche Knappheit verblüffte und spontan überzeugte [1. 874]; [10. 7 f.]. So galt W. als eine Grundbedingung geistiger Produktivität, als ein Kernelement kultivierter Konversation und pragmatischer Klugheit. Daher war er seit dem 17. Jh. eine…
Date: 2019-11-19

Tacitismus

(1,398 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff und BeginnDer 1921 geprägte Begriff T. beschreibt einen spezifischen Stil polit.-weltanschaulicher Skepsis, der sich von etwa 1570 bis etwa 1650 an den Werken des röm. Historikers Publius Cornelius Tacitus (= Tc.; um 100 n. Chr.) entzündete. Sein Prinzip und Leitmotiv war die similitudo temporum (»Ähnlichkeit der Zeiten«): In den Intrigen und Machtkämpfen am röm. Kaiserhof, die Tc. als Zeichen fortschreitender polit.-moralischer Dekadenz schilderte, sahen die Zeitgenossen der Religionskriege ihre eigene Gegenwart präfiguriert. …
Date: 2019-11-19

Sittengeschichte

(1,050 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff und ModelleAls S. bezeichnete man im späten 18. Jh. und im 19. Jh. jene Gattung der Kulturgeschichte, die besonderes Augenmerk auf die Sitten und den Alltag einer vergangenen Epoche, Kultur, Nation oder Gesellschaft legt. Zwar blieb der (von Kant als Gegensatz zu »Naturgeschichte« gebrauchte) Begriff auf die dt. Sprache beschränkt [3]. Das Konzept einer histor. Darstellung aber, die aus Gebräuchen und Gepflogenheiten auf den zivilisatorischen Stand und den Charakter eines größeren Kollektivs zu schließen sucht, gehörte seit dem Humanismus zum Kernbestand der nzl. Hi…
Date: 2019-11-19

Memoiren

(1,370 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff und BedeutungDer vom lat. memoria bzw. franz. mémoire ( »Gedächtnis«, »Erinnerung«) abgeleitete, in alle europ. Kultursprachen übernommene Plural-Begriff M. bezeichnete – wie seine lat. Pendants commentarii (»[Gerichts-]Protokoll«) und adversaria (»[Aufzeichnungen über] das vor Augen Liegende«) – einen juristischen, amtlichen oder diplomatischen Schriftsatz, der Vorgeschichte und Problematik eines zu verhandelnden Konflikts beschrieb. Auch Akademien betitelten die Publikationen ihrer Verhandlungen oft mit »M.« In …
Date: 2019-11-19

Held/in

(1,685 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ÜberblickIn allen Kulturen besitzen H. (griech. hḗrōs, lat. heros, ital. eroe, franz. héros, engl. hero) – mythische Gestalten zwischen Götter- und Menschenwelt – hohe Bedeutung für das Selbstverständnis der sie verehrenden Gruppen, Stände und Nationen. Indem H. deren Wertesystem beispielhaft verkörpern und in ihren Abenteuern siegreich vertreten, machen sie es sichtbar und attraktiv. Indem sie es zu äußerster Konsequenz steigern und dabei die Konflikte offenbaren, in die maßlose Tugend führen kann (Tragödie), korrigieren und modifizieren sie es, stärken es so…
Date: 2019-11-19

Konversation

(1,056 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. BegriffDer im 16. Jh. in die meisten europ. Sprachen übernommene Begriff K. (von lat. conversari, »verkehren«, »Umgang haben«; eigentlich: »gemeinsam umherschweifen«) bezeichnet ein typisches Ritual europ. Gebildeter der Nz.: das informelle Gespräch im kleinen Kreis, dessen wichtigstes Ziel es war, das jeweilige Thema möglichst gut, schön und unterhaltsam zu behandeln. Im Gegensatz zu institutionalisierten Formen der Kommunikation (etwa Verhör-, Lehr- oder Beichtgesprächen, Verhandlungen bei Hof, vor Gericht, in Rats-Gremien, kirchlichen, ständisc…
Date: 2019-11-19

Späthumanismus

(1,865 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Begriff Als Bezeichnung einer kulturgeschichtlichen Epoche zwischen Humanismus (= Hum.) und Barock wird S. oft benutzt, aber selten definiert. Nur darin stimmen alle gängigen Verwendungen überein, ihn zugleich als soziales Phänomen und als Ensemble von Bildungsinhalten zu betrachten. In die Literaturwissenschaft eingeführt wurde der (bislang nur in der dt.sprachigen Forschung gebräuchliche) Begriff 1931 von Erich Trunz [12], der S. als »Standeskultur« zumeist protest. Gelehrter im Alten Reich um 1600 beschrieb. Der Historiker Gerhard Oestreich erweiterte und dynam…
Date: 2019-11-19

