Search

Your search for 'dc_creator:( "Köpf, U." ) OR dc_contributor:( "Köpf, U." )' returned 73 results. Modify search

Sort Results by Relevance | Newest titles first | Oldest titles first

Jesus Christus

(16,496 words)

Author(s): Roloff, J. | Pokorný, P. | Köpf, U. | Lathrop, G.W. | Krötke, W. | Et al.
[English Version] I. Name und Titel 1.Jesus von Nazareth a)Zur Terminologie Die Bez. J.Ch. signalisiert eine für ihren Gegenstand signifikante Spannung. Obwohl weithin als zweigliedriger Name verstanden, ist sie urspr. Kombination zweier heterogener Elemente: des im zeitgenössischen Judentum verbreiteten theophoren Eigennamens Joshua/Jeshua (hebr., »der Herr hilft«) in seiner gräzisierten Form ᾿Ιησου˜ς/Iēsoús und des Würdetitels Χριστο´ς/Christos (griech. = der Gesalbte, der messianische Heilsbringer). Sie ist demnach die Kurzfassung der bekennt…

Gregor IX.

(331 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Gregor IX., Papst 19.3.1227 – 21./22.8.1241 (Hugo [Ugolino] Graf von Segni; geb. kurz vor 1170 Anagni). Nach theol. und juristischen Studien (Paris; Bologna?) unter Innozenz III. 1198 Kardinaldiakon, 1206 Kardinalbf. von Ostia (Dekan des Kardinalskollegiums). Wiederholt päpstl. Legat in Deutschland (1207 Thronstreit) und Mittel- und Oberitalien (1217–1219 Vorbereitung des vom IV. Laterankonzil beschlossenen Kreuzzugs). 1220 salbte G.Friedrich II., geriet aber später mit ihm in Kon…

Heinrich der Löwe

(185 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (1129/30 – 6.8.1195 Braunschweig), Herzog von Sachsen und Bayern, Sohn des Welfen Heinrich X., des Stolzen, und Gertruds, der Tochter Kaiser Lothars III., Vetter Friedrichs I. Barbarossas. In zweiter Ehe vermählt mit Mathilde, Tochter König Heinrichs II. von England. H. war ein Herrscher von hohem Selbstbewußtsein und ausgeprägtem Macht- und Besitzstreben. Eroberungen im slawischen Nordosten, Landesausbau, Bistums- (Oldenburg/Lübeck, Ratzeburg, Schwerin in Mecklenburg) und Städ…

Bonaventura

(1,455 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Giovanni Fidanza; um 1217 Bagno- regio [südlich von Orvieto] – 15.7.1274 Lyon) I. Leben Die meisten Lebensdaten vor 1257 sind unsicher. Der Sohn von Giovanni und Ritella Fidanza trat nach einem Studium an der Pariser Artistenfakultät etwa 1243 dem Franziskanerorden bei, der ihm den Ordensnamen B. gab. Unter Alexander von Hales nahm er das Theologiestudium auf, wurde 1248 Baccalaureus biblicus und las 1250–1252 über die Sentenzen. 1253 erhielt er die Lizenz und nahm die Lehrtätigkeit in der …

Geographie

(700 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] I. Wissenschaftsgeschichtlich Der Weg der G. von ihren Anfängen im mythischen Weltbild (ao. Schöpfungserzählungen, frühe philos. Spekulation der Griechen) und in der pragmatischen Erkundung der Umwelt (Reiseberichte von Kaufleuten) bis zur Ausbildung einer exakten Wiss. war weit. In der Antike wurde sie als umfassende Kunde von der Erde einschließlich ihrer Bewohner aufgefaßt. Früheste Darstellungen hatten die Form der Küstenbeschreibung (Periplus u. ä.), zu der bald geographische…

Marsilio Ficino

(334 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (19.10.1433 Figline im Arnotal – 1.10.1499 Careggi bei Florenz). Als Sohn des Leibarztes Cosimos de' Medici wurde er von diesem gefördert und von einem Medizinstudium zur Philos. hingeführt. Er lernte gründlich Griech. und übers. und komm. v.a. Plato (1463–1469), Plotin (1484–1486) und eine Reihe weiterer neuplatonischer Autoren. In Florenz gründete er eine Platonische Akademie (: I., 5.), in der er zus. mit einem Kreis von Bürgern, an der Spitze Lorenzo de' Medici, intensiv die…

Kreuz/Kreuz Christi

(3,621 words)

