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Your search for 'dc_creator:( "Hurschmann, Rolf" ) OR dc_contributor:( "Hurschmann, Rolf" )' returned 268 results. Modify search

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Pallium

(240 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Ein dem griech. Himation entsprechender röm. Mantel aus einer rechteckigen Stoffbahn; als Materialien dienten Wolle, Leinen oder Seide. Das P. konnte unterschiedlich gefärbt (weiß, diverse Rottöne, gelblich, schwarz), golddurchwirkt und mit Purpurstreifen versehen sein. Es ist seit dem 3. Jh.v.Chr. bekannt, und anfänglich trugen es nur Freunde der griech. Kultur, Philosophen u.a. (Liv. 29,10); doch es erfreute sich recht bald aufgrund seiner Bequemheit und einfachen Tragweise grö…

Barbaron hyphasmata

(129 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (βαρβάρων ὑφάσματα). Als b.h. bezeichneten die Griechen die kostbaren medisch-persischen Gewänder, Stoffe, Decken u.a. mit bunten Ornamenten, detaillierten figürlichen Verzierungen, Misch- und Fabelwesen. Nach Griechenland gelangten b.h. durch Handel (Aristoph. Vesp. 1132ff.), als Beutegut (Hdt. 9,80) oder Geschenk (Athen. 2,48d). Als Weihung stiftete man b.h. in Heiligtümer (Paus. 5,12,4) oder man trug sie als Luxusgewänder zur Demonstration von Reichtum und Macht. Die b.h. führten zu Veränderungen der griech. Tracht (Zeira) und Textilien …

Bigae

(513 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Kurzform aus lat. biiugae (griech.: δίζυξ; συνωρίς); eigentlich zwei unter einem Joch gehende Tiere (Pferd, Rind, Maulesel), vornehmlich für Pferdegespanne verwandt. Neben den bereits aus der min.-myk. Kultur erh. Darstellungen auf Fresken, Sigelringen u.ä. bzw. den Modellen aus Ton oder Br., ist vor allem die lebendige Schilderung bei Homer (Il. 23,392f., Leichenspiele für Patroklos) eines Pferderennens im Zweigespann für die griech. Frühzeit zu erwähnen. Diese leichten Gespanne wu…

Akazie

(177 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ἀκακία, Dioskurides 1,133; ἄκανθα, Theophr. h. plant. 6,1,3). Der bereits bei Hdt. 2,96 gen. ägypt. Schotendorn oder Gummibaum gehört zur im Mittelmeergebiet weit verbreiteten Gattung der Mimosengewächse. Der von dem Baum ausgeschwitzte Saft ( kommì, Gummi) fand bei den Ägyptern Verwendung bei der Einbalsamierung von Leichen (Hdt. 2,86), dann aber auch in der Humanmedizin (Augenheilkunde) und wurde in röm. Zeit teuer gehandelt (Plin. nat. 13,63). Den A.-saft verarbeitete man zu Mundpastillen (Plin. nat. 24,109) …

Acetabulum

(104 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Von lat. acetum (Essig); das kelchförmige Gefäß mit eingeschnürter Wandung diente zur Aufnahme von Essig und Honig, als Tisch- und Kochgefäß bzw. zum Wachsschmelzen; auch Becher der Taschenspieler. Das A. bestand meist aus Ton oder Glas, seltener aus Edelmetall. Sein Volumen war sehr gering (0,068 l [1]); bei Apicius (6,8,3) und Apici excerpta a Vindario VI ist A. auch ein Kochgefäß. catinus Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 F. Hultsch, s. v. A., RE I, 155 f. G. Hilgers, Lat. Gefäßnamen, BJ (Beih. 31), 1969, 33 f.  E. M. Stern, B. Schlick-Nolte, Frühes Glas d…

Kalathos

(276 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ὁ κάλαθος; Dim. τὸ καλάθιον/ kaláthion und ὁ/τὸ καλαθίσκος, -ν/ kalathískos/-n; lat. calathus). Sich blütenartig öffnender Korb aus unterschiedlichen Materialien wie Ton, Holz, Edelmetall (Hom. Od. 4,125), der auch aus Ruten geflochten sein kann [1]. Er diente als Arbeitskörbchen der Wollspinnerinnen (z.B. Iuv. 2,54; Ov. ars 1,693 und 2,219) - so ist er Requisit der Frauengemachszenen (z.B. Rhyton London, BM E 773 [2]) - oder im Haushalt als Behältnis für Käse, Milch oder Öl; daher konnte d…

Kekryphalos

(226 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κεκρύφαλος, -άλιον, lat. reticulum), Haarnetz, Haartuch. Bereits bei Hom. Il. 22,469 als Bestandteil der weiblichen Tracht erwähnt, diente der K. dazu, das Kopfhaar oder Teile desselben zu bedecken. Die griech. (vgl. z.B. Aristoph. Thesm. 257) und röm. Frau trug nicht nur nachts einen K., um die sorgfältig angeordneten Frisuren zusammenzuhalten, sondern auch bei Tag (Varro ling. 130; Non. 14,32 u.a.). Wenn vereinzelt Männer den K. trugen, war dies allerdings rügenswert (Athen. 15,6…