Tafelkultur

(2,508 words)

Author(s): Walther, Gerrit
01. ÜberblickGemeinsames Speisen besaß und besitzt in allen Kulturen zentrale Bedeutung. Es konstituiert Gemeinschaft und ist unerlässlicher Bestandteil von Festen, Diplomatie und Friedensfeiern, ein Ritual der Zusammengehörigkeit, Verbrüderung und Freundschaft, eine Gelegenheit zu Repräsentation und ostentativem Statuskonsum. Seit dem 15. Jh. jedoch, im Zeichen der Renaissance, änderten sich bei den europ. Eliten Stil und Wahrnehmung solcher Mahlzeiten. Zusehends suchte man sie jetzt gemäß den neuen Regeln des Geschmacks und der guten Manieren als …
Date: 2019-11-19

Humanities

(2,002 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and definition The concept and the term came into existence in late-19th century Germany, an outgrowth of the conviction developed within historicism that human will, thought, and activity could not be measured by the inductive methods of natural science and traced back to general rules, but must instead be studied as manifestations of each unique individuality in the specific shape they took. Hence, the Humanities were taken to comprise all academic disciplines (Disciplines, a…
Date: 2019-10-14

Dictionary

(1,606 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ConceptA dictionary (Latin  dictionarium; Italian  dizionario, vocabulario; French dictionnaireglossaire, Spanish  diccionario, German Wörterbuch) is a usually alphabetical register presenting the vocabulary of a language in whole or in part, either to comment on each word as such or to present its equivalent(s) in one or more other language(s). Dictionaries in the early modern period were by no means confined to pragmatic purposes of language tuition or mutual understanding in contexts of travel, pilg…
Date: 2019-10-14

Fate, destiny

(1,425 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Meaning and conceptThe idea of fate or destiny (French  fortune, destin, destinée; Italian  fato, destino; Spanis  fortuna, suerte, destino; German Schicksal) became in the early modern period a preferred mode for discussing the relationship between autonomy and necessity, that is, the question of freedom of will, and the driving forces of history and politics, in a secular context. As a synonym for whatever was peculiar, unalterable, and perhaps inexplicable in the course of the history of an individual, a peopl…
Date: 2019-10-14

Mazarinades

(667 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ConceptThe term  Mazarinade, used by scholars since 1850, derives from  La Mazarinade, the title of a 1651 Paul Scarron literary parody of the  Iliad (French  Iliade). It serves as an umbrella term for over 4,000 mostly highly polemical pamphlets, published in France at the time of the Fronde (1648-1653) in opposition to attempts by the crown to centralize the government and administration in the spirit of absolutism. Because these efforts were embodied by Cardinal Jules Mazarin, the confidant and chief minister o…
Date: 2019-10-14

Hero, heroine

(1,761 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. OverviewIn most cultures, heroes (Greek  hḗros, Latin  heros, Italian  eroe, French  héros, German Held) – mythical figures between the divine and human worlds – have great significance for the self-conceptions of the groups, classes (Estates of the realm), and nations (Nation, nationalism) that venerate them. By embodying the value system of these groups and representing it as victorious in the heroes’ adventures, they make it visible and attractive. By pushing the value system to its limit, thus revealin…
Date: 2019-10-14

Ambition

(974 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Terminology Even in its original Latin form,  ambitio was a morally ambivalent concept. Since the time of Cicero, it meant not just the “circulation” of candidates for office to make themselves known to their voters but also a particularly insistent, ruthless pursuit of offices and dignities. After Augustine this attitude stood in almost irreconcilable conflict with the Christian commandment of humility and diffidence. Theologians of all persuasions disapproved of striving after “empty honor” (Luther). For Philipp Melanchthon, eergeizlich—the German word, which came i…
Date: 2019-10-14

Humanity

(866 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Humanist rootsThe term humanitas (Humankind, human being, “humaneness,” “sphere of human affairs”) adopted from Cicero in the 15th century achieved currency in European languages in the heyday of Humanism and remains to this day (English humanity; French  humanité; Italian  umanità; Spanish  humanidad) - especially in the context of literary-rhetorical education (Bildung) as originally delineated by the Humanist term  studia humanitatis (“studies of human affairs”). From the 16th century on, preliminary education was called  humanités in French; in English, hu…
Date: 2019-10-14