Author(s): Sundermeier, T. | Taeger, J. | Köpf, U. | Slenczka, N. | Stock, A.
[English Version] I. Das Kreuzzeichen in den nichtchristlichen Religionen Als ornamentales Zeichen und als rel. Symbol – die Übergänge sind fließend – findet sich das K. bis in die Gegenwart in vielfachen Formen in außerchristl. Kulturen und Religionen. Es reicht bis in die prähist. Zeit zurück und ist ein Ursymbol der Menschheit. Als Symbol ist es multisemisch und entließ aus sich immer neue Bedeutungsvarianten und Formen. Die christl. Adaptation ist ohne die frühere Verbreitung und Bedeutungsvielfalt …

Laienabt

(83 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] im engeren Sinne ist ein Laie, der die Leitung und Nutzung eines Klosters innehat, ohne Mitglied seines Konvents oder auch nur Mönch zu sein. Bes. häufig wurden im 9. und 10.Jh. im Frankenreich und seinen Nachfolgereichen Angehörige des Adels in diese Funktion eingesetzt. In übertragenem Sinne nennt man L. auch den klerikalen Inhaber einer Kommende, der nicht dem Mönchsstand angehört (häufig vom Hoch-MA bis in die frühe Neuzeit). Ulrich Köpf Bibliography F.J.Felten, Äbte und L. im Frankenreich, 1980.

Johannes Sarracenus

(79 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Im 12.Jh. bedeutendster Übers. nördlich der Alpen, zeitweilig in Poitiers tätig. Von Johannes von Salisbury und der Abtei St. Denis in Paris gefördert, übers. er die Werke und Briefe des Ps. Dionysius Areopagita unter Vermeidung von Gräzismen aus dem Griech. ins Lat. Vorarbeit dafür war ein Komm. zur Hierarchia caelestis. Seine Übers. wurden bes. im 13.Jh. häufig benutzt. Ulrich Köpf Bibliography M.Grabmann, Ma. Geistesleben, Bd.1, 1926, 454–460 W.Berschin, Griech.-lat. MA, 1980, 277–279.

Mittelalter

(3,713 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] I. Zum Begriff Das dt. Wort »Mittelalter« ist als Bez. einer Zeitspanne erstmals 1538 bei dem Schweizer Historiker Aegidius Tschudi (»mittel alters«) nachgewiesen. Mit beträchtlicher Verzögerung gegenüber franz. »moyen âge« (seit 1572) sowie engl. »middle age(s)« (seit 1611) und »middle time(s)« (seit 1612) trat es im hist. Sinne neben der häufigeren Bedeutung »mittleres Lebensalter« erst seit 1786 wieder auf und setzte sich gegenüber den im 18.Jh. gebräuchlicheren Formulierungen »mi…

Gilson

(148 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Gilson, Étienne (13.6.1884 Paris – 19.9.1978 Auxerre), Philosoph. 1913 Prof. in Lille, 1919 in Straßburg, 1921–1932 Prof. an der Sorbonne, seit 1932 am Collège de France. 1929 Mitbegründer des Pontifical Institute of Medieval Studies in Toronto, 1947 Mitglied der Académie Française. G. war auch systematischer Philosoph (z.B. Matières et formes, 1964), doch der Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der Gesch. dessen, was er »christl. Philos.« nannte, wobei er die großen Denker (Augustin…

Liechtenstein

(236 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] Liechtenstein, Fürstentum. Kleinstaat (160 km 2) zw. den Schweizer Kantonen St.Gallen und Graubünden im Westen und dem östr. Bundesland Vorarlberg im Osten, erbliche konstitutionelle Monarchie mit 32 500 Einwohnern (2001), davon 80% kath., 7,4% prot. (1996). Herren von L. sind im 12. Jh. mit zwei in der Steiermark und in Mähren begüterten Linien nachweisbar. Während die steirische Linie 1619 ausstarb, wurde die mährische Linie Nikolsburg 1608/1623 in den Reichsfürstenstand erhoben. …

Alexander

(261 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] von Hales (um 1185 Hales, England – 21.8.1245 Paris). Nach dem Studium der Artes und der Theol. lehrte A. seit den frühen 20er Jahren an der Pariser theol. Fakultät, behielt aber enge Beziehungen zu seiner Heimat. 1229 zog er mit den streikenden Pariser Professoren und Studenten nach Angers und vertrat 1230/31 ihre Forderungen an der röm. Kurie. Als er sich 1236 dem Franziskanerorden anschloß, der seit 1219 in Paris vertreten war, behielt er seine Professur und verschaffte dadurch…