Alveus

(125 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] [1] Behälter Muldenförmiger Behälter; eigentlich Höhlung, Wölbung oder Trog. Der A. diente als Keltertrog, Wanne für neugeborene Kinder und als Warmwasserwanne für eine oder mehrere Personen im Bad. Ferner kann A. auch einen Sarkophag meinen. In der arch. Forschung bezeichnet A. eine gemauerte, große Sitzwanne im Caldarium der röm. Thermen (die kleinere Variante wurde alveolus genannt), die vom praefurnium aus über der testudo alvei, einem halbkreisförmigen Kessel, beheizt wurde. In der Funktion mit A. verwandt sind solium und labrum . Hurschmann, Rolf (Hamb…

Kredemnon

(168 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (κρήδεμνον, lat. calautica, auch κάλυμνα/ kálymna, καλύπτρη/ kalýptrē). Allg. die oberste Bedeckung, auch eines Wein- oder Vorratsgefäßes (Hom. Od. 3,392) bzw. eines Mauerringes (Hom. Il. 16,100), dann aber mehr ein Kopftuch der Frauen, das die Schultern bedeckte und mit dem sie das Gesicht verhüllen konnten (Hom. Il. 14,184; 16,470; Hom. Od. 1,334). Im 5. Jh.v.Chr. nur noch poetisch verwendet (z.B. Eur. Phoen. 1490); die üblichen Ausdrücke für Schleier und speziell für Brautschleier waren kálymna und kalýptrē (vgl. Aischyl. Ag. 1178). Bereits auf den …

Askoliasmos

(132 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (Ἀσκωλιασμός). “Hüpfen auf einem Bein” (Plat. symp. 190d mit schol.; Aristoph. Plut. 1129 u.a.), auch “Schlauchhüpfen”. Von Eratosthenes (fr.22) und Didymos (schol. in Aristoph. ebd.) bei att. Kelterfesten als Tanzen auf einem Schlauch aus Schweins- oder Ziegenfell erwähnt, der mit Luft oder mit Wein gefüllt und - wie Poll. 9,121 schreibt - mit Öl eingerieben war, um das Stehen zu erschweren. Das mitunter erwähnte Fest Askolia ist eine Erfindung der Grammatiker. Eubolos (fr.8) erwähnt den a. auch als att. Volksbelustigung. Nach Verg. georg. 2,382-384 war der a. au…

Rasiermesser

(211 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (ξυρόν/ xyrón; lat. novacula, cultellus, culter tonsorius). Zum Rasieren des Bartes und Abschneiden des Kopfhaares z. B. bei Trauer diente seit frühgriech. Zeit das R., das in zahlreichen Expl. überl. ist. Seine Länge konnte weit über 20 cm betragen; als Materialien für die Klinge dienten Eisen und Br., für den Griff Br., Elfenbein, Holz. Das R. ist in unterschiedlichen Formen belegt: So konnte es spatel- oder halbmondförmig, lang und schmal mit gerader oder geschwungener Klinge, breit…

Periskelis

(139 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (περισκελίς, περισκέλιον, lat. periscelis, periscelium). In der arch. Forsch. h. nicht mehr gebräuchlicher Terminus für ein einfaches Band aus Stoff oder Metall, das als Oberschenkelschmuck oberhalb des Knies von Frauen der niederen Schichten und Prostituierten (Hor. epist. 1,17,56; Alki. fr. 4; Petron. 67), seltener von Frauen aus höheren Kreisen getragen wurde (Petron. 67; Longos 1,5). Davon zu unterscheiden sind Spangen, die man oberhalb des Fußknöchels trug, sogenannte compedes (Petron. 67; Plin. nat. 33,39-40 und 152). Darstellungen solcher…

Probolion

(114 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (προβόλιον). Kurzer Speer (Hdt. 7,76), mehr aber noch Jagdspieß (Hesych. s. v. π.), bes. zur Eber- (Xen. kyn. 10; Philostr. imag. 1,28,5) und Löwenjagd; in der mod. arch. Forsch. als Terminus kaum verwendet, auch wenn man versucht hat, das p. auf Jagdszenen der minoisch-myk. und geom. Kunst zu erkennen (zu dem bei Philostr. imag. 1,2,2 als p. bezeichneten Attribut des Komos s. [1]). Des weiteren nannte man p. auch einen festen Platz, eine Festung (Xen. mem. 3,5,7; Dion. Hal. ant. 10,16,4). Jagd Hurschmann, Rolf (Hamburg) Bibliography 1 A. Kossatz-Deissmann, s. v. K…