Dogs, keeping of

(2,036 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Types and functions The dog was widespread in all social classes in the early modern period, and undertook a range of functions. It was according to these, and not the breed (a concept that only achieved currency as a system of classification after 1850) that dog types were distinguished.Hounds used for hunting were of particular interest to contemporaries, following on from ancient authors, such as Xenophon ( Kynegetikós, c. 400 BCE; “On Hunting [With Dogs]”), M. Terentius Varro ( Rerum rusticarum libri tres, c. 50 BCE; “Three Books on Agriculture”), and Oppian ( Kynegetiká, c. 200…
Date: 2019-10-14

Gemmology

(1,064 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept Ancient engraved gems (from the Latin gemma, “precious stone”) are small reliefs inscribed into semiprecious stones (generally chalcedony, carnelian, agate, onyx, or hematite), rock crystal, or glass, depicting portraits, mythological figures and scenes, and often inscriptions or magical symbols (Character). Because they often show the legendary creature known from gnosticism, the so-called Abraxas (or Abrasax), with armored body and a cockerel's head, they were sometimes called “Abraxas ston…
Date: 2019-10-14

Educational policy

(2,295 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. DefinitionThe term '’educational policy'’, which did not come into common use until the 1960s, denotes the sphere of cultural policy that involves the educational system: the efforts of the government (Sovereign power) and elite leadership to promote their goals by establishing and favoring institutions of Bildung and instruction and to combat the corresponding institutions of the opposition. In this sense, educational policy was an important area of early modern politics, an essential element…
Date: 2019-10-14

Greatness

(1,523 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. The term In antiquity the attribute of greatness associated with gods, heroes, and kings had already been extended to leading members of the elite in city states and republics and elevated to the status of a universal virtue possessed by rulers. In the early modern period, greatness (Lat.   magnificentia, Ger. Größe, Ital. grandezza, Span. grandeza, French  grandeur) became the guiding ideal of the European aristocracy, the goal of noble ambition, and a central topic of discussion among the nobility. There proved to be a productive tension betwe…
Date: 2019-10-14

Libertine

(1,684 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ConceptThe Latin legal term  libertinus (“freedman”), which in the Acts of the Apostles (6,9) attaches to the persecutors of St. Stephen, passed into French ( libertine) around 1480 via vernacular biblical commentaries, and from there it entered the other modern European languages, including English. From 1545, Calvinist and Catholic preachers were using it to discredit morally those who did not unconditionally accept their dogmas. The word “libertinage” or “libertinism” (French libertinage, also libertinisme) emerged from 1600 to denote the religious skepticis…
Date: 2019-10-14

German New Humanism

(1,372 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. The phenomenonThe German term  Neuhumanismus (“Neohumanism, New Humanism”), coined by Friedrich Paulsen in 1885 [11. 191–195], denotes an educational movement (Bildung) that originated in the 1770s in Germany in reaction against utilitarian concepts of education rooted in the Enlightenment. In contrast to education in Germany’s western and eastern neighbors, it celebrated the ancient Hellenic world as the epitome of true, good, and beautiful humanity (Antiquity, reception of). In the first half of the 19t…
Date: 2019-10-14

Decadence

(1,413 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ConceptThe idea that empires and cultures, having risen to power and greatness, must necessarily undergo decline, commonplace among ancient historians after Polybius, was revisited and reformulated by the Humanists. Until around 1800, “decadence” (also “decline”; Latin   inclinatio, ruina, depravatio; Italian  decadenza, declino, caduta; French  déclin, décadence; German  Verfall, Dekadenz) was therefore a basic category of political, social, and aesthetic discourse. As a constitutive element of a cyclical view of history, the concept den…
Date: 2019-10-14

Honnête homme, honnête femme

(1,229 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. DefinitionThe term  honnête homme, first attested in 1538, is defined in the  Dictionarium latinogallicum of Robert Estienne as a “cultured courtly gentleman without presumption.” Since the early 17th century, it expressed the quintessence of courtly urbanity, the social model of the new court society of the age of Louis XIV. Unlike related French words such as  courtisan, homme de qualité, homme de bien, homme galant, and  gentilhomme, the  honnête homme (and the  honnête femme) was not socially predefined; he was the classless ideal of an individual who alw…
Date: 2019-10-14