Inklusen

(376 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] (Reklusen, Klausner). I. sind Männer und Frauen, die sich in der Absicht, Buße zu tun, auf begrenzte Zeit (meist am Beginn ihres asketischen Lebens) oder für den Rest ihres Lebens in eine Zelle einschließen (lassen). Diese extreme Form der Askese begegnet schon in der Alten Kirche in allen Mönchslandschaften des Ostens (in Ägypten z.B. Johannes von Lycopolis, bes. häufig in Syrien), seit dem 6.Jh. auch im Westen. Ihre hohe Zeit erlebte sie aber im MA. Während sie im Früh-MA glei…

Lehrer/Lehrerinnen

(2,009 words)

Author(s): Rau, E. | Köpf, U. | Lämmermann, G.
[English Version] I. Ältestes ChristentumNach CIJ II, 1266 u. ö. gab es in Palästina vor 70 n.Chr. als διδα´σκαλος/didáskalos oder רב/rab (Anrede: διδα´σκαλε/didáskale; רבי/rabbi; Rabbi) bez. rel. L. (Zimmermann). Alle Evv. zeichnen Jesus als L. mit einem Kreis von Schülern, die auch für die Bewahrung seiner Lehre verantwortlich waren. Q (Logienquelle) betont dabei die Überlegenheit über den Schüler (Lk 6,40 par.). Mk läßt Jesus als διδα´σκαλε bzw. ρ῾αββι´/rhabbí angesprochen werden, der in singulärer Vollmacht v.a. das Volk lehrt, z.B. in Gleichnissen (Mk 4,…

Hilfswissenschaften, historische

(106 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Der Begriff hat sich seit der 2. Hälfte des 18.Jh. für eine Reihe von Disziplinen von stark handwerklich-methodischem Zuschnitt eingebürgert, deren Beherrschung dem Historiker unentbehrlich ist: Chronologie, Hist. Geographie, Genealogie; Allg. Quellenkunde, Urkundenlehre (Diplomatik) und Aktenkunde, Paläographie und Epigraphik; Heraldik (Wappenkunde), Sphragistik (Siegelkunde; Siegel) und Numismatik (Münzkunde). In weiterem Sinne werden zuweilen auch andere Disziplinen, wie Bib…

Klosterschulen

(613 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Während die asketische Motivation (Askese) der monastischen Lebensform grundsätzlich eine Distanzierung von der weltlichen Kultur mit sich bringt, setzen Gebet und monastische Lectio ein gewisses Maß an Bildung voraus. Deshalb ist die K. im Mönchtum des 4.Jh. als erste Form einer christl. Schule entstanden. Bereits in den frühen äg. Eremitensiedlungen wurden Kinder von erfahrenen geistl. Vätern erzogen. Pachomius forderte Lesefähigkeit und Auswendiglernen bibl. Texte, v.a. des …

Mendikantenstreit

(271 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Auseinandersetzungen an der Universität Paris um die Stellung der Mendikanten (Bettelorden), die sich seit 1217 (Dominikaner) und 1219 (Franziskaner) als Studenten, Prediger und Seelsorger in Paris aufhielten und seit dem Universitätsstreik von 1229–1231 auch Lehrstühle an der Theol. Fakultät innehatten (1229 Roland von Cremona OP, 1231 Johannes von St. Aegidius OP, 1236 Alexander von Hales OFM). Das wachsende Konkurrenzverhältnis zu den von den Päpsten begünstigten, bei Studen…

Karmeliter/Karmelitinnen

(436 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Der Orden der K. geht auf eine Gemeinschaft abendländischer Einsiedler auf dem Berg Karmel zurück, die sich um 1210 vom Patriarchen von Jerusalem eine Regel geben ließ. Diese verpflichtete sie zu streng kontemplativem Leben. Die Spiritualität der von einem Prior geleiteten Gemeinschaft war durch anachoretische Traditionen, das Vorbild des Propheten Elia und Marienfrömmigkeit geprägt. Um 1240 flüchteten die K. vor der wachsenden Bedrohung durch Sarazenen in ihre eur. Heimatlände…

Legende

(1,010 words)

Author(s): Köpf, U.
[English Version] . Das aus dem Mittellat. (legenda, zu ergänzen: vita [Sg.] oder acta [Pl.]) übernommene dt. Wort bez. urspr. einen Text, der zur Lesung im Gottesdienst oder in der klösterlichen Gemeinschaft (bes. bei Mahlzeiten [Tischlesung], im Lesegang oder Kapitelsaal) bestimmt ist und Leben und Taten eines oder mehrerer Heiliger (Heilige/Heiligenverehrung: II.) zum Inhalt hat. Die L. wird in erster Linie regelmäßig am Fest des Heiligen ganz oder in Ausschnitten verlesen. Im Zusammenhang mit …
▲   Back to top   ▲