Chlamys

(244 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (χλαμύς). Schultermantel aus Wolle für Reisende, Krieger und Jäger. Die vielfach bunt gefärbte und bestickte ch. tritt im 6.Jh. v.Chr. auf und stammte urspr. aus Thessalien (Poll. 7,46; 10,124; Philostr. her. 674), wo sie auch als Siegespreis nach Agonen vergeben wurde (Eust. in Hom. Il. 2,732), oder Makedonien (Aristot. fr. 500 Rose). Charakteristisch ist ihre Tragweise: Die oval oder viereckig zugeschnittene Tuchbahn des Mantels wurde vertikal gefaltet, um die linke Körperseite gelegt, von vo…

Labronios

(49 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (λαβρώνιος, -ον). Pers. Luxusgefäß aus Edelmetall von unbekannter Form (groß, flach mit großen Henkeln, Athen. 11,484c-f, 784a, 500e). Da es bei Athenaios a.O. in Zusammenhang mit Lakaina und Lepaste (beides Gefäßarten) gen. wird, handelt es sich beim L. vielleicht um eine Trinkschalenart. Hurschmann, Rolf (Hamburg)

Schreibmaterial

(1,445 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf; Röllig, Wolfgang
[English version] I. Beschreibstoffe Im Alt. wurde eine Vielzahl von Materialien als Sch. genutzt; die mod. Forsch. unterteilt sie in anorganische und organische Beschreibstoffe. Hurschmann, Rolf; Röllig, Wolfgang [English version] A. Anorganisch Zu den anorganischen Sch. zählt der natürliche Fels, auf den man Inschr. einmeißelte, seit der 2. H. des 3. Jt. v. Chr. in Ägypten und in dem Mesopot. im Osten benachbarten Bergland. Ein frühes Beispiel aus Griechenland sind die ans E. des 8. Jh. v. Chr. zu datierenden Inschr. von The…

Löffel

(269 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] L. fanden zunächst als Rühr- oder Koch-L. (griech. τορύνη/ torýnē, Aristoph. Equ. 984, vgl. Anth. Pal. 6,305; 306, lat. trua oder trulla) bei der Zubereitung von Speisen Verwendung. Zum Schöpfen von flüssigen Nahrungsmitteln oder Wein diente der κύαθος/ kýathos. Wenn der L. auch schon früh bekannt war, so fand er trotzdem beim Speisen wenig Verwendung, da man vornehmlich ausgehöhltes Brot (μυστίλη/ mystílē, μύστρον/ mýstron) zum Verzehr von Breien, Brühen oder Suppen u.ä. benutzte (Aristoph. Equ. 1168-1174). Der Römer unterschied Löffel mit ovaler Schale ( ligul…

Labrum

(339 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (aus lavabrum, Diminutiv labellum, griech. λουτήριον/ lutḗrion und λεκάνη/ lekánē). Das L., ein großes flaches Becken mit aufgewölbtem Rand und hohem Fuß, diente unterschiedlichen Zwecken. Als Material für das L. werden Marmor, Porphyr, Ton, Stein u.a. gen. Im griech. Bereich ist L. ein Waschbecken, an dem sich Männer und Frauen mit Wasser reinigten; auf unterital. Vasen findet dies häufig in Anwesenheit von Eros statt, mitunter tummeln sich Wasservögel (Schwan oder Gans) im Wasser des L.…

Pera

(142 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] (πήρα/ pḗra, πηρίδιον/ pērídion, lat. pera). Ein Beutel oder Ranzen zum Tragen von Brot (Theokr. 1,49; Athen. 10,422b), Saatgut (Anth. Pal. 6,95; 104) oder Kräutern und Gemüse (Aristoph. Plut. 298), der zur Ausrüstung von Jägern (Anth. Pal. 6,176), Hirten (Anth. Pal. 6,177) oder Fischern gehörte und mittels eines Riemens über der Schulter an der Hüfte getragen wurde. Die p. war schon bei Hom. Od. 13,437; 17,197; 410; 466 Erkennungszeichen des Bettlers (vgl. Aristoph. Nub. 924) und galt später, zusammen mit dem Wanderstab ( báktron, lat. baculum, Stab), als Symbol…

Oscillum

(157 words)

Author(s): Hurschmann, Rolf (Hamburg)
[English version] Gruppe von runden oder peltaförmigen, d.h. nach der Form des Amazonenschilds gebildeten und reliefierten Schmuckscheiben aus der Zeit vom 1. Jh.v.bis zur Mitte des 2. Jh.n.Chr. aus Marmor. Die Oscilla stammen zum größten Teil aus den Vesuvstädten und wurden in Villen und Stadthäusern mit Gartenanlagen gefunden, in denen sie, an Ketten in den Interkolumnien des Gartenperistyls aufgehängt, zur Dekoration dienten. Andere fanden sich als Schmuckelemente in Theatern und in Tempelanlag…
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