Dame

(1,564 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept The term, which came into English in the Middle Ages from the French dame (compare Italian dama/ donna, German Dame), derives from the Latin  domina (“mistress”). Dame in English is generally confined to an honorific title; where derivatives of domina in other languages denote a woman of high social rank or status, English uses “lady” (Old English hlafdige = “[woman] who kneads bread”) as Spanish uses señora. As a courtly title, “Dame” was mostly used in conjunction with the possessive “my” or  ma ( Madame, Madonna, Madam, My Lady/Milady). Domina derivatives denote th…
Date: 2019-10-14

Manners

(1,434 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. A social idealManners were understood from the late 15th century as the sum of all behaviors that expressed politeness or courtesy (German Höflichkeit; Italian  cortesia, gentilezza; Spanish  cortesía; French  politesse, civilité, towards ladies also  courtoisie and  galanterie; Dame) in practice. These were therefore more than merely forms of conduct corresponding to applicable social rules. Such prescribed conduct differed in the early modern period according to gender, estate, profession, confession, and social, ethnic, and…
Date: 2019-10-14

Character

(1,502 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ConceptAt the beginning of the early modern period, the Greek term charaktḗr (‘stamp’ or ‘engraving’), which Patristic writers includingAugustine had been the first to introduce into literary Latin, had an abstract and technical meaning. As in the writings of Aristotle’s pupil Theophrastus, it denoted both a permanent mark, distinguishing feature, or symbol, and a prevailing moral quality [5]. The combination of the two senses proved so inspiring and fruitful that by the end of the 18th century, ‘character’ had undergone a rapid change of meaning in…
Date: 2019-10-14

Memoirs

(1,443 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and definitionThe plural term “memoirs” adopted into all European cultural languages and derived from the Latin memoria and the French  mémoire (“memory,” “remembrance”) meant, like its Latin counterparts commentarii (“[legal] record”) and  adversaria (“[journal recording] what is before one's eyes”), a juristic, official, or diplomatic record describing the prior history and problem context of a conflict requiring negotiation. Academies also often titled their publication as “memoirs.” In its most significant connot…
Date: 2019-10-14

Catholic Enlightenment

(1,174 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Term The concept of Catholic Enlightenment developed in German historiography from the early 20th century, and has since the 1970s established itself as a specialist term [3. 40–53]; [5. 76–85]. In its general and internationally current sense, it denotes all the efforts undertaken within European Catholicism before around 1820 to adapt the ideas and accomplishments of the Enlightenment and to implement them in culture, education, scholarship, economics, and political organization [1]; [6]. In the specific sense widely used in German scholarship, it refers above …
Date: 2019-10-14

Dissimulation

(2,195 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and overviewIn most of the cultural languages of Europe, dissimulation at the beginning of the early modern period was denoted using the Latin terms simulatio and  dissimulatio that had been current since Cicero and that Tacitus, in particular, made his own. While the latter meant concealing one's own views and intentions, the former meant simulating ideas and plans other than those one really had in mind. Although dissimulation, as a form of lying (Lie), was strictly frowned upon - telling the truth was a comm…
Date: 2019-10-14

Egyptology

(1,550 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Theology and languageModern Egyptology was born on September 27, 1822, when Jean-François Champollion (1790-1832) presented his Lettre à M. Dacier to the Paris Académie des inscriptions et belles-lettres. The document provided the basis for the decipherment of the Ancient Egyptian hieroglyphs [8]; [9]. European scholars had begun researching the writing, language, and culture of Ancient Egypt from the 15th century, but they had done so mostly from the perspective of the theological problem of the relationship between Egyptian and…
Date: 2019-10-14

Antiquarianism

(2,164 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Terminology and form Before 1800 the Latin word antiquitates (“antiquities”; French antiquités, German Antiquitäten), made popular by the famous (but fragmentary) antiquarian treatise Antiquitates rerum humanarum et divinarum (“Antiquities of Human and Divine Institutions”) of the Roman scholar Marcus Terentius Varro (116–27 BCE) was used synonymously with archaeology. It referred to written accounts or material remains (such as coins, monuments, works of art, everyday objects) that could provide information about cults…
Date: 2019-10-14

