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Šaiḫ al-Islām

(144 words)

Author(s): Krawietz, Birgit
[English Version] . Dieser Titel ist frühestens gegen Ende des 10.Jh. für Nordostiran belegt. Er bez. innerhalb der isl. Welt herausragende Šarı̄ʿagelehrte (ʿulamāʾ; Klerus: III.) wie z.B. den syr. Mufti Ibn Taimı̄ya (gest.1328) oder sufische Autoritäten (Islam: II.,5.). Im Laufe der Zeit wurden darunter – je nach Region – bestimmte wichtige Regierungsämter oder religionsrechtliche Funktionen verstanden. Der berühmteste Anwendungsfall des Begriffs Š. ist der Großmufti des Osmanischen Reiches (Osma…

Šarı̄ʿa

(213 words)

Author(s): Krawietz, Birgit
[English Version] . Die Š. (arab., Pl. šarāʾiʿ) bez. die Gesamtheit der von Gott gestifteten und an seinen letzten Propheten Muḥammad ergangenen Botschaft. Sie umfaßt rechtliches Handeln sowie Glaubensgrundlagen und ist nicht nur im Koran, sondern auch in der vorbildlichen Sunna des Propheten enthalten. In einem weiteren Sinne sind auch die jüd. oder die christl. Gottesbotschaft frühere šarāʾiʿ. Š. bedeutet wörtl. »den zur Wasserstelle gebahnten Weg« (vgl. Koran Sure 45,18), nämlich denjenigen, d…

Strafrecht

(3,155 words)

Author(s): Otto, Eckart | Sellert, Wolfgang | Loos, Fritz | May, Georg | Krawietz, Birgit
[English Version] I. Altes Testament Das atl. Gesetz (: II.) hat einen dreifachen Ursprung in den Funktionen 1. der Sicherung der wechselseitigen Handlungserwartung in dem Handlungsnormen mittels der Generalprävention schützenden S., 2. der Gewaltminimierung durch Konfliktregelung im kasuistischen Recht (: III.) als Vorläufer des neuzeitlichen Zivilrechts und 3. der Regelung des Verkehrs mit der göttlichen Sphäre durch ein Kultrecht. Das S. hat seinen auch im rechtshist. konservativen AT noch erkenn…

Völkerrecht

(2,967 words)

Author(s): Hillgruber, Christian | Reuter, Hans-Richard | Schiemann, Gottfried | Otto, Eckart | Krawietz, Birgit
[English Version] I. Zum Begriff 1.Rechtlich V. ist der Inbegriff der die hoheitlichen Beziehungen zw. den Völkerrechtssubjekten regelnden Rechtsnormen. Völkerrechtssubjekte sind in erster Linie die Staaten, außerdem traditionell der Apostolische Stuhl, die von Staaten auf vertraglicher Grundlage geschaffenen und mit (auf ihren Aufgabenkreis begrenzter) Völkerrechtsfähigkeit ausgestatteten Internationalen Organisationen sowie Individuen und Menschengruppen, soweit sie nach dem Willen der Staaten sel…

Rein und unrein

(3,405 words)

Author(s): Stausberg, Michael | Seidl, Theodor | Kollmann, Bernd | Schneider-Ludorff, Gury | Wandrey, Irina | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichIn differenzierten rel. Systemen bzw. Kulturen stellen die Kategorien r. und u. eine klassifikatorisch-kommunikative Leitdifferenz dar. Diese regelt Grenzen nach Innen (z.B. zw. Klerikern und Laien [Klerus/Klerus und Laien], Frauen und Männern [Frau und Mann]) sowie nach außen (z.B. zw. Gläubigen und »Heiden«, in-group/out-group). Bes. Plausibilität genießt sie im Rahmen dualistischer Modelle wie z.B. dem Zoroastrismus (Zarathustra; Williams). Ihr norm…

Zins

(3,316 words)

Author(s): Grundmann, Stefan | Bayer, Stefan | Schneider, Helmuth | Kessler, Rainer | Strohm, Christoph | Et al.
[English Version] I. Zum BegriffDer Begriff Z. geht zurück auf census (lat. Steuerkataster). Konzeptuell dem heutigen Z. vergleichbar sind jedoch erst die ma. censuales oder censuarii, (anfangs noch abhängige) »Zinsleute«, die dem Herrn für die Nutzung von Land periodisch Abgaben entrichteten. Der Z. mochte hier noch immer eine (hoheitliche) Abgabe sein, entscheidend war jetzt jedoch erstmals und blieb seitdem: die Zahlung für die Nutzungsüberlassung, typischerweise periodisch, stets nutzungszeitab…

Talion

(2,579 words)

Author(s): Beinhauer-Köhler, Bärbel | Otto, Eckart | Reeg, Gottfried | Krawietz, Birgit | Ogris, Werner
[English Version] I. Zum BegriffT. ist abzuleiten vom röm. lex talionis und meinte dort einen geregelten Vergeltungsakt (Vergeltung) gemäß einer Rechtsnorm, die als solche Selbstjustiz eindämmen sollte. Dies steht im Widerspruch zum allg. Verständnis von T. als »Gleiches mit Gleichem vergelten«, auch im Sinne von Selbstjustiz. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man daher auch speziell die Blutrache oder Vendetta als T. Diese wird somit zugespitzt auf eine unmittelbare Rache im Gegensatz zur entwic…

Trauung

(3,649 words)

Author(s): Idelberger, Petra | Grethlein, Christian | Hofhansl, Ernst W. | Steck, Wolfgang | Winter, Jörg | Et al.
[English Version] I. Religionsgeschichtlich Das Wort »T.« bzw. »trauen« wird im dt. Sprachraum seit dem 13.Jh. auch im Sinne von »anvertrauen«, »ehelich verbinden«, urspr. »dem Manne zur Frau geben« verwendet. Im christl. Kontext wurde die Vermählung bis ins MA als weltl. Akt betrachtet, bevor die Ehe zum Sakrament erklärt wurde (1184). In vielen Rel. wird die Ehe als rel. Pflicht angesehen, und die Hochzeitsriten (rite de passage/rite de confirmation; s.u. III.) haben häufig einen geheiligten Char…

Speisegebote/Speiseverbote/Speisegesetze

(3,798 words)

Author(s): Borgeaud, Philippe | Willi-Plein, Ina | Ebner, Martin | Puza, Richard | Reichman, Ronen | Et al.
[English Version] I. ReligionswissenschaftlichAnhand der Speisegebote (S.) und -verbote einer menschlichen Gemeinschaft läßt sich der Zusammenhang zw. symbolischen und rituellen Handlungen ablesen. Die Wahl der Nahrung (Vorlieben und Verbote) ist eng verbunden mit dem Gesamtbild, das eine Kultur von sich entwirft und mit dem sie anderen Kulturen gegenübertritt und das seinerseits ein spezifisches Verhältnis zur Natur und Transzendenz voraussetzt. Die S. haben somit identitätsstiftende Funktion; si…