Anglophilia

(968 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Terminology The term  Anglophilia first appeared around 1750. It and the stronger form  Anglomania refer - from a critical distance - to the “(unsophisticated) fondness for England, the English, and all things English” [7. 18] that appeared among the continental elite after 1713 and became a general vogue in the 1730s. Admiration for English politics, economics, philosophy, science, culture, and lifestyle led to wholesale imitation, triggering one of the most momentous transfers of culture in European history.Anglophilia was a concomitant of the Enlightenment an…
Date: 2019-10-14

Epigraphy

(1,093 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and functionThe term “epigraphy” (from the Greek epigraphḗ; “inscription”) first occurred in German in the 18th century, and in French not until 1838. Yet the recording, collecting, and classifying of ancient inscriptions on stone and metal is among the oldest, most widespread, and most highly regarded forms of early modern antiquarianism and archaeology. The reasons vary. When Friedrich August Wolf declared in 1807 that epigraphy “is not important in terms of beauty of form, but by virtue of …
Date: 2019-10-14

Latin studies

(1,084 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. SurveyIn the early modern period, Latin was a language in active use in diplomacy, science, and the educational system (Bildung) and was therefore a living language. This circumstance favoured the scholarly study of the language only to a certain extent. Before the 19th century, it was studied less for its own sake than for practical purposes: to be able to write and speak better, to be familiar with the (still obligatory) canon of classical literature, to understand Roman law, which was still in effect, and to share in the greatness of ancient Rome (Antiquity, reception of).Lati…
Date: 2019-10-14

Counter-Enlightenment

(1,547 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and problemThe term Counter-Enlightenment is first attested, as a synonym for Romanticism, in an 1877 note by Friedrich Nietzsche (“Der Höhe der Aufklärung entspricht die Höhe der Gegenaufklärung in Schopenhauer und Wagner”; “The peak of enlightenment corresponds to the peak of the Counter-Enlightenment in Schopenhauer and Wagner”) [16. 26]. Isaiah Berlin then introduced it to the international discourse as the Counter-Enlightenment from the 1950s, to denote - not without a philosophical value judgment - opponents of the Enlight…
Date: 2019-10-14

Club

(1,317 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and phenomenonThe club developed from the 16th century as a specifically  British form of urban sociability. The eccentric term - at the time, the word only had its original sense of “thick stick” - hints at the exclusive, masculine character of these societies, in which gentleman kept their own company and women were almost entirely excluded. The club differed from traditional forms of socializing (e.g. fraternity, guild, sect, academy) in being an “expression of a dynamic, visibly urba…
Date: 2019-10-14

Criticism

(2,598 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept and terminological historyCriticism (or, in earlier English usage, “critique”) as the art of “testing a given matter for authenticity, truth, correctness, or beauty, and forming a judgement based on the findings obtained” (“einen vorgegebenen Sachverhalt auf seine Echtheit oder Wahrheit, seine Richtigkeit oder Schönheit hin zu befragen, um aus der gewonnenen Erkenntnis heraus ein Urteil zu fällen”) [11. 86], developed through the early modern period into the European elite's preferred form of intellectual discourse. From the Enlightenment, i…
Date: 2019-10-14

Archaeology

(1,716 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. Concept In Antiquity, the Greek term first encountered as archaiología (‘antiquarian lore’) in the Greek historian Dionysius of Halicarnassus (1st century BCE – archaiologeín, ‘to discuss antiquities,’ is already found in Thucydides, 5th century BCE) denoted the sphere of history of which there were no longer living witnesses to give accounts, but that depended entirely on traditions and legends. The Renaissance Latinized the term to archaeologia or  archaeographia, and used it synonymously with antiquitates, i.e. antiquarianism, from which archaeology was indist…
Date: 2019-10-14

Conversation

(1,132 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. ConceptThe term conversation (from Latin conversari, “to have dealings with”, “to have intercourse with”; literally “to be engaged [in something] together”), adopted into most of the European languages in the 16th century, denotes a ritual that was typical of early modern European scholars: an informal discussion in a small group, the most important purpose of which was to explore the subject in question as thoroughly, elegantly, and entertainingly as possible. Unlike in institutionalized forms of …
Date: 2019-10-14

History

(4,883 words)

Author(s): Walther, Gerrit
1. OverviewThe urge to know as much as possible about the past of one’s race, clan, class, place of birth, homeland, people - and that of other groups, populations, and cultures too - and to certify and curate this knowledge in the hands of scholarly experts, was common to all learned cultures of the early modern era (Historiography; Historical traditions beyond Europe). This can be seen in the fact that tradition was fundamentally significant in all these cultures as the basis for claims to owne…
Date: 2019-10-14
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